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Hundeforum Der Hund
Nikosch

Wer verwendet Beschwichtigungssignale?

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Ich finde es wichtig, die Körpersprache meines Hundes kennen zu lernen und versuche meinen Hund zu verstehen. Aber ich gehöre nicht zu den Menschen, die ihren Hunden ständig was vorgähnen. Täte ich das, wäre meine Körpersprache in dem Moment für den Hund vielleicht nicht mehr 100%ig authentisch sondern gespielt? Ich glaube wir unterschätze unsere Tiere manchmal ein bisserl, die lesen unsere Körpersprache nämlich wesentlich besser als wir oft ihre. Ich glaube, nur mit Gähnen alleine beruhige ich keinen Hund in einer wirklichen Angstsituation, da gehören noch ein paar andere Dinge mehr dazu.

:klatsch::danke

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ich benutze jeden tag beschwichtigungssignale bei leo und versuche diese auch meinen leuten in der husche zu vermittel. finde das ganz wichtig das der mensch seinen hund versteht um missverständnisse vor zubeugen. genauso werden drohgebärden durch genommen und vieles mehr.

gruß christa

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Ich schließe mich den Bloch`schen Forschungsergebnissen an:

Weitestgehend dummes Zeug, diese calming signals.

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Ich achte zwar auf die Körpersprache von meinem Hund, aber ich käme mir schon ziemlich bescheuert vor sie nachzumachen .....

Ausser wenn wir zusammen spielen ..... aber da muss sie mich ja nicht ernst nehmen .... ;)

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Ich habe das Buch auch und sogar gelesen und verstanden.

Ob es nun Beschwichtigungssignale oder wie auch immer heißen mag ist mir eigentlich relativ egal.

Fakt und das ist das wichtigste für mich.

Durch dieses Buch habe ich gelernt meine Hunde noch besser zu verstehen.

Deren Gesichtsausdrücke noch intensiver wahr zu nehmen.

Wir hatten mal für knapp 1 Jahr eine sehr ängstliche Hündin in Pflege.

Durch das Buch habe ich gelernt viel besser mit ihr umzugehen.

Ich würde mich nun auch nicht zum deppen meines Hundes machen und ihm ein vorgähnen oder dergleichen.

Aber das man auf den Hund reagieren kann wenn man ihn besser versteht das ist eindrücklich in dem Buch hervorgegangen

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Ich seh es so - ich bin ein Mensch kein Hund, mein Hund ist ein Hund - kein Mensch. Ich bin ein Mensch und manchmal wohl etwas, das ich nicht wiklich betiteln kann.

Ich habe damals am "Anfang" meiner Nataskarriere - gelesen - das Buch der Bücher ;) es hat mir im endeffekt einen Heidenärger beschert. Damals wollte ich alles richtig machen - war es doch mein erster (auch immer noch) - bei meinen zig Pflegis kam ich nie auf den Gedanken und hab eben einfach gehandelt. Nungut - ich fing zu gähnen - zu beschwichtigen an - lief Bögen um meinen Hund.

Das Hund hatte dann das Gefühl das das Mensch ja garnicht richtig tickt - ergo - Leben besser selber in die Pfote nehmen, was bei einem HSH Mix ja nicht so eine spassige Sache ist. Und - lustigerweise hat mir dann eine Trainerin - die zwar auch viel bei AL gelernt hat - aber eben dann ihren eigenen Weg eingeschlagen hat - und Anita (damals kannte ich das Polarchatforum noch nichtmal) geholfen. Ulrike mit Rat und Tat da sie hier war, Anita alleine schon weil sie mir - mein innerstes - also was ich "erwartet" habe gezeigt hat. Ulrike zeigte mir (und sagte mir dann) - das ich einen Hund vor mir habe - einen Rüden - wos auchmal "schebbert" wenn das Hund motzt. Dadurch bekam er sicherheit - nicht durch das "schebbern" aber durch die Führung (natürlich arbeitet das Mensch immer noch daran)

Jedenfalls halte ich es seitdem wie oben genannt. Natas ist Hund - ich bin ein Mensch - manchmal vermischt sich der Mensch zum Leidwesen des Hundes mit ihm - aber ich denke ich bin auf einem Guten Weg wie früher zu agieren zu können (eben wie mit meinen Pflegis).

