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Hundeforum Der Hund
Nici92

Zweithund für Oskar?

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Hallo,

also ich hab mal eine Frage an euch. Mich beschäftigt schon länger der Gedanke, einen Zweithund anzuschaffen. Meine Mom hätte auch super gerne einen, sie würde nämlich auch gerne Agility machen. Ich denke mir, für Oskar wäre das echt schön und außerdem wäre er morgens nicht ganz alleine (ich muss dazu sagen, dass ihm das Alleinebleiben nichts ausmacht. Er schläft dann immer. Das sind Mo-Fr jeweils ca. 4 Stunden, die er alleine ist).

Und ich denke auch, dass es mit zwei Hunden noch viel mehr Spaß macht.

Allerdings ist mir natürlich bewusst, dass das eine ganze Menge mehr Arbeit ist und vor allem mehr Geld kostet. Das ist auch der Grund, warum mein Papa dagegen ist. Aber ich hab ihm angeboten, alles zu zahlen und auch einen Nebenjob zu machen. Naja, aber das will er nicht...

Trotzdem würde ich gerne mal eure Meinung dazu wissen: Oskar ist ein ziemlich ängstlicher Hund. Neue Situationen und vor allem fremde Menschen machen ihm Angst. Ich dachte, wenn der Zweithund ein sehr sicherer Hund ist, könnte sich Oskar vielleicht bei ihm was abschauen und dadurch auch sicherer werden. Meint ihr, das wäre möglich?

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Hi Nici!

Klar könnte sich Oskar bei einem souveränen Zweithund was abschauen, aber die Frage ist ja, ob und wenn ja woher ihr diesen souveränen Hund bekommt. Wenn ihr einen Welpen wollt, halte ich es eher für wahrscheinlich, dass der Kurze sich die Unsicherheit bei Oskar abguckt und sich das Problem dadurch nur verstärkt. Bei Tierheim-Hunden würde ich auch sehr genau hingucken und auf keinen Fall einen aus dem Auslandstierschutz nehmen. Nicht, weil ich was dagegen hätte, Hunde aus dem Ausland nach Deutschland zu holen, sondern weil du den Hund dann vorher nicht kennenlernen kannst. Und wenn er dann erst in Deutschland ist, gibst du ihn bestimmt nicht mehr her, auch wenn er gar nicht so ist, wie er beschrieben wurde. ;)

Wenn, dann würde ich also im örtlichen Tierheim gucken, mit dem Hund mehrmals spazieren gehen, ihn mal für einen Tag mit nach Hause nehmen und schauen, ob es geht.

Weitere Dinge, die es zu bedenken gilt:

- ist Oskar auf einem Erziehungsstand, bei dem du sagen kannst, dass er weitgehend "fertig" ist? Oder habt ihr noch Baustellen, die über irgendwelche Mini-mini-Sachen rausgehen? Ich meine jetzt in der Erziehung, nicht in der Ausbildung. Ob Oskar perfekt Platz aus der Bewegung kann, ist in diesem Fall wurscht. ;) Aber wenn er wirklich noch richtige Erziehungsbaustellen hat, musst du einkalkulieren, dass der Zweithund sich was von ihm abschaut und du gleich den doppelten Salat hast.

- überlege, ob Oskar nicht vielleicht so viel Spaß an einem Kumpel hätte, dass eure Bindung darunter leidet. Ich kenne Oskar und dich nicht, ich leite diese Frage nur aus der Einschätzung ab, dass es bei Fanja und mir so wäre... Fanja findet andere Hunde so toll, ich glaube, die würde sich überhaupt nicht mehr für mich interessieren, wenn wir einen Zweithund hätten.

Das kann bei euch natürlich ganz anders sein - aber es ist einen Gedanken wert.

- wessen Hund soll der Zweithund sein? Wer ist die Bezugsperson? Soll das quasi der Hund deiner Mutter werden, oder würde sie nur das Agility übernehmen?

Wenn es der Hund deiner Mutter sein soll: hat sie genügend Zeit und Lust, sich auch mit der Erziehung zu beschäftigen?

Wenn du die Hauptbezugsperson sein sollst: hast du wirklich die Kapazitäten für zwei Hunde?

Habt ihr Zeit, mit den Hunden auch getrennt zu gehen? (Wichtig für die Bindung)

Das ist jetzt mal so das, was mir dazu einfällt... die Mehrhundehalter werden aber bestimmt noch viel mehr sagen können!

