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Hundeforum Der Hund
Renate

Nehmen die Jungen Rücksicht auf die Alten?

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Mir fällt seit einigen Wochen hier ein grosser Unterschied im *Rudel* auf!

Boomer, unser Opa, wird nunmal altersbedingt bissl seniler und älter!

Shelly reagiert da sehr sensibel drauf:

Sind wir unterwegs, läuft Boomer ja zu 90% offline, schnüffelt mal hier, mal dort, ist meist hinter uns und langsamer.

Shelly dreht sich immer wieder um, wo Boomer ist.

Sind wir mal um eine Kurve verschwunden, und Boomer ist nicht mehr sichtbar, setzt Shelly sich hin, wartet und guckt.

Ist Boomer wieder in Sichtweite, kann es endlich weiter gehen!

Situation zu Hause:

Shelly ist am Wassernapf und säuft, Boomer kommt auch nur in die Nähe, geht Shelly SOFORT drei Schritte zurück, lässt Boomer den Vortritt, wartet, bis er fertig ist, und säuft dann erst wieder weiter!

Boomer steht schon mal im Garten und träumt vor sich hin, weiss nicht so recht, ob er grad pinkeln wollte oder sonstwas machen wollte, Shelly geht hin, schlabbert ihm über die Ohren und beobachtet ihn genau!

Bei uns ist ein Altersunterschied von 8-9 Jahren zwischen beiden Hunden.

Was habt ihr für Erfahrungen bei Jung und Alt im Rudel?

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Dann ist Shelly eine sehr sozialisierte Hündin .

Wenn jüngere Hunde oft zu stürmisch oder gar belästigend mit Alttieren umgehen ,kann ich auch immer noch andere soziale Defekte bei selbigen feststellen.

l.G.

Wotan

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Dann ist Shelly eine sehr sozialisierte Hündin .

Hab da nun ne Frage:

Erfolgte diese Sozialisierung im Rudel, also bei Mama und Geschwistern, oder eher bei uns?

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Beides Renate.

Das Verhalten gegenüber Artgenossen wird weitgehend bereits von Mutter und Geschwistern geprägt.

Der Züchter sollte nur in so weit Enfluss nehmen indem er Raufbolde korregiert.

Was ein Raufbold ist oder was normale Rangspiele sind bekommt man sehr schnell heraus.

Das nur mit Muttertieren mit einwandfreiem Wesen gezüchtet werden sollte ist selbstverständlich ,aber leider nicht immer der Fall.deshalb ist es auch oft schwer diese in dem Punkt bereits geprägten Welpen praktisch einer Umerziehung zu unterziehen.

Wenn Welpe dann in seine Familie kommt und dort Zweithund ist ensteht die neue Rudelbindung und das Verhalten des jüngeren Hundes ist zunächst das was bei Mama gelernt wurde.

Wenn das vom neuen Rudel bestätigt und gefestigt wird.dann enstehen dies Verhaltensmuster,die man durchaus mit Rücksicht auf den älteren Hund bezeichnen kann.

Das ist es aber eigentlich nicht.

Denn Shelly übernimmt die Führung ,ihre Position ist gewachsen.

Damit übernimmt sie auch den Schutz des älteren nicht mehr so wehfähigem Boomer.

Deine Shelly wird erwachsen :)

L.G.

Wotan

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Hallo

In dem "Rudel" meiner Eltern - Marlowe: 14, Butch: 7 auch so einiges bemerkt. Abgesehen davon, dass Butch schon im zarten Babyalter die Regeln von Marlowe eingeimpft bekam - und er sich immer daran geahlten hat - lässt sich schon bemerken, dass der Lütte (der ja auch nicht mehr lütt ist ;) ) immer mal wieder nachschaut, ob der Olle auch noch auf Kurs ist. denn hin und wieder verliert Marlowe den Anschluss an Butch und die Menschen.

In 90 % der Fälle kann mein Vater dann Butch losschicken, der den Alten wieder einsammelt - und der dann erleichtert hinter seinem Sohnemann hertrottet.

