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Hundeforum Der Hund
Bärenkind

War das ein Kommentkampf? Mangelnde Führung oder einfach normal???

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Habe eine Frau kennen gelernt, mit der ich mich persönlich sehr gut verstehe. Sie führt einen 2,5 Jahre alten, eher unsicheren DSH-Rüden. Unkastriert.

Das Team hat aus meiner Sicht eine super Bindung, aber es mangelt ihr an Führung, da sie oft unsicher ist, wie sie es am besten richtig machen soll. Ihre Hundekenntnisse entstammen der "alten DSH-Schule", sie hat aber vor langem schon auf zeitgemäße Arbeitsformen umgeschwenkt, ist einfach nur noch nicht so souverän in der Umsetzung. Trotz allem ist dieses Team, gemessen an vielen anderen, auf den ersten Blick sehr stimmig und Pelle hat einen sehr guten Gehorsam.

Beim gemeinsamen Spazierengehen musste ich bisher 3-5 Mal dafür sorgen, dass Pelle Sherlock nicht in meiner unmittelbaren Umgebung oder auf dem Weg zu mir abfängt und anmackert. Beim ersten Treffen war das kurz nach dem Start ein paarmal nötig, danach war alles kein Thema mehr. Man konnte auch an denselben Grasbüscheln rüsseln. Heute reichte eine kurze Ansprache mit leichter Körpersprache von mir.

Danach war ich zum ersten Mal mit Sherlock dort zuhause eingeladen. Sherlock stolzierte durch die Bude, schaute sich alles an, und es kam im Haus räumlich bedingt zu einer kurzen Fixiersituation, die aber mittels Abruf von Pelle aufgelöst wurde, danach kamen beide Hunde in separaten Räumen zu liegen und alle waren entspannt.

Pelle ging später mit Herrchen raus, während Sherlock bei uns blieb.

Und dann wurden uns vor dem Abschied die Meerschweinchen gezeigt. Pelle war dabei recht aufgeregt, die Bekannte erzählte mir, dass er neulich auch ein abtrünniges Tier "versehentlich" totgeschüttelt hat.

Sherlock traute sich nicht in das kleine separate Gebäude, in dem die Tierchen ihre "Villa" haben, weil Pelle darin war. Zum Abschied standen wir kurz darauf noch ein Wenig neben dem Meerschweinchenhaus, in dem sich Pelle immer noch aufhielt. Sherlock rüsselte und markierte ein Wenig auf dem Hof herum, und wurde von mir wegen Nachhausewollens abgerufen, als Pelle wie von der Tarantel gestochen aus der Meersaubude stürzte und Sherlock angriff.

Im ersten Moment sagte ich nur zu meiner Bekannten "entspann Dich" und beherzigte selbst die vielen Gedanken zu genau solchen Situationen. Ruhig bleiben, es wird nur laut, aber nicht gefährlich. Letztlich war ich durch die Situation nicht so überrascht, da ich die Spannungen der beiden schon spürte.

Sekunden werden dann zu Stunden. Mein Hund stürzte zu Boden und ich sah, dass er bedingt durch seine Spondylose, Schmerzen in den Knochen hatte und kräftemäßig gegen diesen Jungspund dadurch keine Chance hatte. Obwohl ich mir instinktiv sicher war, dass keiner der beiden den anderen beschädigen wollen wird, hatte ich aufgrund der Schmerzen von Sherlock das Bedürfnis, dem Kampf ein Ende zu machen. Ich warf meinen Schlüsselbund auf Pelle, meine Bekannte warf ihren Schlappen, dann war Pelle abrufbar und Sherlock kam zu mir gehumpelt. Verletzt war keiner.

Wir haben dann darüber gesprochen, was eigentlich los war.

ICH glaube, dass Pelle seinen Lebend-Barf verteidigen wollte, weil er auch mit Bällen und seinem Frauchen einen starken Drang zur Ressourcen-Kontrolle zeigt. Da es bei Frauchen noch an der Führung mangelt, sind die Besitztümer nicht Frauchens, sondern Pelles. Dadurch nimmt er sich das Recht heraus, diese zu verteidigen. Mein Gedanke geht dahin, wenn sie mehr an der Führung arbeitet, geht dieses Gehabe zurück, da Pelle akzeptieren wird, dass Frauchen entscheidet, wer sich auf dem Hof wohin bewegt und wer nicht. Um es mal ganz schlicht zu formulieren.

