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Hundeforum Der Hund
BernerTeddy

Berner Sennenhund = Modehund?

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Da ich über 8 Jahre die stolze Besitzerin einer Bernerhündin war, weis ich nur zu gut wie das mit dem Gewicht/Übergewicht ist.Als Aisha noch jung war und wie alle Hunde rum getobt ist war das weniger das Problem, aber als sie dann älter wurde und auch ruhiger musste man schon aufpassen.Aisha war ein recht kräftiger Berner mit einer Schulterhöhe von 67 cm und einem Gewicht von 50 kg.

das der Berner ein Mode Hund geworden ist wurde ihm in der Vergangenheit fast zum Verhängnis.

Ich kann da aber nur für die Schweiz sprechen, wo er vor Jahren auf die Liste der bedrohten Hunderassen gesetzt wurde.

Weil es damals in ganz Europa nur noch 5 eingetragene Zuchtrüden gab die nicht Verwannt waren.Die Chronischen Krankheiten, die Genetischen defekte und die Hunde immer kleiner Gezüchtet wurden, dass sie besser auch in Stadtwohnungen passten.

Man hat dies damals erkannt und reagiert, und Heute gibt es wider gute Zuchten und vernünftige Züchter.

Der Berner ist für "Mich" einer der schönsten und gerade wegen seinem ruhigen und festen Charakter einfach ein Hund der es verdient hat ihm mit Respekt zu begegnen.Aisha hat mich auf vielen Altenheim besuchen begleitet und ist bis Heute bei allen die sie kannten in lieber Erinnerung.

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LG Bea

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Die zweie, die bei mir in der Parallelstraße wohnen wirken auch richtig mächtig. Von der Statur erinnern die mich schon eher an dicke Bernhadiner...

Hab sie auch noch nie mehr als 5 Schritte schnell laufen sehen und ich treff die zwei so ca. bei jedem zweiten Spaziergang.

Die Tochter unserer ehemaligen Nachbarin hatte auch mal eine Bernersennenhündin. Die war aber im Gegensatz zu den beiden, die ich kenne n ganzes Stück zierlicher und eine bessere Kondition, soweit ich das beurteilen kann, hatte sie allemal.

Schade, dass einige Rassen so verhunzt werden. Ich mein, schaut euch doch mal die Entwicklung bei den Chihuahuas an. Die werden dafür immer kleiner. Gesund ist das mit Sicherheit nicht.

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außerdem ist er kastriert

Was hat das denn mit der Kastration zu tun? :???

Das ist für viele Hundehalter ein Erklärungsgrund' warum ihr Hund zu dick ist.

Vollkommen unverständlich, denn der Hund macht sich den Kühlschrank nicht alleine auf

Genau das erlebe ich auch immer wieder. Die Kastration als Rechtfertigung oder als fadenscheinigen Grund, dass "Hundi" immer dicker wird.

Der Gedanke, dass die Leute selbst quasi das Gewicht ihrer Hunde buchstäblich aufs Gramm genau bestimmen, ist einfach zu unbequem.

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Ach ja, zu der Ausrede mit der Kastration wollte ich auch noch was sagen.

Das kommt bestimmt daher, dass so oft gesagt wird, dass Kater gerne mal fett werden, wenn se kastriert sind. Und da wirds halt einfach auf den Hund übertragen. Ist halt am einfachsten. Und selber steht man dann nicht mehr so dumm da. Weil dafür kann man dann ja "nix" :Oo

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Ich denke daß ist bei jeden Berner anderes... manche haben lockiges Fell andere weniger!

Das mit dem Übergewicht hat was mit dem Menschen zu tun und nicht mit dem wie der Hund gezüchtet wird!

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In unserem Verein übt ein angehender Züchter mit seinen beiden Hündinnen und da ich von Haus aus neugierig bin, frage ich immer sehr viel über die Denkweise von Züchtern.

