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polar-chat.de  Der Hund
MelmitTom

Nimmt keine Leckerchen ...

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Hallo Ihr alle,

habe mich ja lange nimmer gemeldet... unser Tom is mitterweile ein stattlicher Junghund geworden. Er ist immer noch ein Goldstück. Nur habe ich ein Problem in der Hundeschule/Welpenkurs. Mein Süßer nimmt in der Hundeschule keine Leckerchen. Nix ich habe schon sooo viel probiert. Z.B.: käse, versch. Leckerlie, Mellos (Fressnapf Frolic) und Schokodrops. Der Witz daran ist das er sie zu Hause lieb, egal was. Nun dann habe ich versucht in mit seinen Lieblingsspielzeug zu belohnen hat auch nicht geklappt. Bleib im Moment nur das streicheln und die Stimme. Habt Ihr vieleicht noch eine Belohnungsidee?

Im übrigen lässt er sich total von allem Ablenken. Er ist mitterweile der "Bleibhund" in der Schule weil wenn ich Ihn absetze, bleibt er auch sitzen und lässt sich nicht abrufen. Und wenn er dann aufsteht rennt er meist zu einen anderen Hund. Die Trainer meinte vllt liegt es an der Bindung :( aber wenn wir es alleine machen im Garten oder beim Spaziergang lässt er sich immer abrufen auch wenn er hinter einen Fasan her rennt. Ich weiss nicht was ich machen soll :(.

Liebe Grüße

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Öhm.. ich hab sehr lange gebraucht, meinen Hunden die ewigen Leckerchen wieder abzugewöhnen.

Wenn Dir das aber so wichtig ist, nimm doch mal Käse, selbstgemachte Thunfischleckerli (hier aus der Rezeptecke ) oder kleine, ungewürzte Frikadellen.

Ansonsten würde ich Übungen, bei denen er nicht hört und die Wahl hat, nicht so gestalten, daß er lernt, daß er nicht hören muß .. also abrufen dann nur an der Schleppi - verstehe da Deinen Trainer nicht, daß er das riskiert.

Und Eure Bindung kann noch so gut sein, wenn Dein Hund keinen Respekt vor Dir hat, wird er ewig machen, was er will. Leider ist das Wort, gerne auch in Zusammenhang mit *Führung*, in sehr vielen Hundeschulen sehr unbekannt.

Aus genau diesem Grund habe ich meine *nur mit Clicker und Leckerchen* arbeitende Hundeschule verlassen. Meine Hunde haben sich da nämlich ein Ei drauf gebacken und Yuma hat da dann gar nicht mehr gehört.

Grüsslis

Martina mit Cleo & Yuma

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Hallo Mel,

kann es sein das Tom auf dem Hundeplatz Stress hat?

Das ist so eine Situation wo ein Hund keine Leckerlies

mehr nimmt, die er doch zuhause gerne verspeist.

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Ja. Das was Susa schreibt, war mein allererster Gedanke. Mir hört sich das verschärft danach an, dass Dein Hund mit Dir wenig Sicherheit verbindet. Das heißt, er ist ein eher unsicherer Kandidat und hat das Gefühl, in dieser sehr reizstarken Hundeschulumgebung alles gut im Auge behalten zu müssen, damit er sich notfalls selbst schützen kann. Deshalb hat er schlicht keine Zeit, Futter oder Spiele anzunehmen.

JA, das hat was mit Bindung zu tun, aber auch ganz massiv, wie Martina schon schrieb, mit Fürhung.

Ein Hund bindet sich an DAS Lebewesen, welches ihm die größtmögliche Sicherheit und das bestmögliche Überleben verheißt. Bin ich selbst ein inkonsequenter Typ, bin ich dem Hund gegenüber öfter unsicher, weil ich grad nicht genau weiß, was ich machen soll, kommuniziere ich das unbewusst über meine Körpersprache. Diese kann mein Hund besser lesen als irgendetwas auf dieser Welt.

