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Hundeforum Der Hund
eilatan

Hundesprache

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Ich bin eine verzweifelte Hundebesitzerin und zwar habe ich eine Hündin, die durch ihre Vergangenheit sehr große Probleme mit anderen Hunden hat.

Manchmal habe ich das Gefühl, sie hat die Sprache der Hunde verlernt. Eine Freundin hat mir das Buch " Die Beschwichtigungssignale der Hunde" von Truid Rugaas ausgeliehen. Was darin beschrieben wird klingt zuerst mal gut. Doch ich bin immer noch skeptisch ob es bei meiner Maus funktioniert. Wir haben schließlich schon richtig viel ausprobiert. Gestern habe ich mich mit Jemandem unterhalten, ... der echt Ahnung von Hundeausbildung hat, ... jedoch ist mir diese Methode zu brutal. Ich möchte meinem Hund keine Gewalt an tun.

Jetzt meine Frage kennt jemand von euch das Buch und hat schon jemand Erfahrung mit dieser Art der Erziehung.

Ein Spruch aus dem Buch stimmte mich sehr nachdenklich: ;)

Wenn du mit denTieren sprichst, werden sie mit dir sprechen und ihr werdet euch kennenlernen. Wenn du nicht mit ihnen sprichst, dann werdet ihr euch nicht kennenlernen. Was du nicht kennst, wirst du fürchten. Was du fürchtest, zerstörst du.

Deute ich vielleicht die Signale von meinem Hund falsch???

Jedenfalls werde ich ihn mir jetzt genauer anschauen und auf seine Beschwichtigungssignale auf eine andere Art und Weise reagieren! :)

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Hast du schon einmal versucht, deinerseits Beschwichtigungssignale an deinen Hund zu geben?

Wenn du deinen Hund beobachtest, kannst du evtl. sehen, wann er was für ein Signal einsetzt.

Versuch doch mal, genau so zu deinem Hund "zu sprechen"!

Ich habe auch ein Buch über Calming Signals, weiss leider im Moment nicht von wem, habe es zur Zeit verliehen.

Beim Lesen habe ich viele Signale meiner Hunde "deuten" können und "antworte" ihnen nun.

In vielen Situationen hat dieses "miteinander sprechen" zur Entspannung der Lage geführt.

In den ersten Tagen hat mich mein Hund allerdings sehr verwundert angeschaut, nach dem Motto: Seit wann kann die mich denn verstehen?

Probier es doch einfach mal aus!

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Dass man die Körpersprache seinen Hundes beherrscht, finde ich unheimlich wichtig, allerdings war ich auf einigen Seminaren mit Dorit Feddersen-Peterson, die entsetzt über das Buch über Beschwichtigungsignale ist.

Selber habe ich das Buch nicht gelesen, so dass ich jetzt nur das weitergeben kann, was sie dort im entsprechenden Seminar anriss.

So sind dort Signale aufgezeigt, die ganz sicher nichts mit Beschwichtigung zu tun haben. (z.B.:gähnen... im beschriebenen Fall ist das ein Übersprung keine Beschwichtigung)

Zum anderen wird dort von "Forschungsergebnissen" gesprochen, die auf der Basis der Beobachtung eigener Hunde lag. Das sind keine wissenschaftlich Fundierten Forschungsergebnisse.

Wie gesagt.. ich habe das Buch nicht gelesen, halte aber Dorit für kompetent genug das zu Beurteilen.

Da zum anderen auch Michael Grewe und nadine Matthews anwesend waren und das bestätigten, habe ich es mir auch gespart das Buch selber zu lesen.

Dann man wirklich Beschwichtigungssignale kennenlernen möchte, bleit noch zu überlegen warum und wie man sie brauchen kann.

Beschwichtigung ist ja auch immer ein Stück weit Unterwerfung.

Okay,... einem unsicheren Hund damit zu sagen "ich hab nicht vor dir was zu tun".. das geht aber auch nur mit freundlicher Stimme und defeniver Körperhaltung.