Er ist einer von der Sorte, die das Züchten als Luxux betreibt, also massenhaft Geld REINSTECKT und nicht rausholt. Es geht ihm um die Rasse und sonst gar nix. Wissen ist ihm wichtiger als Geld und er flüsterte mir gestern eine Information, die ich sehr spannend fand.

In der Schweiz wurden früher anscheinend sehr viele Hunde, die nicht dem Standard entsprachen, getötet und standen so dem Genpool nicht mehr zur Verfügung. Dadurch wurde mit nur wenigen Hunden eine Zuchtbasis geschaffen unter der die Rasse heute noch leidet. Mit Verlaub gesagt, da ist das korrigierbare Übergewicht der Hunde das geringste Problem. Was mich defintitiv vom Kauf eines Berner Sennenhundes abhalten würde ist die Tatsache, dass sie eine erheblich hohe Krebsanfälligkeit haben und somit die durchschnittliche Lebenserwartung der Rasse derzeit sehr gering ist.

Mein Vereinskollege züchtet unter dem VDH und setzt sich dafür ein, dass massiv auf den Inzuchtkoeffizienten geachtet wird und möglichst auch frisches Blut aus dem Ausland für deutsche Hündinnen zugelassen wird.

Der Berner wird sicher von vielen Menschen gerne gekauft, die nicht unbedingt DIE Sportskanonen sind. Für bequemere Zeitgenossen ist er sicher ein ruhiger Partner, wobe es da auch durchaus Ausnahmen gibt und es immer eine Frage ist, wie der Hund aufwächst und was er kennen lernt.

Ich bin trotzdem Berner-Fan, würde aber eben selbst keinen kaufen.

LG Anja

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Danke für die Antworten.

Das Gewicht ist sicher auch ein großes Problem, alleinschon wegen der Gelenke.

Bei uns am Hundeplatz konnte man es gar nicht fassen, als Teddy voller Freunde und freiwillig, während die anderen Hunde spielten, den ganzen Agility parcour abgelaufen ist. Ihm macht es sichtlich Spaß, auch wenn er natürlich nicht mit Border Collies und solchen wendigen Hunden mithalten kann, aber er macht es gerne (wie auch sein Vater, beide eher kleinere schlankere Berner) während die anderen Berner nur zuschauen.

Ich fände es nach wie vor besser, den Berner "zurück zu züchten" und freue mich auf noch mehr Antworten. :)

Und das mit dem "das schaut nur so aud, er hat ja ein so langes und dichtes Fell" hör ich auch oft, bei manchen stimmt es sicher, aber eben nicht bei allen!!!

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Bei uns in der Hundeschule gibt es auch noch eine andere Bernersennenhündin und die ist um einiges breiter wie Gina und richtig gemütlich. Und das mit erst 7 Monaten.

Von vielen hör ich auch immer wieder, "ach mein Berner war damals in dem alter schon viel kräftiger und größer" und ich müsste ihr doch mehr füttern. Bei Gina mach ich mindestens einmal wöchentlich den Rippentest um zu schauen, dass sie nicht zu dick wird.

Das Problem mit dem Übergewicht gibt es nicht nur bei Bernern. Ich denke mal viele Hundebesitzer füttern ihrem Hund schon ab dem Welpenalter zu viel, weil sie wollen dass der Hund schnell groß und möglichst kräftig ausschaut, an die Gelenke denkt da keiner.

Wie Bärenkind schon geschrieben hat, denken viele das Berner ein total ruhiger Hund ist. Ich wurde auch schon von Leuten aus der Hundeschule und Bekannten gefragt ob Berner nicht lieber den ganzen Tag schlafen. Umso überraschter waren einige als sie mit uns und Gina spazieren gegangen sind, da sie bisher nur welche gesehen hatten die langsam und gemütlich neben ihrem Besitzer hergetrottet sind.

