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polar-chat.de  Der Hund
cirrus

Grundgehorsam Reihenfolge

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Hallo,

da ich mich mit einem Hund aus dem Tierheim nicht nur Spazieren gehe, sondern den Hund auch ein bißchen fordern möchte, habe ich begonnen am Grundgehorsam zu arbeiten.

Dabei würde mich interessieren, ob es irgendeine Reihenfolge gibt, die man einhalten sollte, weil ggf. bestimmte Dinge aufeinander aufbauen?

Welcher Reihenfolge seid ihr nachgegangen?

Hier mal unser Zwischenstand :D

Sitz und Hier macht Henri inzwischen aus dem Eff Eff, Platz ist noch verbesserungsbedürftig. Bleib will noch so gar nicht hinhauen, und Fuß will ich jetzt anfangen.

Gruß

Axel

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(bearbeitet)

Wir haben es in folgender Reihenfolge gemacht:

- guck / mind. 20 mal am Tag, mache ich heute noch

- komm / später hier

- Sitz

- Platz

- Bleib

- Fuß

- im Sitz bleiben

- im Platz bleiben

- Platz auf Entfernung

- Sitz auf Entfernung

Wenn Du Handsignale mit einsetzt, dann sei eisern und verwände immer dieselben für dieselbe Übung.

Bei Übungen die nicht klappen gehe nicht zu weit weg von deinem Hund (2 - 3 Schritte) und beobachte deinen Körper und deine Stimme. Sei nicht forsch und halte deinen Körper aufrecht. Wenn Du dich über deinen Hund beugst hat er angst und wir nie zu dir ganz rankommen, jedenfalls nicht gerne.

Arbeite nicht zulange immer nur ein paar Minuten und baue dann die Zeiten und die Schwierigkeit der Übungen aus.

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Also erst mal möchte ich Dir sagen, daß ich das klasse finde, was Du da machts. Einfach schon mal die Tatsache, daß Du mit dem Hund gehst und dann auch noch mit ihm zu arbeiten. Toll!

Bei uns in der Hundeschule beginnen wir imit allen Neuen mmer mit der Leinenführigkeit. Das heißt es wird niemals an der Leine gezogen. Wo der Hund geht, ist gar nicht so wichtig, aber bestätigen sollen die Übenden den Hund immer dann, wenn er sie ansieht und gerade schön links auf Fußhöhe geht. Sobald die Leine sich spannt, wird in die entgegengesetzte Richtung gegangen. Der Hund wird nur beachtet, wenn er so läuft, wie es mir gefällt. Das ist für mich das A & O eines entspannten Gehens, daß der Hund nicht zieht.

Sitz ist auch nett, sie machen es aber meist eh gerne, weil alle Hunde gut gefunden werden, die sitzen, wenns ein Leckerli gibt...

Bleib ist oft bei Tierheimhunden schwierig, da sie Trennungen doof finden. Würde ich nicht unbedingt so wichtig nehmen.

Vermutlich gibts Du dem Hund am meisten, wenn Du mit ihm sehr viel Spielerisch machst. Toben, raufen, knuddeln, kommunizieren. Das ist das, woran es ihm am meisten fehlen dürfte. Aus dem Spiel heraus kannst Du auch ganz prima die Positionen wie Sitz, Platz und Steh abfordern, ohne daß der Hund sich gefordert fühlt.

Hierzu hab ich an anderer Stelle ganz viel geschrieben, vielleicht kannst Du ja damit was anfangen:

http://www.polar-chat.de/topic_2037.html

Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine, daß Du in dieser kurzen Zeit, in der Du dem Hund den Tierheimalltag versüßen möchtest, einfach mit ihm Spaß hast und trotzdem ganz viel für seine zukünftige Ausbildung oder sein Vertrauen zu Menschen tun kannst.

Viel Spaß und Erfolg

Anja und Bärenkind

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Hallo!

Finde es super, dass du so viel Zeit in einen Tierheimhund investierst. :respekt:

Ich würde eigentlich genauso anfangen wie Bärenkind. Dann eben so weiter machen wie odi geschrieben hat.

Ich wünsche dir noch ganz viel Spaß mit dem Hund und wünsche dir auch ganz viel Erfolg beim weiteren erziehen.

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Hi,

da hat Bärenkind den Nagel ja auf den Kopf getroffen. :respekt:

Leinenführigkeit ist nämlich auch nicht so prall. Wird zwar schon besser, aber wirklich daran gearbeitet habe ich nicht.

Aus dem Spiel heraus betsimmte Dinge abfordern, ja das hab ich auch schon gemerkt, daß damit vieles leichter geht. Denn erst als es um sein heiß geliebtes Spielzeug ging, hat er von sich aus Platz gemacht - für ein Leckerli hat er das nicht getan. :o

Bzw. er wusste da wohl noch nicht was ich von ihm überhaupt wollte.

