Jump to content
your dog ...  Der Hund
India

Unser Problemkind India - bitte um Tipps!

Empfohlene Beiträge

wie ich ja schon erwähnt habe, ist india mein sorgenkind.

zu india:

engl. setter, heute 3,5 jahre alt

bekommen habe ich sie mit 8 wochen. bis dahin hatte sie vom züchter her wenig menschlichen kontakt.

schon als welpe hat sie kaum auf mich geschaut und war sehr selbständig.

als india 9 wochen alt war, kam schon der erste hundetrainer zu uns. motivation, klicker, bindungsarbeit, schleppleine... auch mit dem trainer hat sie alles andere (als welpe sachen die lustig waren zb kinderwägen, als junghund dann natürlich schon spuren) mehr interessiert als der hundeführer. leckerlies hat sie draussen garnicht mehr angenommen, spielzeug nicht interessiert.

das training habe ich dann abgebrochen, mit einer anderen trainerin weiter gemacht... dann ohne trainer den hund einfach hund sein lassen, weil ich durch das nicht funktionierende training schon india gegenüber total negativ eingestellt war.

das war so ca. als india 2 jahre alt war. seitdem nichts mehr trainiert, sondern sie einfach auf der donauinsel (kein verkehr, links und rechts wasser, also sicher) einfach mind. 1,5 stunden am tag einfach auslaufen lassen. das heisst ich ging alleine spazieren und india kam ab und zu nachschauen, ob ich eh noch da bin. (ich bin dafür jeden tag 1 stunde mit dem auto gefahren, um india einen sicheren freilauf geben zu können)

was noch zu erwähnen ist: sie geht weder auf sicht, noch auf spur, sie jagd dem nichts nach. und das mit einer irrsinnigen geschwindigkeit.

der tagesablauf war damals so: in der früh kurz lacki machen. dann büroschlaf 9.30 bis 12.00 uhr. 12.00 bis 13.00 uhr mittagsspaziergang an der leine. (sie wollte zu mittag garnicht aufstehen) 13.00 bis 18.00 uhr büroschlaf. ab 18.00 uhr mind.! 1,5 stunden freilauf danach garten ca. 24.00 uhr bettgehzeit. im büro hat man sie überhaupt nicht bemerkt, weil sie meiner meinung nach eben ausgelastet war.

india ist meine 2. engl. setter hündin, die erste hatte ich immer zum ausreiten mit, damit hat sie die für setter nötige bewegung gehabt. ich war immer der meinung, dass ein setter eben ein irrsinniges laufbedürfnis hat und man ihm das eben geben muss.

da wir jetzt lisa haben, sehe ich aber den unterschied... lisa ist aufmerksam, im gegensatz zu india ein richtiger streber und hat bei weitem nicht so ein laufbedürfnis. deshalb habe ich mit india mit einer neuen trainerin begonnen. und jetzt kommts:

die neue trainerin meint, dass india unter totalem stress steht. (die vermutung hatte ich ja auch, sie schläft ja nur im büro, zu hause wäre sie 24 std. im garten mit 100 km/h unterwegs) also:

ich soll sie jetzt ruhig halten, max. 1/2 stunde mit ihr an der kurzen leine spazieren gehen. in den garten sollte sie garnicht mehr...

natürlich wird sie (nach der läufigkeit) nochmals gesundheitlich durchgecheckt... die trainerin vermutet, dass sie durch das ewige laufen versucht schmerzen zu kompensieren.

womit ich jetzt überhaupt nicht zurecht komme ist, den hund als jagdhund mit totalem bewegungsdrang so ruhig zu stellen. ich merk zwar, dass sie aufmerksamer wird, dass ich mehr zu ihr durchkomme, aber mir tut es richtig weh, dass der hund nicht laufen darf.

