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Meideverhalten

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Jedes Lebewesen, dass in der Lage ist, kognitiv zu denken , meidet als eine Antwort auf

Erlebtes und die damit gemachten Erfahrungen.

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Hey Yatzy

Mal aus eine Video-Doku von H. Schlegel.

H. Schlegel wurde für die größte Diensthundeschule der Welt, als Berater und Ausbilder engagiert.

Mit einem ganz einfachen Mittel deckte er die gemachten Fehler in der Diensthundeausbildung auf.

Alle vorgeführten Hunde wurden dazu eingesetzt, bei Demos usw. im Falle eines Falles zuzubeißen, was sie auch munter taten.

Trotzdem mieden diese Hunde den von H. Schlegel mit gebrachten Figuranten, der einen Sack mit Plastikflaschen in der einen Hand und einen Stock in der anderen hielt, mit dem er auf diesen Sack schlug, während er auf die Hunde zuging.

Sämtliche Hunde flüchteten, wenn der Figurant ihnen auf einige Meter zu nahe kam.

Warum flüchteten sie?

In ihrer Ausbildung wurden sie nur darauf trainiert, flüchtende (farbige) Personen zu attackieren.

Nun ging einer in die Offensive (aversiver einschüchternder Reiz) und die Hunde flüchteten, zeigen also sämtlich massives Meideverhalten dem Figuranten gegenüber.

Sie waren nicht über (Wehrtrieb?) Wehrmotivation ausgebildet worden, sondern offensiv, trotzdem zeigten sie Meideverhalten.

Sie zeigten das, was ganz natürlich ist, eine überlebenswichtige (Furcht/Angst) Reaktion, etwas bedrohliches Unbekanntes wurde gemieden.

Beweise haben nicht wirklich die Aufgabe, jemanden davon zu überzeugen, dass etwas wahr ist. Sie dienen nur dazu, um zu zeigen, warum etwas wahr ist. (Andrew Gleason)

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Ihr meint,dass agressives Nach-Vorne-gehen auch ein Meideverhalten ist?

Ich finde eigentlich nicht.

Ein Hund,der in eine unangenehme bis beängstigende Situation gerät,meidet sie nach Möglichkeit,in der Regel.

Was ja natürlich und wichtig ist.

Kann er nicht meiden,verteidigt er sich,also resultiert die Verteidigung aus dem Meiden,ist aber nicht dasselbe.

Immerhin kann sich ja auch eine offensive Agression entwickeln,die Meiden überflüssig macht???

Also,ein häufiges dominieren,dass aus einer meidesituation entsteht,führt zu einer höheren bereitschaft Konflikte auszutragen?

Schönes Thema,ich lasse mich gerne eines besseren Belehren.

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Warum flüchteten sie?

In ihrer Ausbildung wurden sie nur darauf trainiert, flüchtende (farbige) Personen zu attackieren.

Nun ging einer in die Offensive (aversiver einschüchternder Reiz) und die Hunde flüchteten, zeigen also sämtlich massives Meideverhalten dem Figuranten gegenüber.

Ja eben. Die wurden offenbar nie im Ernstfall mit der Situation konfrontiert sich selbst einem Bedrohungsreiz ausgesetzt zu sehen, sondern lediglich der fliehenden Beute hinter zu hetzen. Gerade bei "Beutelutschern" hat man diesen Fall in der Realität wohl auch häufiger, weil sie abseits von Spiel-Objekt (Wurst, Arm, usw) keinen Beutereiz ausmachen können. Oder nicht schnell und akkurat genug.

Sie waren nicht über (Wehrtrieb?) Wehrmotivation ausgebildet worden, sondern offensiv, trotzdem zeigten sie Meideverhalten.

Was heißt offensiv ausgebildet?

Hinter Wehrtrieb setzt du übrigens ganz richtig ein Fragezeichen - existiert nicht. Zum Glück.

Sie zeigten das, was ganz natürlich ist, eine überlebenswichtige (Furcht/Angst) Reaktion, etwas bedrohliches Unbekanntes wurde gemieden.

