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Hundeforum Der Hund
minimi

Mein Hund hat einen Nierentumor

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Hallo!

Ich bin neu hier im Forum. Ich besitze zwei Papageien und zwei Hunde, von denen einer sehr krank ist. Ich habe einige Fragen und würde mich sehr über eure Antworten freuen.

Bei meinem Hund Chester wurde Anfang April diesen Jahres ein Nierentumor festgestellt. Chester ist ein kleiner weißer Bichon Frisé Mischling und fast 10 Jahre alt. Ich habe ihn damals mit 8 Wochen in einer Tierhandlung in der Türkei gekauft. Er ist mein erster Hund. Chester war schon immer ein "schlechter Fresser" - er hat nie übermässig viel gegessen, max. zweimal am Tag und dazu auch noch gekochtes Hühnerfleisch, da er Hundefutter nie mochte. Weiterhin ist Chester schon immer sehr anfällig für Erbrechen und Durchfall gewesen. Die Ärztin schob es immer auf eine Magen-Darm Infektion. Bis Anfang des Jahres... Chester bekam immer häufiger Durchfall und Erbrechen, die Spritzen halfen nur ein bis zwei Tage und danach ging es wieder los. Ich bin dann zu meiner neuen TÄ´in und habe einen Bluttest machen lassen. Das Ergebnis war nicht weiter besorgniserregend. Die Leberwerte waren nur leicht erhöht. Danach drängte ich auf ein Röntgen und da sah man das Ausmass der Katastrophe. Die Niere (so schien es, denn es war keine richtige Nierenform mehr erkennbar) war sehr stark gewachsen und drückte die restlichen Organe nach unten in Richtung Bauch.

Chester wurde zum Ultraschall überwiesen. Dort konnte man feststellen, dass die Niere doppelt so groß war wie normal (8 cm). Die Oberfläche ist hügelig und keine Form mehr erkennbar. Zwei Gewebeproben der Niere ergaben kein eindeutiges Ergebnis, da kein Gewebe entnommen werden konnte aus der betroffenen Region. Ich weiß also nicht, was das für ein Tumor ist. Ich habe einen Termin für die OP vereinbart am 4. Juli. Vorher lasse ich die Niere noch einmal schallen. Auf den alten Röntgenbildern sah die Lunge noch sauber aus - also keine Metastasen. Die Niere wird ihm dann entfernt, denn eine Urinprobe ergab, dass die Niere, die betroffen ist, fast nicht mehr arbeitet und die ganze Aufgabe von der anderen gesunden Niere übernommen wird.

Nun zu meiner Frage:

Chester wird in letzter Zeit immer dünner. Im November 2007 wog er noch 5,9 Kilo. Letzte Woche waren es nur noch 4,7 Kilo. Seit 3 Tagen frisst mein Chester nicht mehr. Er bekommt immer wieder frisches Essen vorgelegt, aber er geht nicht mehr an seinen Napf. Meine Mutter berichtete mir, dass er gelegentlich nachts weint. Hat er womöglich Schmerzen? Woran merke ich, dass mein Hund leidet? Sein verdammter Tumor lässt sich an der rechten Seite ertasten. Ist ganz hart. Wenn ich ihn streichele und an diese Stelle komme, dann steht er gleich auf und geht davon. Macht er das, weil es ihm weh tut?

Ich habe zu meiner TÄ`in gesagt, dass wenn bei der OP sich herausstellen sollte, dass der Tumor gestreut hat, dann sollen sie die OP abbrechen und ihn wieder aufwachen lassen. Ich mache meine Entscheidung vom Gesundheitszustand meines Hundes abhängig. Er geht immer noch wie ein Weltmeister Gassi. Zuhause liegt er meist nur herum und bellt Besucher an, die die Wohnung betreten. Er macht eigentlich keinen totkranken Eindruck...

Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gesammelt?

Ich weiß nicht mehr weiter... Ich möchte nicht, dass er leidet :(

Vielen Dank!

minimi mit Chester, Ginny, Brutus und Olivia.

