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Hundeforum Der Hund
Cassya

Umgang mit unklarer Angst

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Hallo!

Ich hatte es schon zwischendurch mal erwähnt aber gerade fällt es wieder sehr auf....

Cassya ist 8 Jahre alt und kommt aus einen privaten Haushalt, in dem die Welpen ausschließlich die Abstellkammer zu sehen bekamen.

Aus lauter Mitleid nahm ich sie mit....das würde ich sicher heute anders machen....

Sie ist eigentlich der Hund meiner Mutter, ich ging jedoch schon in der Welpenzeit mit ihr zur Hundeschule und bildete sie schließlich zum Rettungshund aus.

So lebte sie bis heute in zwei Haushalten.

Zeit ihres Lebens waren Ängste ein Thema für sie. Manchmal realer Natur (also vor Autos, Fahrrädern o.ä.), manchmal von irrealer Natur (sich bewegende Türen...)

Mittlerweile geht sie eigentlich ziemlich sicher durchs Leben, dennoch tauchen diese Ängste ab und zu noch auf. So auch jetzt...

Es ist windig....und Cassya hat Stress...sie läuft hin und her....fühlt sich scheinbar draussen sicherer als im Haus und bleibt jetzt die meiste Zeit im Garten. Nur ab und zu kommt sie zu mir und hechelt....Mutti? Hilf mir?

Ich habe ihre Ängste in der Vergangenheit immer ignoriert und sie langsam und mit positiver Motivation bestärkt. Das klappte eigentlich ganz gut....

Trotzdem merke ich, dass ich immer wieder genervt reagiere, wenn sie sich so verhält...

Wir hatten das Thema vor Kurzem in einem anderen Zusammenhang. Wie gehe ich mit Wesenszügen des eigenen Hundes um, wenn sie einen so emotional treffen?

Wehleidigkeit kann ich schon beim Menschen nur schwer ertragen....beim Hund offensichtlich auch nicht....

Ich will ihr nicht Unrecht tun, aber es gibt keinen Grund dafür, ängstlich zu sein....!?

Was kann ich anders machen um ihr zu helfen?

LG Tanja

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Tanja... das ist eine sehr gute Frage! :)

Aber auf Antworten wäre ich auch sehr gespannt!

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Ich habe ihre Ängste in der Vergangenheit immer ignoriert und sie langsam und mit positiver Motivation bestärkt. Das klappte eigentlich ganz gut....Trotzdem merke ich, dass ich immer wieder genervt reagiere, wenn sie sich so verhält

Hallo Tanja,

das versteh ich grad nicht, warum nervt Dich Das Verhalten...Dein Hund hat Angst und Du kannst Ihr helfen, mach es.

Wehleidigkeit kann ich schon beim Menschen nur schwer ertragen....beim Hund offensichtlich auch nicht....Ich will ihr nicht Unrecht tun, aber es gibt keinen Grund dafür, ängstlich zu sein....!?Was kann ich anders machen um ihr zu helfen?LG Tanja

Natürlich gibt es einen Grund...Du schreibst doch selber, dass es windet. Mein Hund hat auch Angst, bei Wind.

Hast Du mal versucht mit Bachblüten zu Arbeiten oder mit Homöopathie?

Ich hab damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Zusätzlich kannst Du sie behutsam an die Dinge herannführen, die ihr Angst machen. Ich mach das noch Täglich. :Oo

Gut, bei Wind ist es etwas schwer, weil er nicht greifbar ist, aber bei Gegenständen und Situationen ist es einfacher.

Du solltest sie nicht abweisen, wenn sie bei Dir Schutz sucht, sei Stolz darauf, dass sie Dir Vertraut.

e015.gif

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Am besten so tun als wäre alles ganz normal, kein Grund sich Sorgen zu machen.

Egal wie man auch darauf reagiert, ob mit Sorge und Beschützinstinkt oder ob man genervt reagiert, es ist immer eine Bestätigung für den Hund.

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Hast Du mal versucht mit Bachblüten zu Arbeiten oder mit Homöopathie?

Ja...über die Jahre hinweg haben wir mehrere Mittel probiert und waren bei unterschiedlichen Homöopathen....körperliche "Leiden" konnten wir immer gut beheben' psychische leider nicht.

Die stärkste Reaktion kam von einer Bachblütenmischung, da wollte sie die sonst gefürchteten Dinge plötzlich angreifen! Eine langfristige Veränderung hat leider nichts gebracht...

Du solltest sie nicht abweisen, wenn sie bei Dir Schutz sucht, sei Stolz darauf, dass sie Dir Vertraut.
Am besten so tun als wäre alles ganz normal, kein Grund sich Sorgen zu machen.Egal wie man auch darauf reagiert, ob mit Sorge und Beschützinstinkt oder ob man genervt reagiert, es ist immer eine Bestätigung für den Hund.

Also....wie denn nun? Nicht abweisen oder ignorieren? :think:

Beides gleichzeitig wird schwierig.... :Oo

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Hallo Tanja,

ich habe genau das gleiche Problem,Wind............oh wie schrecklich :???

Chispa habe ich als Welpen bekommen,keinerlei schlechte Erfahrungen!

Es hat im ersten Lebensjahr,draussen und drinnen geschlafen,wie er wollte.

Unsere Haustüre und Schlafzimmertür steht immer offen.

Keine Anzeichen von Ängstlichkeit, egal ob Sturm oder Donner,alles kein Problem.

