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Hundeforum Der Hund
soulseeker

Nach Spaziergang ... Toben aggressiv!

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Hallo zusammen,

ich habe vor einigen Wochen diese Geschichte über meinen jungen Cocker gepostet (wird jetzt 9 Monate alt)- http://www.polar-chat.de/topic_18505_3.html - vielleicht erinnert sich der ein oder andere ja noch.

Eigentlich dachte ich bis vor kurzem mal wieder, dass wir unseren Hund so langsam besser verstehen und das wir mit unserer Erziehung richtig lagen. Unsere Hündin hat bei besonders leckeren Futter-Items aggressiv und verteidigend reagiert. Im Moment ist es so, dass wir viel mit dem Futter experimentiert haben und zum Schluss gekommen sind, dass ihr Verhalten möglicherweise damit zusammenhing, dass sie ihr altes (aber vom Züchter gepriesenes Futter) nie gerne genommen hat und deswegen bei Leckerlies wie getrockneten Fleischstangen so aggressiv reagiert hat.

Seitdem sie ihr neues Futter lieber frisst (Real nature, Trocken und Feuchtfutter gemischt), haben wir ihr trotzdem besondere Leckerlies nur aus der Hand gegeben, was auch wunderbar funktioniert hat. Seit einigen Tagen gibts auch wieder Büffelhaut, die sie sich auch ohne Protest wieder abnehmen lässt, bzw gegen ein Leckerli eintauscht.

Heute hatten wir jedoch mal wieder ein unschönes Erlebnis. Wir gehen morgens immer vor dem Fressen raus und treffen natürlich auch hier und da mal ihre Hundekumpels - heute hat sie z.B. ca. 10 Minuten mit einem getobt und war danach auch schon k.o. (bei dem Wetter ja auch kein Wunder). Als wir dann zu hause waren wollten wir ihr was zu fressen geben, aber als wir ihr uns näherten machte sie sich auf einmal ganz steif und knurrte leise. Meine Frau hat sie dann sofort mit einem lauten Ruf und Schnauzengriff zurechtgewiesen, jedoch ist sie dann unter dem Tisch verschwunden und ließ sich auch nicht mehr herauslocken. Wir haben sie dann erstmal in Ruhe gelassen, wenn ich sie in der Situation gepackt hätte und auf ihren Platz verwiesen wäre, wäre die Situation möglicherweise wieder eskaliert. Sie hat zwar nicht aggressiv auf uns reagiert, ich konnte mich ganz normal an den Tisch setzen, aber sie hockte da halt mit gesenktem Kopf und zwinkerte in einer Tour. Irgendwann hörte die Beschwichtigung wieder auf und sie hat einige Zeit geschlafen ... als sie dann wach wurde war sie wieder ganz die Alte, kam auf Kommando, ließ sich bespielen und hat auch gefressen.

Irgendwann läuft bei uns scheinbar falsch - sobald sie müde ist (egal vom Spazierengehen oder Toben) wird sie scheinbar reizbar. Im Moment ist es aber so, dass sie uns oft misstrauisch von unten anschaut, wenn sie ihre Ruhe will, so als ob sie dauernd erwartet das es gleich eine Strafe gibt. Sie hat ja auch ihren Platz, wo sie ein geschütztes Körbchen hat, aber da legt sie sich eher ungerne rein - sie liegt bei der Hitze lieber direkt auf dem kühlen Boden, aber dann auch in unserer Nähe - aber da hat sie halt auch nicht ihre Ruhe, da wir uns ja auch irgendwie bewegen müssen. Sie reagiert dann zwar nicht böse, beobachtet einen aber immer ganz genau und ich bin mir sicher das sie uns anknurren würde, wenn wir uns ihr nähern.

Wie kann ich ihr diese Unsicherheit nehmen, bzw. ihr abgewöhnen? Im Moment sind wir ebenso unsicher, weil ich immer befürchte, dass so eine Situation mal eskalieren könnte - ganz zu schweigen davon was vielleicht passieren könnte, wenn sich ihr z.B. jemand nähert, der bei uns zu Gast ist. Ich will sie aber auch nicht dauernd bestrafen müssen, so baut sich dann ja nie wirkliches Vertrauen auf :( ... ich vermute, dass sie dann so k.o. ist, dass sie einfach nur Ruhe will. Sollte ich sie nach einem Spaziergang also besser dahin schicken, wo sie ihr Körbchen hat und sie nicht in unserer Nähe rumlaufen lassen, bis sie wieder fit ist? Ist dieses Verhalten bei erschöpften Hunden üblich? So wie jetzt war sie auch nicht immer, das fing erst vor einiger Zeit an.