Aber leider habe ich schon gesehen, das Menschen versucht haben damit einen rumpöbelnden Rottweiler ruhig zu kriegen..

Wohl ein bisschen am Thema vorbei...

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In dem Buch was ich habe, ist genau erklärt, der Unterschied zwischen Übersprungshandlung und Beschwichtigung!

Ich finde aber, trotzdem kann es nicht schaden, seinen Hund zu beobachten, um ihn besser verstehen zu können!

Es ist auch klar, dass man nicht alle Probleme mit Beschwichtigungssignalen lösen kann, jedoch hilft es im täglichen Umgang mit dem Hund.

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Vielen Dank für die Ratschläge!!!

Ich kann dazu nur sagen, dass ich nach jedem Strohalm greife der mir gereicht wird. Doch schließlich muss auch ich mich mit der Methode verbunden fühlen und habe einfach erfahren, das Gewalt gegen Gewalt, Gewalt nur noch verstärkt. Das ist wissenschaftlich belegt. Und ich spüre es jedesmal wenn ich laut und grob meinen Hund von denAtaken anderen Hunden gegenüber fern halten will, wird er nur um so lauter und angsteinflösender.

Ich lese wirklich viel über solche Problemlöser und habe meine Erfahrungen mit solchen speziellen Tierpsychologen auch schon machen dürfen. Es war nicht nur für mich ein Mißerfolg. Ich merke auch hier, dass es viele unterschiedliche Meinungen gibt, nicht nur bei den "Tierpsychologen".

?!?

Wenn ich auf den sogenannten Hundeplätze die alten Vertreter der Hundeerziehung beobachte, stelle ich oftmals fest das deren Hunde auf das Wort gehorchen (über die Art und Weise wie die Hunder erzogen werden möchte ich nicht ausführen),... ich stelle mir oft die Frage, ob diese Art der Erziehung ,... die dem Hund nicht viel selbsthandlung erlaubt, nicht doch die einfachste Variante wäre. Hier macht der Hund nur das was der Hundeführer sagt.

Dieser Hund hat seine festen Grenzen. Sagt man nicht auch, das Grenzen halt und vertauen schenken.

Ist es vielleicht genau das was meiner Hündin fehlt. Ich bin in dieser hinsicht echt ratlos. :???

Klar hat meine Hündin sich an gewisse Regeln zu halten. Was sie auch tut.

Nur warum verliert sie das Vertrauen in mich wenn ein anderer Hund in unsere Nähe kommt.

Ich werde jetzt auf jedenfall noch genauer hinschauen und hoffe, dass ich meine Maus besser verstehen lerne und ihr vielleicht das fehlende Vertrauen wieder geben kann.

Über weitere Büchertipps oder Links zum Thema "Sprache der Hunde, Hundererziehung "wäre ich sehr dankbar.

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Natalie, ich habe mit meinem Rüden das gleiche Problem: Bei Begegnung mit Geschlechtsgenossen wird das Gehirn ausgeschaltet!

Auch ich habe bemerkt, je ruhiger ich blieb, um so schneller war die Situation "erledigt"!

Hier kann man nichts mit Beschwichtigungssignalen richten, sondern man muss dem Hund klar machen, dass ich als Rudelführer durchaus in der Lage bin, die Situation alleine, ohne sein Zutun zu regeln!

Bei Rüdenbegendung bringe ich meinen dazu, dass er hinter mir geht, was nicht immer einfach ist, und ich manches mal glaube, er reisst mir die Arme aus!

Kommen wir in Höhe des anderen Hundes, geh ich neben ihn, so dass ich als "Puffer" zwischen den beiden Hunden diene!

Aber wenn man hier noch anfängt, rumzuschreien, bestärkt man den Hund nur noch mehr, sagt ihm: Ja, gut, weiter so, mit viel Tamtam schlagen wir ihn gemeinsam in die Flucht.

Das ist falsch!

