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Hundeforum Der Hund
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Hilfsmittel wie Clicker und Co.

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Liebe Fories,

bin ja nun wirklich nicht auf dem aktuellen Stand der Entwicklungen und frage mich: was ist der Clicker und vor allem, worin liegt der Sinn und Zweck? Da ich 13 Jahre lang eine Hündin hatte, 8 Jahre ohne Hund war, bin ich über viele Erneuerungen nicht informiert. Seinerzeit habe ich meine Kleine mittels Hundebuch und Erfahrungen von Hundebesitzern erzogen. Also mit kleinen Tricks - natürlich ohne Gewalt - aber ohne Hundeschule und alle diesen neueren Hilfsmitteln. Natürlich habe ich mich mittels Net versucht auf den neueren Stand zu bringen, aber mein persönlicher Eindruck bisher; viel Geldmacherei und nicht wirklich ein Gewinn. Helft mir also bitte ein bisschen auf die Sprünge :???

Beim gogglen ist außer vieler Kaufangebote leider wenig an Informationen raus gekommen. Für welche Fälle wird ein Clicker angewendet? Was soll der bewirken? Wie wirkt das auf den Hund? Was ist der Unterschied zu "alten" Methoden? Wo soll ein Vorteil liegen?

Bitte nicht böse sein, aber da fällt mir doch ein, so eine Übersicht über solche Hilfsmittel - gibt es die hier? Ich habe sie leider noch nicht gefunden.

Lieben Dank, Nana

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Hallo Nana,

da ich selber nicht Clicker, kann ich Dir leider keine Tipps dazu geben.

Aber ich hab hier mal einen Link rausgekramt Clicker-Training.

Da kannst Du Dich ja mal ein bisschen einlesen. ;)

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Hallo Nana,

meine Überlegungen waren ähnlich.

Meine Cora ist im April mit über 17 Jahren gegangen. Mit ihr habe ich auch nie besondere Erziehungshilfen gebraucht. Cora war von Natur aus sehr gelehrig und hat schnell begriffen was ich von ihr wollte.

Nun habe ich einen 6 Monate alten Welpen. Gwenn ist ein absolutes Powerpaket und will viel beschäftigt werden.

Mit dem Clicker habe ich innerhalb von 2 Tagen erreicht, daß sie ihren Namen lernte und ich sie rufen konnte.

Clickern und Leckerli gehören zusammen und Gwenn kommt inzwischen auch ohne Leckerli wenn ich sie rufe.

Unterwegs im Gelände das Gleiche.

Clickern ist eine schöne Erziehungshilfe, dabei sollte man aber nicht vergessen, daß das Vertrauen

wichtiger ist, als die Belohnung.

Für den Anfang war der Clicker hilfreich.

Gwenn ist inzwischen mehr als 2 Monate bei uns und sie weiss auch ohne Clicker was wir von ihr wollen und hat ein schlechtes Gewissen, wenn sie mal wieder was Verbotenes gemacht hat.

Wir schimpfen mit ihr, sie legt sich auf den Rücken, oder leckt uns ab.

"Nicht mehr böse sein, es tut mir Leid" soll das wohl bedeuten.

Du kennst Deinen Hund am besten und kannst selbst entscheiden welche Erziehungsmethode die Beste ist.

Den Clicker benutze ich nur noch selten.

lg

Renate

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Der Klicker ist ja nur ein Lobersatz. Sein Vorteil besteht darin, dass du in präzise innerhalb von Sekunden benutzen kannst und somit gerade bei Tricks der Moment, wo der Hund auch nur einen Ansatz zeigt, sofort bestätigt wird.

Nehmen wir mal als Beispiel das Verbeugen. Wenn dein Hund aufsteht und sich Streckt mit Hintern nach oben, kannst du klicken und hast genau die Sekunde erwischt, in der er es macht. Mit dem verbalen Lob ist man meistens einfach viel zu langsam und kann nicht so präzise arbeiten.

Für die gängigen Kommandos (Sitz, Platz, Hier,...) habe ich keinen Klicker benutzt. Da arbeite ich nur mit Beute. Aber sehr viele Hunde fahren auf den Klicker regelrecht ab, das kannste mit keinem Lob und Freudestanz ereichen. K.A. warum, aber da leistet der Klicker tolle Dienste.

Mein Gassihündchen (Windhund) war so eine Kandidatin, die sich maximal ins Grad legte, aber Platz auf Erde oder gar Asphalt war nicht drin. Weder für Käse noch für Wurst. Du konntest auch nicht mit Freudestanz arbeiten, weil sie sich nicht ums verrecken hinlegte. Ich hab dann mit dem Klickern angefangen und ihr auch als Kunststück "Rolle" beigebracht. Die ist da voll drauf abgefahren. Letztendlich konnte ich sie dann überall auf jedem Boden ins Platz bringen - voller Freude. :)

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Ich behaupte jetzt mal, dass der Clicker ein Hilfsmittel für den Menschen ist, der eher geneigt ist, zu strafen, aber das Loben und vor allem das punktgenaue Loben und das Bestätigen mit Futter danach vergisst.

