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Der 1. Baustein: Die Motivation

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Hier könnt ihr eure Meinungen, Fragen und Anregungen zum

1. Baustein: Die Motivation posten.

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Hallo Anita,

du kannst dich sicherlich erinnern, dass ich nach dem Lesen deiner Homepage bereits etwas eingeschüchtert war....

Folgende Ansprüche finde ich fast unmöglich, sie immer zu erfüllen:

a.) Physiologische Grundbedürfnisse - nie krank sein?

b.) Sicherheit - ok, ich kann mich nicht erinnern wirklich mal Todesangst gehabt zu haben.... Angst um das Leben anderer kenne ich allerdings.

c.) Soziale Beziehungen- gibt es Menschen die nie Streit oder Stress haben?

d.) Soziale Anerkennung- gibt es nicht bei jeden Menschen Situationen in denen er sich mal überfordet fühlt?

e.) Selbstverwirklichung- Muss nicht jeder in seinen Leben Dinge tun, die er nicht so gerne macht?

Jetzt schreibst du: "Sind diese Bedürfnisse nicht, oder nur zum Teil befriedigt....." ups... Diesen Anspruch kann ich mit Sicherheit nicht täglich erfüllen.... und ganz ehrlich ich kenne auch keinen Menschen der das kann.

Bei mir gibt es Tage, da bin ich weder krank, noch gestresst, mach nur Sachen die ich toll finde..... Aber ich bin auch mal krank, mache mir Sorgen um meine Kinder, muss mein Auto aussaugen (Höchstsstrafe)....

Vielleicht habe ich den Text (ohwohl 4-mal gelesen), bevor ich diesen Beitrag geschrieben habe , auch nicht richtig verstanden oder etwas wichtiges überlesen. Aber für mich, ist dieser Anspruch, den ich erlese und von dem ich weiß, dass ich ihn nicht täglich erfüllen kann, eher demotivierend.

Ich hoffe mal, du und das HTS Team betrachtet mich jetzt nicht als hoffnungslosen Fall..... aber ich bin mal wieder etwas eingeschüchtert......

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Ich hoffe, das ist so zu verstehen, dass ich nur mit meinem Hund "arbeiten" soll, wenn ich die Bedingungen erfülle.

Denn so kannte ich das bisher.

Wenn ich Stress habe, kann ich nicht wirklich ruhig mit dem Hund trainieren, dann habe ich nicht genug Geduld, werde schnell ungerecht. Also gehe ich nur spazieren, spiele vielleicht noch etwas mit ihm...

Wenn ich krank bin, habe ich erst recht nicht genug Ausdauer...

Wenn ich mir um jemanden Sorgen mache oder mich mit irgendwas anderem "geistig" beschäftige, bin ich nicht in der Lage, ausreichend auf meinen Hund zu achten und ihn rechtzeitig zu loben, zu korrigieren, mit ihm ordentlich zu kommunizieren...

Und auch mal eben noch schnell zwischendurch, weil ich ja sonst mein Pensum nicht schaffe, bringt gar nichts außer Unruhe und Frust.

Wenn die Bedingungen nicht stimmen, lasse ich das Training. Dann gehe ich kurz oder auch länger Gassi und fertig. :)

Oder habe ich da jetzt was falsch verstanden? Dann hätte ich allerdings auch arge Probleme, die Hunde jemals "ordentlich" zu führen.

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Also ich verstehe es so, dass das das Ideal ist, welches erstrebenswert ist. Anita schreibt:

Wenn Du an diesem Baustein arbeitest, dann übernimmst Du Verantwortung. Zunächst einmal für Dich selbst und dann für Ihren Hund.

Das "an-sich-arbeiten", das Überdenken vieler Dinge und Umstände macht einen ja bewußter und sich selbst gegenüber aufmerksamer.

Alle Punkte gleichzeitig zu erfüllen ist wohl kaum möglich, aber die Punkte, die man nicht erfüllt kann man ja "bearbeiten", überdenken und sich damit auseinandersetzen. Das ist doch ein Zeichen von Verantwortung für sich selbst übernehmen....

