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Kastration als Lösung von Verhaltensproblemen beim Rüden?

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Der folgende Artikel einer Tierärztin soll im allgemeinen über die Kastration beim Rüden informieren. Ich selbst bin vor kurzem auf diesen Text gestoßen und finde die Aussagen von Dr. Christiane Quandt sehr einleuchtend, interessant und habe nun viel über die Auswirkungen einer Kastration beim Rüden gelernt.

So konnte ich mir selbst nun meine Meinung bilden und für mich entscheiden, dass ich Juri nicht kastrieren lasse, außer die Gesundheit erfordert es.

Meine Ex-Trainerin in der Hundeschule (Verein) wies mich letztens ausdrücklich per E-Mail darauf hin, dass es für Juri besser wäre, ihn kastrieren zu lassen.

Durch den folgenden Artikel bin ich zu dem Entschluss gekommen, Juri eine "Rüden" sein zu lassen, so wie er ist und mit bestimmten Verhaltensweisen gegenüber Rüden umgehen zu können. (Mit läufigen Hündinnen hatte ich noch nie Probleme, zwecks Abhauen!)

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Ich habe ausdrücklich die Erlaubnis der Tierärztin persönlich eingeholt, diesen Text zu veröffentlichen!

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[ALIGN=center]Kastration als Lösung von Verhaltensproblemen beim Rüden?[/ALIGN]

von Dr. Christiane Quandt, verhaltenstherapeutisch arbeitende Tierärztin, Fredersdorf bei Berlin

Es gibt wohl kaum eine medizinische Maßnahme im Kleintierbereich, die bei TierärztInnen und Laien so widersprüchliche und emotionale Reaktionen auslöst wie die Kastration von Rüden.

Dieser Artikel soll den Hundebesitzern im Einzelfall als Entscheidungshilfe dienen. Dabei werden die Argumente pro und contra Kastration aus rein verhaltenstherapeutischer Sicht betrachtet. Medizinische Indikationen bleiben unberührt.

Häufig fällt die Entscheidung zur Kastration eines Rüden bei Tierärztlnnen und Hundebesitzerlnnen in der Hoffnung oder sogar festen Überzeugung, durch diesen Eingriff eine positive Veränderung des Verhaltens zu bewirken. Andere befürchten, dass der Eingriff eher negative Folgen haben könnte. Der Glaube, dass Rüden durch die Entfernung der Hoden fett, faul, charakterschwach und bösartig werden, ist immer noch weit verbreitet.

Wer hat nun Recht? Kann die Kastration wirklich eine Lösung darstellen? Oder, anders herum gefragt, was bewirkt die Kastration denn tatsächlich im Verhaltensbereich?

Grundsätzlich beseitigt bzw. reduziert die Kastration alle Probleme, die aus direkt testosteronabhängigen Verhaltensweisen entstehen. Dazu gehören beim geschlechtsreifen Rüden das Urinmarkieren im Haus, das Streunen auf der Suche nach läufigen Hündinnen, Unruhe, ständiges Jaulen, Futterverweigerung und vermehrte Reizbarkeit, die sich bei Rüden mit starkem Sexualtrieb entwickeln, wenn eine Hündin in der weiteren Nachbarschaft läufig ist; übertriebenes Imponiergehabe und aggressives Konkurrenzverhalten gegenüber anderen Rüden.

Die weit verbreitete Volksmeinung, dass Rüden durch die Kastration ruhiger werden, erweist sich dagegen in der Regel als Ammenmärchen. Zwar neigen kastrierte Rüden durch die veränderte Stoffwechsellage eher zum Fettansatz und ab einem gewissen Übergewicht auch zur Entwicklung eines entsprechenden, kräfteschonenden Phlegmas, aber dieses Problem lässt sich durch vernünftige Fütterung leicht vermeiden. Die Reduktion des Testosteronspiegels an sich hat keine Auswirkung auf das Temperament, den Bewegungsdrang oder das Lautäußerungsverhalten.