Vielen Dank für die Tips. :prost:

Gruß

Axel

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Danke, da freu ich mich sehr, wenn ich Dir etwas helfen konnte! Manchmal sieht man selbst einfach nur vor lauter Bäumen den Wald nicht...

Gruß Anja

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...

Bei uns in der Hundeschule beginnen wir imit allen Neuen mmer mit der Leinenführigkeit. Das heißt es wird niemals an der Leine gezogen. Wo der Hund geht, ist gar nicht so wichtig, aber bestätigen sollen die Übenden den Hund immer dann, wenn er sie ansieht und gerade schön links auf Fußhöhe geht. Sobald die Leine sich spannt, wird in die entgegengesetzte Richtung gegangen. Der Hund wird nur beachtet, wenn er so läuft, wie es mir gefällt. Das ist für mich das A & O eines entspannten Gehens, daß der Hund nicht zieht.

...

Viel Spaß und Erfolg

Anja und Bärenkind

Sollte man eine bestimmte Leine verwenden? :???

Ich verwende normalerweise eine 2-Meter-Leine.

Werde heute mal mit der Leinenführigkeit beginnen. Mal sehen, was Henri davon hält ständig die Richtung ändern zu müssen :D

Gruß

Axel

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Die Leine ist eigentlich nicht so wichtig. Ich glaube, ich habe auch eine 2-m-Leine, die aber auf die Hälfte dopptelt genommen ist. Also habe ich oben eine Schlaufe, in die ich bequem von oben mit 2 Händen reinfassen kann. Die Hände kommen dann vor den Bauch und bleiben auch da. Wenn der Hund mit voller Wucht in die Leine rast, kannst Du es dort am besten abfangen mit dem Körper.

Wichtig ist halt, daß Du NICHT selbst in die Leine reißst, sondern der Hund das letztlich selbst bestimmt, in dem er etwas aufmerksamer ist. Also auch beim Rumdrehen und Richtungswechseln... nicht ruckartig, sondern immer mit fließenden Bewegungen.

Ist in der Theorie schwer zu erklären, selbst wenn wir es auf dem Platz zeigen und laufend korrigieren...viele brauchen Wochen, um es richtig zu machen. Häufigster Fehler ist wirklich das in die Leine greifen und zu spät reagieren. Timing ist ja generell immer ein Thema...

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(bearbeitet)

Hi,

nach meinen ersten Versuchen am vergangenen Freitag habe ich mich schon folgendes gefragt:

Jeder Hund lernt aufgrund positiver Verstärkung am schnellsten.

Nur wo ist bei dieser Art der Übung die positive Verstärkung?

Ausschließlich die Rückmeldung sobald er seine Aufmerksamkeit auf mich lenkt?

Hierzu gibt es ja gerade parallel einen Beitrag von Odi, der etwas anders vorgeht, was haltet ihr davon?

http://www.polar-chat.de/topic.php?id=2256&highlight=leinenführigkeit&

Trotz meiner Zweifel ging Henri am Ende des Spaziergangs schon etwas lockerer an der Leine, allerdings weiß ich nicht ob er einfach müde war, der Regen seinen Tatendrang eingschränkt hat oder doch die Übung geholfen hat. :D

Gruß

Axel

PS: heute Nachmittag wird wieder geübt

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Nur wo ist bei dieser Art der Übung die positive Verstärkung?

Lies nochmal diese Stelle, so kenne ich es auch.

Wo der Hund geht, ist gar nicht so wichtig, aber bestätigen sollen die Übenden den Hund immer dann, wenn er sie ansieht und gerade schön links auf Fußhöhe geht. Sobald die Leine sich spannt, wird in die entgegengesetzte Richtung gegangen. Der Hund wird nur beachtet, wenn er so läuft, wie es mir gefällt. Das ist für mich das A & O eines entspannten Gehens, daß der Hund nicht zieht.

Odi beschreibt eine andere Methode, wie immer ist es auch hier so: wenns klappt, war`s wohl eure Methode, das muß jeder für sich herausfinden. Nicht alles, was X macht, kann ich 1zu1 übernehmen, denn jeder Mensch, jeder Hund und jedes Umfeld ist anders.

Du wirst das schon schaffen, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut und die Ungeduld ist wohl unser größter Feind....wir Menschen gehen von Klasse 1-13 in die Schule bevor wir das Abi in der Tasche haben, unsere Hunde aber sollen alles möglichst in 3 Tagen begriffen haben......

....ich bin sicher, ihr werdet es hinkriegen :party:

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