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Hundeforum Der Hund
rocky

Ich bin am verzweifeln mit Teddy's Angst

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Wir haben Schützenfest, das heißt, hier spielt Musik, es wird mit einer Kanone geschossen, der Schützenkönig wird durch "Vogelschießen" ermittelt und wir haben das Elspe Festival im Dorf (Karl-May Festspiele).

Gestern Abend habe ich im Chat schon mit Anita/Karl darüber "gesprochen".

Teddy hat vor JEDEM lauterem Geräusch Angst und steigert sich darein.

Also habe ich heute wie Anita mir geraten hat ein Buch und eine Kanne mit Kaffee gepackt und habe mich nahe des Elspe- Festival "Spektakel" auf eine Bank gesetzt. Lärm von morgens um 10 bis Nachmittags um 5.

Gegen Mittag bin ich los, langsam im "Schritt" , naja was man so Schritt nenne kann, Teddy hat auf fast jedem Weg schon irgendein Lautes Geräusch mitbekommen und will dann da nicht mehr her. Besonders schlimm ist es jetzt nach den Gewittern in die wir meistens Nachmittags gekommen sind.

Also habe ich den größten Teil des Weges Teddy hinter mit herziehen müssen, kein locken, kein noch so leckeres Leckerchen hilft, er dreht den Kopf weg.

Auf "meiner" Bank angekommen habe ich mein Buch und Kaffee ausgepackt, Teddy an die Bank angebunden und gut.

Das erste was Teddy macht ist ein Loch graben und sich reinlegen, schön unter der Bank im Schatten. Er liegt da und hechelt ganz normal wie nach einem normalen Spaziergang.

Es wird geschossen und Explosionen folgen und von meinem Hund unter der Bank keine Reaktion. Da habe ich mir gedacht, oh gut so schlimm ist es dann doch nicht. Als das Spiel vorbei war wollte ich mich wieder auf dem Heimweg machen.

Hat schon mal jemand versucht nen Hund unter einer Bank wegzuziehen?

Als ich ihn endlich auf dem Weg hatte wollte er nicht mit in Richtung nach Hause, stemmt alle 4 Pfoten in die Erde und bleibt da stehen. Nichts zu machen.

Normal läuft er mir ohne Leine sofort hinterher, also habe ich die Leine fallen lassen und bin weiter, Teddy legt sich hin und bellt. Ich hab ihn gerufen aber nichts er blieb liegen. Dann habe ich mich hinter einem Busch versteckt, das hilft immer er sieht mich nicht also kommt er und sucht mich.

Diesmal kam er NICHT, kein Bellen mehr, nichts. Nach 10 Minuten bin ich zurück und kein Teddy zu sehen, diesmal hat er sich versteckt....... in einem Wacholderbusch, mittendrin.

Rauslocken..... Fehlanzeige, raus ziehen und Leine umgehangen, Teddy hinter mir hergezogen.

Mittlerweile hatte es angefangen zu Regnen und da erst besann sich der Herr neben mir her zu laufen. Pipi machen nur ganz kurz und ohne Bein zu heben.

Er lässt sich nicht ansprechen trägt den Kopf runter, Rute eingeklemmt. Wenn er ganz "mutig"

ist zieht er los wie ein "Panzer" oder eben er lässt sich von mir ziehen. Kein zureden, nicht mal sein heiß geliebtes Bällchen kann ihn dann ablenken.

Ab Mittwoch wird es wieder ruhiger werden dann ist auch das Private Nachfeiern vorbei von Schützenfest, es bleibt dann NUR noch das Elspe-Festival bis ende August und seine verhassten Gewitter.

Was kann ich machen um ihm diese Angst zu nehmen oder wenigstens zu mindern?

