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Hundeforum Der Hund

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Hallo erstmal,

bin ganz neu hier und froh dass es Internet gibt :)

Ich habe mir vor sieben Monaten eine ganz süße Hündin angelacht (jetzt 1 Jahr jung), leider hat sie einen ganz starken

Jagd- und "Schnüffel"?-Trieb.

Eigentlich habe ich mich für hundeerfahren gehalten, hatte aber mit ihren beiden Vorgängerinnen einfach nur Glück.

Na ja, bisschen Erziehung war auch dabei und ich dachte, Hündinnen sind einfach so bei mir :(

Es nervt mich furchtbar, dass ich sie im Grünen nicht von der Leine lassen kann.

Früher oder später verschwindet sie aufs nächste Feld und blieb einmal sogar zwei Stunden weg.

War natürlich am Rande des Herzkaspers! Und seitdem gibt´s Leinenzwang wenn Feld oder Wald in Sichtweite sind, und da kann man doch am besten laufen, seufz.

Sonst hört sie super, also bei kurzen Distanzen und ohne Hasengeruch in der Nase:)

Und im Haus ist sie ein absolutes Goldstück. Total lieb und gar nicht hibbelig, bellt nicht usw.

Wie ihre Vorgängerin Maxi, die ich trotzdem noch furchtbar vermisse.

Schleppleinentraining habe ich einen Monat ausgehalten, war dann aber zu ungeduldig und genervt von dem langen störenden Teil.

Ansonsten machen wir Leinenführungsübungen, Gehorsamsübungen, alles mit Leckerchen und natürlich bekommt sie zwei bis drei Stunden Auslauf mit mir. Meist zu Fuß, ab und an auch mit dem Rad, weil sie so gern rennt.

Sie tut mir so Leid mit der Leine und ich mir auch!

Denke dass ich das nie rausbekomme und ich die nächsten ca. zwölf Jahre (trotzdem zu kurz:)

nur mit Leine laufen kann.

Hat hier jemand einen Geheimtipp?

Möglichst einen der sich nicht ein halbes Jahr hinzieht?

Sonst bin ich gar nicht so, Kind hört nämlich super :))

Liebe verzweifelte Grüße

Finchen und Anke

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Huhu

Hat hier jemand einen Geheimtipp?

Möglichst einen der sich nicht ein halbes Jahr hinzieht?

Na aber logisch: Infefu Hunter – für jagende Hunde :D

Wenn´s einen Kick länger dauern darf, dann kann ich das Buch von Ariane Ullrich: Antijagdtraining sehr empfehlen. ;)

Falls aber jemand noch den ultimativen Ruck-Zuck-Tipp hat - immer her damit :)

Gruß Trial

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Guten Morgen,

in deinem Profil steht, sie ist ein "Jagdhund",

da wird dieses Problem auf die Schnelle sicher nicht lösbar sein!

Mir geht es ähnlich, habe auch nach zwei "braven" Hunden jetzt den totalen Jagdfreak,

(Golden Retriever, knapp 2 Jahre)

und ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn jemals in Waldnähe ganz ohne Leine laufen lassen kann,

weil er bei Wildbegegnungen einfach total ausgewechselt ist und auf nichts mehr hört!

Ich arbeite permament an der Bindung und an mir, damit ich rechtzeitig sehe, BEVOR er es sieht oder an seiner Körperhaltung erkenne, da ist was!

Es wird schon besser!!

Als neulich ein Rehrudel auftauchte ist er natürlich hinterher ABER er drehte ab, ohne sie in den Wald zu verfolgen!

Das war für mich ein grosser Erfolg,

weil Ende März hat er einen Hasen aufgespürt und war stundenlang weg,

daraufhin durfte er (oder traute ich mich nicht) nicht mehr von der Leine,

jetzt probieren wir es wieder!

Er ist übrigens im Haus auch total ruhig und brav,

auch anderen Hunden und Menschen gegenüber!

Also, nur Geduld ! :winken::winken::winken:

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Sag ma ist das mit swm Futter ein Scherz??? Gibts das wirklich???????? :)

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(bearbeitet)

Hm...vielleicht gibt es Leute, die darauf reinfallen...oder das Futter quillt im Magen so, dass der Hund fett und träge wird ;)

Eine Ruck-Zuck-Lösung für einen jagenden Hund gibt es nicht...gerade bei einem "echten" Jagdhund kann man nur konsequent versuchen den "Trieb" umzulenken...aber das geht nicht von heute auf morgen.

