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Meideverhalten

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Ja, das meinte ich wohl mit shitte jetzt wird unangenehm ;)

Ist ja logisch, dass er auf meine Körperhaltung reagiert, weil ich dage ja nix...

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Meideverhalten kann aber auch bedeuten, dass der Hund den Hundebesitzer veräppelt. Wenn er z.B. eine Strafe erwartet und man mit der Hand an seinen Kopf geht, er zwar den Kopf wegzieht, aber der Schwanz hinten trotzdem noch hoch erhoben hat...

a - wieso sollte der Hund eine Strafe erwarten? Aversive Mittel müssen, wenn sie angewendet werden, genau zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden

b- wieso sollte der Hund eine Strafe im Gesicht erwarten? Schläge ins Gesicht?

c- Schwanzwedeln: in diesem Fall Übersprungshandlung, Beschwichtigung, Nervosität

Nix mit Veräppeln.

ganz normales Meideverhalten. Wenn er hinter einer Katze her ist und ich dann etwas wütender auf ihn zu gehe legt er sich auch direkt hin weil er merkt. Schitte jetzt wirds unangenehm...

Das ist kein Meideverhalten sondern Unterwerfung, Angst.

Allerdings bringt er diese Angst nicht mit der Aktion (Katze jagen) in Verbindung - ansonsten würde er es nicht mehr machen. Hier ist eben definitiv das Timing falsch.

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ganz normales Meideverhalten. Wenn er hinter einer Katze her ist und ich dann etwas wütender auf ihn zu gehe legt er sich auch direkt hin weil er merkt. Schitte jetzt wirds unangenehm...

Das ist kein Meideverhalten sondern Unterwerfung, Angst.

Allerdings bringt er diese Angst nicht mit der Aktion (Katze jagen) in Verbindung - ansonsten würde er es nicht mehr machen. Hier ist eben definitiv das Timing falsch.

Hier liegt definitiv die Verfasserin falsch.

Ich kenne jede Menge Hunde, die sehr genau wissen, wenn sie etwas falsch gemacht haben, dies aber trotzdem immer wieder tun.

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Ich kenne jede Menge Hunde, die sehr genau wissen, wenn sie etwas falsch gemacht haben, dies aber trotzdem immer wieder tun.

Jupp. Weil die Belohnung für das, für das sie sich entscheiden, einfach geiler ist als das, was ihnen möglicherweise an Strafe drohen könnte...

Und das hat wenig mit Timing zu tun, sondern schlicht und ergreifend mit der Stärke des Reizes.

Aufspringender Hase ./. Frolic bei Frauchen...

LG Anja

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Huhu

Ich kenne jede Menge Hunde, die sehr genau wissen, wenn sie etwas falsch gemacht haben, dies aber trotzdem immer wieder tun.

ich gebe zu, dass das Thema jagen sicher ein ganz schlechtes Beispiel ist.

Ich kenne aber z.B. auch ganz viele Hunde, die durchaus wissen, dass man nicht ans Essen auf dem

Tisch darf, wenn die Zweibeiner anwesend sind. Aber sowie die Zweibeiner weg sind, schlagen die Hunde zu und sehen entsprechend „schuldbewusst“ aus, wenn die Zweibeiner plötzlich und unvermittelt in der Tür stehen und sich bemerkbar machen. Diese Hunde lernen aus dem richtigen Timing dann auch nur, dass das Klauen unerlaubt ist, wenn die Zweibeiner da sind (sofern man sie persönlich erwischt und nicht per Fernbedienung etc. arbeitet).

Die zeigen dann aber auch kein Meideverhalten weder gegenüber dem Zweibeiner noch gegenüber dem essen ;)

Und das hat wenig mit Timing zu tun, sondern schlicht und ergreifend mit der Stärke des Reizes.

Aufspringender Hase ./. Frolic bei Frauchen...

Stimme ich dir 100 % zu. Aber diese Hund lassen sich auch nicht vom jagen abhalten, wenn man „dann etwas wütender auf ihn zu“ geht.

Aber wie gesagt – ist eigentlich ein blödes Beispiel. Was ich aber eigentlich sagen wollte: das Verhalten (sich hinlegen) ist kein (aktives) Meideverhalten, bei dem der Hund den beängstigenden Reiz (Mensch) meidet. Sondern ein (passives) Angstverhalten, in dem der Hund sich dem Mensch nähert und durch seine Gestik unterwirft (Angstbeschwichtigung).

Gruß Trial

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@all,

Meideverhalten resultiert definitiv über aversive Reize, sei es Frust, Schreck (Disc) usw., d. h. allgemein gesagt, aus negativen Erfahrungen.

@Trail,

es ist richtig dass du geschrieben hast, dass ein Hund der Strafe erwartet passive Unterwerfung zeigt.

Meideverhalten wäre, wenn er zu seinem Herrchen nicht direkt zurück käme, und dabei einen Abstand, damit er ihn nicht erreichen kann, halten würde, oder so gar immer ein Stück weggeht und ausweicht, wenn Herrchen ihn packen will.

Zu deinem Beispiel kann es verschiedene Gründe geben, warum ein Hund immer wieder (Jagd), z. B. er hat noch nicht gelernt, dass er nicht Jagen darf (warum auch immer), er hat es gelernt, aber die Jagdmotivation ist noch zu stark oder oder. Deshalb ist dein Ansatz nicht von der Hand zu weißen.