Mir gehen so langsam die Wege aus die ich gehen kann wo noch nichts vorgefallen ist. Ich kann doch nicht jedes Brett was irgendwo umfällt auffangen die Autofahrer bitten ihre Autos zu schieben weil sie beim Schalten andere Geräusche machen oder mit dem "Wettergott" reden bitte jetzt kein Gewitter ich bin mit Teddy raus.

Wo anders hinfahren kann ICH nicht weil ich kein Auto habe........

Ich danke Euch fürs Ohr leihen.

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Ach, Birgit, Du Arme!! *dickeknuddelsrüberschick* :knuddel :knuddel

Tipps habe ich leider keine! :(

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Hallo Birgit, das kenne ich auch. Bei mir bzw. Lukas ist das Problem das in der Nähe ein Schützenverein ansässig ist. Wenn die zugange sind, hab ich das selbe Szenario wie Du mit Teddy heute.

Er hat es nicht auch zufällig mit der Schilddrüse? Das ist bei Lukas der Grund aus dem er solche Angst hat. Inzwischen hab ich genau soweit, das er gegenüber vom Haus auf den Grünstreifen pinkelt, auch ohne das Bein zu heben. Aber danach will er sofort wieder nach Hause.

Bis vor kurzem hatte ich so ein DAP Halsband, das strömt Hormone aus die den Hund ein bisschen beruhigen. Das hilft ein bisschen. Wenn Du Interesse daran hast, Dein Tierarzt kann Dich da sicher beraten und Dir auch eins verkaufen.

Ich weiß ja nun nicht ob Dein Teddy auch SD Unterfunktion hat, bei Lukas weiß ich es und bin inzwischen zu dem Schluss gekommen, das ich da erzieherisch nicht viel machen kann, weil der Grund für seine Angst ja organische Ursachen hat.

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Hat er nur bei Knall geräuschen angst oder bei jedem lauten Geräusch?

Geräuschempfindlichkeit kann ein Anzeichen von SDU sein.

Wenn es nur Knallgeräusche sind ,dann würde ich mal folgendes probieren.

Die nimmst eine Spielzeugpistole so eine mit Zündplättchen.

Nimm sie in die Hand so das Teggy sie sieht und streichele sie und sprich mit ihr ganz lieb ,so wie mit Teddy wenn er besonders lieb ist.

Dann wenn er sich interessiert was du da hast. nimmst du sein absolutes Lieblingsleckerchen in die Faust und feuerst einmal in die Lft ab und lässt gleichzeitig das Lecker fallen.

Das übst du in ruhigen Zeiten solange bis er wenn es knallt angerannt kommt um sein Lecker zu kriegen.

L.G.

Wotan

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Aber Elvira...

Ich denke ein Hund, der SO panisch auf Knallgeräusche ragiert sollte nicht DIREKT neben Frauchen sitzen, wenn sie es knallen lässt...

Da kann ne Menge Vertrauen verloren gehen...

Mein erster Hund war nicht schussfest.

Ich habe auch mit einer Spielzeigpistole trainiert- allerdings ganz am Anfang in ca. 30m Entfernung...

Und Vango hat nicht so heftig reagiert wie Teddy...

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Ui...da hast Du ja wirklich ein scheinbar noch empfindlicheren Hund als meine :(

Aktuell laborieren war ja gerade an unserem Fliegenproblem - mal besser mal schlechter, es gab Tage das war es gut - es gibt Tage da ist es weniger gut.

Ich versuche nicht auf ihr Getue zu achten, allerdings stemt sie auch nicht alle Viere in den Boden...

Kimba unsere Goldie Dame war da ganz ähnlich wie Deiner, sie hatte panische Angst vor Heißluftballons und reagierte genauso.

Ich habe meinen Spaziergang einfach weiter fortgesetzt - habe ihrer Angst keine Beachtung geschenkt, dafür aber jede Kontaktaufnahme zu mir gefeiert.

Ich muss aber sagen, das ich zu Kimba nicht sooo eine intensive Bindung hatte wie zu Danu, cool zu bleiben viel mir bei ihr sehr viel einfacher.

