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Welpe zieht bald ein und viele Fragen

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In 3 Wochen zieht bei uns ein Rhodesian-Labrador Mix ein und ich hab schon fast 1000 Welpenbücher gelesen ;) und dadurch sind einige Fragen entstanden die niergends beantwortet werden. Vielleicht mach ich mir auch zu viele Gedanken und sollte alles auf mich zukommen lassen, aber ich möchte so wenig Fehler machen wie möglich!

1. Was kann ich meinem Welpen am Anfang zumuten? Im Welpenbuch steht, das man vom 1. Tag an mit der Erziehung beginnen soll. Das mit dem "Nein" verstehe ich ja, also das er nicht auf die Couch usw. Aber auch gleich mit dem "Sitz" Platz Komm?? Wohl kaum oder?? Ab wann kann man denn damit beginnen??

2. Wieviele "Kunststücke" kann ich ihm auf einmal zumuten? Sollte ich lieber warten bis er z.b. das "Sitz" kann und dann mit dem nächsten beginnen??

3. Wenn ich ihm Leckerlies gebe, soll ich das vom richtigen Futter abziehen, steht in dem einen Buch. Wenn ich jetzt zb 50 x "Sitz" mit ihm übe, dann bekommt er ja fast nix mehr bei der richtigen Mahlzeit mehr! Oder ist das eher "Wunschdenken" und der Welpe hält solange gar nicht durch

4. Außerdem sollte das Trockenfutter ja eingeweicht werden. Da wäre die Frage gibt es auch Leckerlies für Welpen, hab bis jetzt noch keine gesehen? Weil wenn ich das Reguläre Trockenfutter als Leckerlie gebe, kann ich s ja schlecht einweichen-oder doch? Wie lange (bis zu welchem Alter) sollte das Trockenfutter eingeweicht werden. Ab wann kann man auf Naßfutter umstellen oder ist das gar nicht nötig?

5. In einem Buch steht, das man mit Welpen die später groß werden am Anfang nicht so weit sparzieren gehen sollte und erst ab dem 5. Monat so langsam steigern soll. Aber was ist nicht weit?? :???

6. Laut Vorbesitzer ist der Hund sehr dominant, außerdem ist ja auch ein Jagdhund mit drin. Wie kann ich das von Anfang an unterdrücken, bzw in den Griff bekommen, das es später nicht irgendwann ausartet. Welche Spiele sind da zb, geeignet und welche eher ungeeignet?

7. In unserem Haus wohnt ein 10 jähriger Huskymix (weibchen), mit dem ich zur Zeit mittags sparzieren gehe. (muss ich aber nicht) Außdem ist er auch oft oben bei uns und nutzt den Garten. Sollte ich die beiden gleich am 1. Tag zusammenbringen oder lieber warten bis sich der Welpe etwas eingewöhnt hat?

8. Ab welchem Alter kann ich mit ihm in die Hundeschule?

9. Da ja ein Labrador mit drin ist, kann ich den Hund waschen?? Hab mal gehört das man Hunde die fürs Wasser gezüchtet sind, nicht gewaschen werden sollten, da das Fell sonst nicht mehr Wasserdicht ist?!?!

10. Stimmt es das man einen Welpen der später groß wird nicht chipen lassen sollte, sondern erst wenn er ausgewachsen ist, da der Chip beim Wachstum irgendwie stört??

Puhh weiß jetzt gar nicht ob ich alles habe. Mir fallen bestimmt mit der Zeit noch mehr Fragen ein. Wenn mir das so durchlese, ists vielleicht einfacher wenn man mir ein gescheites Welpen/Hundebuch empfehlen kann? :Oo

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Nur mal am Rande. Es stecken ZWEI Jagdhunde drin.

Wie seid Ihr an den Hund gekommen? Wie alt ist er?

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Übers Internet und er ist momentan noch 5 Wochen Alt und wenn wir ihn bekommen 8 Wochen.