LG Hans Georg

Der Mensch hat das Sozialverhalten von Hunden tief greifend verändert (D. U. Feddersen - Petersen).

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Ich grabe das mal aus.

Man liest hier im Forum (und auch sonst überall) vielfach über Meideverhalten und ich habe den Eindruck dieser Begriff löst sofort heftige Gegenreaktionen aus ohne neutral darüber sprechen zu können.

Daher wollte ich mich mal näher mit „Meiden“ auseinandersetzen.

Die Erklärung hier im Thema zu Meideverhalten von Bärenkind gefällt mir am besten, ist sie doch bemüht das ganze etwas mehr in die Tiefe zu denken, als die bloße Sicht „Meideverhalten = Reaktion auf aversive Verhaltensweisen des Menschen“.

Ich sehe das etwas anders bzw. habe verschiedene Anregungen dazu gelesen, die ich dann nun gerne wiedergeben möchte – zumindest versuche ich es ;)

Was ist überhaupt Meideverhalten?

Wie schon richtig gesagt ist das ein Verhalten, das so ziemlich ALLE Hunde auf unangenehme oder unbekannte Reize zeigen (gibt kaum Hunde, die nicht in irgendeiner Form meiden). Meiden ist dabei nicht unbedingt gleich zu setzen mit „Wegrennen/Flüchten“.

Ein Hund der flüchtet meidet.

Ein Hund der jemanden beißt, wenn er bedrängt wird, meidet.

Ein Hund der beschwichtigt meidet.

Ein Hund der bei einem fremden Reiz zu seinem Menschen kriecht und sich zwischen seinen Beinen versteckt meidet.

usw.

Was davon ein Hund zeigt, hängt an mehreren Faktoren. Veranlagung, Charakter, Erfahrung…

Gerade den nordischen Rassen schreibt man zu, eine hohe „Fluchttendenz“ zu besitzen, ähnlich dem Wolf (kann ich zumindest bei meinem bestätigen). Während andere Hundeschläge vlt eher zu ihrem Menschen kriechen wenn‘s unangenehm wird.

Meideverhalten ist also um Grunde das, was ein Raubtier zu dem macht, was es ist. Die stete Abwägung zwischen Flucht und Beute schlagen/ räubern.

Es ist hündisch. Es ist normal. Der Hund MAG nicht alles, findet nicht alles toll und prima und hat durchaus auch mal auf ein schnödes Sitz keinen Bock.

Ein Hund der keinerlei Meideverhalten zeigt (also überhaupt nicht) ist für mich unter Umständen eine arme Sau, weil man den ratzfatz zu einer willenlosen Marionette machen kann.

Was mich zur Ausbildung/Erziehung bringt. Es ist schön, wenn ich immer positiv arbeiten kann, den Hund stets motivieren kann und dieser Spaß an der Arbeit hat. Aber wenn der mal meidet heißt das nicht automatisch, dass ich den aversiv angelangt habe. Das kann auch sein, dass ich den zB in einer Situation unbewusst überfordere. Oder etwas von dem verlange, worauf der grad keinen Bock hat.

Meideverhalten zeigt ein Hund nicht nur, weil ich ihn prügele, mit Disc und/oder Wurfkette beschmeiße etc.

Es gehört zum normalen hündischen Verhaltensspektrum dazu.

So. Jetzt habe ich erst mal genug paraphrasiert, was andere irgendwann mal zu Papier gebracht haben ;)

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Warum wird Meideverhalten eigendlich immer so negativ belegt?

Beispiel

Ich gehe mit Nelli die Straße entlang.

Auf der anderen seite schmeißt sich ein anderer Hund voll in die Leine und kläfft was die Stimmbänder hergeben.

Nelli geht derweil seelenruhig mit mir weiter, ganz entspannt nachdem sie mal kurz rüber geguckt hat was da los sein könnte.

Sie meidet den Hund also.

Ich sehe das eher positiv als negativ.

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Warum wird Meideverhalten eigendlich immer so negativ belegt?

Beispiel

Ich gehe mit Nelli die Straße entlang.

Auf der anderen seite schmeißt sich ein anderer Hund voll in die Leine und kläfft was die Stimmbänder hergeben.

Nelli geht derweil seelenruhig mit mir weiter, ganz entspannt nachdem sie mal kurz rüber geguckt hat was da los sein könnte.

Sie meidet den Hund also.

Ich sehe das eher positiv als negativ.

Nelli meidet nicht, sondern ignoriert in diesem Beispiel.

Übrigens das Beispiel von Bärenkind mit dem Futter, ist auch kein Meideverhalten, sondern der Hund ignoriert irgendwann Futter.

Wenn nicht definiert, was unter Meideverhalten zu verstehen ist, ist es ein sinnloses Unterfangen, vernünftig darüber zu diskutieren.

Denn dann kann jeder darunter verstehen, was er/sie will.

Beweise haben nicht wirklich die Aufgabe, jemanden davon zu überzeugen, dass etwas wahr ist. Sie dienen nur dazu, um zu zeigen, warum etwas wahr ist. (Andrew Gleason)

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HG,

wir können ja nichts dafür, wenn du Hunde derart reduzierst und ihnen Meideverhalten nur zusprichst, wenn sie aversiv mit Wurfdisc und co in Kontakt kommen.

Wenn du deiner Definition etwas hinzufügen möchtest: nur zu.

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