Es ist allgemein bekannt, dass männliche Tiere bei den meisten Tierarten wesentlich aggressiver sind als weibliche. Das gilt auch für den Hund. Trotzdem wird die Aggressionsbereitschaft nach einer Kastration nur bezüglich des sexuellen Konkurrenzverhaltens gegenüber anderen potenten Rüden wesentlich reduziert. Bei Rüden, die aggressives Verhalten gegenüber allen, oder den meisten, anderen Hunden beiderlei Geschlechts oder gegenüber Menschen zeigen, ist durch eine Kastration keine befriedigende Änderung des Problemverhaltens zu erwarten. Bei rangordnungsbezogenen aggressiven Auseinandersetzungen zwischen zwei weitgehend gleichwertigen Rüden in demselben Haushalt, sieht die Geschichte ganz anders aus. Hier ist die Kastration des tendenziell weniger durchsetzungsfähigen Rüden manchmal die einzige Möglichkeit, die Situation zu entschärfen. Aber cave! Kastriert man den falschen Rüden, werden die Auseinandersetzungen noch heftiger. Der Einfachheit halber beide zu entmannen, verbessert die Situation auch nicht. Damit beraubt man sich leicht der letzten Möglichkeit, die Hierarchie zu stabilisieren. Bei ständig wiederkehrenden Kämpfen zwischen Hunden in demselben Haushalt ist der Auslöser (fast) immer der dazugehörige Mensch. Daher ist eine Kastration ohne verhaltenstherapeutische Beratung für die Tierhalter selten erfolgreich.

Obwohl Rangordnungsprobleme zwischen Mensch und Hund wesentlich häufiger mit Rüden entstehen als mit Hündinnen, stellt die Kastration hierfür keine Lösung dar. Auch dann nicht, wenn sie vor der Pubertät, d. h. vor dem Auftreten der größten Probleme, durchgeführt wird. Die Tendenz zu sozial-expansivem Verhalten beim Rüden ist teilweise genetisch fixiert und wird zusätzlich durch den vorgeburtlichen Testosteronschub verstärkt.

Entsprechende Verhaltensmuster sind daher schon im frühen Welpenalter zu beobachten und relativ unabhängig von der später einsetzenden Hormonproduktion der Hoden. Viel entscheidender bei Rangordnungsproblemen zwischen Hund und Halter sind die Fehler, die der Mensch in vielen Fällen von Anfang an im Umgang mit dem Hund macht. Um solche Probleme zu beseitigen, bedarf es immer einer sorgfältig auf den Einzelfall zugeschnittenen Verhaltenstherapie. Nur bei einem kleineren Teil der Rangordnungsproblemfälle ist die Kastration als unterstützende Maßnahme notwendig und sinnvoll.

Auch das ständige Aufreiten beim Menschen, das einige Rüden im Laufe der Pubertät entwickeln, ist nicht unbedingt durch die Kastration wieder in den Griff zu bekommen. Die hormonelle Komponente ist nur ein Faktor in dem Ursachenkomplex.

In vergleichbarer Weise beruht die Ausprägung vieler geschlechtsspezifischer Verhaltensmuster auf der "Maskulinisierung" des Gehirns in der pränatalen Phase. Der aktuelle Testosteronspiegel ist nur in wenigen Verhaltensbereichen ausschlaggebend. Andererseits wirkt sich beispielsweise der soziale Erfolg deutlich auf die Hormonproduktion aus. Bei dem Sieger einer sozialen Auseinandersetzung steigt der Testosteronlevel messbar an. Da es in der Natur bei Rangauseinandersetzungen in der Regel um das Recht zur Fortpflanzung geht, ist der mit dem Testosteronausstoß verbundene Libidoanstieg hier durchaus sinnvoll. Der hohe Hormonspiegel ist aber nicht Ursache, sondern Folge des sozialen Aufstiegs.

Langzeitstudien aus den USA (Hart et al.) haben gezeigt, dass weder das Alter noch die sexuelle Erfahrung zum Zeitpunkt der Kastration einen nachweisbaren Effekt auf deren Wirkung haben. Der Testosteronspiegel sinkt innerhalb von acht Stunden nach einer Kastration auf kaum noch messbare Werte. Trotzdem tritt die Wirkung bei einem Teil der Tiere nicht sofort, sondern erst im Laufe von Wochen oder Monaten ein. Hier spielen offensichtlich genetische und lernbedingte Effekte eine Rolle. Genetik und pränatale Maskulinisierung erklären auch, warum selbst präpubertär kastrierte Rüden geschlechtsspezifische Verhaltensweisen wie Urinmarkieren, Imponiergehabe gegenüber anderen Rüden und vollständig ausgeführte Deckakte zeigen.

Nach der letzten Neufassung des Tierschutzgesetzes kam die Frage auf, ob eine Kastration ohne direkte medizinische Indikation überhaupt noch zu rechtfertigen sei. Bei Katzen liefern - zumindest soweit sie Freigänger sind - die bevölkerungspolitischen und gesundheitlichen Argumente sicherlich immer noch den triftigeren Grund, den das Tierschutzgesetz für die Entfernung von Organen fordert. Insbesondere deshalb, weil die als problematisch eingestuften sexualspezifischen Verhaltensweisen hier mit 80 bis 90% Sicherheit durch die Kastration alleine beseitigt werden.

