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polar-chat.de  Der Hund
angsthase

Hilfe, Problem mit Zweithund!

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hallo.

also, wir haben uns am montag einen zweiten hund vom tierheim geholt. wir nahmen unseren hund mit, damit er sich seinen neuen freund selbst aussuchen kann. tja das hat ganz gut funktioniert, denn der hund mochte ihn auch. wir haben gesagt, wir probieren es mal aus und hoffen, dass es funtkioniert. :D zu hause war sie am ersten tag noch etwas schüchtern, aber gestern waren mein schatz und ich a wengl ratlos bei ihrem verhalten. jedes mal, wenn wir unseren ersten hund streicheln wollten, drängte sie sich dazwischen. sie hat ihn mit knurren von seinem schlafplatz verjagt und als wir am abend auf der couch lagen (hunde liegen bei uns unten neben der couch) hat sie ihn auch von dort vertrieben und wollte ihn nicht mehr zu uns lassen. der erste hund räumt immer das feld, wenn sie ihn anknurrt, doch wir haben gemerkt, dass ihn das gewaltig stört, und er sogar darunter leidet (er tritt mehr in den hintergrund auch beim spielen und wenn sie ihn anknurrt, lässt er schwanz und ohren hängen und geht). :( das komische ist, sie spielen miteinander und man merkt, dass es ihnen freude macht, aber sobald jemand von uns (mein schatz oder ich) zu den hunden hin geht, will sie alle aufmerksamkeit haben und verdrängt ihn. sie bekommt viel aufmerksamkeit, damit sie sich eingewöhnen kann, doch irgendwas scheinen wir falsch zu machen. kann mir jemand helfen? könnte den 2. hund nur schweren herzens wieder ins tierheim geben. aber ich möchte auch nicht, dass der erste hund darunter leidet. hat jemand einen rat? wäre sehr dankbar.

achja, die vorgeschichte vom 2. hund kennen wir nicht wirklich. es hat geheißen ein paar brachte ihn, weil sie sich trennen und keiner den hund alleine halten kann. wir haben aber gemerkt, dass sie, wenn man mit ihr redet, egal ob in einer netten tonart oder ob man schimpft, sie weiß nicht, was du willst und lässt alles hängen. selbst wenn man sie lobt, ist sie sehr unsicher. sie lässt auch immer die ohren hängen, wenn sie einer von uns ansieht und mit ihr spricht. kommandos kann sie auch keine und ist jetzt etwas über ein jahr alt. wir glauben, dass sie es nicht einfach hatte und die ersten besitzer nicht wirklich was mit dem hund gemacht haben.

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Ich kann mir gut vorstellen, dass das Paar sich viel gestritten hat und der Hund dann mehr und mehr zur Nebensache wurde. Erziehung hat sie dadurch wahrscheinlich überhaupt keine, oder so gut wie keine, erfahren. Wahrscheinlich sollte sie der Rettungsanker für die Beziehung sein, was dann auch nicht funktionierte.

Ihr müsst ihr genau zeigen, wer der Chef im Rudel ist und eine ganz klare Linie rein bringen. Den anderen Hund vertreiben und anknurren ist nicht. Da müsst ihr mit einem energische "nein" eingreifen.

Wichtig ist, die Kommandos in tiefen, kurzen Wörtern und die Lobs in hohen langgezogenen Wörtern auszusprechen. So kann sie bald unterscheiden, was richtig ist und was falsch.

Im Prinzip müsst ihr bei Null anfangen. Wenns gar zu schlimm wird sucht am Besten einen guten Hundetrainer.

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... sie bekommt viel aufmerksamkeit, damit sie sich eingewöhnen kann, doch irgendwas scheinen wir falsch zu machen.

Hallo angsthase,

weniger ist oft mehr ;) wichtig ist vor allem Konzequenz!

Und die "Eifersüchtelei" gegenüber eurem Ersthund solltet ihr SOFORT unterbinden. Ansonsten hat Cimbria schon alles gesagt.

Gruß

Andrea

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Hallo,

Euer Problem hatten wir anfangs auch, als Bonny eingezogen ist. Sie knurrte unseren Rüden zwar nicht an, aber drängelte sich überall dazwischen und verteilte "Luftbisse", so dass Charlie immer im Hintergrund stand.

Da ist Euer Eingreifen gefragt. Auch die Rangfolge muss unbedingt beachtet werden. Sprich, der "alte" Hund wird zuerst begrüßt, bekommt zuerst sein Futter, Aufmerksamkeit usw.

Wenn der "neue" Hund sich dazwischen drängt, gehört er verwiesen und ignoriert, der "alte Hund" gestreichelt. Anschließend ist es dann völlig ok, den neuen Hund zu rufen und ihm Aufmerksamkeit zu schenken. ABER: Zu dem Zeitpunkt, wann Ihr es für richtig haltet. Er muss lernen, dass nicht er entscheidet. Und auf jeden Fall dürft Ihr den Ersthund nicht zurückstellen. Er muss "Nr. 1" bleiben.