Danke schonmal für jeden Kommentar :)

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Schieb

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Hallo!

Wenn ich das im anderen Thema richtig gelesen habe, trainiert ihr bereits mit einem Hundetrainer!?

Was hat er/sie gesagt, was ihr in dem Fall tun sollt? Habt ihr Erfolge damit?

Was mir bei Deinem Bericht auffiel, war der Schnauzengriff und das anschließende Verhalten Eures Hundes. Offenbar hat sie es als eine Art "Überfall" gewertet.

Gab es solche Situationen öfter? Kann es sein, dass sie Euch nicht einschätzen kann und vorsorglich, als Abwehrreaktion sozusagen, knurrt?

Knurrt sie bei bestimmten Situationen? Bestimmten Körperhaltungen Eurerseits?

LG Tanja

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Hallo,

ja, wir hatten das Thema auch schonmal in unserer Hundeschule, weil sie mal eine Zeitlang ihr Missfallen durch Knurren ausgedrückt hat, wenn sie abends zum letzten Gassigang nochmals rausmusste, sie aber schon gepennt hat oder wir sie hochgehoben haben um die Treppen runterzugehen. Seitdem machen wir da auf Anraten der Trainer ein kleines Ritual mit Leckerli und sie geht dann immer freiwillig. Ins Körbchen gehts danach auch immer mit dem gleichen Kommando, klappt eigentlich auch ganz gut. Ihr Ruheplatz tagsüber ist übrigens im Wohnzimmer und der Schlafplatz nachts im 1. Stock bei uns im Schlafzimmer.

Ob wir Erfolg haben kann ich schwer beurteilen - diese Spezial-Leckerlis gibts halt nur noch aus der Hand, wir haben eine Zeitlang auch nur aus der Hand gefüttert, wobei sie am Futternapf nie so reagiert hat. Ansonsten versuchen wir halt, den Hund nicht immer zu beachten wenn er was will, sondern z.B. ein Spiel selber zu beginnen und selber auch zu stoppen.

Irgendwie hat unser Hund zwei "Gesichter" ... ist sie fit und ausgeruht und wuselt in der Wohnung rum ist sie der liebste Hund überhaupt, man kann alles mit ihr machen, sie kommt auf Kommando, sie hört aus "Aus" wenn mal ein Spiel zu wild wird, aber sobald sie müde wird oder k.o. vom Spielplatz reinkommt ist sie total angespannt und beäugt uns auch total misstrauisch. Wenn man sich ihr nähert oder sie auch wenn es nur zufällig ist) berührt duckt sie sich oft weg oder hebt einen Hinterlauf wie zur Unterwerfung. Heute ging's eben dann noch einen Schritt weiter und sie hat geknurrt. Scheinbar wirkte die Strafe tatsächlich wie ein Überfall auf sie, anders kann ich mir das auch nicht erklären ... und die misstrauischen Blicke zeigen deutlich wie unsicher sie bei uns ist.

Irgendwie drehen wir uns da im Kreis, ich bin auch schon automatisch immer innerlich ganz angespannt wenn so eine Situation mal wieder kommen könnte und das merkt unsere Hündin scheinbar ziemlich schnell :(. Seit der Knurr und Strafaktion von heute ist noch mehr der Wurm drin ... wie soll ich ihr bloß klarmachen, dass ihr keine Gefahr droht wenn sie ruht? Da sie sich abends immer erst zu uns ins Wohnzimmer legt und nicht alleine im Schlafzimmer bleiben will, kann ich ja nicht anders als sie zu stören, denn alleine im Wohnzimmer kann sie nicht bleiben. Gerade hat man wieder deutlich gemerkt, dass sie uns nun noch weniger traut, denn mit dem gewohnten Kommando war sie nicht dazu zu bewegen, mit uns zu ihrem Schlafplatz zu kommen ... erst mit viel gutem Zureden und Extra Leckerli hat's dann doch geklappt ... jetzt liegt sie hinter mir und guckt mich wieder wie ein getretener Hund an :(.

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Hallo,

ist denn sicher, daß Sie nicht irgendwelche Schmerzen hat? Die ihr vieleicht nur "auffallen", wenn sie müde ist? Oder nur nach dem Spielen und Toben auftreten?

LG

Kerstin

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Grüße,

ich habe auch sofort bei lesen dieser und der alten Beiträge daran gedacht, ob mal Tierärztlich durchgecheckt worden ist, ob der Hund gesund ist?