Beim Hund sieht die Sache etwas anders aus. Zwar wird das Streunen bei Rüden auch zu etwa 90 % durch die Kastration "geheilt", weil der Auslöser meist eine läufige Hündin ist, bei allen anderen Verhaltensproblemen ist die Erfolgsquote aber wesentlich geringer (nach Hart 50 bis 60 %). Gleichzeitig gibt es sehr viele Rüden, deren geschlechtsspezifisches Verhalten weder für sie selbst noch für ihre Besitzer oder andere Hunde jemals zu Problemen führt. Bei diesen Tieren wäre eine Kastration, sofern sie nicht aus medizinischen Gründen notwendig wird, ein überflüssiger und damit tierschutzrelevanter Eingriff. Eine routinemäßige Kastration von Rüden ist daher aus meiner Sicht abzulehnen. Es gibt allerdings eine ganze Reihe von Fällen, wo die Kastration aus verhaltensmäßiger Sicht begründet und notwendig ist, weil dadurch Leiden und Schäden verhindert werden.

Im Gegensatz zu seinen wilden Ahnen, den Wölfen, beschränkt sich die Paarungsbereitschaft des Hunderüden nicht mehr auf eine begrenzte "Ranzzeit" von wenigen Wochen im Jahr. Da der Mensch, um des Profites willen, ganzjährig Hunde züchten möchte, haben wir Rüden selektiert, die das ganze Jahr über deckbereit sind. Einige davon haben einen so ausgeprägten Sexualtrieb, dass sie unter der daraus erwachsenden Frustration fast ständig körperlich und psychisch leiden. Bei diesen Rüden ist eine Kastration aus tierschützerischen Gründen angezeigt.

Das gleiche gilt für Rüden, die aus sexueller Konkurrenz heraus ein sehr aggressives Verhalten gegenüber anderen Rüden an den Tag legen. Lässt man sie ihr "natürliches" Verhalten ausleben, entstehen daraus u. U. erhebliche Leiden und Schäden bei anderen Hunden. Will man das verhindern, ergibt sich damit meist zwangsweise eine so restriktive Haltung, dass von einem hundegerechten Leben für den betroffenen Rüden kaum noch gesprochen werden kann.

Die Kastration des Rüden ist natürlich ein Eingriff in den Körper und als solcher mit - wenn auch meist geringfügigen - Leiden und Risiken verbunden. Sie sollte daher nicht unnötig durchgeführt werden. Die Kastration ist auch bei weitem kein Allheilmittel für Verhaltensprobleme. Die Auswirkungen sind viel enger begrenzt, als gemeinhin angenommen wird. Eine Kastration ersetzt nicht die richtige Sozialisation, Erziehung und verhaltensgerechte Haltung des Hundes. Sie ersetzt, wenn erst einmal Probleme aufgetreten sind, auch selten eine Verhaltenstherapie. Sie kann sich aber im Einzelfall für das betroffene Tier und dessen gesamte Umgebung sehr positiv auswirken, wenn sie nach sorgfältiger Diagnosestellung erfolgt.

In Zweifelsfällen lässt sich die Wirkung durch eine vorübergehende chemische Kastration mit Antiandrogenen weitestgehend imitieren. Die Depotinjektion bewirkt in der Regel innerhalb von zwei bis drei Tagen eine der chirurgischen Kastration vergleichbare Verhaltensänderung. Diese hält ca. drei bis vier Wochen an. Die Gabe von Antiandrogenen kann daher als Hilfsmittel zur Diagnoseabsicherung und als Entscheidungshilfe für die Besitzer herangezogen werden. Sei es vielleicht auch nur, um den Zweifler oder überzeugten Kastrationsgegner zu beweisen, dass der kastrierte Rüde weder Jagdtrieb noch Wach- und Schutzverhalten einbüßt und sich auf der Hundewiese auch nicht von jedem Zwergdackel dominieren und besteigen lässt. Denn trotz aller rationalen Argumente für und gegen die Kastration, ausschlaggebend für die Entscheidung des Besitzers ist doch meist die emotionale Seite. Wenn das Problemverhalten erfolgreich reduziert wird und der Rüde trotzdem noch "seinen Mann steht", kann Mann der Kastration seines Hundes wesentlich leichter zustimmen.