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Das mit dem Futter hab ich erst jetzt gelesen.

Kennt das wer?? :???

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(bearbeitet)

Ich kann mich Angela nur anschließen - es gibt keine schnelle Lösung, nur ein gut aufgebautes Training hilft.

Wie war denn das Schleppleinentraining aufgebaut? Bietest Du ihr Nasenarbeit über Fährten, Frei-verloren-Suchen o.ä., damit sie ihre Nase mal richtig einsetzen kann? Hättest Du Zeit und Lust zum Mantrailing? Ein ausgelasteter Hund ist deutlich leichtführiger....

Ich hab selbst so ein Nasenmonster und kann Dir nur ein absolut konsequentes Training empfehlen - mein Hund läuft frei durch die Baumschulen und ist abrufbar. Im Vergleich zu 12 Jahren an der Leine lohnt sich der kürzere Trainingseinsatz von vielleicht einem Jahr....

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Das mit dem Futter hab ich erst jetzt gelesen.

Kennt das wer?? :???

Das ist ein JUX!!!!! ;)

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Hallo Anke!

Meine Laika war auch so ein "Jagdhund", als ich sie mit zweieinhalb Jahren übernahm. Jetzt ist sie 6 ! und ich kann mit ihr ohne Leine in einer Distanz von wenigen Metern an hoppelnden Hasen, Rehen und Katzen vorbeigehen, die früher allein durch den Geruch in der Nase vollkommene Unansprechbarkeit auslösten. Auch im Ansatz des Hetzens, wenn direkt unter ihr ein Hase hochhoppelt, kann ich sie nun stoppen.Von einer Sekunde auf die andere war meine Maus abgedüst. Dank Polizei bekam ich sie wieder.

Die wichtigesten Hilfsmittel waren: Schleppleine zur Absicherung, Kreativität, um sie aufmerksam auf mich zu bekommen und ihr zu helfen, anderweitig die Triebe ausleben zu können. UND GEDULD UND GUTE NERVEN!

Als ich las, du hast Schleppleine nur einen Monat durch gehalten, weil du ungeduldig und genervt warst, tat mir dein Hund leid. Wenn du nicht bereit dazu bist, viel Zeit und etwas Unbequemlichkeit zu inverstieren, dann wird dein Hund wohl sein Leben lang an der Leine bleiben müssen.

WENN du dich jedoch entschließen solltest, an dem Problem zu arbeiten, dann wirst du sehr viele Möglichkeiten bekommen, für ein entspanntes miteinander, trotz Jagdtrieb. Allein die Arbeit an dem Problem kann auch dir als Hundebesitzer und deinem Wuffel viel Spaß bereiten.

Daneben gibt es auch gute Seminare, auf denen du mit deinem Hund darüber lernen kannst, Bücher mit Tipps und schließlich kannst du dir selber auch einiges Einfallen lassen.

Im Prinzip ist es eine ganz einfache Sache:

Das Erste ist die Aufmerksamkeit deines Hundes, an der du arbeiten solltest, indem du ihm Alternativen fürs Spurenschnüffeln bietest.

Grundgehorsam, so dass dein Hund sich eben nicht vom Weg weg bewegt und in Wiesen oder Unterholz verschwindet.

Gemeinsame Jagdspiele um den Hund aus zu lasten und er MIT dir jagt und nicht ohne dich. Dabei kann man später sehr gut Impulskontrolle üben, die am echten Wild auch irgendwann einmal greift. zB Futterbeutelarbeit und Suchspiele.

Langsames gewöhnen an Wildgerüche und Anblick, so dass es nicht mehr den Jagdtrieb sofort auslöst, weil der Reiz abflacht und der Trieb gut umgelenkt werden kann.

Ein Geheimrezept gibt es nicht! Es ist alles geduldige, konsequente Arbeit, die lange Zeit in Anspruch nehmen kann, schmutzige Hände verursacht, wegen nasser, matschiger Schleppleine und du bist gefordert, deine ganze Aufmerksamkeit auf den Hund zu richten, damit du frühzeitig agieren kannst.