ich denke schon, dass das neue training nicht schlecht ist. (momentan eben nur kurze spaziergänge, wenig im garten laufen lassen, leinenführigkeit arbeiten, - sie hängt am feld mit 100 kg in der leine... - )

ich bin ja ganz begeistert vom longieren... nur... die neue trainerin meint, dass sie beim laufen stress aufbaut... tut sie jetzt auch, wenn sie im garten wie irr herumläuft und probiert über die mauer zu springen... ich denke jedoch, dass es beim longieren eben ein kontrolliertes laufen ist...

es ist relativ schwierig, hier alles unterzubringen... die hauptfrage wäre: wie kann ich india kontrollierten freilauf bieten? wie bekomme ich sie abrufbar (bzw. müsste man sie jede sekunde abrufen, weil sie nur den drang hat, einfach wegzulaufen)

oder hat die trainerin recht, dass wir alle zuviel mit unseren hunden machen?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo India!

Zunächst mal: Schnaufe mal durch! Du bist bemüht um Deinen Hund, Du hast versucht es richtig zu machen und Du gibst nicht auf. Das ist alles positiv.

Longieren ist, wie Du schon erkannt hast, kontrolliertes Laufen (nicht zielloses Umher rennen) und baut somit Stress ab, nicht auf.

Es wäre aus der Ferne betrachtet für euch eine gute Lösung. Lies mal was ich dazu im Thema Longieren - nur für Pferde geschrieben habe.

Was mir (die auch als Trainerin arbeitet) wichtig wäre, wäre zunächst mal zu überprüfen, ob Du tatsächlich ausreichend Vertrauen zu der Trainerin hast. Es ist wichtig, dass einen der Trainer in seiner eigenen Unsicherheit auffängt.

Nun kann aber der Trainer nicht 24 Stunden um einen herum sein. Also: Wenn Du unsicher bist, ob der Weg richtig ist, dann stelle Deiner Trainerin all diese Fragen, teile ihr Deine Bedenken mit. Nur so kann sie Dir helfen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo India,

ich habe festgestellt, dass ich mit meinen Jagdhunden nur bei einem Trainer weiterkomme der sich mit dem Verhalten von Jagdhunden auch wirklich auskennt.

Aber das muß auf euch ja nicht zutreffen. Wo wohnst du?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

hallo anita! danke für die rasche und motivierende antwort...

zum thema vertrauen in die trainerin... ich denke, dass ihre arbeit gut ist, merke auch schon kleine erfolge. sie arbeitet aber "ähnlich" unserer vorigen trainer (die keinen erfolg gebracht haben) ich hätte mir eben von ihr etwas "neues" erwartet wie zb longieren. wenn ich zu ihr sage: das haben wir schon probiert... meint sie immer, das sei mein problem... ich probiere und ziehe aber nichts durch.

sicher bin ich ein ungeduldiger mensch, aber wenn ich sehe, dass gewisse sachen keinen erfolg - oder sogar das gegenteil bringen - warum sollte ich am holzweg weiter machen.

womit ich momentan halt nicht zurecht komme ist, dass india meiner meinung nach die bewegung fehlt. trotzdem merke ich, dass ihr das "weniger" tun anscheinend gut tut.

das hauptproblem bei india ist, dass sie alles kann, im haus ein aufmerksamer, ruhiger hund ist... aber sobald sie draussen ist (auch reizarme gegend) klickt sie voll aus... ist mit den gedanken weit weg... sie ist sogar schon einmal so gegen die schleppleine gelaufen, dass das halsband gerissen ist....

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo India!

Es spricht für die Trainerin, wenn sie mit Dir nur das arbeitet, wo sie sich sicher fühlt. Wenn sie vom Longieren noch nichts gehört hat, dann kann sie das auch nicht mit Dir arbeiten.

Longieren ist in Deutschland eine relativ junge Geschichte, auch wenn es eine ganz alte Sache ist (kommt aus der Schäferei).

Sie hat auch recht, wenn sie sagt, dass "probieren" nichts bringt, man sollte schon konsequent auf einem Weg bleiben, mindestens ein halber Jahr!

Ob Du auf dem richtigen Weg bist, sagt Dir Dein Hund! Aber leider nicht gleich. Rückschritte gehören zum Erfolg dazu!