Das ganze kann ich nicht von Bloch und Co. ableiten - ich denke wie gesagt das zuviel Literatur - die "falsch" gelesen wird - genau das gegensätzliche bewirken kann. Ich denke aber auh das ich durch Natas einen guten Lehrmeister an meiner Seite habe, bei meinen anderen wäre mir dieses Fehlverhalten nicht so "vor Augen" geführt worden.

Ich möchte mich nicht ausschliesslich auf die Rasse eines Hundes (ein Hund ist erstens ein Hund und dann kommt die Rasse ins spiel) berufen, aber gerade in solchen Momenten denke ich doch das diese dann nicht unausschlaggebend sein dürfte, wenn man eben nicht weiß was man macht bzw. alles richtig machen möchte.

Wahrscheinlich verhält es sich erst dann so das man keine "Rasse" mehr hat wenn man völlig wertfrei mit den Tieren umgehen kann - um ihre Stärken und Schwächen weiß. (und vielmehr um seine eigenen)

LG

Bine

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Hallo Nikosch,

Hallo,

ich lese hier häufiger über ängstliche Hunde und denke oft, da würden Beschwichtigungssignale helfen. Ich frage mich nun, wer verwendet diese Signale bei seinen Hunden? Das Buch wird immer hochgelobt, doch wer setzt es in der Praxis wirklich um? Ist es überhaupt umzusetzen?

Deine Frage ist in sofern interessant, da hier wieder einmal etwas ganz deutlich zum Ausdruck kommt.

Es gibt eine Menge Hundebücher aber die wenigsten sind wissenschaftlich fundiert. Häufig erlebt man dass in Hundebüchern etwas populär gemacht wird, und alle andern schreiben davon ab, und die die es lesen machen ihre eigenen Theorien, aber haben es auch nicht verstanden.

Die Verhaltensbiologie macht unterschiede aus gutem Grunde, denn Beschwichtigung ist etwas anderes als Beruhigung.

Einen ängstlichen Hund muss man nicht beschwichtigen sondern beruhigen.

Beschwichtigungsverhalten steht im Zusammenhang mit Demutsverhalten.

Beruhigungsverhalten steht im Zusammenhang mit Trostverhalten.

Viele halten das für Haarspalterei was die Verhaltensbiologen herausfinden, da es ihnen schwer fällt es zu verstehen, oder sich überhaupt damit zu beschäftigen.

Eine weitere Gruppe denkt, dass sie es ohne Fachwissen schon richtig machen, leider ist es nicht so. Viele Hundetrainer/innen glauben, wenn sie in der Praxis eine große Anzahl Hunde betreut hätten, dann braucht man sowieso keine, oder kaum wissenschaftliche Fakten.

Dabei wird aber vergessen, wenn man manche Probleme lösen möchte, geht es nur, wenn man etwas über die Funktionen die dem zu Grunde liegen weiß.

LG Hans Georg

Ein Theoretiker ist ein Mensch, der praktisch nur denkt (W. Mitsch).

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Hallo,

möchte jetzt niemandem zustimmen und auch niemanden verärgern aber ich sehe das irgendwie anders.

Habe in meinem bis dato andauerndem Leben schon viele Bücher gelesen, sei es nun über Hunde oder Pferde oder Menschen, es gibt in jedem Buch soooo viele Dingen die richtig oder falsch sind.

Denke es ist gut eine Menge zu wissen und noch besser aus diesem Wissen heraus seinen Bauch sprechen zu lassen.