Das dauerte bei uns knapp eine Woche und dann war Schluss damit. Heute sind beide ein eingespieltes Team und kommen sehr gut miteinander aus. Es gibt keinen Futterneid, es wird untereinander kein Futter gestohlen. Auch bei Spielzeug usw. ist alles geklärt.

Es ist ein völlig normales Verhalten, was sich recht gut in den Griff bekommen lässt.

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das mit den kommandos machen wir eh, bei befehlen kurz ausgesprochene wörter und bei lob langgezogene. das wird sicher nur a bissi dauern, denn ich glaube sie begreift schnell.

nur das mit dem anknurren ist halt das problem. wir haben zu ihr dann jedesmal "nein" gesagt und unseren ersten hund wieder hergeholt, damit sie sieht, es geht auch so, dass beide bei uns sind. sie hat das aber nicht akzeptiert und nach kurzer zeit wieder geknurrt.

kann es sein, dass manche hunde mit einem zweithund einfach nicht können? wir haben beschlossen alles zu versuchen damit es klappt, aber sie ist halt ein echter problemfall. jemand (ein bekannter) hat uns gesagt, dass sie als einzelhund vielleicht besser aufgehoben wäre, wo sie die aufmerksamkeit bekommt, die sie braucht bzw. verdient. könnte das stimmen?

mal sehen ob es besser wird, ich hoffe es.

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wir haben zu ihr dann jedesmal "nein" gesagt und unseren ersten hund wieder hergeholt, damit sie sieht, es geht auch so, dass beide bei uns sind. sie hat das aber nicht akzeptiert und nach kurzer zeit wieder geknurrt.

Dann müsst ihr das solange machen, bis sie Ruhe gibt. Nicht sie hat das Kommando, sondern du! Auch wenns 20x hintereinander ist. Ganz egal. Wenn du bestimmst, dass Hund Nr.1 zu dir soll, dann ist das eben so und muss von Hund Nr.2 akzeptiert werden.

Ich würde mal nicht die Flinte ins Korn werfen, nur weil jemand sagt, das das nicht funktioniert. Dem würde ich beweisen wollen, dass es funktioniert.

Bedenke mal: sie ist erst ein paar Tage bei euch. Da kann man noch gar nichts sagen wie sie sich einleben wird. Sie muss bestimmte Regeln, die sie offenbar nie gelernt hat, erst lernen. Mit viel Geduld und Spucke wird sie das bestimmt lernen.

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Hallo,

ich stimme dem zu, was die anderen schon gesagt haben.

Wichtig ist, dass der Ersthund nach wie vor als Ersthund behandelt wird. Wie schon beschrieben, alles was gemacht wird, zuerst der "Alte". Fressen, Training, Spielen, Kraulen etc. Damit sieht er, dass er nach wie vor für Euch die Nummer 1 ist.

Wie die beiden später die Rangordnung untereinander klären, ist momentan nicht relevant.

Ich glaube bald, es ist eine Macke der Zweithund, die erste Geige spielen zu wollen.

War bei uns nicht anders.

Kennt der "Neue" überhaupt das Kommando NEIN?

Schicke ihn grundsätzlich weg, wenn er versucht, sich zwischen Euch und dem Alten zu drängen.

Und nicht zuviel um die Neue kümmern, denn damit bestätigst Du sie nur in ihrem Verhalten, den Alten in die Ecke zu drängen.

Das wird schon.

Warte mal etwas ab, bis die Eingewöhnungszeit vorüber ist.

Halte uns mal auf dem Laufenden

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Hallo,

mich würde noch mal interessieren, weil Ihr ja schon von einem "Problem" schreibt, wie lange habt ihr den Zweithund denn schon???

Wie gesagt, solch ein Verhalten ist völlig normal und stellt sich erfahrungsgemäß nach einiger Zeit ein, wenn Ihr daran arbeitet.

Bei Charlie und Bonny war es knapp eine Woche. Als Carla damals bei uns einzog und Charlie noch ziemlich jung, übernahm sie natürlich die Führung. Auch war Carla ziemlich dominant und sagte ihm schon mal die Meinung. Aber im großen und ganzen war auch dies kein Problem. Ich musste nur beim Füttern ab und an mal ein Auge auf die beiden werfen.

Es hört sich in Eurem Beitrag so an, als hättet Ihr schon mit dem Gedanken gespielt, den TH-Hund wieder abzugeben!? Lasst den beiden Zeit, sich aneinander zugewöhnen. Achtet auf die Rangfolge und verteilt die Streicheleinheiten gerecht und stellt den Ersthund auf keinen Fall zurück.

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