Viele Grüße, Iris

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Das heißt ihr wollt wennschon einen erwachsenen Hund und keinen Welpen, oder?

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Huhu,

Monty ist ja auch eher das Sensibelchen, der vorsichtige

Hund. Luca ist eher Terrierlike, ich denke meine Beiden

werden sich super ergänzen wenn Luca Erwachsen ist.

Ich möchte immer wieder 2 (oder auch 3, Scotty wollen

wir ja nicht vergessen, den liebe ich über Alles)

Hunde haben. Ist einfach schön zu sehen, wie die Beiden

toben, schmusen etc.

Allerdings würde ich immer nur einen Welpen nehmen wollen.

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Danke für deine ausführliche Antwort, Iris. :kuss:

Klar könnte sich Oskar bei einem souveränen Zweithund was abschauen, aber die Frage ist ja, ob und wenn ja woher ihr diesen souveränen Hund bekommt. Wenn ihr einen Welpen wollt, halte ich es eher für wahrscheinlich, dass der Kurze sich die Unsicherheit bei Oskar abguckt und sich das Problem dadurch nur verstärkt. Bei Tierheim-Hunden würde ich auch sehr genau hingucken und auf keinen Fall einen aus dem Auslandstierschutz nehmen. Nicht, weil ich was dagegen hätte, Hunde aus dem Ausland nach Deutschland zu holen, sondern weil du den Hund dann vorher nicht kennenlernen kannst. Und wenn er dann erst in Deutschland ist, gibst du ihn bestimmt nicht mehr her, auch wenn er gar nicht so ist, wie er beschrieben wurde. ;)

Wenn, dann würde ich also im örtlichen Tierheim gucken, mit dem Hund mehrmals spazieren gehen, ihn mal für einen Tag mit nach Hause nehmen und schauen, ob es geht.

Ja, wir würden auf jeden Fall einen schon erwachsenen Hund aus dem Tierheim holen, bei dem man auch den Charakter kennt und bei dem man schauen kann, ob die zwei miteinander klar kommen.

- ist Oskar auf einem Erziehungsstand, bei dem du sagen kannst, dass er weitgehend "fertig" ist? Oder habt ihr noch Baustellen, die über irgendwelche Mini-mini-Sachen rausgehen? Ich meine jetzt in der Erziehung, nicht in der Ausbildung. Ob Oskar perfekt Platz aus der Bewegung kann, ist in diesem Fall wurscht. ;) Aber wenn er wirklich noch richtige Erziehungsbaustellen hat, musst du einkalkulieren, dass der Zweithund sich was von ihm abschaut und du gleich den doppelten Salat hast.

Im großen und ganzen hört Oskar gut. Nicht perfekt, aber er macht keinen solchen Unsinn mehr wie früher als Junghund, läuft nicht weg. Jagen tut er auch nicht. Hat er jeden falls noch nie gemacht. Höchstens manchmal bei Vögeln, aber da dreht er gleich wieder um, wenn er bemerkt, dass er keine Chance hat. Das hat er aber auch schon lang nicht mehr gemacht. Manchmal kann es aber auch noch passieren, dass er zu anderen Hunden hinrennt, aber meist hab ich ihn unter Kontrolle.

- überlege, ob Oskar nicht vielleicht so viel Spaß an einem Kumpel hätte, dass eure Bindung darunter leidet. Ich kenne Oskar und dich nicht, ich leite diese Frage nur aus der Einschätzung ab, dass es bei Fanja und mir so wäre... Fanja findet andere Hunde so toll, ich glaube, die würde sich überhaupt nicht mehr für mich interessieren, wenn wir einen Zweithund hätten.

Das kann bei euch natürlich ganz anders sein - aber es ist einen Gedanken wert.

Hm, also, ich denke nicht, dass das ein Problem ist. Oskar spielt auch sehr gerne mit anderen Hunden, aber er kommt dann auch gerne wieder zu mir und spielt mit mir. ;)

- wessen Hund soll der Zweithund sein? Wer ist die Bezugsperson? Soll das quasi der Hund deiner Mutter werden, oder würde sie nur das Agility übernehmen?

Wenn es der Hund deiner Mutter sein soll: hat sie genügend Zeit und Lust, sich auch mit der Erziehung zu beschäftigen?

Wenn du die Hauptbezugsperson sein sollst: hast du wirklich die Kapazitäten für zwei Hunde?