Für mich klingt es so, als ob nicht India die Bewegung fehlt, sondern Dir in Deinem Kopf. Du schreibst ja, dass es ihr gut geht und Du Fortschritte siehst.

India, hast Du mein "Haus der Erziehung - die sechs Bausteine zur Mensch-Hund-Harmonie" im Newsblog gelesen? Ich glaube, dass würde Dich weiter bringen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Hallo India,

es ist unmöglich aus der Ferne eine Diagnose zu stellen oder die Arbeit eines Hundetrainers zu beurteilen. Auch der Vergleich Indias mit der anderen Hündin bringt wenig - das ist das Fatale an Rassebschreibungen: zwei Hunde ein und derselben Rasse können unterschiedlicher sein als zwei von verschiedenen Rasse - das ist einfach auch Typsache.

Da Du India mit 8 Wochen übernommen hast, ist es, denke ich, nicht so sehr wichtig, drüber nachzudenken, was der Züchter evtl. falsch gemacht hat. Die sensiblen Phasen sind mir 8 Wochen noch nicht vorbei, da hattest Du noch etliche Wochen Zeit, eventuelle Defizite auszugleichen.

Meines Erachtens müsstest Du herausfinden, welcher Typ Hund India - unvoreingenommen betrachtet - ist, ob sie evtl. unter irgendeinem Stress steht - also warum sie läuft - und ob Du das Programm mit Deiner Hundetrainerin schon lange genug durchziehst, um dauerhafte Erfolge sehen zu können. Dauerhafter Stressabbau dauert ähnlich lange, wie der der Aufbau.

Möglicherweise ist es aber auch nur so, dass Dir eigentlich ein ruhigerer Hund lieber wäre - so, wie den zweiten, den Du hast - und Dir deshalb das laufbedürfnis "nicht normal" vorkommt.

Dass alles kannst aber letzendlich nur Du vor Ort beantworten.

Alles Gute!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo!

ich bin etwas anderer Meinung was das Ausgleichen von Defiziten nach der 8. Woche angeht.

Hat der Welpe (besonders, wenn es sich um eine "sensible" Rasse handelt) bis dahin wenig menschlichen Kontakt, oder z.B. eine scheue Mutter, oder keine Geschwister oder, oder, oder, dann kann das nach der achten Woche nur noch bedingt kompensiert werden und wird sich das ganze Leben lang, wenn vielleicht auch nur wenig spürbar, auswirken.

India, damit ist jetzt nicht unbedingt Dein Hund gemeint, sondern allgemein. Es gibt auch Hunde, die völlig "normales" Verhalten zeigen, obwohl sie bis zum 6. Monat nur in einem dunklen Keller gelebt haben.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo,

auch da geb ich Anita recht.

Es liegt eine riesige Verantwortung auf den Schultern der Züchter.

Fehler sollten in dieser Zeit nicht gemacht werden,noch schlimmer ist es ,irgendwas prägendes zu unterlassen.

Darum müssen die Welpenkäufer unbedingt die Verhältnise beim Züchter genau anschauen.

Wobei natürlich auch da,Ausnahmen die Regel bestätigen.Nicht jeder Hund der schlechte Bedingungen beim Züchter hatte,wird Probleme haben.

LG Andrea

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

@ Anita

Ich hab mich ausschließlich auf India bezogen und da hieß es, der Hund hatte bis zur 8. Woche eher wenig (nicht "keinen) Kontakt zu Menschen. Nichts weiter. Ich bin daher davon ausgegangen, dass India mit Geschwistern bei einer normalen Mutter aufgewachsen ist.

Ich habe erstaunliches erlebt, was das Augleichen von zu wenig menschlichem Kontakt in den ersten Wochen angeht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

@Andrea

Das ist wohl richtig, aber der Züchter trägt nicht allein die Verantwortung - vor allem dann nicht, wenn der Welpe in der 8. Woche übernommen wird und dann als Einzelhund aufwächst - aber das wäre ggf. ein neues Thema ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.