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Hundeforum Der Hund
Renate

Wer Kinder erziehen kann, kann auch Hunde erziehen?

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Mir ist die letzte Zeit ein seltsames Phänomen aufgefallen:

Ich sehe Hundebesitzer, die doch arge Probleme mit ihrem Hund haben, es hapert an der Erziehung hinten und vorne! :Oo

Erwähne ich dann, dass man einen Hundeplatz/Hundeschule/Hundetrainer mal fragen sollte, ohne jemand Spezielles zu nennen, kommt ein entsetzter Aufschrei:

*NEIN, warum DAS denn? Ich hab meine Kinder erzogen bekommen, dann sollte es doch mit einem Hund erst recht klappen!*

Wenn ich also bereits Kinder erfolgreich ins Leben geschickt habe, setzt das dann voraus, dass ich erst recht Ahnung von Hundeerziehung habe? :think:

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Hi Renate!

Hihi, ich kenn das nur andersrum... ich habe mal eine Frau gefragt, ob sie denn auch einen Hund hat (in ihrem Umfeld hatten alle Hunde), und sie meinte nur: "Nö, Hunde muss man erziehen, und das hab ich ja schon bei meinem Kind nicht geschafft!" :D

Viele Grüße, Iris

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Hi Renate,

ich finde nicht, dass man das vergleichen kann.

Ich z.B. finde meiner Kinder nicht so gut erzogen wie meine Hunde....seufz....manchmal wünsche ich mir, ich wäre bei den Hunden geblieben.

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Habe auch schon manchmal Sprüche zu hören bekommen, für mich immer positiv. :)

Einige Mütter haben mich schon gefragt ob sie mir mal ihre Kinder zur Erziehung bringen könnten, die würden bei weitem nicht so gut hören wie mein Hund. Manche wollten mir sogar ihre Ehemänner schicken! :D

Kenne auch viele die weder Hund noch Kind erzogen haben, andersherum aber auch einige die sich über den Nachwuchs und den Vierbeiner nicht beschweren können, sie mit der Erziehung *voll ins Schwarze* getroffen haben. :)

Aber keine Hundeschule zu besuchen da man schon Kinder erzogen hat, neee, den Spruch habe ich noch nicht gehört. Scheint wieder ein Phänomen aus dem WW zu sein. :Oo

LG Elke ;)

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Habe zwar keine Kinder aber denke das kann man nicht vergleichen obwohl es ja für beide Parteien gewissen Regeln und Grenzen gibt ;) !

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Konsequenz brauchen beide, wenn man die nicht hat, dann hat man verloren - beim Kind, wie beim Hund!

Nun, gewisse Unterschiede gibt es doch schon! ;)

Wieviele Wiederholungen braucht ein Hund, bis er was kapiert hat? War da nicht mal was von bis zu 2000 die Rede?

Bei Kindern/Jugendlichen ist die Zahl garantiert höher!

Rufe ich Joey zum Essen, steht er sofort da, bevor ich es ausgesprochen habe!

Bei Jana dauert es unwesentlich länger! (5 Min.)

Ein "Nein" zu Joey und er lässt es, was er lassen soll (meistens)!

Ein "Nein" zu Jana hat stundenlages Diskutieren ihrerseits zur Folge oder geht hier rein, da raus oder führt zum sofortigen Heulen und "Mama ist doof!"!

Lässt sich beliebig fortsetzen! ;)

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Wenn ich also bereits Kinder erfolgreich ins Leben geschickt habe, setzt das dann voraus, dass ich erst recht Ahnung von Hundeerziehung habe?

Na, wenn die Kinder hundisch können :D;)

Ich glaube das kann man überhaupt nicht vergleichen, denn Hunde sind keine Menschen. Man braucht bei Hund und Kind in der Erziehung viel Geduld und Konsequenz, aber man bereitet beide ganz unterschiedlich auf das Leben vor. Das Verstädnis für die Umwelt ist ja auch ein ganz anderes.

Wer nun schwerer, oder leicht zu erziehen ist, oder wo der Größte Unterschied besteht, da kann ich nicht mitreden. Aber man kann einen Hund nur dann gut erziehen, wenn man auch Ahnung von Lern- und Denkprozessen hat. Dies muß man auch bei Kindern wissen.