Allerdings muss ich dazu sagen, dass Butch nie die Oberherrschaft von Marlowe angezweifelt hat, er immer freundlich und rangniedrig war; von daher ist sein Verhalten nicht viel anders als sonst. Andere Hunde auf der Wiese behandeln Marlowe eigentlich nicht viel anders, lassen ihn aber in aller Regel nach kurzer Schnüffelei zufrieden. War aber immer so, er hatte sich in jungen Jahren einen Haufen Respekt erarbeitet, von dem er scheinbar immer noch zehrt :D

Das mit Shellys Wandel finde ich sehr schön, zeigt dass sie eine sehr aufmerksame Hündin ist. Wäre bestimmt ne gute Mutter ;)

Edit:

Das Butch in gewissem Sinne doch die Führung übernimmt stimmt. Konfrontationen mit anderen Hunden (also "normale" Begegnungen) gehen zunächst von Butch aus, der auch langsam ( :o "schon" mit 7 Jahren ;) ) anfängt, mal selber seine Streitereien zu regeln. Bisher war es immer so, dass Butch im Falle eines stänkernden Hundes wartete, bis sein Vater für ihn einsprang - meist mit Erfolg. Sollte mal eine Rüdenrangelei entstehen, dann hatte MArlowe das Ende mit den Zähnen, während Butch am Schwanz zog! und bellend seinen Vater anfeuerte ;)

Inzwischen regelt er das auch selber - aber es bleibt ihm ja nix übrig, Marlowe ist zu klapprig und zu schlau, um sich in einer Rauferei zu stürzen

Klingt ja, als hätten wir Killerhunde, ich rede hier selbstverständlich von Ausnahmen, normale Begegnungen laufen so ab: Butch sieht Hund, läuft hin - Schwanz aufrecht, Ohren nach vorn. Beschnüffeln - inzwischen hat Marlowe auch mitbekommen, das da was los ist - und wenn er ankommt schnüffelt er auch nochmal und das war´s dann. Erstkontakt also von Butch - kann aber auch sein, dass er einfach nur schneller ist als der Alte :)

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Wotan....was verstehe ich unter "einwandfreiem Wesen" ? :???

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Unter einwandfreiem Wesen verstehe ich einen Hund

der

unbefangen Menschen gegenüber ist (einschliesslich Kinder)

keinerlei Angstaggressionen zeigt

sich normal friedlich mit Artgenossen verträgt

alle Anlagen zu rassetypischen Eigenschaften zeigt

nicht nervös ist

nicht schreckhaft ist.

eben ein dominanter starker Hund

All das kann man vor einem Zuchteinsatz testen.

Der letzte Test ist der erste Zuchteinsatz selbst.

Nur ein wirklich souveräner Ablauf von Trächtigkeit und Aufzucht seitens der Hündin

sollten die Grundlage für weitere Zuchteinsätze sein.

Den Wesenstest sollte allerdings auch das Vatertier bestanden haben,denn viele Charaktereigenschaften, wie zum Beispiel Aggressionsverhalten vererben sich.

Deshalb ist es auch richtig Rüden erst dann zur zucht einzussetzen wenn sie ihre vollen Charaktereigenschaften entwickelt haben.

Das ist bei Grosshunden so ab 18 Mkonate der Fall .

L.G.

Wotan

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Huhu,

also Monty wartet auch immer auf Scotty wenn wir zusammen

rausgehen.

Wenn Scotty stehen bleibt und lange schnüffelt, läuft Monty

auch wieder zu ihm zurück. Und wenn wir zusammen gehen,

also 2 Erwachsene und 3 Hunde an der Leine und mein Mann

Scotty hat und wir vorlaufen, dann guckt Monty sich auch um und

bleibt von sich aus stehen, eigentlich so wie Du das beschreibst.

Wenn Scotty zum Napf geht, weichen die anderen auch zurück und

lassen ihm den Vortritt, ebenso wissen sie genau, das erst Scotty

sein Leckerlie bekommt und selbst wenn er es fallen läßt,

was öfter mal passiert und es auf dem Boden liegt, nimmt

es ihm keiner der anderen weg.

Luca versucht allerdings Monty die Leckerlies zu klauen, weil der

oft kein Interesse darann hat und es einfach ausspukt.

Bei Scotty macht er das nicht.

Obwohl Scotty 16 Jahre alt ist, schlecht sieht und hört,

oft sehr tüddelig ist, hat man immer den Eindruck, die beiden

andereren haben einen gehörigen Respekt vor ihm.

Es gab kein Gebeiße, kein Gezanke aber es herrscht immer noch

die Rangordnung, das Scotty der Chef ist.

