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Hundeforum Der Hund
petrak

Brauche dringend einen Rat!

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Hallo,

ich hoffe, jemand kann mir in einer etwas komplizierten Situation einen kompetenten Rat geben: Meine Schwester und ihre Familie haben seit ca. 5 Jahren eine (eher kleine) Foxterrier-Hündin. Bisher verhielt sich der Hund meines Erachtens normal und war gut in die Familie integriert; das einzige, was von Zeit zu Zeit "genervt" hat, war die Tatsache, dass sie unglaublich gerne und ausdauend Menschen anspringt. Meiner Schwester gehorcht sie sonst aber (wobei ihr Umgang mit dem Hund meines Erachtens schon immer etwas harsch war, ich kann das aber wahrscheinlich auch als Nicht-Hundebesitzerin schlecht beurteilen). Seit einiger Zeit geht es meiner Schwester körperlich und psychisch nicht gut. Da sie äußerst ordnungs- und sauberkeitsliebend ist und sich zudem insgesamt überfordert fühlt, verbringt das arme Tier seit einiger Zeit seine Tage im Arbeitszimmer meines Schwagers und kommt dort nur zum Gassigehen raus. Logischerweise bellt sie demzufolge relativ viel, was meine Schwester wiederum nervt. Vor einigen Monaten hat der Hund bei einem Gerangel mit dem Nachbarhund beim Zuschnappen versehentlich die Nachbarin erwischt, die ihren Hund hochgenommen hatte, und ihr einige Kratzer am Rücken zugefügt. Diese hat daraufhin Anzeige erstattet, der Hund musste zu einem Wesenstest, den er mit Bravour bestanden hat, er ist jetzt aber als Gefahrhund eingestuft und darf nur von meiner Schwester ausgeführt werden.

Da sich meine Schwester im Moment stark überfordert fühlt, möchte sie nun am liebsten den Hund weggeben, was sich aufgrund der geschilderten Situation als nicht so einfach darstellt. Ansonsten denkt sie allen Ernstes darüber nach, das Tier einschläfern zu lassen!!! Um ihre Überlegungen zu rechtfertigen, betont sie zudem bisher von ihr als harmlos dargestellte Situationen, in denen der Hund im Spiel nach den Kindern geschnappt hat. Wie sich dies objektiv darstellt, kann ich nicht beurteilen; wenn ich den Hund erlebt habe (wir hatten ihn auch mal für eine Woche in Pension, können ihn aber leider nicht nehmen, weil wir Katzen haben, von denen eine panische Angst vor Hunden hat), habe ich ihn niemals auch nur ansatzweise als gefährlich empfunden; auch meine Schwester und ihre Familie haben dies zuvor niemals so dargestellt. Vor einigen Tagen bin ich selbst mit meiner 4-jährigen Nichte und dem Hund spazierengegangen (inklusive andere Hunde treffen, Eis kaufen und auf einer Bank neben anderen Kindern essen - kein Problem!)

Mein Schwager will jetzt versuchen, jemanden zu finden, der den Hund nimmt, aber ich befürchte, dass er unter dem Druck der Gesamtsituation doch meiner Schwester nachgeben wird.

Kennt jemand vielleicht Leute oder Organisationen, die sich solcher Tiere annehmen? Und darf der Tierarzt sie überhaupt einschläfern?

Ich wäre wirklich sehr dankbar für hilfreiche Ratschläge!

Petra

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Naja, Tierheime nehmen sich im Notfall solcher Hunde an!!!

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Ja, klar, aber das ist natürlich nicht die beste Alternative, die einem einfällt, und das würde meine Schwester auch nicht tun; ihrer Meinung nach würde sie ihm dieses Schicksal durch Einschläfern-lassen ersparen ... Ich teile diese Auffassung nicht, aber ich fürchte, meine Meinung ist da nicht so gefragt ...

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Hi. Also, wenn der Hund gesund ist, wird ihn sicher kein Tierarzt einschläfern!

Ich weiss nicht wie es läuft, wenn man beim Tierarzt antanzt und sagt: "Ich will meinen Hund nicht mehr, bitte schläfern Sie ihn ein!" Ich nehme an der Tierarzt wird ihnen sagen, dass sie ihn ins Tierheim bringen soll. Die werden ihn dann wohl nehmen. Eine traurige Lösung!

Versuch für den Hund ein gutes zu Hause zu finden, auch wenn es als "Gefahrhund" sicher nicht einfach wird!

Will denn Dein Schwager den Hund auch nicht mehr haben? Ich finde es sehr traurig, den Armen einfach so abzuschieben..., findet ein zu Hause für ihn!

LG, Svenja und Ramses

P.S.: Ich habe deine Antwort inzwischen gesehen....dann scheint Deiner Schwester ja doch noch was an dem Hund zu liegen, wenn sie ihm das Tierheim "ersparen" will! Aber einschläfern soll weniger schlimm sein? Sorry, aber das stimmt moralisch einiges nicht. Wenn ihr am Hund was liegt, soll sie ihn behalten oder so lange suchen bis sie ein ordentliches zu Hause für ihn hat!