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Ich finde die Mischung schon heftig und nicht unbedingt anfängergeeignet. Aus dem Internet ist auch so eine Sache. Habt Ihr den "Produzenten" schon besucht? Wie hat er sich zu Euren Fragen geäußert.

Mein Rat: Ab in die Hundeschule, sobald er sich eingelebt hat. Wahrscheinlich wird ausgiebiges Anti-Jagdtraining nötig werden.

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Also, auch wenn es sich so anhört, wir sind nicht blauäugig an den Hund rangegangen, grad der Rhodesian wissen wir das er sehr dominant und sein leben lang versuchen wird die Oberhand zu gewinnen. Ich will auf jeden Fall viel Zeit und Energie in den Hund stecken, welche ich auch habe, bin jeden Tag ab 14 :00 Uhr zu Hause.

In der Anfangszeit wird er 7 Wochen nie alleine bleiben damit er sich an uns gewöhnen kann und wir uns an ihn.

Wir haben den Vorbesitzer Besucht, allerdings konnte er uns nicht viel sagen, nur das er nie Probleme mit seinem Hund hatte und das er ein ruhiges gemütliches Wesen hätte. Er hätte schon viele Rhodesian gehabt und die wären alle so gewesen.

Darauf will ich mich aber nicht stützen, hab schon genug anderes gehört und gelesen und stelle mich darauf ein, das es eine anstrengende Zeit wird!

In der Hundeschule will ich demnächst mal anrufen und fragen was er uns für Tips geben kann.

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Huhu,

also als erstes würde ich mal versuchen, nicht zu verkrampfen, sondern etwas zu entspannen und die Vorfreude nicht durch Furcht vor Fehlern, die jeder irgendwo macht, zu zerstören.

Meiner Meinung nach ist der größte Fehler, den man machen kann, sein Bauchgefühl zu vergessen und im Geiste bei jedem Furz, den der Welpe macht, im Bücherregal zu wühlen und in Buch 387 zu blättern.

1) Ein Welpe sollte die Möglichkeit haben, sich an seine Menschen zu binden. Sind die aber immer schon permanent präsent, wie soll er auf einen von ihnen zugehen?

2) Ein Welpe braucht vom ersten Tage an das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, was ihm nicht gegeben wird, wenn seine Menschen ständig überlegen, ob das, was sie da geade tun, richtig oder falsch ist, da er Unsicherheit sofort sieht und spürt.

3) Kein normaler Mensch übt mit einem Hund 50x sitz. Davon mal ganz abgesehen, dass ich nie verstehen werde, warum dieses Sitz so unglaublich wichtig ist. Mir wäre wichtig, dass mein Hund gerne zu mir kommt, ich würde NIEMALS von einem Welpen ein Sitz verlangen, wenn er gerade gekommen ist, ich würde ihn SOFORT für das Ankommen füttern. Viele Menschen sind der Ansicht, Hunde dürfen nur im Sitzen essen, warum hat mir noch niemand erklärt. Ich füttere meinen Hund für das, was er GERADE gut gemacht hat, lasse ich ihn erst mal sitzen, füttere ich ihn IMMER nur für das dämliche sitz.

4) Ich würde mit meinem Welpen viel Spielen. Körpernah, Bodennah, er muss eine Beißhemmung lernen, also Spiele hören sofort auf, sobald er respekt- und distanzlos wird. Ich gehe weg und beachte ihn nicht mehr.

5) Man kann ein Leben lang Trockenfutter geben. Diese Einweicherei ist eine Philosophiefrage. Mein Hund bekommt sein Futter nicht eingeweicht, weil ich will, dass er kaut und weil sein Futter auch nicht quillt. Futtertheorien und Futterreligionen gibt es mehr wie Sand am Meer, somit halte ich mich hiermit bedeckt. Möge sich jeder so lange schlau lesen, bis er das findet, was ihm zusagt.