Schau mal in meinem Beitrag zum Schleppleinentraining, ich hatte heute auch so eine Begegnung und habe sie zur Zufriedenheit aller gelöst!

Wenn du noch mehr Tipps brauchst, melde dich!

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Hallo!

Das Buch was Renate meint ist von Turid Rugaas - Calming Signals Die Beschwichtigungssignale.

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Danke Karin, ist das was du hast, oder? :D

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@Renate:

Ja richtig! Ich kann dir deine Bücher aber bald wieder schicken. Ich sage dir dann bescheid. So in 2 - 3 Wochen. Spätestens in 4 Wochen.

Aber mehr schreibe ich nicht, sonst verfehle ich mal wieder total das Thema! :D

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Hallo elitan!

Zunächst mal für alle eine lustige Geschichte zum Thema Beschwichtigungssignale.

Ich war eines Tages auf einer Fortbildungsveranstaltung für Trümmer-Rettungshunde. Die eine Hälfte der Teilnehmer war eine Woche zuvor auf einem Seminar über Beschwichtigungssignale gewesen.

So ziemlich jede Handlung eines Hundes wurde kommentiert: Guck mal, der kratzt sich, guck mal der gähnt, guck mal der züngelt... Mann, ich sage Euch ich konnte es bald nicht mehr hören.

Höhepunkt: Für einen Hund lag das "Opfer" in einer Röhre, die vorne verschlossen war. Der Hund lief hin und verbellte. Allerdings schüttelte der sich ununterbrochen. Die Teilnehmer: ohohoh, der hat aber Stress.. ohoh, da muss man aber mal was tun.. ohoh da ist aber was schief gegangen mit der Ausbildung...

Ich stand daneben und sagte ganz leise: Ich wette, der hat was im Ohr. Niemand hörte mich vor lauter "ohoh hat der Stress"... Als es mir dann echt zu blöd wurde, weil auch die arme Hundeführerin mittlerweile völlig verunsichert war sagte sich sehr laut und deutlich: DER HAT WAS IM OHR!!!

Die Leute verstummten und schauten mich an wie den inkompetentesten Menschen auf dieser Welt. Ich ging zu dem Hund, schaute in seine Ohren und fand, welch Wunder, einen kleinen Stohhalm der sich verhakt hatte.

Was will ich damit sagen?

Es ist wichtig und hilfreich über die Kommunikationssignale eines Hundes Bescheid zu wissen, aber erziehen kann man dann einen Hund noch lange nicht. Und eine Verhaltenskorrektur vornehmen, wie Du es bräuchtest schon lange nicht.

Du hast selbst so schön festgestellt, dass Dein Hund Dir in der Hundebegegnung nicht vertraut. Nun, Vertrauen wirst du ihr nur geben können durch handeln (was aber nicht brüllen und schlagen bedeutet) und nicht durch "Beobachten".

Sicher hat der Vertrauensbruch einen Auslöser. Entweder bei Dir oder mit einer anderen Person ist dem Hund ist der Hundebegegnung eine Situation wiederfahren, die ihn gelehrt hat das der Mensch nicht in der Lage ist ihn zu schützen. Nun schützt er sich selbst.

Ich bin mir auch sicher (auch wenn Dir das komisch erscheinen mag, dass ich das nun aus der Ferne beurteile), das dein Hund sehr wohl hündisch kommuniziert, weil: "auf sie mit Gebrüll" ist auch eine Form der Kommunikation.

Hüte Dich vor Hundetrainern, die nur das Symptom "auslösen" (also angreifen) bearbeiten wollen, denn das wird nie dauerhaften Erfolg haben. Selbstverständlich muss ein Weg gefunden werden Deiner Hündin mitzuteilen, das dieses Verhalten unnötig (das ist ein Riesenunterschied zu "unerwünscht") ist, aber gleichzeitig muss ein Weg gefunden werden ihr das auch zu beweisen.

Gerne helfe ich Dir weiter, wenn Dich meine Beschreibung angesprochen hat.

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