Die meisten Hunde bekommen viel zu viel Aufmerksamkeit, werden den ganzen Tag totgelabert von ihren Leuten, ihre Menschen stehen immer zur Verfügung, eine Sache, die aus Hundesicht völlig unlogisch ist und die Bindung nicht fördert.

Klare Konsequenz und deutliche Grenzen sind für Hunde DAS Bindungsargument schlechthin. Sie merken uns an, dass wir wissen, was wir wollen und entcheiden sich in aller Regel gerne, sich uns und unserem Willen anzuschließen, weil es ihnen Sicherheit verheißt.

Dein Hund ist auf dem Platz meiner Ansicht nach völlig überfordert, kann somit auch nicht lernen, da Hunde (wie auch Menschen) unter Stress im Gehirn Blockaden aufbauen, worunter kein Lernprozess mehr möglich ist.

Wie sieht denn Euer Alltag aus? Kannst Du den mal etwas beschreiben? Oder gibt es einen Beitrag, wo schon etwas darüber steht?

Wie würdest Du Eure Beziehung beschreiben?

Den meisten Hunden heutzutage fehlt es an einer souveränen Führung, weil durch die Positivbestärkungsmanie vergessen wird, dass Hunde auch Konsequenzen brauchen, die nicht mit Futter um sich werfen getan sind.

LG Anja

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Hi,

hast du es mal mit einen Klicker probiert?

LIEBE

GRÜSSE

SABINE

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Sabine, wie soll der Clicker funktionieren, wenn danach kein Futter genommen wird???

LG Anja

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Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten.

@ Anja

Unsere Beziehung zu hause? Nun ja er ist zu Hause recht selbstbewusst. Aber wenn Ihm doch etwas komisch vorkommt dann sucht er immer meine Nähe. Ich kann auch kaum die Räume verlassen ohne das er mitmöchte. Aber er akzeptiert es auch alleine zu seine. Ausserhalb der Hundeschule hört er sehr gut!

@Sabine

Ich könnte das doch mal versuchen mit dem Clicker weil zu hause nimmt er ja Belohnungen.

Versteht mich bitte nicht falsch ich will Ihn nicht mit Leckerchen (wobei ich die jeden Tag bei uns im Laden kaufen könnte) vollstopfen und er kriegt sich auch nur in Situationen wo es angebracht ist.

Liebe Grüße

Mel mit Tom

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Keine Panik ... so haben wir Dich nicht eingeschätzt.

Ich meinte nur, ich wäre froh, meine Hunde wären weniger auf *Brücken* wie Clicker oder Leckerchen fixiert gewesen, als ich mich intensiver mit dem Themen Kommunikation, Sicherheit, Führung, Respekt und Bindung beschäftigt habe.

Deswegen beneide ich immer jeden, dessen Hund sich lieber mit Stimme, Aufmerksamkeit, Zuneigung belohnen lässt, und der keine Krücken braucht. ;)

Das *zurückerziehen* war halt mühsamer, als wenn sie es mit Leckerchen gar nicht gekannt hätten.

:winken:

Martina mit Cleo & Yuma

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(bearbeitet)

Hallo Mel,

wenn du ausgeschlossen hast, dass dein Hund (wie hier ja schon vermutet wurde und woran ich auch erst mal dachte) überfordert und ängstlich ist, würde ich dir zu folgender Strategie raten (aber wirklich nur dann! Also bei einem Bindungsproblem, wie deine Trainerin vermutet hatte, etc.):

Mein Hund bekommt kein Futter aus dem Napf mehr. Futter gibt es gegen motivierte und korrekte Mitarbeit.

Das klingt erstmal hart. Aber ich finde, das ist es nicht: Er bekommt seine Tagesration über den Tag verteilt als Belohnung gefüttert (je nach Übung und Zufriedenstellung meinerseits von einem kleinen "das war schon ganz gut- Happen" bis hin zu einem "vollen Hand- Jackpot".

Meiner Meinung nach ist das Problem bei z.B. mangelnder Motivation oft, dass die Hunde zuhause leben wie Paris Hilton: Immer schön satt, warm, weich...