Habt ihr Zeit, mit den Hunden auch getrennt zu gehen? (Wichtig für die Bindung)

Also, sie würde gerne die Bezugsperson sein. Sie ist manchmal auch traurig, dass Oskar so sehr auf mich fixiert ist. Lust hat sie, Zeit eigentlich auch. Sie arbeitet halbtags. ;)

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Das heißt ihr wollt wennschon einen erwachsenen Hund und keinen Welpen, oder?

Nein, einen Welpen wollen wir auf keinen Fall. Wie Iris schon gesagt hat, ist das Risiko zu groß, dass er sich die Unsicherheit bei Oskar abschaut.

Ist einfach schön zu sehen, wie die Beidentoben, schmusen etc.

Ja, das das wär echt toll. Das stell ich mir auch schön vor. :)

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Hallo Nici,

was ist Dein Oskar denn für eine Rasse? Aus der Rasse lassen sich gut die Charaktereigenschaften erkennen.

Du müsstest Deinen Hund ein bisschen besser beschreiben. Wie alt ist er denn?

Ist er groß, kräftig oder eher klein?

LG Michaela

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Hi Nici,

ich bin sehr für einen Zweithund und habe bei uns in der Familie auch festgestellt, dass es dem ängstlichen Binchen (Hund meiner Mutter) sehr gut getan hat.

Binchen ist eine Dackeline/Prinzesschen. Mein Hund stanmt aus dem Tierschutz und war anfangs völlig überdreht. Wegen Fehlern von uns Besitzern ist sie zweimal mit Binchen aneinander geraten. Großer Schock für die Frauchen, blaue Flecken und kleine Risswunden für das Dackelchen.

Trotzdem fing sie schon nach kurzer Zeit an, sich sehr an meinem Hund zu orientieren. Wenn ich mit Linnie vom Spaziergang zurückkam, wurde ich gänzlich ignoriert, bei meinem Hund dagegen wurde der Hintern und die Ohren kontrolliert, auch wenn sich Binchen dazu auf die Hinterpfoten stellen und an der Schulter meines Hundes abzustützen musste.

Schließlich hat sie - als ich mit Linnie wieder abfuhr - so herzzerreißen geweint, dass schließlich Paule als Zweithund in den Haushalt kam.

Wenn wir nicht zu Besuch sind, spielen Paule und Bine den ganzen Tag einträglich mit ihrem Spielzeug, nagen abwechseln denselben Kauknochen! Sie liegen auch meist sehr eng beieinander und kuscheln sogar zusammen. Bine ist richtig aufgeblüht und hat sogar weniger epileptische Anfälle!

Wenn wir zu Besuch kommen, muss allles Spielzeug weggeräumt werden, es gibt nur Leckerlies, die sofort verputzt werden können und die Fütterung ist in zwei getrennten Räumen. Und Paule (der Verräter) läßt Bine links liegen und spielt lieber mit Linnie, an der ist mehr dran...

Alles in allem finde ich es aber eine wunderbare Sache, einen Zweithund zu haben. Denn das, was Hunde untereinander an Kommunikation und Sozialverhalten leisten können, schafft auch kein noch so bemühter und gutwilliger Halter.

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Hallo Nici,

was ist Dein Oskar denn für eine Rasse? Aus der Rasse lassen sich gut die Charaktereigenschaften erkennen.

Du müsstest Deinen Hund ein bisschen besser beschreiben. Wie alt ist er denn?

Ist er groß, kräftig oder eher klein?

LG Michaela

Oh, sorry. Hab ich nicht gemacht, weil die meisten hier Oskar durch das Forum schon ganz gut kennen. :D Also: Er ist ein Tibet-Terrier (wir hätten auch gerne nochmal einen, weil diese Rasse nicht haart und meine Mutter gegen einige Rassen allergisch ist).

Er ist 2 Jahre alt und ich glaube ca. 47 cm hoch und knapp 15 kg schwer. Er ist also mittelgroß. Kräftig? Ja schon, er kann draußen viel und lange laufen und toben, aber ist im Haus sehr ruhig. ;)

Wie ist das eigentlich? Wenn der neue Hund den alten unterordnet, muss ich das dann akzeptieren oder sollte der erste Hund immer der ranghöhere sein? Wäre eigentlich logisch, oder?

@Linnie: Danke für deine Antwort. Das erzähle ich meinem Papa, vielleicht lässt er sich ja umstimmen. :)

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