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Jannis

Bracken

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Brackentier110   
vor 6 Stunden schrieb Nebelfrei:

 

Finde ich sehr gewagt zu sagen, woher willst du wissen, ob andere Hunde unglücklich sind, nur weil du es so machst...

Weil ich meine Hündin nicht von Anfang an jagdlich geführt habe und durchaus sagen kann, dass sie trotz aller Auslastung vorher wesentlich unglücklicher war. Jetzt ist sie viel ausgeglichener.

 

Und ich bin absolut dafuer, dass in Deutschland Bracken von den Vereinen nur an Jäger mit Jagdgelegenheiten abgegeben werden.

 

Denke eine jagdliche Leistungszucht kann man auch nicht mit da ist vielleicht eine Bracke mit drin vergleichen. Die Hunde werden einfach seit Generationen nur darauf gezüchtet und wo ist dann der Sinn sich so einen Hund anzuschaffen wenn man das genau das gerade nicht tun möchte? Entzieht sich mir jeder Logik! 

 

Und damit meine ich nicht die Tierschutzhunde, denen ein zu Hause mit alternativer Auslastung gegeben wird. Das finde ich super! Sondern auch gezielt einen Hund aus Leistubgszucht anschaffen und dann genau das nicht zu tun wozu er gezüchtet wurde.

 

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Brackentier110   
vor 5 Stunden schrieb Lique:

Es gibt aber doch noch einen Graubereich zwischen beim Schäfer/Jäger leben und dreimal täglich ums Haus dürfen.

Ich stell es mir anstrengend vor, wenn es nervt, dass ein Jagdhund im Wald Jagdverhalten zeigt. 

 

Weiß eigentlich jemand, wie viele Jäger es in noch Deutschland so ca gibt, die das in Vollzeit machen (ich hab auf die schnelle nichts gefunden) ? Lohnt sich dafür  die Zucht der ganzen Jagdrassen oder sollte man die dann nicht überwiegend einstellen, wenn nur Jäger solche Hunde halten sollten? Denn die Hobby-Jäger die ich kannte hatten alle ein überschaubar großes Revier und außerhalb der Jagdsaison, wo man alle 2 Wochen mal jagen ist, bestand das Leben überwiegend aus Revierpflege und Familienhund. Muss aber nicht repräsentativ sein. 

 

Kann nur von mir sprechen. Ich arbeite mit den Hunden 2-3mal die Woche jagdlich. In der Saison wird dann wirklich 2-3mal die Woche gejagt außerhalb der Saison trainiert und wenn es langsam los geht 1-2mal richtig gejagt und 1-2mal trainiert. 

 

Und natuerlich sind die Hunde auch immer dazu noch Familienmitglieder und andere Beschäftigtigungen gibt es auch wie z.B. Canicross. Aber nichts kommt halt fuer die Hunde ans Jagen ran. 

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Nebelfrei   
vor 9 Minuten schrieb Brackentier110:

 

Und ich bin absolut dafuer, dass in Deutschland Bracken von den Vereinen nur an Jäger mit Jagdgelegenheiten abgegeben werden.

 

Dagegen spricht auch die Genetik, wenn Hunde nur an sowenige Leute verkauft werden, verengt sich der Genpool.

 

vor 11 Minuten schrieb Brackentier110:

Weil ich meine Hündin nicht von Anfang an jagdlich geführt habe und durchaus sagen kann, dass sie trotz aller Auslastung vorher wesentlich unglücklicher war. Jetzt ist sie viel ausgeglichener.

 

Möglicherweise war die angebotene Auslastung falsch.

 

Was für Rassen 'dürfen' denn, deiner Meinung nach, Leute halten, die einen Familienhund halten wollen?

 

Ich kenn diese Sprüche von den absoluten Spezialisten, die nur genau mit einem bestimmten Leben glücklich werden von den Hütehunden zu genüge. Sprüche eben...

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Brackentier110   
vor 1 Minute schrieb Nebelfrei:

 

Dagegen spricht auch die Genetik, wenn Hunde nur an sowenige Leute verkauft werden, verengt sich der Genpool.

