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Hundeforum Der Hund
Miró

Rudelverhalten - Beobachtungen

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Sabine hat recht - Sabine, danke für den Hindweis :) - Rudelverhalten ist ein neues Thema. Ich kopier meinen Beitrag aus dem Erziehungsthread hierher:

Zitat:

Oft habe ich sie tagelang nur beobachtet, da wurde mir auch vieles verständlicher, was es bedeutet das Rudelleben.

Hallo Huskyfreund,

das mach ich auch mal liebsten - und wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet. Ich hab dabei schon sehr viel gelernt - und so manche Einstellung revidiert Ist ein sehr empfehlenswerte (Freizeit-)beschäftigung

Was ist Dir denn dabei so aufgefallen? Vor allem evtl. bezüglich eines Unerschieds zwischen "zivilisierten" Hunden und den Naturburschen? Würde mich total interessieren...

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Im Lauf der Jahre hab ich bei meinem Rudel folgendes beobachtet:

Es scheint keine feste Hierarchie zu geben, sondern je nachdem, wie wichtig einem einzelnen Hund eine Ressource (z.B. Futter) ist, verteidigt er die auch. Also Hund A verteidigt Futter, Hund B zum Beispiel das Sofa (ausschließlich gegenüber anderen Hunden, nicht mir gegenüber).

Ist die Ressource in ausreichender Menge vorhanden, wird auch nichts mehr verteidigt. Das lernen auch neue Hunde schnell. Hunde aus Tierheimrudeln im Ausland z.B. verteidigen anfangs das Futter, bis sie feststellen, dass immer für alle genügend da ist, dann stellen sie das mit der Zeit ein (ich füttere ad libitum, also zur freien Verfügung).

Je weniger ich mich in das Gruppengeschehen einmische, umso weniger Ärger gibt es. Sind die Hunde es gewöhnt, dass immer mal wieder ein neuer da, akzeptieren sie das schnell - und gehen souverän damit um.

Richtig Stress hatte ich bisher nur, wenn aus einer Notlage heraus eine unkastrierte Hündin kam und die nicht kastrierten Jungs aufs Freierspfaden wandelten. Aber auch da hat sich letztendlich einer durchgesetzt, der - theoretisch - hätte decken dürfen, es aber altersbedingt nicht mehr konnte. Die anderen haben das dann gar nicht mehr probiert. Hier hatte ich ganz stark den Eindruck, dass die Hündin sich den Rüden ausgesucht hat, nicht umgekehrt.

Am einfachsten zu händeln sind Hunde, die auf andere Hunde gut sozialsiert sind - sie haben gelernt, in einer sozialen Gemeinschaft zu leben und übertragen das schnell auf das Zusammenleben mit Menschen. Schwierig sind Hund, die als Einzelhund bei Menschen groß geworden sind und wenig erzogen worden sind. Diese Hunde haben Probleme in der Hundegruppe, sind zum Teil nicht zu integrieren und machen auch Schwierigkeiten bei der Erziehung.

Gut sozialisierte Hunde dagegen fügen sich schnell ein, wissen wie man Konflikten aus dem Weg geht und übernehmen die "Hausordnung" mühelos von den anderen Hunden.

Insgesamt finde ich, ist eine gut integrierte Gruppe leichter zu halten, als ein Einzelhund. Ich kann zwar nicht mehr oder nur schwer in Urlaub fahren, aber im täglichen Leben ist alles stressfreier und macht sehr viel mehr Spaß. Die Interaktionen in einer Gruppe sind sehr spannend und lehrreich zu beobachten :)

Die Befürchtung, dass sich in der Gruppe gehaltene Hunde weniger an den Menschen binden, kann ich nicht bestätigen. Sie sind allerdings nicht für alle Bedürfnisse auf den Menschen angewiesen, gehen also im Zweifelsfall vielleicht mal lieber mit den Kumpels spielen als mit mir - das empfinde ich allerdings als entlastend. Ich bin kein Hund und kann mich weder verständigen wie ein Hund noch spielen wie ein Hund. Hier kommen immer nur mal bessere, mal schlechtere Kompromisse zustande.

So bin ich unangefochten die "bestimmende Rahmenbedingung" unseres Lebens, zuständig für den Tagesablauf, Futter und bestimmte soziale Aufgaben, für alles andere gibt es die Kumpel - jeder bringt also das ein, was er am besten kann.

Wie sind Eure Erfahrungen?

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Ich würde gerne wissen, wie du "Spaziergänge" oder "Ausflüge" ,was auch immer du mit den Hunden ausserhalb eures Grundstückes machst, handhabst.

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Hallo Sabine,

ich gehe hin und wieder mit allen zusammen - auf einem riesigen Feld-/Wiesenstück, das weitgehend umgrenzt ist. Da können sie dann mal richtig "Gas geben" - vor allem die Galgomixe. Dann kommen sie wieder ins Auto und wir fahren heim. Wenn ich mich in "zivilisierteren" Gegenden bewege, habe ich meist nur 3 oder 4 dabei, im Wald nur 2, denn dort müssen sie unter allen Umständen auf den Wegen und in meiner unmittelbaren Nähe bleiben. Ich lasse meine Hunde draußen in der Regel frei laufen - das heißt, je nachdem, wie groß die Distanz ist, auf die sie folgen müssen, sind's mal mehr, mal weniger, die ich mitnehme. Und je nachdem, wie lange die Hunde schon bei mir sind, folgen sie unterschiedlich zuverlässig und brauchen mehr - oder weniger - Aufmerksamkeit.