War das nun ein typischer Kommentkampf unter Rüden?

Hätten wir trotz sichtbarer Schmerzen von Sherlock besser nicht eingegriffen?

Geht das nun, wenn wir nicht aufpassen, nächstes Mal wieder von vorne los?

Ich bin fest entschlossen, dass diese Jungs lernen werden, miteinander klar zu kommen. Mein liebendes Herz sagt natürlich, dass von meinen augenscheinlich so friedliebenden Bären auch nichts ausgegangen ist. Ich kann das aber nicht schwören. Möglicherweise hat Sherlock auch fixiert, ohne dass ich es bemerkt habe, und somit den Angriff von Pelle provoziert.

Bin gespannt, was Euch dazu einfällt...

LG Anja

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Hallo Anja!

Was für ein Schreck!

Das mit Pelles Frauchen und ihrer Führung sehe ich erstmal so wie du...

...ich kann ja irgendwie auch deinen Anspruch verstehen, dass du willst, dass Sherlock und Pelle sich verstehen...aber WEM um willst du damit WAS beweisen?

Ich würde es gut sein lassen.

Zwei unkastrierte Rüden, die sich nicht grün sind... So what!

Wenn es nicht unbedingt sein muß, würde ich keine weitere Konfrontation suchen...

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...ich kann ja irgendwie auch deinen Anspruch verstehen, dass du willst, dass Sherlock und Pelle sich verstehen...aber WEM um willst du damit WAS beweisen?

Ich will niemandem was beweisen, ich will auch nicht, dass sie Freunde werden. Ich will nur, dass sie sich ignorieren. Mein Hund hat sich bisher in seinem fast 7-jährigen Leben mit allen Rüden verstanden, ob kastriert oder unkastriert. Sie müssen sich nicht heiraten, nur ertragen.

Der Grund ist ganz einfach. Sein Frauchen und ich finden uns superklasse und möchten gerne gemeinsame Zeit miteinander verbringen. Da Pelle zu ihr gehört und Sherlock zu mir, bringt der Umstand mit sich, dass die beiden miteinander klar kommen sollten, wenn wir uns in der Freizeit sehen.

Ich habe das bisher nie akzeptiert, dass mir ein Vierbeiner Vorschriften für mein Leben macht, und möchte damit jetzt gerade nicht unbeding anfangen.

LG Anja

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OK. So was dacht ich mir schon...

Mußt du Pelles Frauchen "nur" klar machen, dass sich Pelle in ihrem Dunstkreis nicht "zu mackern braucht"...wahrscheinlich wird es besser/schneller klappen, wenn DU Pelle dies kommunizierst...

Das mit Pelles Frauchen wird nicht von heute auf morgen gehen....solange würde ich guuut aufpassen, dass meinem Hund nix passiert....

Aber ist schon spät....morgen werden sich sicher noch andere mit Ratschlägen melden...

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hallo Anja,

mir ist als erstes das ins Auge "gestochen"

Sherlock rüsselte und markierte ein Wenig auf dem Hof herum, und wurde von mir wegen Nachhausewollens abgerufen, als Pelle wie von der Tarantel gestochen aus der Meersaubude stürzte und Sherlock angriff.

Ich bin auch als Jugendliche schon mit unkastrierten Rüden zusammen spazieren gegangen (wären die Besitzer im Leben nie) die sich nicht wirklich liebten. Brauchten sie auch nicht, aber tolerieren sollten sie sich.

Allerdings war es für mich selbstverständlich das ich das Territorium des anderen Hundes respektiere. Auch wenn ich die Führung habe verschwindet damit nicht der Revieranspruch des Hundes.

Auch wenn ich von Hunden erwarte das ich bestimme wer das Revier betreten darf und wer nicht, passe ich auf das der Gasthund in keinster Weise markiert.

Das ist mein Empfinden zu der Situation. Und Komentkämpfe lasse ich aufgrund Barry´s Gelenkprobleme nicht zu (wenn sie so wie bei dir ausarten). Da gehe ich dazwischen. Denn wenn Barry aus Schmerzen austicken würde und ernst machen würde, hätte ich danach ein dickes Problem.

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Hallo Anja,

mir fällt eigentlich nur auf das nur Pelle sich zurücknehmen muss auf seinen eigenen Gelände. Der Bär stolziert herum, schnüffelt und markiert und das ist ok? Obwohl wenn diese markieren jemanden zustehen würde eher Pelles Frauchen zusteht oder halt Pelle.

