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Hundeforum Der Hund
giaconda

Konsequenz in der Pupertät

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Hallo liebes Forum!

Ich habe da mal eine Frage zur so oft beschriebenen Konsequenz während der Pupertät.

Beim Boh (gute 8 Monate) kommt das "ich seh dich, ich hör dich, du kannst mich mal" zum Glück nicht durchgängig, sondern eher immer mal wieder tageweise hoch. Normalerweise ist er sehr gut abrufbar, doch an diesen Tagen ist es wirklich zäh mit ihm.

Konkret bezieht sich meine Frage auf das Abrufen (wie ich konsequent bleibe wenn er ins Sitz soll, oder so, ist kar): Wenn er nicht kommt nach dem zweiten mal rufen, gehe ich meist in die andere Richtung weg (was allermeistens hilft), doch ab und zu nutzt selbst dies nichts, oder die Situation erfordert es, dass ich zu ihm hingehe. Normalerweise nehme ich ihn nach so einer Aktion dann für einige Zeit an die Leine. Ich frage mich jedoch, ob das beim Boh "konsequent" rüberkommt, oder eher doch nur das "aha, sie ist her gekommen und nicht ich!" hängenbleibt. Was meint ihr? In der Pupertätszeit gar nicht von der Leine nehmen möchte ich nicht, so lange es noch nicht schlimmer wird. Wie gesagt, oft klappt es auch noch sehr gut.

Ich freue mich auf eure Antworten!

Liebe Grüße

Sandra und Boh

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Huhu,

Konsequenz und "manchmal klappt es" schließen sich gegenseitig aus. Wie du schon schreibst, bleibt da was hängen in Form von "ist nicht schlimm, wenn ich nicht gleich komme. dann kommt Frauchen halt zu mir". Einmal Erfolg damit, wird er immer wieder dieses Verhalten zeigen.

Zum Trost sei dir gesagt, dass die "Phase" auch mal wieder vorbei ist. Wenn du dich aber nicht auf sein Verhalten verlassen kannst, würde ich ihn nicht so einfach frei laufen lassen, schon zu seiner eigenen Sicherheit. Auch das ist ein Erfolg, den er für sich verbuchen wird. Es ist nichts schlimmes für den Hund, angeleint spazieren zu gehen! Auch wenn viele das so sehen. Er ist lediglich mit dir verbunden, Du gibst ihm die Richtung und Geschwindigkeit vor. Das hat auch nix mit bestrafen oder so zu tun!

Wenn Du nach einmal Rufen keine Reaktion von ihm bekommst, hingehen und wortlos anleinen und ebenso wortlos weitergehen. Ja!, auch notfalls unter Widerstand. Weil er spüren muss, dass sein Verhalten ein Konsequenz nach sich zieht. "Ich bin nicht gekommen, also muss ich jetzt halt an der Leine laufen" Wenn er aber nach einmal rufen kommt, Party machen! Freuen wie Bolle! Mit Leckerchen um dich werfen und was weiß ich noch..."Dann verknüpft er diese Aktion mit etwas durchaus Positivem. Wenn das mal ne Weile geklappt hat, kannst du ja mal ein Spielzeug stattdessen verwenden. Oder mal streicheln oder.......

Ach ja, noch was ganz wichtiges: IMMER freuen, wenn er kommt! Nicht mal so mal so!

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Vielen Dank für deine Antwort, xn01517!

Aber meine Frage bleibt trotzdem:

Wenn Du nach einmal Rufen keine Reaktion von ihm bekommst, hingehen und wortlos anleinen und ebenso wortlos weitergehen.

Bis auf den Unterschied, dass Du sagst, nach einmal rufen soll ich ihn anleinen und nicht erst nach dem zweiten mal, bleibt doch die Situation (also dass ich zu ihm gehe statt er zu mir) die gleiche...?

Ich finde übrigends Leine an sich auch gar nicht schlimm, ganz im Gegenteil, ich sehe es wie Du, dass es Schutz für uns bedeuten kann. Der Boh weiß auch, dass Leine nichts doofes ist (Fährten passiert ja auch and der Leine - und das liebt er) nur nichtsdestotrotz widerstrebt es mir ihn für die Dauer der Pupertät provilaktisch dauer-online zu nehmen - zumal das nicht-hören bisher (toi toi toi :-)) die Ausnahme ist.