Dies würde ich als Erstes abklären, denn wenn da etwas nicht in Ordnung ist, nützt es wenig erziehungstechnisch an die Sache ranzugehen, bevor das evtl Gesundheitliche Problem behoben wurde

gruß

sabine

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Hallo,

ich war erst vor kurzem beim Tierarzt wegen einer Tollwut-Impfe und einem abgekapseltem Zeckenbiss ... sie hat sie kurz durchgecheckt, aufgefallen ist ihr da nichts. Daran habe ich aber auch schon gedacht, aber da sie nach dem Schlaf immer ganz normal ist und keine Anzeichen von Unwohlsein oder Schmerz zeigt glaube ich nicht mehr, dass es daran liegt. Vielleicht liegts auch am extremen Klima, wenn ich sie draußen 10 Minuten bespielt habe oder sie mit einem anderen Hund herumgerannt ist, ist sie schon k.o.

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Ich weiß nicht - was mir hauptsächlich auffällt ist Eure Unsicherheit. Wie soll der Hund sich an Euch orientieren, wenn Ihr Angst habt oder unsicher reagiert? Ich habe mir nie Gedanken gemacht, ob ich an meinem schlafenden Hund vorbei gehen kann - ich tue es einfach. Will sie ihre Ruhe haben, dann kann sie in den Korb gehen - ganz einfach.

Habt ihr sie früher denn im Korb oder beim Schlafen gestört und den Ruheplatz nicht respektiert? Für mich ist es selbstverständlich, dass der schlafende Hund angesprochen wird, wenn es zur letzten Runde raus geht. So kann sie aufwachen und wird nicht abrupt durch Hochnehmen geweckt. Das kennt man doch auch beim Menschen, wenn er durch eine unerwartete Berührung geweckt wird.

Und doch was: wenn sie nach den Spaziergängen so reagiert, dann sind diese vielleicht zu lang oder zu anstrengend. Ein überforderter Hund kann so reagieren. Ändert doch da mal was....

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Seitdem wir diese Probleme haben sind wir natürlich unsicherer geworden, innerlich wartet man halt auf die nächste kritische Situation. Es ist nicht so einfach, sich da selber rauszuziehen, wenn man selber hundeunerfahren ist und man von verschiedenen Trainern, Fachleuten und Büchern immer wieder gegensätzliche Dinge zu hören und zu lesen bekommt.

Vorbeigehen ist ja kein Problem, aber dann wird man halt misstrauisch beobachtet - das Problem ist halt das sie ihren Korb nicht besonders gerne aufsucht und sich lieber auf kühle Fliesen legt. Wenn sie schläft wird sie natürlich in Ruhe gelassen und nicht permanent begrabbelt oder angesprochen. Das letzte Ereignis betraf auch nicht die Schlafphase, sondern ist direkt nach dem Reinkommen passiert.

Wir sprechen sie immer vorher an, wenn wir zur letzten Runde rausgehen ... die Spaziergänge sind auch nicht so lang, ca. 20-30 Minuten, selten länger, dafür öfter am Tag - wir wohnen direkt neben einem Park.

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Ich kann gut verstehen, dass die Unsicherheit nicht leicht zu beheben ist. Trotzdem solltet ihr da dringend dran arbeiten. Achtet z.B. mal ganz genau auf Eure Körpersprache. Wie stehe ich, wenn der Hund so reagiert - frontal oder seitlich, aufrecht, die Schultern nach hinten oder nach vorne geneigt, Blickkontakt oder eben nicht.... Interessant kann sein aufzuschreiben, wann genau und unter welchen Umständen diese Situationen auftreten. So setzt man sich nochmal bewußt mit dem Vorfall auseinander und er wird manchmal klarer. Außerdem hilft dies Eurem Trainer, der die Situationen so besser nachvollziehen kann.

Zum mißtrauischen Blick, den würde ich ignorieren.

Wenn der Korb nicht gerne aufgesucht wird, dann kann es am Standort oder am Material liegen. Fliesen bei der Hitze sind natürlich bevorzugt, aber auch dort kann ich ihr einen ruhigen Platz zuweisen. Unser Hund verzieht sich z.B. gerne unter die Treppe auf die Fliesen, da laufen wir nicht ständig dran vorbei und sie kann in Ruhe schlafen. Durch die offene Treppe kann sie Bewegungen trotzdem verfolgen. Man muss eben immer vor Ort schauen, welcher Platz geeignet wäre.

Ich wünsche Euch jedenfalls viel Erfolg.

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