Cool bleiben dabei ist das schwerste wie ich finden, ich bin einfach bei Danu viel zu sehr emotional und das merkt auch sie.

Vielleicht versuchst Du zur Unterstützung mal eine gezielt ausgesuchte Bachblütenmischung, oder auch Homöopathie, aber wirklich nur zu Unterstützung, denn das Training kann es nicht ersetzen!

Ich drücke Dir ganz feste die Daumen das ihr das schaffen werdet...und ihr schafft das :kuss:

LG Steffi und Danu

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Hallo Birgit,

Mensch, das ist ja Echt Nicht gut gelaufen....

Hast Du es schon Mal mit dem DAP-Halsband versucht, das ist das Gleiche, wie der DAP Stecker für zu Hause.

Nur das das Halsband für zu Hause und Draußen ist.....gibts beim TA.

Vielleicht auch noch Rescue-Tropfen.

Mehr fällt mir Nicht ein im Moment....

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Doch Tina gerade weil er neben Frauchen sitzt und ihr vertraut,deswegen ist der liebevolle Umgang mit dem Knallgerät so wichtig.

Was glaubst du wie oft ich schon den Wassersauger hier gestreichelt habe und aus dem Rohr Leckerchen kugelten und wieviel Mültonnen draussen von mir gestreichelt und besprochen werden damit sie das Leckechen hergeben welches sie verstecken ,die gemeinen.

Haltet mich für bekloppt oder nicht

Wenn hier Welpen sind dann regnet es bei Gewitter Hackfleischkügelchen und Frauchen ist total entspannt und glücklich. Blitze werden begeistert angeguckt.

Tage vor Silvester zündet mein Sohn Kracher und ich schmeisse Rinderknochen usw.

Bis jetzt hat noch jeder Hund hier die Angst vor Lauten und Knallenden Geräuschen verloren.

Es ist ein Trugschluss zu glauben ,das man mit Konfrontation das Vertrauen des Hundes verliert.

Teddy hat Angst weil es knallt und Birgit versucht dem Geräuschpegel soweit wie möglich aus dem Weg zu gehen.

Das Gehür des Hundes signalisiert ihm das sie sich vom Geräusch ,ergo sie flieht davor also ist es besser Angst zu haben.

L.G.

Wotan

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Scheinbar vertraut Teddy Birgit aber nicht in solchen Situationen- sonst würde er sich nicht verkriechen...

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Hunde in so einer Situation sind in einem Ausnahmezustand und wie in einem Tunnel! Da kann man als Mensch nicht mehr einwirken.

Meine Hündin Apaly entwickelte auch panische Ängste, ist mir zweimal unterwegs ausgerissen, so schnell konnte ich weder gucken, noch reagieren, wie sie weg war. Da half alles nichts. So ein Verhalten ist mir in 19 Jahren bei meinen Rüden noch nie unter gekommen. Ihre Schwester reagiert aber genauso :Oo

Folglich kam sie an die kurze! Leine, denn ich spürte, sobald mich Apaly in solchen ihr Angst versetzenden Situationen sofort spürt, entspannt sie sich wesentlich schneller.

Von einer THP bekam ich gesagt, daß sie ein Stoffwechselproblem hätte????, sie bekam dann ein Mittel, ebenso auf ihren Zustand BB, geholfen hat alles nichts. Ich merke nur, daß sie, seitdem sie an der Leine läuft, wesentlich entspannter reagiert, inzwischen "getraut" sie sich sogar schon wieder an der langen Leine zu laufen. Selbst das Dummytraining konnte ich wieder mit ihr aufnehmen, was vorher nicht mehr möglich war.

Ach ja, wir hatten sogar eine Geräusche-CD hier, die ging Apaly am Hintern vorbei, wir spielten nebenbei mit ihrem Ball :D , denn die Geräusche sind nicht naturidentisch und ein Puli nicht dumm.

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