Und gerade da die Leine nicht negativ besetzt ist bei uns, bleibt für mich die Frage, in wie fern das Anleinen vom Boh überhaupt als Konsequenz erlebt wird?

Liebe Grüße

Sandra

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Ah, ich glaube, jetzt hab ich verstanden wie du`s meinst (sorry, bei Männern dauert das manchmal...). Die Konsequenz ist m.E. nach die, dass du das was du vorhast auf jeden Fall durchsetzt. Ist natürlich ein wenig schwierig sich so eine Situation konkret vorzustellen. Möchte er denn in eine andere Richtung? oder legt er sich einfach hin? Schnuffelt er länger rum, als du es möchtest? Wie hast du ansonsten mit ihm gearbeitet? Klicker? Wie gestaltest du das Spaziergehen? Ach und 1000 Fragen mehr. Keine Bange auch mit der Leine. Die Hundis können durchaus differenzieren, ob grade Fährtenarbeit stattfindet oder spaziergehen.

Im Prinzip machst du das schon so richtig. Ich würde vieleicht so mal vorgehen: Sitz machen lassen, ableinen, max. 2 Schritte gehen, rufen!. Kommt er, freuen und weitergehen, dann mal wieder "grundlos anleinen" auch freuen! (wichtig!) und weitergehen usw. Nimm dir ruhig mal sein Fressen mit und gib ihm das unterwegs aus der Hand (natürlich nur, wenn du Trockenfutter gibst, für Nassfutter gibt es Futtertuben zum selbstbefüllen) Wenn das mal eine weile gut geklappt hat, könntest du auch ein Freigabe-Wort einführen "Lauf-los", oder "Frei" oder "Hagebuttentee". Dann darf er schnuffeln oder rennen oder wälzen oder was auch immer. Kümmer dich in der Zeit nicht um ihn (aus den Augenwinkeln oder mit Taschenspiegel natürlich im Auge behalten). Iss du dein Frühstück oder mach einfach was spannendes, aber nur für dich! Irgendwann kommt er mit ziemlicher Sicherheit, um zu schauen, was du da hast oder tust. Freu dich! Spiel mit ihm! Das wären so meine Idee, wenn das mit der Bindung so gar nicht funktioniert. Wenn es wirklich nur die Ausnahme ist, könnte der Aufbau eines "Superschlachtufs" sinnvoll sein. Also mit Pfeife oder ein spezielles Wort. Damit verknüpft muss eine absolut-super-spitzenmäßige-durch-nichts-zu-übertreffende" Belohnung sein. Etwas was er sonst nie und nimma bekommen würde! Lass dir da mal was einfallen (bei uns ist das Katzenfutter!). Hab das dann auch immer dabei! Viele nutzen das beim Anti-Jagdtraining!

Zum Thema Bindung gibt es hier bestimmt noch viele tolle Ideen! mal schauen, was die anderen vorschlagen

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Wenn Du nach einmal Rufen keine Reaktion von ihm bekommst, hingehen und wortlos anleinen und ebenso wortlos weitergehen.

Ich wuerde ihn Anleinen und immer zurueck zur Stelle gehen, wo Du gerufen hast. Dort ein Vorsitzen oder Stehen, was immer Du normalerweise verlangst nach dem kommen.

Fuer Shyla war das sehr wichtig, denn sie hat schon frueh begonnen zB beim Apportieren Gegenstaende nur zurueckbringen, wenn ich sie gegen unsere Laufrichtung geworfen habe. Sonst hat sie auf dem Weg gewartet, bis ich bei ihr ankam.

So wenn Du ihn anleinst und weiter gehst, koennte er denken, du bist zufrieden, wenn er auf der Stelle wartet, bis Du bei ihm bist.

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Hallo Shyla,

die Idee gefällt mir! Es ist quasi genau die Antwort auf meine Frage! Das werde ich gleich mal ausprobieren! Vielen Dank!

Heute haben wir einen schönen Spaziergang auf dem Land gemacht, und da hab ich dann einfach an die 10m Leine geneommen, das hat super geklappt. Sogar immer wieder an Pferden vorbei, ohne Interesse oder gar rumgemackere! Juhuu! Erste Früchte!

Alles liebe,

Sandra

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