Beide Hunde dürfen sich zu ihm legen, auch mal kurzfristig spielen,

aber wenn er knurrt weil er seine Ruhe haben will, dann wird

das sofort respektiert und sie weichen.

Alter der Hunde, Scotty 16 Jahre und 3 Monate, Monty 20 Monate und Luca

etwas über 4 Monate.

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Hallo Wotan,

Darf ich dich auf einen Widerspruch in deinen Ausführungen aufmerksam machen?

Hier nachfolgend hast du im Bezug auf das Buch „Hundepsychologie“ geschrieben, (siehe Zitat unten Fett):

Ich kenne das Buch

Ich kann es nur jedem empfehlen der wissen will was sein Hund ausdrücken möchte und warum er was gerade nun tut.

Dorit Feddersen-Pedderson die einen Lehrstuhl an der Universität Kiel innehat ' ist eine Schülerin von Lorenz und hat viel mit Ziemen zusammengearbeitet.

Ziel dieser Zuchten war es die genetische Herkunft unserer Haushunde zu beweisen.

[b']Als Nebeneffekt fiel die damit bewiesene Vererbbarkeit des Sozialverhaltens an und die Millieutheorie erhielt einen Knick.[/b]

L.G.

Wotan[/Quote]

Und hier im Bericht schreibst du das Gegenteil.

Beides Renate.

Das Verhalten gegenüber Artgenossen wird weitgehend bereits von Mutter und Geschwistern geprägt.

Der Züchter sollte nur in so weit Enfluss nehmen indem er Raufbolde korregiert.

Was ein Raufbold ist oder was normale Rangspiele sind bekommt man sehr schnell heraus.

Das nur mit Muttertieren mit einwandfreiem Wesen gezüchtet werden sollte ist selbstverständlich ,aber leider nicht immer der Fall.deshalb ist es auch oft schwer diese in dem Punkt bereits geprägten Welpen praktisch einer Umerziehung zu unterziehen.

Wenn Welpe dann in seine Familie kommt und dort Zweithund ist ensteht die neue Rudelbindung und das Verhalten des jüngeren Hundes ist zunächst das was bei Mama gelernt wurde.

Wenn das vom neuen Rudel bestätigt und gefestigt wird.dann enstehen dies Verhaltensmuster,die man durchaus mit Rücksicht auf den älteren Hund bezeichnen kann.

Das ist es aber eigentlich nicht.

L.G.

Wotan

Was ist nun richtig?

Vererbbarkeit von Sozialverhalten oder erworben in Anlehnung an die Milieutheorie.

LG Hans Georg

››Der Mensch hat das Sozialverhalten von Hunden tief greifend verändert (D. U. Feddersen - Petersen).‹‹

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Hallo!

Häh? Ich glaub, ich hab heute irgendwie einen Knick in der Optik... oder in der Logik... :??? Auf jeden Fall finde ich den Widerspruch nicht... :think:

Ich verstehe Elvira so:

Als Nebeneffekt fiel die damit bewiesene Vererbbarkeit des Sozialverhaltens an

... heißt m.E.: dadurch wurde bewiesen' dass sich Sozialverhalten vererbt.

und die Millieutheorie erhielt einen Knick.

Irgendwelche Aspekte der Millieutheorie (ich vermute mal, ihre Allgemeingültigkeit, aber das ist nur Spekulation, weil ich das erwähnte Buch noch nicht gelesen habe und mit den Theorien noch nicht vertraut bin) wurden in Zweifel gezogen oder widerlegt. Die Theorie erhielt aber nur einen Knick, wurde also nicht komplett widerlegt und hat daher immer noch in einem gewissen Rahmen Gültigkeit.

Das interpretiere ich nun wieder folgendermaßen: Verhalten wird durch 2 Komponenten geprägt, eine ererbte und eine erworbene. Das würde sich wiederum mit dem decken, was ich bisher über Verhalten zu wissen meine.

Genau das sagt Elvira ja auch in ihren Beiträgen hier: dass einerseits Mutter und Geschwister das Verhalten prägen (Millieu), aber dass auf das Wesen der Elterntiere Wert gelegt werden sollte, weil bestimmte Charaktereigenschaften sich vererben.

Vielleicht hab ich das aber auch alles irgendwie ganz falsch verstanden... vielleicht muss ich auch erstmal Feddersen-Petersen lesen! ;)

Viele Grüße, Iris

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