Ich sehe das nicht so dramatisch.....genauso wie man die genetischen Veranlagungen der einzelnen Rassen berücksichtigen muß im Umgang mit den Hunden, kann man sich nicht innerlich völlig gegen die eigene Natur verbiegen und Drahtseilakte hinlegen.....aber wenn man sich hinterfragt und dann am Ball bleibt und für sich selber weiß, dass diese und jene eigene Veranlagung so gut ist für einen selber, kommt auch eine innere Harmonie zustande, die einen dann zur intrinsischen Motivation befähigt.

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Hallo Katja!

Überlege mal, warum Dich die Dinge auf der Homepage und die Voraussetzungen im Text so einschüchtern.

Mich würden sie auch einschüchtern, wenn ich mit dem Anspruch eines Perfektionisten dran gehen würde.

Aber das ist garnicht Sinn der Sache. Man soll sich nur darüber bewusst sein, dass wenn man nach Stress bei der Arbeit, Streit mit dem Ehemann oder 40 Grad Fieber meint noch schnell auf den Hundeplatz hetzten zu können oder vom Hund perfekten Gehorsam verlangt, dass man dann Schiffbruch erleiden wird.

Weisst Du was ich meine? Es hat einfach Konsequenzen im Verhalten des Hundes, wenn meine Grundbedürfnisse nicht erfüllt sind. Weil ich dann eben nicht zu 100% beim Hund bin. Das aber wiederum erwartet mein Hund von mir.

Das können sicher viele hier nachvollziehen und kennen das. Bin ich vollkonzentriert klappt es auch mit dem Hund sehr gut. Bin ich unkonzentriert oder ablenkt dann nicht mehr.

Aber ich kann Euch beruhigen. Es ist nur für die Grundausbildung (und Verhaltenskorrektur) wirklich wichtig möglichst "da" zu sein. Nach einem Jahr Arbeit, wirkt sich nicht mehr jede Unachtsamkeit oder jeder schlechte Umstand so massiv auf den Hund aus.

Es kommt auch immer auch das Alter und das "Fehlverhalten" des Hundes an, ob und wie sehr ich gefordert bin.

Und bis dahin gilt: Risikoeinschätzung und Fehlervermeidung. Wenn Du nicht gut drauf bist meide Konfrontationen und sichere Deinen Hund über die Leine.

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Hallo Anita,

da hast du mir was zum nachdenken gegeben..... ich ein Perfektionist.......???????????

Ehrlich gesagt, habe ich mich bisher so nicht gesehen....

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@Katja, verstehst du denn jetzt diesen Baustein anders oder ist es dir immer noch unklar?

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Hallo Sabine,

ja......

Mein Problem ist teilweise, dass die Aussagen sehr "absolut" sind, was mich manchmal verunsichert. So geht es auch anderen. Siehe den Beitrag von Marion zum 2. Baustein.

Ich denke, das du und Renate und alle anderen die Anita kennen oder schon mit ihr gesprochen haben, es da leichter haben.

Aber bitte nicht falsch verstehen. Ich finde den News Blog sehr interessant und bin Anita und dem HTS Team sowie Mark sehr dankbar, dass ich das hier lesen darf.

Ich glaube auch, das jeder merkt, das ich mich (trotz aller positiven Aufregung) sehr über den neuen Weg den ich mit Nelly gehen will (zum Teil schon gehe) freue.

Aber da ich ein bißchen im Nachteil bin (da ich noch nicht mit Anita gesprochen habe) und ich mich aber gewissenhaft vorbereiten will, werden wenn ich den 2. Baustein (auch 4-mal) gelesen habe, von mir mit Sicherheit noch ein paar dieser Fragen auf euch zukommen.

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Hallo Katja!

Fühle Dich nicht missverstanden! Genau dazu ist diese Diskussionmöglichkeit erschaffen worden, damit solche Nachfragen und Anmerkungen kommen!!

Und VIELEN DANK für den Hinweis über die "Endgültigkeit" meiner Aussagen.

Das war schon immer ein grosses Mancko von mir. Ich schreibe wie ich spreche und ich spreche als sei das Gesagte ein Felsen, an dem man nicht vorbeikommt.

Da hast Du völlig RECHT!