Wenn wir in der Spielstunde sind dürfen die Hunde danach, auch noch ein bisschen die agility geräte kennenlernen. Und Gina freut sich da auch immer total. Wobei ich vieles noch nicht mit ihr mache (ist ja erst 7 Monate und noch nicht geröngt).

Grüße Veri und Gina

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Huhu,

na das ist doch das Thema für mich!

Also erst mal zu "ruhig und den ganzen Tag schlafen"!

Wer das von einem Berner erwartete hat definitiv keine Ahnung von dieser Hunderasse, sie sind Hütehunde mit einem ausgeprägten Instinkt!

Sie arbeiten gerne, auch schwer z. B als Zughund, müssen geistig ausgelastet sein, und sind absolute Familienhunde!

Sehr wachsam ohne jegliche Art von Agressivität!

Sie kommen ursprünglich aus der Schweiz, und wurden dort fast ausgerottet, bis die sogenannten "Dürrbächler" 1892 von Franz Schertenleib im Dürrbachtal wieder entdeckt wurden!

Und die "alten Schweizer" erkannten in ihm den vielgeliebten "Gelbbackler" von einst!

Max Schafroth ist der eigentliche Urzüchter der Berner, wobei diese Rasse noch sehr jung ist, denn in kynologischen Sportkreiesen wurde er erstmals so um 1899 erwähnt!

Deppeler hatte auf einer Hundeausstellung 1904 eine Versuchsklasse, die aus 7 Hunden bestand, 6 Rüden und 1 Hündin!

Und im Jahr 1907 wurde in der Schweiz der "Schweizerische Dürrbachklub" gegründet!Dies wurde dann im Jahr 1908 umbenannt zu dem, Berner Sennenhund!

Die "richtige Rasse" hat eine Wideristhöhe zwischen 50-73cm und sollte ein korrektes Gewicht, besitzen!

Und das was ihr hier schreibt das ein Berner glattes Fell haben muss, ist falsch!

Der "echte" hat gelocktes Fell, eine nicht schwebende Rute, und vor allem einen Nackenfleck"!

Dadurch das der Berner immer kleiner gezüchtet wird, sowie immer mehr Wert auf Farbe, Aussehen und Gang gelegt wird, sind die aktuellen Probleme vorhanden, der Genpool wird immer geringer!

Die Lebenserwartung sinkt erheblich, einen Berner zu haben der älter als 10 Jahre ist heute leider, eine Seltenheit!

Ich persönlich möchte mit meinen Hunden dahin, wo wir einst waren!

Nähmlich zu einem robusten Hütehund der kräftig in der Statur, eine Gesundheit wie ein Ochse hat, und nicht als Familienkuschelmuschelhund gehalten wird, sondern ausgelastet durchaus 12-15 Jahre werden kann!

Ein Sennenhund muss arbeiten können, und es gibt für ihn nichts schöneres als irgendwelche Lasten zu ziehen!

Dafür wurde er einst auf den "Bauernhöfen" gehalten!

Und die "Dürrbächler" waren sehr gross, hatten eine robuste Gestalt, und gelocktes Fell!

Einst hiessen sie

"Ringi", Blässli, Bäri, oder Gelbbäckler!

Aber es geht nicht um den Namen, sondern um den Urtyp und genau da will ich hin! ;)

Und zu deiner Eingangsfrage:

Ja der Berner hat sich leider zum Modehund entwickelt, sonst wäre die Rasse nicht da wo sie jetzt leider ist! :(

Aber dem werde ich mit allen Mitteln die mir zur Verfügung stehen entgegen wirken, und von mir bekommt nicht jeder einen Welpen! ;)

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Hallo,

bei der Auswahl des Züchters kam es uns vor allem auf die Lebenserwartung und Gesundheit an. Der Körperbau und die Länge des Fells haben bei unserer Entscheidung keine Rolle gespielt.

Ich bin aber der Meinung das jede Rasse so ursprünglich wie möglich gezüchtet werden sollte.

LG Anke

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