6) Habe noch nie gehört, dass ein Chip beim Wachstum stört. Ein vernünftiger Züchter gibt seine Hunde bereits gechipt ab.

7) Hundeschule kann man ab dem Moment machen, wenn der Welpe sich zuhause wohl fühlt und auch draußen keine Unsicherheit mehr zeigt. Manche Hundeschulen lassen Welpen erst ab einem bestimmten Impfstadium zu. Da sollte man sich vorher erkundigen. Auch finde ich es wichtig, dass man vorher OHNE Hund mal zusehen darf, wie dort so gearbeitet wird. Auch hier sollte man sein Bauchgefühl nicht zuhause vergessen. Es gibt so viele wirklich schlechte Hundeschulen... also vorsicht.

8) Man sollte Hunde generell nicht unnötig waschen. Ein kleines Erdferkel mal mit der Dusche abzubrausen ist dabei nicht das Problem, aber diese ständigen Shampoonieraktionen halte ich für schlecht für den natürlichen Schutzmantel eines jeden Hundes. Da ist es egal, ob er das etwas stärker talkproduzierende System der Wasserhunde hat, oder ob er anderweitig befellt ist. Hier ist weniger mehr und wenn ein Hund sonst gut gepflegt wird, dann braucht man auch nicht ständig zu baden.

9) Mein Welpe darf nur dem hinterher jagen, was ich bewege. Also keine Vögelchen, keine Blättchen, keine anderen Tiere. Das gilt vom ersten Tage an und wenn es noch so süß aussieht, wenn Welpilein dem Herbstlaub hinterhertobt. Die Aussage des Vorbesitzers, der Hund sei dominant... nun ja... würde ich mal relativieren. Ein Hund, der bei jeder Hundebegegnung einen Kampf anzettelt und generell als Gewinner hervorgeht, kann vielleicht als Dominant bezeichnet werden. Ob das so ein paar Wochen alter Hund schon tut, wage ich zu bezweifeln. Unterdrücken wird man Dominanz nie, wenn sie denn dan wirklich vorhanden ist, man kann sie nur leiten und führen.

Aus meiner Erfahrung ist es völlig unerheblich, ob man einen unsicheren oder einen dominanten Hund hat, eine gute und sichere Führung brauchen sie beide, um ein gutes Mitglied unserer Gesellschaft zu werden. Der erste wäre sonst schnell überfordert und tut aufgrund dessen Dinge, die uns nicht gefallen, der zweite macht sein Ding genau so, wie es für ihn gut ist, was aber nicht zwangsweise in unser Leben passt.

10) Kunststücke würde ich so nebenbei spielerisch erarbeiten, wie ich alles andere auch spielerisch erarbeiten würde. Mein Welpe würde nur sehr wenig Futter im Napf finden, da er sich den Rest tagsüber erspielen kann. Damit ist seine Beschäftigung und Bestätigung gesichert und wie viel im Napf ist, ist total egal, wichtig ist, dass er die richtige Menge bekommt und vor allem auch RUHE. Ruhe ist für einen Welpen mindestens genauso wichtig zu lernen, wie komm oder sonst was. Und zwar dann, wenn ich das möchte. Es kann nicht sein, dass immer und ständig jemand verfügbar ist, wenn Welpi grad meint, spielen zu wollen.

11) Was die Strecken des Spaziergangs betrifft, so würde ich es auch langsam steigern und Du merkst auch, wie müde Dein Hund ist. Meinen habe ich wirklich lange geschont, weil er es mir auch zeigte, dass er so viel noch nicht verträgt. Die gleichaltrige Drahthaarhünding mit der mein Hovawart aufwuchs, konnte damals schon 4x so lange und wollte/brauchte das auch. Würde dazu auch den Tierarzt mal befragen.