In den nächsten Beiträgen werde ich versuchen Deinen Hinweis umzustetzen.

Sinn und Zweck ist es hier immer wieder nachfragen zu können, und man kann und sollte auch 10 Mal sagen: Ich habe es nicht verstanden. Ich werde dann versuchen es zu erklären. Wenn viele etwas auch nach 10 Mal erklären nicht verstehen, dann habe ich einen Fehler gemacht und muss verständlicher schreiben.

Katja, Kopf hoch! Ohne Menschen wie Dich können Menschen wie ich nicht wachsen!

Der Fehler liegt nicht bei Dir sondern bei mir. Im Seminar habe ich die Möglichkeit vorher zu sagen: Ich klinge immer so absolut und entgültig, aber ich meine es nicht so. Im Text ist das schwieriger. Aber ich arbeite an mir!

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Als ehemaliger Leistungssportler und Jugendtrainer möchte ich mal einiges zu diesem Baustein sagen. Bitte versteht es nicht so, als sei es der Weißheit letzter schluss. auch ich schreibe wie ich spreche und möchte nur aus meiner sichtweise und meinen erfahrungen berichten.

Eigentlich fängt die Motivation bei der Selbsterkennung an. Manche Menschen können sich nicht selber erkennen, manche wollen sich nicht erkennen und das aus Angst.

Wie erkenne ich mich denn selber?

Als erstes würde ich mal mit meheren Bekannten Profilfotos machen (den Kopf von der Seite als Schatten).

Dann setzt ihr euch mal mit allen zusammen und jeder soll zu den Profilen schreiben was er denkt, aber keiner weis wer es ist.

Stellt Euch gegenseitig fragen nach Vorlieben:

Blumen, Tiere, Musik, Autos, Film, Menschen, Persönlichkeiten etc.

Wertet diese aus und schreibt auf, was diese Vorlieben charakterlich darstellen.

Das wichtigste ist dabei, seit 1000% ehrlich, sonst hat alles keinen Wert.

Ihr werdet teilweise sehr überrascht sein, was für ein Mensch ihr seit.

Hier fängt für mich die Motivation des Eigens an, denn man muss seine Schwächen genauso annehmen wie die Stärken und diese dann nach außen tragen. Genauso muss man seinen Gegenüber und auch in unserem Fall den Hund betrachten.

Motivation und das menschliche Selbstbewusstsein gehören eng zusammen. Hat man ein starkes Selbstbewustsein motiviert man sich leichter und schneller und umgekehrt. Doch beide Charaktere haben was gemeinsam, das Ziel.

Um dieses Ziel zu erreichen braucht man wiederum Willen. Um einen solchen Willen zu entwickeln muss man aber wiederum bereit sein sich selber ehrlich, ohne Angst zu erkennen und zu akzeptieren. Was kann ich, wieviel kann ich und wo muss ich aufhören? Dazu gehört auch sehr viel Mut und wir sind wieder beim Selbstbewusstsein.

Man sieht also, es dreht sich immer wieder um dieselben Merkmale.

Und genau diese Merkmale spüren Mensch sowie Hund und diese werden uns je nach dem, wie wir diese Merkmale nach außen tragen gegenüberstehen.

Die ehrlichen Eigenerkenntnisse wie sie hier in den Punkten beschrieben sind kann nur jeder selbst mit Fragen, die nur jeder selbst beantworten kann auflösen.

zu a:

Wie sehr oder lange kann ich hungrig sein bevor ich eine negative Reaktion zeige?

Wie belastbar und robust bin ich?

zu b:

Wie groß ist die Angst sich selber zu erkennen und auch mit seinen negativen Merkmalen nach außen positiv zu wirken?

zu c:

Wieviel Geduld, Einfühlvermögen, Interesse und Akzeptanz kann ich mir und meinem Gegenüber aufbringen und bis wohin bleibe ich dabei souverän?

zu d:

Wann bin ich unter- oder überfordert?

zu e:

Mit dem Ergebniss der Antworten zu a - d Schritt für Schritt und ohne Angst das Ziel erreichen.

Und so wird man auch Verunsicherung los, betrachtet einiges ganz anders und Selbstzweifel werden besiegt.

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