Auch ist deine Schilderung mit Verlaub ein wenig einseitig. Pelle ist der Böse (wird untermauert durch die Beschreibung des totgeschüttelten Meerschweinchens und eingangs durch Attacken auf Sherlock die du regelts und mangelnde Führung durch sein Frauchen). Der Bär der Gute.

Ich möchte Dir nicht zu nahe treten aber Du bist nicht auf neutralen Boden und solltest eigentlich mit so einer Situation gerechnet haben. Ressourcenverteidigung nichts anderes. Hast Du ja auch meiner Meinung nach richtig erkannt.

Ich denke wenn sich beide Hunde etwas länger kennen wird es zu so unschönen Szenen nicht mehr kommen. Pelle wird dann wahrscheinlich sein Lendbarf auch nicht mehr verteidigen.

Da es um Ressourcenverteidigung ging glaube ich nicht an einen Komentkampf. Es ging hier nicht darum ein wenig rum zu prollen und zu zeigen ich bin der stärkere. Nein das hatte einen Sinn: Verteidigung des Lebendbarf. Du hast gut daran getan das ganze abzubrechen.

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Ein fremder Rüde, der beim ersten Besuch im eigenen Zuhause markiert? Das würde auch bei uns überhaupt nicht gehen, obwohl mein Taro sehr verträglich ist. Das muß dann gar nicht einmal die Verteidigung des "lebendbarf" sein, daß kann genauso gut an jeder anderen Stelle des Hauses passieren. Gerade wenn schon vorher Spannungen aufgekommen sind, muß der Gasthund die Etiquette einhalten.

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(bearbeitet)

Hallo Anja,

für mich sieht das keinesfalls nach einem Kommentkampf aus.

Lediglich ist die Sachlage noch unklar für die beiden Rüden.

Ich an Deiner Stelle, hätte mich (trotz Sherlocks Krankheit) nicht

unbedingt eingemischt!

Stell DIR mal die Frage, warum Pelle markiert hat..............ER wollte

doch damit was zum Ausdruck bringen.....

DU hast Sherlock "geholfen", indem DU den Bund geworfen hast,

fühlt sich der BÄR nun noch stärker.........

Auch müssen sich die Hunde nicht heiss und innig lieben.................allerdings

tolerieren, was teilweise auch schwerfällt ;)

>Pelle in "seinem Revier, mit seinem Rudel".................

Gib den beiden Kerlen Zeit.................."Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut!!"

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Hey Anja,

ich hatte mit meinem alten Rüden eine ganz ähnliche Beziehungskiste ;)

In dieser war es allerdings mein Stinkstiefel, der mit Rüden eigentlich überhaupt nicht konnte.

Nun war es aber so, das meine damalige allerbeste Freundin sich einen weißen Schäferhundrüden zulegte, und damals sah ich unsere Freundschaft (mangels Verträglichkeit der Rüden) schon den Bach runter gehen...

Der Schäferhundrüde war kein Motzer, eher ein unsicher Typ, der sich schnell zurückzog wenn andere Hunde ihm deutlich machten, dass sie nicht wollten...

Erstaunlichweise verhielten sich die Rüden gegenüber neutral.

Mein Rüde (der sonst jedes Rüdenohr fletterte) akzeptiere, das der andere Rüde da war. Vielleicht auch deshalb, weil ich in dieser Beziehung sehr viel wert drauf legte, weshalb ich jegliches Gemotze unterband.

Eines war bei uns aber immer Pflicht:

Wenn ich bei ihr zu Besuch war, dann war mein Hund Gast.

Er durfte weder frei rumschnüffeln, noch das Bein heben, er war Gast und sollte sich dementsprechend verhalten.

Ich hätte die Zofferein auch abgebrochen.

LG Steffi und Danu

P.S: Übrigends haben sich die beiden Rüden nie gezofft...die Freundschaft hat sich aber dennoch aufgelöst ;)

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Hallo, hatte leider nicht die geringste Ahnung was, ein Kommentkampfi st und habe ein bisschen gegoogelt. Bin dabei auf einige sehr interessante Seiteng estoßen, die sicherlich für etliche von uns hier im Forum sehr hilfreich undinformativ sind

Wie kannich sie für alle verlinken?

Gruß

Sabine (der Computerdepp) und Kuno

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