Bei Hunden kommt noch hinzu, daß man sich auch über deren Kommunikationsmöglichkeit auseinandersetzt. Sonst funktioniert das nicht richtig. Wir wissen ja alle: Hunde die mit dem Schwanz wedeln, sind grundsätzlich friedlich gestimmt :wall:

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Ooooch...das sind immer so die high- lights... ;)

Vielleicht kann man da Parallelen finden- aber ableiten? Oder direkt vergleichen?

Oder so etwa(kleiner Scherz): Hundetrainer; vorweisbare Qualifikation: zwanzig Jahre die Nerven in der Kindererziehung behalten :D

Aber sonst finde ich es gut so wie Simone formuliert hat: " wenn man Ahnung von Lern- und Denkprozessen hat."

Das fehlt meiner Beobachtung nach aber so einigen Eltern wie Hundebesitzern ebenso die Bereitschaft, sich das anzueignen.

Sonst kann ich mir die von dir geschriebene Aussage: *NEIN, warum DAS denn? Ich hab meine Kinder erzogen bekommen, dann sollte es doch mit einem Hund erst recht klappen!*

nicht erklären ;)

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Die Antwort auf Deine Frage lautet ganz klar: NEIN

Meinen Lieblingsspruch kann (und muß) ich wiederholen:

80 % der Hundehalter hätten besser keinen Hund und 80 % der Eltern wären besser keine geworden.

Die Sache mit dem allgemeinen Werteverfall klemme ich mir mal. Aber ein kleines Beipiel sei erlaubt.

In den 70ern - Sohn kommt heulend zum Vater und sagt: "Nachbar Meier hat mich gehauen"

Vater fragt: "Was war los?" - Sohn zum Vater: "Habe dem Nachbarn den Ball vor den Kopf geschossen und Blödmann zu Ihm gesagt"

Vater zum Sohn: "dann musst Du dich nicht wundern" (und isst weiter)...

In den 90ern: Gleiche Situation aber Vater verklagt Nachbarn.

Einer unserer Anwälte hat sich schon oft beklagt wegen was für einen Müll Eltern klagen *kopfschüttel*

Um es ein wenig anders zu beschreiben: Früher bekamen die Kinder klare Ansagen und es galten feste Regeln (so auch für mich) - und so sollte man es auch bei der Hundehaltung halten!

Heute hingegen haben viele Kids einen Freibrief und leben den auch aus.

Beim Kinderarzt habe ich vor Jahren folgendes erlebt:

Meine kleine auf Bobbycar im Wartezimmer. Älterer Junge terrorisiert alle im Wartezimmer und die Mutter sagt ständig: "Baaastiaaaan - Du sollst doch nicht die Kinder mit Spielzeug hauen. Baaastiaaaan - wir haben doch schon darüber geredet. Baaastiaaaan - bitte lass das doch. Baaastiaaaan...."

Bastian rennt mit Modellauto auf meine kleine zu und will zulangen - haben den Baaastiaaaan dann mal in der Bewegung gebremst und ihn nur nett mit grollender Stimme und festem Blick erschreckt. Großes Geheule (auch von der Mutter).

Das Letzte was ich von ihr hörte war: "Ich hole jetzt die Polizei". Es blieb bei der Drohung aber die anderen Eltern haben mir gratuliert. Ich frage mich aber warum die anderen Eltern nicht selbst gehandelt haben...

Inkonsequenz rächt sich sowohl bei der Kindererziehung als auch im Umgang mit unseren Pelznasen!

p.s.:

Habe 2 Mädels... und HUNDE!

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Ich finde,die einzige Gemeinsamkeit und das Zauberwort bei Kind und Hund ist *Konsequenz*

Ansonsten lieben es meine Kinder nicht so wirklich,in einer reinen Hierarchie zu leben,die mucken eher mal auf als Hunde..g*.

Manchmal lass ich meine Kiddies auch trotz guten Ratschlags ihre eigenen Erfahrungen machen...auf die Nase fallen? *du hast es ja so gewollt*.

Das mache ich beim Hund nicht.Den muss ich ja auch später nicht *loslassen ins Leben*.

Lg Silke

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