12) Mit dem anderen Hund würde ich den Welpen erst zusammen bringen, wenn sie sich mit Euch wohl fühlt. Das kann schnell gehen, es kann aber auch einige Tage brauchen. Man sollte wissen, wie der andere Hund auf Welpen reagiert, speziell in seinem Revier. Manche Hunde sind da nicht so zimperlich. Schlechte Erlebnisse sind nicht schön für Welpen und können bleibende Schäden verursachen. Vielleicht trefft Ihr Euch mal auf neutralem Gebiet zuerst.

Hab ich was vergessen???

Wünsche Euch ein gutes Gefühl für das Tier, die richtige Mischung aus Liebe und Konsequenz und keine Berater mit fraglicher Fachkenntnis.

LG Anja

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Der Ridge ist seh dominant und wird immer versuchen die Oberhand zu gewinnen? Wer sagt denn so etwas. Ich kenne viele Ridges. Die sind meist recht sensibel. Wichtig ist schon das was Anja schreibt. Wobei ich es schon für sehr wichtig halte, dass Ihr Euch kompetente Hilfe holt.

Warum konnte Euch der Produzent (wie kam es eigentlich zu dem Wurf?) nicht mehr Informationen geben). Wie sieht es mit dem Vater aus? Wie ist der vom Charakter her?

Was man bei den beiden Rassen natürlich bedenken solte ist auch der gesundheitliche Aspekt. Röntgen etc. ist da sehr wichtig.

Das hat nix mit Bangemachen zu tun. Ich halte es für wichtig, dass man das im vorhinein weiß. Alles andere ist blauäugig.

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Dominante Rassen gibt es nicht.

Es gibt nur Rassen, die dazu gezüchtet wurden, auch durchaus Entscheidungen selbst zu treffen und nicht permanent auf eine Ansage des Hundeführers zu warten.

Ein Labrador, Border-Collie oder Australian Shepherd ist sicher mit mehr Genen ausgestattet, die ihn zur Kooperation mit dem Menschen bringen, als ein Hovawart oder Herdenschutzhund.

Je nach dem, was bei der vorliegenden Mischung durchschlägt, kann man also einen totalen "will to please" Hund haben, oder eben einen Hund, der sich auch durchzusetzen vermag. Wobei es auch in jeder Rasse Hunde gibt, die ihre Rassebeschreibung offensichtlich noch nie gelesen haben ;) .

Seid einfach offen, nehmt ihn wie er ist und hofft auf eine gute Quelle mit gesunden Elterntieren... mir sträuben sich bei dem, was ich hier lese allerdings auch etwas die Nackenhaare...

LG Anja

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Also ich hab nicht vor verkrampft an die Sache ran zu gehen. Auch wenn es vielleicht anders rüber kam. Ganz im Gegenteil, der Hund soll ja in erster Linie da sein um Freude zu machen und auch zu haben.

Ich wollte mir lediglich ein paar Ratschläge holen um Fehler zum größten Teil auszuschließen und da sehe ich nichts verkehrtes dran. In die Hundeschule werden wir auf jeden Fall gehen und ich werde auch bald da anrufen.

Beide Elternteile (kenne allerdings nur die Mutter) sind sehr lieb und ruhig, lt Besitzer. Der Vater ist leider ausgebüchst und überfahren worden. :(

Ich hab mit einem Züchter telefoniert und der hat mir gesagt, das die Hunde durchaus so sein können und auch sind.

Natürlich kann es sein das der Hund der liebste von der Welt ist oder sensibel oder vielleicht eher ängstlich. Das werden wir sehen wenn wir uns näher kennenlernen und dann auch darauf eingehen. Aber es schadet doch nichts sich schon mal im Vorfeld zu informieren wie man mit ihm am besten umgeht wenn der Hund eher dominant ist.

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@Hundchen

Dominant ist ein sooooooooo dehnbarer Begriff, dass ich mir darüber jetzt noch keine Gedanken machen würde.

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