Eines nachts hat es mal wieder sehr gestürmt,ich kann nur vermuten,dass ihm dabei was auf den Kopf oder sonstwohin gefallen ist.Seit dieser Nacht (ist schon 5 Jahre her)dreht der Hund schier durch wenn es windig ist.

Nachts ums Bett herum geistern,laut hechelnd,das man natürlich aufwacht.Nachtruhe Ade! ;)

Es hilft dann ein bisschen, wenn ich die Fenster schliesse und kein Durchzug mehr ist,aber er bleibt nervös.

Ich habe dieses Verhalten in keiner Weise je bestätigt oder bestärkt:OOOOch du armer Hund.Noch irgendwelche anderen Aktionen gestartet.Ich habe es einfach ignoriert und gehofft,es gibt sich mit der Zeit.

Tut es nicht :(

Das einzig Gute,ausserhalb des Hauses oder des Grundstücks, ist es mit der Angst vorbei.

Bei Sturm spazieren gehen,kein Problem.

Ich wünsche Dir, das Du Dich einfach damit arrangieren kannst,denn Abhilfe gibt es glaube ich kaum!

Wenn doch jemand einen Tipp hat,bin ich die erste die es ausprobiert.

:winken:

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Wie erleichternd zu wissen, dass ich nicht allein bin! :)

Ich versuche es ja auch zu ignorieren, wo es geht....dabei muss ich mich selbst allerdings gut kontrollieren....wie gesagt....es nervt mich...

Und Dog hat Recht, selbst dieses wird sie bestärken, befürchte ich.

Trotzdem vielen Dank für Eure Gedanken!

LG Tanja

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Hallo Tanja,

da Du das mit dem Ignorieren schon versucht hast und es nix gebracht hat, versuch sie abzulenken, aber bevor sie den Stress hat. Denn sonst bestärkst Du sie ja wieder ;)

Du merkst ja auch, wenn es anfängt zu Winden und Du weist ab welcher "Windstärke" sie reagieren wird....dann komm ihr einfach zuvor und spiel mit ihr....oder besser noch, fang mit Deiner anderen Hündin ein Spiel an um Cassya abzulenken.

Hat sie das Problem nur bei Wind?

e015.gif

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Ich kann Tanja verstehen, Aika ist manchmal auch so.

Das "Nervige" an der Sache für mich ist, dass sie es manchmal stört (das Knacken vom Fernseher, wenn man ihn ausmacht; das Knacken der Küchentür, wenn die sich 2 cm auf Grund von Zug bewegt etc.), und manchmal sieht sie drüber hinweg.

Bei Aika ist es schwer abzuschätzen, wann sie darauf reagiert (also dass sie auf Grund dieser kleinen Geräusche Streß bekommt) und wann nicht.

Manchmal habe ich das Gefühl, Aika hört "das Gras wachsen" und beginnt zu hecheln.

Bei Gewittter dreht sie manchmal total am Rad und manchmal gar nicht. Wenn wir Fußball gucken, pennt sie manchmal wie ein Stein und manchmal lässt sie uns nicht aus den Augen um dann bei lautem Jubel von uns und Meckerei wieder in Streß zu kommen.

Was ich dagegen tue? Ist ganz unterschiedlich. Manchmal sorge ich für Bewegung in der Wohnung, manchmal tue ich teilnahmslos, wenn es besonders arg ist, dann bekommt sie Nähe bzw. Körperkontakt.

Ein T-Shirt hilft Null bei ihr Sylvester ist meist der Rückzug ins ruhigere, dunkle Schlafzimmer die beste Alternative.

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Huhu Tanja,

irgendwie kommt mir das sehr bekannt vor...meine Beiden reagieren ähnlich, wenn es windig ist.

Solange die Fenster zu sind geht es relativ gut...wenn aber auch nur ein Fenster auf Kipp ist, dann werden sie unruhig und wenn ich dann auch noch ein Fenster ganz öffne (auch wenn es windstill ist), dann drehen sie völlig durch!

Daher weiß ich bei meinen, dass es inzwischen eher mit den Fenster als mit dem Wind zutun hat!

Ich kann gut nachvollziehen, dass du genervt bist...mir geht es oft auch so, denn die Beiden benehmen sich als würde die Welt untergehen.

Ich hab das ignoriert...bei Büdi mit relativ gutem Erfolg...sie ist inzwischen wesentlich entspannter!

Bei Gismo sieht das leider anders aus...er kommt sofort angerannt, drückt sich an mich, ist verkrampft und folgt mir auf Schritt und Tritt.

Nachdem das Ignorieren bei ihm erfolglos war hab ich, wie Muck meinte, mich gefreut, dass er bei mir Schutz sucht, weil er mir vertraut...ICH kann dir davon nur abraten...denn wie befürchtet wurde es nur noch viel viel schlimmer.

Ich habe inzwischen beschlossen mit dem Verhalten zu leben und ihn möglichst selten in, für ihn, unangenehme Situationen zu bringen.

Sprich...wenn windig, dann bleiben die Fenster zu, wenn ich mit dem Beiden rausgehe, dann kann ich sie immer noch aufmachen.

Fenster ganz auf mach ich meist nur kurz oder ich mach alles auf und geh mit den Hunden im Garten spielen.

Seit ich begonnen habe das Verhalten zu akzeptieren wird es besser! Und auch ich bin weniger genervt...

Ich drück dich einfach mal und wünsch dir starke Nerven ;)

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