Die Hilton würde auch für 100 Euro keine Wohnung putzen... warum auch?

Und es ist möglich, dass es bei deinem Hund auch so ist: Warum soll er denn ein Leckerlie nehmen? Er hat es nicht nötig, er braucht es nicht zum satt werden. Klar, er freut sich drüber, wenn er eins bekommt. Aber etwas anderes ist schnell wichtiger, und er nimmt es nicht. So könnte es auch bei deinem Hund sein: Warum sich nicht ablenken lassen? Die Motivation, es nicht zu tun, ist nicht groß genug, denn es geht ja nur um ein (im Prinzip überflüssiges) Leckerlie!

Seit ich meinen Hund nur noch so füttere, zeigt er (und er hat wirklich KEIN Motivationsproblem!) noch viel mehr Eigeninitiative als vorher. Denn er freut sich nicht nur über das Leckerlie, sondern er BRAUCHT es. Und dafür legt er sich mächtig ins Zeug.

Generell bin ich schon für die Erziehung mit Leckerlies, aber sie müssen eben korrekt eingesetzt werden, sonst hat man irgendwann einen Hund, der nur noch für Leckerlie arbeitet.

Wenn dein Hund nicht motiviert ist (dazu zähle ich deinen Fall auch: Fehlende Motivation, für ein Leckerlie zu arbeiten und somit hast du keine Handhabe mehr deinen Hund zu belohnen oder anzuspornen), dann würde ich irgendwo eine Frustration schafften, die deinen Hund auf Trab bringt, für deren Befriedigung er alles tut.

Füttere ihn schon Abends zuvor nicht mehr, wenn du am nächsten Tag auf den Hundeplatz gehst.

Und dann nimm die leckersten Leckerlie mit, die dein Hund sich vorstellen kann.

Es lebt, also wirds auch fressen :)

Diese Methode wird oft praktiziert. Sie ist Ansichtssache, es gibt Leute, die finden das nicht gut, oder finden generell Leckerliebelohnung nicht gut. Ich finde die Methode genial.

Und auch nicht sonderlich fies. Denn wenn der Hund sich anstrengt, bekommt er ja sein Futter, man muss ja auch nicht grümelweise füttern, sondern kann mit den Leckerlieportionen auch mal großzügiger sein, damit es für den Hund ein Erfolgserlebnis ist.

ICH muss auch arbeiten, sonst gibts am Monatsende kein Geld. Und ein Straßenhund muss sich auch auf Futtersuche machen und den Athener Müll durchwühlen, sonst ist Hungern angesagt. Das ist also ein ganz normaler Prozess, den man sich da zunutze macht.

Und was das abhängig werden von Belohnungen angeht:

Bei Übungen, die Emil schon kann, schleiche ich die Futterbelohnung nach und nach aus, indem ich sie immer mehr mit Spielen ersetze (das ist bei mir auch eine Ressource, die sich mein Hund erarbeiten muss! Und wenn es nur eine korrekt ausgeübte Grundstellung ist, für die er mit Spiel belohnt wird). Irgendwann spiele ich auch nicht mehr nach jeder korrekten Übung, sondern verlange nach und nach mehr und über längeren Zeitraum etwas von ihm, bis er irgendeine Belohnung bekommt.

Generell variiere ich mit der Belohnung: Futter (Menge und SOrte), Spiel oder einfach nur ein verbales Kommando. Das lässt ihn für Belohnung generell sensibel bleiben.

Und ich LOCKE auch nicht mit Futter, indem ich es ihm vor die Nase halte, sondern er bekommt es, wenn er die Übung richtig gemacht hat. Er weiß also vorher nicht, was kommen könnte. Also arbeitet er auch, wenn ich mal kein Futter einstecken habe ;)

Das ist meine Philosophie zum Belohnen.

Probiere es doch mal aus! Aber wie gesagt: Ich würde erst mal beobachten, dass dein Hund nicht einfach nur zu viel Stress hat.

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