Habe das Buch (Calming Signals) auch gelesen und für mich einfach ein paar Erfahrungen im Lesen des Hundes mitgenommen. Habe mir danach meinen Hund angeschaut, anderen Hunden zugeschaut und meine eigenen Schlüsse daraus gezogen.

In den meisten Büchern wird immer nur EINE Meinung und zwar die des Schreibers propagandiert. Denke aber es gibt nicht nur eine Meinung, einen Weg, eine Art Hund, eine Version Mensch. Jedes Lebewesen ist doch anders und jedes Lebewesen hat eine andere Meinung. Es gibt kein 100% Rezept und keine Wunderheilungen. Zumindest ist das meine Meinung.

Das kommt mir vor wie in den 70er/80ern die Antiautoritäre Erziehung von Kindern, die heute auch wieder verteufelt wird. Damals hoch gelobt heute out.

Habe in der Hundeerziehung lange nach einem Trainer gesucht der die Meinung vertritt von allem etwas und natürlich. Nicht zu hart, nicht zu weich... eben Normal. Denke habe in Anita den richtigen Trainer gefunden.

Dasselbe gilt bei den Pferden. Lange, lange suche und endlich gefunden.

Und bei Kindern sollte es doch genauso sein. Erinnere mich nur an die 100 Tips die andere Menschen immer für Mütter haben. Weil es eben bei IHREM Kind FRÜHER so war.

Aber das ist nur mein Weg und meine Meinung. Jemand anders ist mit anderen Methoden genauso Erfolgreich und Glücklich.

Für mich war es gut das Buch gelesen zu haben und einige Handlungen meiner Tiere besser zu sehen. Aber anwenden muss ich sie deshalb nicht.

Sie versteht mich auch ohne das ich versuche eine absolute Fremdsprache zu lernen.

Stelle mir vor wie es ist wenn jemand versucht mit mir Chinesisch zu sprechen :D Verstehe ich auch nur die Körpersprache.

Hoffe jetzt keinem auf die Füße getreten zu haben.

LG

Jana & Sugar

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Hallo,

es ist sicherlich schön und auch wichtig über seinen Hund und seine Ausdrucksformen und -weisen Bescheid zu wissen. Allerdings muss man alles immer im Kontext sehen. Wie ist die Situation gerade, wer ist beteiligt etc. Und entsprechend muss ich mich darauf einstellen.

Ein Gähnen ist nicht immer ein "Calming Signal", sondern direkt nach dem Aufwachen meiner Hunde tatsächlich einfach "nur" ein Gähnen ;) So auch das Schnauze lecken. Wenn meine Wuffels gefressen haben, lecken sie sich ihre Schnauze und das ist keineswegs beschwichtigend gemeint *g*

Selbst ein aufgelegter Kopf auf den Schultern eines anderen Hundes ist keineswegs immer eine Dominanzgeste, sondern kann genauso gut eine "wir gehören zusammen" Geste sein (natürlich nur zwischen sehr gut befreundeten Hunden *zwinker*). Ähnliches gilt für die sogenannte T-Sequenz. Das Querstehen eines Hundes vor einem Anderen ist NICHT IMMER eine "Dominanzgeste"!

Was ich damit sagen möchte: Signale (welcher Art auch immer) muss man IMMER situationsbezogen betrachten! UND: Unsere Hunde verstehen uns mit Sicherheit auch so! Auch ohne das WIR solche sogenannten Calming Signals verwenden! Hunde sind nämlich Meister darin ihre Menschen zu lesen. Anders herum ists meistens schwieriger.. wir müssen uns schon mehr anstrengen um unsere Hunde zu verstehen.

So.. langer Rede, kurzer Sinn: Ich verwende selbst KEINE "Calming Signals" und bin mir dennoch sicher, das mich meine Hunde bestens verstehen und einschätzen können - sie beweisen es mir täglich durch ihre Reaktionen :)

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