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Hallo Minimi,

Erstmal herzlich willkommen hier auch wenn der Grund ein trauriger ist :(

Ich würde an Deiner Stelle vor allem einen 2. Tierarzt schauen lassen, was um Gottes Willen nicht heissen soll, das Deine TÄ schlecht ist bitte nicht falsch verstehen.

Ansonsten, würde ich sagen beobachte Deinen Hund sehr gut denn Du bist diejenige, die ihn sein ganzes Leben lang kennt, und daher bist Du die erste, die feststellen wird, wann er sich schlecht fühlt.

Ich Drücke Euch alle Daumen.

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Das ist schrecklich :( .

Leider kann ich Dir keine Erfahrungen mitteilen, hab sowas noch nicht erlebt.

Aber das Dein Chester Schmerzen hat nehme ich mal stark an, deswegen geht er wahrscheinlich weg wenn er in der Gegend angefasst wird :( .

Ich würde an Deiner Stelle die OP abwarten, danach geht es ihm ja vielleicht besser :kuss: .

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Ach nein, das ist eine schreckliche Situation! Falls sich sein Zustand bis dahin nicht drastisch verschlechtert, wuerde ich auch die OP abwarten, bis dahin besteht Hoffnung! :knuddel

Armer Chester, ob er Schmerzen hat oder nicht - schwer zu sagen. Ich denke aber, dass er auf jeden Fall spuert, das da etwas waechst, was nicht da sein soll und sich nicht wohl fuehlt.

Ich hoffe von ganzem Herzen, das Chester keine Schmerzen hat und die OP erfolgreich sein wird! Daumen & Pfoten sind gedrueckt!

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Hallo Minimi,

erstmal ein herzliches Willkommen dir und deinen Fellnasen.

Leider kann ich dir keinen Rat geben. Hoffe aber, dass man deinem Hund durch die

OP helfen kann. Drücke euch ganz fest die Daumen, dass alles wieder gut wird.

Liebe Grüße

Lisa und Paddy =)

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Hallo,

ich hoffe ich kann dir mit einem Erfahrungsbericht weiterhelfen. Wir haben einen 10jährigen Maltesermix, bei dem am 17.06 per Zufallsbefund ein Tumor entdeckt wurde. Das Röntgen sowie Ultraschall ergaben einen pampelmusengrossen Tumor, so gross das er die anderen Organe zu Seite drückt. Unklar war ob Nieren- oder Milztumor.

Ein 2. Tierarzt konnte dies auch nicht genauer sagen. Bei Abtasten des Tumorbereiches kam keine Schmerzreaktion von Flocke.

Unser Hund ist seit jeher ein schlechter Esser, also konnte man am Essverhalten zuerst garnichts erkennen. Er wollte nur immer weniger laufen. Wir habe das vor der Diagnose auf die Hitze und sein Alter geschoben. Schmerzen hatte er nicht.

Am So. 22.06 er erbrach, am Mo. wollte er nicht fressen geschweige denn Gassi gehen.

Wir haben noch am selben Tag einen Termin bei einem Tierarzt bekommen, der sich auf chirurgische Operationen bei KLeintieren spezialisiert hat.

Er tippte auf Nierentumor und meinte erst eine Öffnung könnte Klarheit bringen. Ob der Tumor entfernbar ist, er Metastasen gebildet hat, zu verwachsen mit dem umliegenden Gewebe ist.

Nach der Baucdeckenöffnung kam der Chirurg nach 10-15 min. zu uns und informierte uns was er vorgefunden hatte um uns die Ängste zu nehmen. Der Tumor bzw. die ganze linke Niere musste entfernt werden.

Nach 1 Stunde war unser Flocke im Aufwachraum, wir konnten dabei sein. Schmerzen hatte er wohl wenig dank der starken Schmerzmittel. Nachdem er stehen konnte (mehr recht als schlecht) durften wir ihn mit nach Hause nehmen. Er hat den Rest des Tages geschlafen.