 

 

Möglicherweise war die angebotene Auslastung falsch.

 

Was für Rassen 'dürfen' denn, deiner Meinung nach, Leute halten, die einen Familienhund halten wollen?

 

Ich kenn diese Sprüche von den absoluten Spezialisten, die nur genau mit einem bestimmten Leben glücklich werden von den Hütehunden zu genüge. Sprüche eben...

 

 

Hmm...wird seit Jahren in den Vereinen genau so praktiziert, dass Jagdschein und Jagdgelegenheit nachgewiesen werden müssen fuer einen Welpen. Bei den Bracken fallen pro Rasse im Durchschnitt 50-100Welpen im Jahr. 

 

Mit Hütehunden kenne ich mich leider gar nicht aus, aber die Aussies etc., die ich kenne sind so weit ich das überblicke nicht aus Linien, die durchweg aus Hunden bestehen wo mit allen Hunden gehütet wurde. Wuerde die eher mit Beagle oder Dackel vergleichen wo es auch Linien gibt, die nicht mehr auf jagdlichen Leistungen gezüchtet werden. Doch das will man bei den anderen Bracken (und auch bei anderen Jagdhunden) unter allen Umständen vermeiden auch gerade wegen dem kleinen Genpol. Und das ist auch richtig so.

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Lique   

Da wären für mich weiter Zahlen interessant. Ich kann wieder nur für die Jäger sprechen, mit denen ich zu tun hatte. Da ich aber so an`s Thema Bracke kam, hab ich mich schon versucht ausführlich zu unterhalten. Erstmal waren da die Hälfte von den Hunden Privatvermehrungen innerhalb befreundeter Jäger. Auch mein "Bezugsjäger" hat seinen Mix aus diversen Bracken intakt gehalten mit dem Ziel der Verpaarung, einfach weil er den Hund mochte. Die, mit denen ich gesprochen habe, haben auch deutlich weniger mit dem Hund "jagdlich gearbeitet", als von Dir geschildert. Mehr so alle 2-3 Wochen mal nen halben Tag jagen, eher kein Training oder 2-3 Mal im Jahr (viele von den Hunden daher  eigentlich auch nur zur Begleitung der Treiber verwendbar). 

 

Wenn man Deutsche Bracken nur an Jäger abgibt, die das von Dir geschilderte Pensum erfüllen (so in etwa, hört sich ja nach toller Auslastung an), dann könnte es sich auch recht bald ausgezüchtet haben (wäre mir ja egal, ich seh da nur einen Konflikt für Rasse-Bracken-Liebhaber). "Hauptsache der Halter hat nen Jagdschein" kann ja auch nicht eure Intention sein, es sollte doch schon um die konkrete jagdliche Auslastung gehen, oder?

 

 

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Lique   
(bearbeitet)
vor 16 Minuten schrieb Michael13:

 

Nun ja, bei aktuell 374.000 Jägern in Deutschland, das sind wirklich wenige..... 

Und einen Deutsch Drahthaar wirst du vom Züchter ohne Jagdschein selten bis gar nicht bekommen. Wird also seit Jahrzehnten schon praktiziert. 

 

 

Das hab ich überlesen. Also stimmt meine Annahme nicht. Ist die Annahme 374.000 Jagdscheine = 374.000 geeignete Jagdhuntehalter, die deshalb vom Züchter den Hund bekommen sollten und 374.000 000 Jäger die auch wirklich regelmäßig zum Züchter gehen um den Pool am leben zu erhalten?

 

Ich würde so rechnen:

 

374.000 000 Jagdscheine

abzgl. derer, die gar keine Bracke wollen

abzgl. derer, die auf Privatvermehrung zurückgreifen

abzgl. derer, deren "Jagdverhalten" (hihi) für die Brackenhaltung gar nicht so sehr geeignet ist

 

= Nachfrage für den Genpool "Bracke"

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Lique   
(bearbeitet)
vor 4 Minuten schrieb Michael13:

Wenn ich eine Bracke zur Nachsuche führe, wird sie auch entsprechend ausgelastet. Nicht nur 2-3 mal im Jahr. Gerade auf Schweiss ist regelmäßiges Arbeiten notwendig. Von der Nachsuche bei Wildunfällen ganz zu schweigen.