Zusammenfassend

kann man sagen, dass die Kastration des Rüden als alleinige Maßnahme nur in wenigen Fällen eine Lösung für Verhaltensprobleme darstellt. Sie ist aber als unterstützende Maßnahme im Rahmen einer Verhaltenstherapie bei geschlechtsspezifischen Problemverhaltensweisen oft sinnvoll und notwendig.

Die routinemäßige Kastration von Rüden führt zwar nicht zu negativen Verhaltensänderungen, bringt aber auch keine wesentlichen Vorteile. Sie ist daher aus ethologischer Sicht nicht zu begründen. Da die meisten in Deutschland gehaltenen Rüden keinen unkontrollierten Freigang haben, ist das Argument der Populationskontrolle bei uns nicht stichhaltig.

Bei eindeutiger medizinischer oder verhaltensmäßiger Indikation spricht allerdings aus der Sicht der Verhaltenstherapie auch nichts gegen eine Kastration.

© Dr. Christiane Quandt, 1998

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Ich fände es auch schön, wenn ihr euch zu diesem Bericht äußert und eure eigene Meinung dazu schreibt.

Ich weiß, dass es ein "Streitthema" ist, finde es aber dennoch gut, wenn man sich darüber unteralten kann; auch, wenn es hierzu schon viele Beiträge gibt.

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Hallo Annika,

ich kenne diesen Text und kann dieser Tierärztin nur zustimmen.

Auch mir wurde schon von einer Tierärztin geraten meinen Rüden kastrieren zu lassen, als er vor Schmerzen (Verletzung an der Pfote) und Panik aggressiv reagierte.

Und viele "Hundekenner" raten einem statt den Hund zu erziehen ihn gleich kastrieren zu lassen - der Gehorsam kommt dann von ganz alleine. Oder die Pubertäre Phase hört dann umgehend auf. :motz:

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Danke Marlies, für deinen Beitrag.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Rüden durch die Kastra auf einmal aufhören, Rüden anzugreifen etc. Genau deshalb werd ich ihn nicht kastrieren lassen. Ich seh das wie die Tierärztin.

"Und viele "Hundekenner" raten einem statt den Hund zu erziehen ihn gleich kastrieren zu lassen - der Gehorsam kommt dann von ganz alleine. "

-> genau so ist es nämlich nicht! Wenn ich meinem Hund nie zeige, wo's lang geht, nie Führung vermittle und denk, nach der Kastra wird das eh besser, na dann .... brauch ich mich nicht wundern.

Ich arbeite viel an der Führung, meinen Hund lesen zu können, ihn immer im Blick zu behalten und ne gute Verbinding zu ihm zu haben. Trotz Misserfolge, schreite ich dennoch nicht zur Kastra! Weil ich meine, im Punkt "Rüdengehabe" ist sie keine "SuperLösung".

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Ich stehe gerade vor der Entscheidung: Kastra ja oder nein! *seufz*

Bei uns ist es so, das unser Hund einfach ein wahnsinnger Tölpel und Rüpel ist.. so a la "hoppla jetzt komm ich" und "was kostet die Welt"? Er stürzt einfach immer auf jeden Hund zu und ist total wild (NICHT agressiv).. ich würde es vermenschlicht so sagen: Er hat keinerlei Manieren (weil er keine Kinderstube genossen hat).

Und obwohl er selbst nicht oder kaum offensiv agressiv agiert, ist er in letzter Zeit vermehrt in Raufereien und leider auch mal in Beissereien verwickelt :(

Wir haben nun mal sehr viel Kontakt zu anderen Rüden (in unserer Staffel sind fast nur intakte Rüden!) und da rumpelt's zur Zeit ständig bzw. ist es ein ständiges Spiessrutenlaufen und ich steh wirklich ständig unter Strom und Anspannung und passe auf wie ein Schiesshund (und trotzdem klopft's immer wieder mal *grml*)

Bei uns ist's also so, das er sich anderen gegenüber zwar nicht (oder nur selten) "agressiv" verhält, sich aber einfach nicht "vernünftig" benehmen kann und somit die anderen ständig provoziert, die dann gerne mal "über ihn herfallen" um ihm zu zeigen, das sein Benehmen inakzeptabel ist.

Nun wurde mir immer wieder empfohlen ihn doch "endlich" (er ist jetzt geschätzte 16 Monate alt) kastrieren zu lassen, damit er wenigstens nicht mehr nach Rüde riecht und somit nicht ständig eine Provokation für die anderen Rüden darstellt.