Jetzt bin ich ein wenig überrascht, denn das widerspricht doch nicht dem was ich schrieb?

Meideverhalten oder präzisieren wir: Fluchtverhalten macht den Hund zum Hund.

Daran ändert fehlerhafte Ausbildung auch nichts.

verwirrte Grüße....

p.s.: vlt könnten wir es wieder allgemeiner halten? Weg vom Schutzdienst?

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Ihr meint,dass agressives Nach-Vorne-gehen auch ein Meideverhalten ist?

Ich finde eigentlich nicht.

Ein Hund,der in eine unangenehme bis beängstigende Situation gerät,meidet sie nach Möglichkeit,in der Regel.

Was ja natürlich und wichtig ist.

Kann er nicht meiden,verteidigt er sich,also resultiert die Verteidigung aus dem Meiden,ist aber nicht dasselbe.

Zum fett markierten: das ist der Kern der Sache. Genau.

Sicher ist es nicht exakt das selbe in seiner sichtbaren Handlung. Für den Hund steht aber eines im Vordergrung: RAUS AUS DER SITUATION, egal welche Handlung er dann letztlich abspult. Die Intention ist die selbe.

Jetzt kann man sich fragen, warum manche flüchten und manche wehren (manche sogar ohne fluchtversuch direkt ins wehren übergehen). Die Unterschiede liegen im Wesen eines Hundes (Veranlagung + Umwelteinflüsse + Erziehung).

Manche Hunde haben das Selbstbewusstsein und die Erfahrung sich durch beißen aus unliebsamen Situationen rausmanövrieren zu können.

Andere haben nicht genug Selbstbewusstsein und ziehen es vor zu meiden, indem sie sich auf den Boden schmeißen, zu Füßen des Menschen (beschwichtigen).

Andere kehren so einem Menschen den Rücken und verabschieden sich in den Wald und wollen nie wieder kehren. Wieso? Weil die zwar Selbstbewusst genug sind in die Einsamkeit zu ziehen, aber nicht die Veranlagung + Erfahrung haben einen Menschen zu löchern.

Im Kern wollen die aber alle das gleiche. Und darum gehts mir.

Immerhin kann sich ja auch eine offensive Agression entwickeln,die Meiden überflüssig macht???..

Also,ein häufiges dominieren,dass aus einer meidesituation entsteht,führt zu einer höheren bereitschaft Konflikte auszutragen?

Den Satz (und den danach) verstehe ich nicht.

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Hey Yatzy

Originalbeitrag

Jetzt bin ich ein wenig überrascht, denn das widerspricht doch nicht dem was ich schrieb?

Meideverhalten oder präzisieren wir: Fluchtverhalten macht den Hund zum Hund.

Daran ändert fehlerhafte Ausbildung auch nichts.

verwirrte Grüße....

Dann solltest du ganz einfach noch mal nachlesen, was du alles geschrieben hattest!

Und Fluchtverhalten ist etwas anders als Meideverhalten.

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Wo liegt denn für dich der Unterschied?

Das habe ich nämlich offenbar noch nicht verstanden.

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Mein Hund hat sich ganz bewußt zum Meiden entschieden.

Das war seine Wahl.

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Originalbeitrag

Wo liegt denn für dich der Unterschied?

Das habe ich nämlich offenbar noch nicht verstanden.

Vielleicht an einem Beispiel:

Ein Hund, der mal mit einem Stachelschwein unliebsame Bekanntschaft gemacht hat, wird das Stachelschwein bei der nächsten Begegnung meiden (im Sinne von nicht Angreifen), aber nicht davor flüchten.

Ein Wolf der fasst mal in einer Schnappfalle gefangen wurde, wird diese meiden, aber nicht davor flüchten.

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Flucht ist doch eine ganz andere Reaktion als Meiden.

Yerom ist nicht geflüchtet, er hat sich nicht von der Hand berühren lassen, war aber in der Nähe.

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