Gute Erfahrungen habe ich mit dieser Methode: ich hab immer einen sehr zuverlässig folgenden Hund dabei. Hab ich einen neuen, der noch viel lernen muß, nehm ich den immer zu dem alten dazu und geh mit den beiden. Die zwei schließen sich dann in der Regel recht eng zusammen und der neue schaut dem alten alles ab. Das heißt, ich ruf den alten und beide kommen. Ich geb das Kommando sitz, der neue schaut's ab, etc. ...

Umgekehrt hatte ich das noch nie, also dass der neue die "Führung" übernommen hätte. Ich habe eher den Eindruck, neue sind froh, wenn ihnen jemand sagt wo's lang geht.

Ich muß dazu sagen, dass ich mich mit meinen Hunden ausschließlich in der Natur bewege - nie in Städten, in Cafés, Kaufhäusern etc. ....

Ein Kommando, dass sie also nicht kennen, ist z.B. ablegen in jeder Lebenslage - wir brauchen's einfach nicht.

Meine Erfahrung ist, je mehr Hunde ich dabei habe, umso größer wird die Distanz - sie betrachten dann einfach ein etwas größeres Umfeld als ok. Hab ich weniger dabei, halten die sich enger an mich. Egal ob mit vielen oder weniger Hunden unterwegs, halten sie sich aber immer an mich.

Ich fördere das, indem ich öfter mal unvorhergesehen die Richtung wechsle, abbiege, schneller, langsamer gehe und mich auch mal verstecke. So sind die Hunde permanent gefordert, darauf zu achten, wo ich bin, wenn sie mich nicht verlieren wollen. Mit dieser Methode habe ich gute Erfahrungen gemacht.

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Hallo,

in meinem Rudel herrscht eine strenge Hirachie.

Die älteste Hündin ist der Führer und zeigt dies unmissverständlich.

Welpen werden sofort unter ihre persönliche Obhut genommen.

Einen erwachsenen Hund würde ich mich nicht trauen ins Rudel zu setzen.

Ich glaube würde früher oder später zum riesen Knall kommen und da alle zusammenhalten,hätte der Neuling wenig Chancen.

Kann natürlich an der Rasse liegen,Hovawart.

Die Afghanen sind verträglich,da wäre es sicher nicht sehr schwierig einen Neuling zu integrieren.

LG Andrea

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Hallo Andrea,

was ist für Dich eine strenge Hierarchie?

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Hallo,

die Althündin bestimmt eigentlich alles.

Sie erlaubt oder unterbricht das gemeinsamme Spiel der Anderen.

Sie lässt den Unteren den Stock zum spielen oder eben nicht.

Sie legt grossen Wert drauf immer als erste durch die Tür zugehen.

Sollte mein Jungspunt dies mal vergessen wird sofort zurechtgewiesen.

Sie blockiert den Türeingang und erlaubt wer von den Hunden durch darf oder nicht.

Bei uns Menschen ist sie besonders gehorsam und unterwürfig,zeigt sofort,dass sie uns anerkennt.

Die rangtieferen Hunde wissen aber,dass ich über ihr steh und halten sich z.B.beim durch die Tür gehen,an meiner Seite und laufen mit mir gemeinsam durch,dies duldet die Althündin dann auch.

Ich kann sie auch immer abrufen,z.B.beim Spiel der Anderen,dann duldet sie dies auch.

Ich hoffe Du verstehst mein Geschreibsel.

LG Andrea

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Hallo Andrea,

alles völlig klar :)

Bei Althunden gegenüber Junghunden (nach dem Welpenalter bis sie erwachsen sind), kenn ich solches Verhalten auch. Sind alle erwachsen und wissen, was sie können (und was nicht nicht) wurde das bisher sehr entspannt.

Die Tür blockiert bei mir allerdings niemand. Auch Spiel wird eher selten von den Alten unterbrochen. Die lassen die jungen Hunde einfach.

Auch mir gegenüber verhalten sich alle mehr oder weniger gleich - rasse-, temperaments- und altersbedingt gibts leichte Unterschiede, aber nicht dem Rang nach.

Ob's am Hovawart liegt? Möglich. Meiner Erfahrung nach sind sehr territoriale Hunde eher allen fremden Hunden gegenüber ablehnend als zum Beispiel ein Beagle. Und dann gibt's grundsätzlich leichtführigere Rassen als andere.

Viel ausschlaggebender ist allerdings eine gute Sozialisation des Hundes.

Alles in allem eine superspannende Geschichte :)

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Hallo Miro,

ja,es ist wirklich eine spannende Sache mit einem Hunderudel zusammen zu leben.

Wenn ich manchmal nicht so recht weiss, wie brings ich es meinem Hund bei ,versuch ich es zu machen wie es die Alte tun würde.

Klappt leider nicht immer,da die ja auch wiederrum viele Dinge die ich gern hätt,sie von den Hunden niemals verlangen würde.

Weisst Du wie weit Bloch mit seinen Beobachtungen an dem wildlebenden Rudel ist?

Wann kommt da das erste Buch auf den Markt?

Ich erhoffe mir sehr viel von diesen Beobachtungen als Hilfe für uns Halter.

LG Andrea

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Hallo Andrea,

nein, weiß ich leider nicht - ich warte auch schon sehnsüchtig. Er hat auf seiner HP ein paar erste Texte reingestellt und man kann sich ein Skript bestellen - ich hab's aber noch nicht.

Ist bestimmt total interessant :)

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