Ich hab' mich jetzt lange dagegen gesträubt, aber langsam glaube ich selbst das ich ihm damit vielleicht doch einen Gefallen tun würde und sein Leben danach stressfreier verlaufen könnte? D.h. ich verstehe die Kastration eigentlich nicht als "bequeme Alternative" zur Erziehung (im Gegenteil.. ich behaupte mal, erzogen ist er mittlerweile ganz gut), sondern weil ich uns allen (aber ehrlich: vor allem IHM) das soziale Hundeleben gerne erleichtern möchte.

Ehrlich gesagt ist derzeit das Einzige was mich noch von diesem Schritt abhält die Angst, das dem Hund a. was bei der OP passieren könnte und er b. sich vom Wesen her zu sehr verändern wird

Tja... nun ist guter Rat teuer... (habt IHR Tipps für mich?)

Fazit nach meinem wirren Sermon oben *g*:

Ich glaube es ist eben genauso zu sehr vereinfacht, zu behaupten alle Rüdenbesitzer würden ihre Hunde nur kastrieren lassen, weil sie selbst zu faul oder unfähig sind ihren Hund zu erziehen.. wie es eben auch zu einfach wäre zu sagen, mit einer Kastration erledigen sich alle Probleme von alleine...

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Dein Hund kann auch nach einer Kastration das "Opfer" so manchen Hundes sein! Viele Hunde haben Probleme mit Kastraten. Verhaltensprobleme lassen sich fast nie durch eine Kastration ausmerzen, für mich nur nachvollziehbar, wenn Hund einen immensen Sexualtrieb hat.

Keiner meiner Pulis hat sich dahingehend verändert, sie blieben so wie sie vor der Kastration waren, ruhiger wurden sie erst im hohen Alter :D

Du könntest durch eine Hormonspritze austesten lassen, wie dein Hund darauf reagiert und wie die Kastration bei ihm wirken würde.

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Ach Doggie ich hoffe das hier noch ein paar andere Leute etwas dazu sagen koennen und wuensche das ihr das Richtige fuer euch entscheidet.

Vielleicht sollte man vor der Kastration noch darueber nachdenken ihm ueber geziehltem Kontakt mit einem souveraenen Althund Manieren beizubringt? So wie du ihn beschreibst glaub ich nicht das eine Kastartion etwas aendert.

Wenn er keine Manieren hat, hat er keine. :( Ich weiss du hast eine schwierige Entscheidung vor dir.

Alles Gute! :kuss:

Danke fuer den Artikel Anika - sehr interessant. Mein naechster Wuff wird nicht kastriert.

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Dieser Artikel ist auch sehr interessant. http://www.drc.de/gesund/sex1.html Ebenfalls von der obengenannten Internetseite. Fuer alle Huendinnenbesitzer.

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Hi. Es gab ja schon viele Themen über Kastration und ich habe mich da auch geäußert. Und ich kann nur nochmal bestätigen, dass sich Verhaltensprobleme dadurch nicht lösen lassen. Mein Hund ist kastriert, denn ich habe ihn so aus dem Tierheim bekommen. Als ich damals nach dem Grund fragte, sagte man mir, dass es eben in Frankreich (wo er her ist) so üblich im Tierschutz war und er daher kastriert nach Deutschland kam. Er ist gut verträglich mit allen Hunde und war es laut Aussage vorher auch schon.

Dennoch für mich ist er immernoch "typisch Rüde". Er brauchte trotzdem ziemlich viel Erziehung und Unterordnung (Futterbewachung, Leinepöpeln etc. musste ich ihm abgewöhnen), stellt läufigen Hündinnen gerne nach und versucht aufzuspringen und mach hin und wieder ein wenig "den Macho" bei Rüden.

Kastration löst auf keinen Fall eine vernünftige Erziehung ab, daher würde ich meinen nächsten Rüden auf keinen fall freiwillig kastrieren. Ich konnte aber auch noch keine Nachteile feststellen.

LG, Svenja und Ramses

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Du könntest durch eine Hormonspritze austesten lassen, wie dein Hund darauf reagiert und wie die Kastration bei ihm wirken würde.

Genau das habe ich jetzt auch vor.. bin nur unsicher, ob das wirklich auch dann ein ernstzunehmender "Testlauf" ist oder ob die tatsächliche Kastration dann nicht doch nochmal andere Auswirkungen hätte...

Naja.. werde wohl morgen mal zu unserem Tierarzt gehen und sehen was er zu dem Thema meint...

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