Doch die Mühe lohnt sich! Für dich und den Hund. Es entsteht ein ganz anderes Miteinnder, eine tiefe Bindung, wenn du es schaffst, deinem Hund zu vermitteln: Auja, fein, mein Frauli ist ein Superjäger. Mit ihr jagen macht Spaß und bringt mir Auslastung und feine Beuteerlebnisse.

Ich finde, wenn man sich einen Hund ins Leben holt, ist man es ihm auch schuldig, für ihn so zu sorgen, dass er als Hund artgerecht leben kann, und wenn er einen so hohen Jagdtrieb hat, dann gehört eben auch mühevolle Arbeit dazu.

Ich wünsch deinem Hund und dir, dass du das auf dich nehmen wirst! Sonst bleibt nur ewig Leine....wäre schade.

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Bei dem einen Hund hilft es ihn Kopfmäßig genügend auszulasten wenn der Gehorsam gut ist, bei dem einem hilft ein bestimmter Pfiff mit einem Jackpot Leckerchen und bei dem einem heißt es halt Schleppleine.

Das kann man schlecht pauschalisieren weil jeder Hund anders ist.

Kyra hat auch Hetztrieb und ich habe auch lange mit der Schleppleine gearbeitet obwohl es nervig war.Dann hab ich zusätzlich noch den Superpfiff aufgebaut und mittlerweile kann ich sie laufen lassen aber eine 100 % Garantie gibt es auch bei ihr nicht.

Lg Birgit

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    • Jagdtrieb artet immer weiter aus

      Wer von mir und Amy weiß, der weiß wahrscheinlich auch, dass sie einen extremen Jagdtrieb hat.  In der Vergangenheit (sie ist jetzt 5 ) ist es vielleicht 4  Mal vorgekommen, dass sie draußen einem Tier wirklich hinterher gegangen ist. Für gewöhnlich bin ich verantwortungsbewusst und lasse es nicht so weit kommen. Die paar Mal waren blöde Ausrutscher. Menschen sind halt doof und machen Fehler.  
      Einmal ist sie einem Kaninchen hinterher, da wusste ich noch nicht, dass ihr Jagdtrieb so ist. Sie war noch ein Junghund.
      Dann ist sie irgendwann noch mal einem Kaninchen hinterher. Sie war an der kurzen Leine, es war sehr unerwartet, ich war sehr abgelenkt und sie hat mir dabei die Leine aus der Hand gerissen und meine Hand verletzt. 
      Und einmal ist sie einer Gruppe Rehen hinterher gehetzt und war eine Stunde verschollen. 
      Und beim letzte mal ist sie Wildgänse jagen gegangen obwohl sie vorher nie Gänse gejagt hat. Die waren echt weit weg und Amy ist plötzlich einfach abgedüst. Ist dann in einen Stacheldrahtzaun gerannt, hat sich überschlagen und kam darauf hin zurück. Da war sie nur sehr kurz und in Sichtweite weg. Trotzdem ziemlich blöd!  Das ist mittlerweile aber alles schon ein ganzes Weilchen her.
      Desweiteren hatte sie einmal in der Wohnung einen Jagderfolg. Sie hat in der Wohnung von meiner Mutter die Nachbarskatze, die durchs gekippte Fenster rein kam, gepackt und wollte sie töten. Mit drei Mann haben wir es geschafft ihr die Katze wieder aus dem Maul zu nehmen. Da war Amy noch nicht einmal ein Jahr alt und trotzdem meinte sie es wirklich ernst!    Von Anfang an habe ich viel mit Amy gearbeitet. Habe versucht den Jagdtrieb in die richtigen Bahnen zu lenken. Habe verschiedene Trainer aufgesucht. Verschiedene Methoden ausprobiert.  Doch bisher hat nie etwas wirklich richtig geholfen. Teilweise wurde es besser aber dann immer wieder schlimmer.    Zur Zeit bin ich wieder an einem Punkt, an dem ich nicht weiß wie es weiter gehen soll. Dabei sah es vor ein paar Monaten noch recht in Ordnung aus. Jetzt wird wieder nur die Gegend gescannt, alles fixiert was sich bewegt und ein Tier sein könnte. Ihre Körpersprache sagt sie ist jederzeit bereit fürs Hetzen. Kommt dann tatsächlich ein Tier vorbei hängt sie in der Leine und ist nicht mehr ansprechbar. Eigentlich egal was für ein Tier (außer bei gewöhnlichen Vögeln, da ist es nicht so schlimm).  Gestern zu Besuch ist Amy fast durch eine Glasscheibe (Gartentür/Fenster) gekracht weil auf der Terrasse eine Katze vorbei lief.    Ich weiß einfach nicht mehr was ich noch machen soll. Von Jahr zu Jahr wird es schlimmer anstatt besser.  Wenn ihr noch irgendwelche Ideen habt dann bitte her damit.  Oder wenn ihr Trainer kennt, die wirklich, wirklich gut in diesem Bereich sind, dann auch her damit. 