Ein Clicker ist ein Sekundärverstärker, Futter ist ein Primärverstärker. Mal mit meinen Worten ausgedrückt, der Click ersetzt das "fein" aber satt wird man halt erst, wenns auch was zu essen gibt.

Viele Menschen sagen halt mich Chance noch "feiiin", aber sie geben nichts dafür. Mit dem Clicker haben sie die Chance, auf einen Knopf zu drücken, was in unserer heutigen Gesellschaft ja sooo gerne gemacht wird.

Für mich ist der Clicker genauso wie jedes andere Hilfsmittel, ein HILFS-Mittel. Der eine braucht Hilfe, der andere nicht.

Mein Hund und ich haben nach 6 Jahren mit Clickern angefangen, um Tricks zu erlernen, um das freie shapen zu erlernen, also dass mein Hund weiß, es gibt etwas zu "verdienen", wenn er das von mir gewünschte anbietet. Ich wollte damit die Creativität meines Hundes fördern und wir machen aus dieser Art der Arbeit ein kleines, freudiges Ritual.

Bin mir aber sehr sicher, dass ich meinen nächsten Hund nicht mit dem Clicker erziehe, sondern ihn auch da nur für spezielle Dinge einsetzen werde. Aus einem einfachen Grund. Ich habe keinerlei Lust, ständig mit so nem Plastigdingens in der Hand rumzurennen. Meine Stimme hab ich immer dabei und die zeigt meinem Hund sehr deutlich, was ich gut und was ich schlecht finde. Dementsprechend erhält er auch eben eine Belohnung oder auch mal eine Korrektur.

LG Anja

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... Clicker ein Hilfsmittel für den Menschen ... eher geneigt ist, zu strafen, ...

LG Anja

hm, ich bezweifle ob man das so verallgemeinern kann. Ich halte mich nun nicht für einen Menschen der eher geneigt ist zu strafen...oder vielleicht weiss ich es nur noch nicht? :)

der Clicker wird sehr unterschiedlich eingesetzt. Ich benutze ihn nur zum 'Tricks' lernen, ca. 15min am Tag, andere bestätigen auch auf dem Spaziergang, man kann ja auch sagen die Stimme sei auch 'nur' ein Hilfsmittel. Wölfe und Wildhunde machen doch wohl das meiste mit Körpersprache - angefangen von Verhalten bis zu Geruch. Da mir dieses Repertoire nur eingeschränkt zur Verfügung steht, bin ich auf Hilfsmittel angewiesen - und warum nicht auch den Clicker - wenn's hilft. Das kommt vielleicht sehr auf den Hund und seinen Menschen an. Mir und Knopf macht es Spass und ich kenne einige denen es genauso geht. Also mutig sein, ausprobieren und selber raus finden.

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Hallo!

Dazu muss ich einfach mal was schreiben! Ich clickere mit meinen Hunden und zwar mit Begeisterung. :) Aber weder weil ich zuwenig lobe oder zum Strafen neige, sondern weil ich mittlerweile viel punktgenauer, gerade bei neuen kniffligen Tricks. Der Clicker hat für mich den Vorteil, dass er immer gleich klingt, außerdem ist Gwyn aufgeregter, wenn ich mit der Stimme lobe.

Aber jedem das Seine! :D

LG,

andrea, merlin und gwyn, das clickermonster :D

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Aaaaahh.... stooooopp, ich wollte nicht sagen, dass Leute, die den Clicker benutzten Typen sind, die sonst nur strafen würden. Hey, man kann manche Aussagen umdrehen, aber nicht alle.

Was ich damit sagen wollte ist, dass ICH den Clicker nur empfehle, wenn Leute echt Probleme haben mit dem Timing und der Qualität des Lobens.

Ansonsten denke ICH, dass man ihn für die ERZIEHUNG eines Hundes nicht braucht. Für die AUSBILDUNG, und das ist dann alles, wo es spezieller wird, ist es sicher ein super Ding. Nur ich unterscheide da sehr genau.

LG Anja

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Wer keinen Clicker mag, kann ja auch ein (oder mehrere) Markerwörter verwenden.

Ich denke einfach, dass Markersignale von den Leuten bewusster eingesetzt werden und es dafür für den Hund verständlicher ist, wofür er nun die Belohnung bekommt.

Außerdem hat der Clicker bei vielen Hunden die Funktion eines Sicherheitssignals.

LG Thera

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