Wir hatten am Anfang grosse Bedenken wegen der OP, weil unser Flocke ja nicht mehr der Jüngste ist.

Sicherlich müssen wir die pathologischen Befunde abwarten. Warscheinlich ist der Tumor bösartig und durch seine Entfernung nur Zeit gewonnen wenn nicht alles entfernt werden konnte. Aber Flocke geht es prima, er ist schon voller Tatendrang - kaum 24 Stunden nach der Operation. Frisst, trinkt, wedelt...

Ich kann nach diesen Erfahrungen eine OP nur befürworten, es ist eine Chance. Einen guten Operateur suchen, mit ihm die Vorgehensweise während der OP klären (im schlimmsten Fall wäre unser Flocke nicht mehr aufgewacht, um ihm Leiden zu ersparen).

Ich drücke dir und deinem Kleinen die Daumen.

Lieben Gruss und viel Glück

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Hallo,

ich danke euch vielmals für eure Antworten. Komme soeben von der Tierklinik. Der OP-Termin wurde abgesagt. Leider sind schon Metastasen in der Lunge.

Bin sehr traurig. Mir fehlen die Worte...

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Oh nein, das tut mir so leid!!! :(

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Hallo,

kann mir jemand von euch Informationen geben zum Endstadium einer Tumorerkrankung? Bei Chester geht es langsam immer weiter bergab :( Mittlerweile mag er nur noch selten Gassi gehen, er liegt die meiste Zeit nur herum. Früher ist er immer vorweg gegangen. Er hat auch schon wieder 500 Gramm abgenommen innerhalb von 2 Monaten und wiegt mittlerweile nur nch 4,2 Kg. Wir haben mit der Cortison Thearpie am Samstag begonnen. Allerdings frisst er sowieso sehr schlecht und die Tabletteneingabe ist sehr schwierig bei ihm. Sein Kot ist sehr schleimig und er bricht fast täglich. Was soll ich nur machen. Ich möchte einfach nichts falsch machen. :(

Hat jemand schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht?

Bitte, bitte um Antworten :(

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Hallo Minimi,

es tut mir so sehr leid für euch.

Du fragst nach ähnlichen Erfahrungen. Bei unserem Blue wurde mit 10 Jahren der Krebs (Lebertumor) erst festgestellt, nachdem dieser aufgebrochen war. Von einer OP wurde uns abgeraten, die Chancen waren zu schlecht bzw. hätte er diese nicht überstanden. Nach einer Bluttransfusion hat er sich nochmal erholt und ist noch mehr als ein Jahr bei uns geblieben.

Therapiert wurde mit Cortison, hinzu kam ein homöophatisches Mittel namens Flenin, das der Tumoreingrenzung diente. Zwischendurch bekam er dreimal eine Aufbauspritze. Es ging ihm eigentlich gleichbleibend gut, womit ich die Lebensqualität meine. Dies wurde auch von unserer Tierärztin stets betont und war für uns das Wichtigste. Natürlich ließ er nach, wurde langsamer, hat viel geschlafen, alterte unglaublich. Das Ende kam ganz schnell, innerhalb eines Tages. Uns war klar, dass die einzige Hilfe darin bestand, ihn gehen zu lassen.

Dass er so berührungsempfindlich ist und nachts weint, halte ich schon für Schmerzen. Warte ab, ob die Cortisontherapie anschlägt, Du wirst merken, ob es ihm besser geht. Das Erbrechen würde ich mit dem Tierarzt abklären, vielleicht hilft MCP. Das habe ich unserem Blue auch geben müssen, Medikamente verursachen Übelkeit.

Ich wünsche Dir, dass sich Chester nochmal erholt und euch Zeit bleibt, die ihr gemeinsam verbringen könnt. Das Wichtigste ist die Lebensqualität des Hundes, nicht unsere Angst vor dem Abschied, ich weiß, diese Entscheidung ist unglaublich schwer. Bei mir fließen gerade wieder die Tränen.

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