      Danke. 
         

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      Guten Morgen, das wird jetzt etwas länger, aber vielleicht mag ja wer mitlesen. ich habe ja schon öfters geschrieben, dass Minos bei allem was schnell ist von klein auf ausgelöst hat. Fahrradfahrer, Jogger, Walker - gut, die sind jetzt nicht sooo schnell, das ist alles kein Thema mehr. Im letzten Winter hat er dann auch die Fährten von Wild richtig wahrgenommen und ist mir 2, 3 Mal abgedüst, dann aber auch wiedergekommen. Das Längste was er weg war waren 2 Minuten. Ich habe ihn dann vom Rudel ausgeschlossen, was ihm dann auch eine Lehre war. Heute Morgen waren wir schon früh unterwegs. Unser Weg führte am Kanal entlang einen Feldweg hinunter. Vor uns sprintete ein Feldhase los, Minos hinterher. Ich habe ihn gerufen, NULL Reaktion. Ich habe mich dann umgedreht in der Absicht zu gehen (das war vielleicht eine Minute später) und auf einmal stand Minos auf dem Feldweg, ein paar Meter von mir weg und verharrte. Er wusste genau, was ich in dem Moment von ihm gehalten habe und genau das habe ich ihm dann auch gesagt: "A....lo..". Wieder habe ich mich umgedreht, habe ihn ohne weitere Ansage stehen lassen, habe Fly zu mir gerufen und wir sind dann gegangen. Ich habe mich nicht umgedreht, weils mir in dem Moment egal war, ob er mir folgt. Fly sah das genauso. Nach ungefähr 200, 300 Metern (wir waren außerhalb des Sichtbereichs von Minos, weil wir um eine Kurve mussten), habe ich dann gepfiffen und Fly zeigte mir an, er kommt. (Sie drehte sich in bestimmten Abständen immer wieder um) Irgendwann merkte ich, dass Minos unmittelbar hinter mir war, da ließ ich ihn auch. Wir kamen dann Richtung Wildwiese und vor mir sah ich ein Reh die Straße überqueren und in dieser Wildwiese verschwinden. Mit Absicht habe ich ihm hinterher geschaut. Es hoppelte dann weiter und auch hier habe ich mit Absicht weiter hinterher geschaut. Minos reagierte nicht und das Reh verschwand. Ich habe dann noch 2 Minuten gewartet und Minos in die Wiese geschickt. Ich wollte wissen, ob er das Reh tatsächlich nicht wahrgenommen hat oder ob er sich nun auf Spurensuche macht und genau das tat er. Er blieb aber im Sichtbereich und "kreiste" dann an einer Stelle. Hier rief ich ihn dann ab, er freute sich wie doof, weil er wieder Ansprache von mir bekam und Lob und dann ließ ich ihn wieder mitlaufen. Dritte Wiese. Hier tobt Minos immer gerne. Tja und damit scheuchte er dann ein Kaninchen auf. Es gab einen kurzen Sprint von 50 m, ich rief und er kam. Was mich wundert ist, warum löste das Reh nicht aus? War er wirklich noch so beeindruckt, dass ich ihn hab stehen lassen? Im Winter haben wir ein verletztes Reh gefunden, was nur 2 m von uns weg lag. Liegende Rehe interessieren ihn nicht und da löst auch nichts aus. Das heutige Reh hüpfte aber durch die Wiese und es war wirklich nicht weit weg. Gibt es das, dass der Auslöser nicht unbedingt vom Wild ansich abhängig ist, bzw. von der Geschwindigkeit? Katze löst auch aus bei ihm, wobei auch hier wieder nur eine rennende Katze; eine die sitzt interessiert ihn nicht. Ich denke jedenfalls, alles in allem sind wir noch nicht perfekt, aber es wird besser, Minos zu kontrollieren. Hoffe ich jedenfalls.

      in Körpersprache & Kommunikation


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