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Ich finde das auch schade- sehr ... Ich bin mir nicht ganz sicher, ob mein Schwager das auch will - von sich aus wohl nicht, aber er steht natürlich massiv unter Druck und sieht ihre Überforderung. Er erhofft sich, dass ohne Tiere (ein Pferd haben sie auch noch, das wollen sie wohl auch verkaufen) der Alltag ruhiger wird. Wie läuft das denn, wenn jemand einen als Gefahrhund eingestuften Hund aufnehmen möchte? Müsste derjenige auch noch mal einen Test machen? Das wäre ja auch ein erheblicher finanzieller Aufwand ... Und wird man dieses Etikett "Gefahrhund" irgendwann los? Dann wäre es ja deutlich leichter ... (Dieser Hund ist ein süßer, manchmal etwas frecher kleiner Foxterrier ... jeder, der das hört und en Hund dabei sieht, lacht sich wahrscheinlich schlapp)

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Hallo!

Dem muss ich wiedersprechen...erst vor einiger Zeit wurde hier ein Hund eingeschläfert, der bis auf eine gute eingestellte Epilepsie (anfallsfrei!) eigentlich gesund war und erst drei Jahre alt...

Wer weiß, was Deine Schwester dem Tierarzt erzählt...

Kannst Du per Zeitungsinserat suchen? Oder Deiner Schwester Entlastung anbieten durch Gassigänge?

LG Tanja

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Entlastung anbieten ist insofern schwierig, dass offiziell ja nur sie mit dem Hung Gassi gehen darf! Im übrigen wohnen wir 20 km entfent und ich bin voll berufstätig und habe selbst eine Familie ...

An eine klassische Suche per Inserat habe ich natürlich auch gedacht, aber schwierig ist es eben mit dem Etikett "Gefahrhund"- wer bindet sich das ans Bein?

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Hallo

Ich habe einen Hund aus dem Tierheim übernommen, dessen Besitzer (es war schon der zweite) den Hund einschläfern lassen wollte. Er soll gebissen haben - was sein kann, aber dann bestimmt aus einem für den Hund guten Grund.... Ich habe ihn jetzt ein Jahr und bisher ist nie etwas vorgefallen.

Folgende Sitation: ein Tierarzt darf einen Hund nicht einschläfern, der gesund ist und keine sichtliche Gefahr für Menschen darstellt. Da der Hund von deiner Schwester einen Wesenstest bestanden hat, wird ihn auch kein Tierarzt, der seinen Namen verdient einschläfern!

Ein kleiner Hund, der evtl. noch nicht so alt ist hat im Tierheim auch durchaus gute Chancen, an passende Besitzer vermittelt zu werden.

Ich würde von daher dazu raten, den Hund in ein gutes TH zu bringen - es sei denn es finden sich GUTE, verantwortungsbewusste Menschen, die ihn von Privat nehmen.

Da viele Tierheime eine Abgabegebühr nehmen ist es für deine Schwester vermutlich finansziell günstiger, es zunächst über eine Anzeige in der Zeitung zu versuchen - aber dann sollte jemand dabei sein, der sich den neuen Besitzer genau ansieht, und dem auch das Wohl des Tieres wichtig ist.

Deine Schwester - entschuldige falsch es zu hart klingt - scheint im Augenblick nicht die geeignete Person für eine solche Überprüfung zu sein. So wie es sich hier liest - und anders kann ich das gar nicht beurteilen - ist es ihr im Moment vordringlich wichtig, dass der Hund weg kommt.

Eine Sache solltest du deiner Schwester klarmachen, auch wenn es ihr nicht gut geht: Den Hund einschläfern zu lassen, nur um sich nicht der gefühlten Schande auszusetzen, ihren Hund ins Tierheim zu bringen ist reiner Egoismus!

Die Hündin ist noch nicht alt, sie ist gesund, sie ist anscheinen munter und einfach zur Zeit "nur" im Weg. Das kann vorkommen - ist sehr bedauerlich aber KEIN GRUND, ein Tier zu töten.!!!!!

Deutsche Tierheime sind in 90% der Fälle gut geführte, saubere Einrichtungen, in denen das Wohl der Tiere absoluten Vorrang hat. Die Mitarbeiter machen sich vielfach krumm, damit es "ihren" Tieren gut geht und sie in gute Hände kommen. Sie trauern vielfach genauso sehr über den Abschied von Langzeitkandidaten, als wäre es der eigene Hund - und DAS ist es, wozu deine Schwester ihren Hund "verurteilen" würde!

Sieh dir mit ihr oder ohne sie doch die Heime in eurer Umgebung an und erinnere deine Schwester daran, dass sie ihrer Hündin mindestens 5 Jahre unwiderbringlich STEHLEN würde, nur um ihr Gewissen nicht zu belasten. Das ist dem hund geegnüber nicht fair.

Übrigens ist mein Lemmy mit 6 Jahren zu mir gekommen - und ich bin mir sicher, dass er seine alte Familie nicht mehr vermisst!

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Das ist sicher schwieriger als sonst schon...

Eventuell kannst Du Dich mal bei den Behörden schlaufragen, welche Hindernisse und Kosten für den neuen Besitzer enstehen würden und diese bei Abgabe übernehmen?

LG Tanja

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Viel dazu sagen brauch ich ja nicht mehr. Versuchs bitte beim Foxterrier Verband. Die bieten auch Foxies in Not an, die können dir bestimmt weiterhelfen.

Bitte sorge dafür, das deine Schwester nicht doch einen Tierarzt findet, der einem gesunden und munteren Lebenwesen einfach so ohne Grund das Leben nimmt.

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