 

Versteh mich bitte nicht falsch, ich stelle nicht in Abrede, dass man eine Bracke  durch jagdliche Arbeit entsprechend auslasten kann. :D

 

Ich hab halt nur die alten Herren erlebt, wo der Hund oft halt auch einfach "dabei" ist. Und ich hab eben keine Ahnung, wie viele das hauptberuflich machen etc., das wäre für mich eben interessant gewesen. 

 

Mir ist schon klar, dass die Bracke ein Jagd-, Jagdhund ist. Und ich würd mir auch sicher keine vom Züchter holen. ;)

 

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Mowgli   

Hallo,

ich habe jetzt die "gegenteilige" Frage, weil ich meine Brackenmixe  (Pflegehunde) nicht jagdlich führen will, sondern das Jagen, so gut es geht, umlenken will in "harmlose" Beschäftigungen - was kann man mir da raten?

Wäre sowas wie Flächensuche eine passende Beschäftigung? Gerade der Große rennt gerne weit mit der Nase auf dem Boden....was kann ich zukünftigen Interessenten raten?

Ich hätte auch keine Probleme damit, die Hunde an Jäger abzugeben - aber da sind sie schon zu alt, sind immerhin schon ein Jahr lang vom Jagen abgehalten worden, anstatt gefördert zu werden.

yangjan16_9.jpg

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Lique   
(bearbeitet)
vor 13 Minuten schrieb Michael13:

 

Ob hauptberuflich oder nicht ist nicht relevant. Bei jeder Jagd muss ein jagdtauglicher Hund (Prüfung) dabei sein. Das ist in Deutschland gesetzlich festgelegt

Ich hab nen Segelschein? Was weißt Du jetzt über mein Segelverhalten? Warum muss dann überhaupt jemand beim Brackenzüchter zusätzlich die Jagdgelegenheit nachweisen? Reicht doch dann Vorlage des Jagdscheins?

 

Ich hab doch gar nicht gefordert, dass Zucht-Bracken an Privathände abgegeben werden. Hier wurde die These aufgestellt "Deutsche Bracke nur an Jäger". Ich sehe nur ein Problem für die Zucht, wenn man sie nur an Jäger abgibt, die sie angemessen jagdlich halten. Das wird nun nicht gelöst, indem man solche Tiere für Privatleute züchtet. Ich seh da gar keine Lösung ehrlich gesagt, aber ich hab auch kein Interesse am Zuchterhalt. Die, die da ein Interesse haben, sollten sich eine Lösung überlegen. 

 

Wenn man als Voraussetzung nur das pauschale Vorliegen des Jagdscheins nimmt, ist natürlich alles tutti. 

 

 

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Lique   
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vor 21 Minuten schrieb Michael13:

 

 

Ist keine These, ist Tatsache. Wird vom JGHV genau so erfolgreich praktiziert.

Ich glaube jetzt haben wir unseren Dissens auf den Punkt gebracht. Für mich ist hier "erfolgreich" eine These. Für mich ist nur weil jemand Jagdnachweis und Jagdgelegenheit hat nicht nachgewiesen, dass die Hunde alle angemessen ausgelastet werden bzw. es zwingend besser haben als bei einem Nichtjäger, der sich anderen Schnickschnack überlegt (Fährtensuche, Mantrailing, WoistderKäse und wasweißichwas). Das kann keiner wissen und ich kenne zumindest einige Jäger, die - im besten Fall - Ausnahmen und im schlimmsten Fall einen großen Anteil darstellen. Ich weiß es nicht. 

 

Das nonplusultra für eine Bracke ist sicher ein Leben bei einem Jäger mit regelmäßigem jagen (...), das wäre wohl der Konsens. 

 

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