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Hundeforum Der Hund
Bärenkind

Was ist so schwer daran, mit einem Hund von A nach B zu gehen?

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Seit Jahren beobachte ich -vor allem bei Ersthundehaltern- ein faszinierendes Phänomen.

Es scheint nahezu unmöglich zu sein, sich mit einem Welpen oder Junghund ohne "komm-komm-komm-komm" oder "Sammy-hier-Sammy-hier-hier-Sammyyyyyy" und ständiges Leine umgreifen, stolpern, sich nach dem Hund drehen, wieder rufen, Leine wieder neu wickeln, ranziehen, wieder los lassen, Hund doch schnüffeln lassen, warten, vielleicht unter vielen "Komms" doch wieder angehen, einfach nur von A nach B zu bewegen.

Früher sagte man bei mir im Umfeld immer "der Hund folgt ja gar net" .

Mir klang das lange etwas altertümlich, dieses FOLGEN. Heute hat es für mich wieder mehr Bedeutung, wenn man mal um sich schaut, wie viele Teams so miteinander durch die Welt eiern.

Sie stürmen in die Hundeschule und wollen grundsätzlich, dass ihr Hund sitzt. Sitz zu können scheint das Überleben eines jeden Hundes zu sichern, denn nicht anders erkläre ich mir, warum kaum ein Hund im Stehen Leckerlies bekommt. Kann mir vielleicht hier jemand erklären, warum ein Hund zum Essen immer sitzen muss?

Das nächstwichtige sind KOMMANDOS. Die meisten sind total enttäuscht, wenn sie nicht jede Bewegung ihres Hundes mit einem Kommando kommentieren dürfen. Warum? Warum muss man stets und ständig auf seinen Hund einreden?

Gibt man dann aber die Aufgabe, sich einfach mal mit dem Hund zu bewegen, alle Hundeführer auf einem Platz, jeder mit seinem Hund eine Art Team darstellend, möglicherweise sogar noch kommunizierend... dann geht das Gestolpere, Leinengerödel, Leinengewickel, Gerucke, Gezuppel, Gezögere, Gewarte, Geschnuppere in vollem Umfang los. Begriffe wie Körperspannung, Tempo aufnehmen, den Hund mal mitnehmen, ob er will oder nicht, sind TOTALE Fremdwörter und absolut nicht umsetzbar. Warum? Wir schlurfen doch sonst auch nicht permanent stolpernd und eiernd durch den Alltag. Warum also so bald man einen Hund an der Leine hat? Wer folgt denn wem? Wer gibt denn die Richtung vor?

Einen Hund einmal ein paar Centimeter gegen seinen Wunsch in eine Richtung zu bewegen/ziehen, die man selbst gerade für erstrebenswert hält, der Hund aber nicht, scheint für viele Menschen nachgerade an seelische Grausamkeit zu grenzen. Ständiges Gerucke, Weggezerre und Gezuppel am Halsband ist aber hingegen völlig normal.

Bitte helft einer Trainerin auf die Spur, WAS ist so unendlich schwer, einen Hund mit etwas Selbstbewusstsein von A nach B zu führen?

LG Anja

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Huhu Anja,

ich komm sogar bis D! :D

Sorry, das war jetzt OT, aber diese Fragestellung ist super, ich bin auf die Antworten sehr gespannt!

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Hm...die Angst etwas falsch zu machen, aber doch eigentlich alles richtig machen zu wollen.

Vieles irgendwo mal mit halben Ohr gehört zu haben (Komm, Hier usw.) und es wegen dem halben Ohr auch nur halb, wenn überhaupt, umzusetzen bzw. umsetzen zu können.

Die Koordination von Arm, Bein, Kopf, Leine, Stimme und Leckerchen scheint einfach viele zu überfordern...und sich zum Horst machen...das wollen die Allerwenigsten.

Die Meinung, dass man seinem Bauchgefühl nicht vertrauen kann...

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also ich komme mit Benni auch so langsam bis C :D

Er ist ja auch so um die 5 Moante rum, aber dieses rumgehampel an der Leine mag ich auch nicht.

Wir sind dabei, das "Bei Fuß" so langsam aufzubauen, auch ohne Hundeschule :kaffee:

Und es klappt, ich hasse es wie die Pest ,wenn Hund einen überall hinzerrt.

Und es klappt immer besser, er geht nur links, und so fast ohne zu zerren,

Er muss allerdings auch mal "Sitz" machen, vor überqueren der Strasse zum Bleistift.

Ich finde, "Sitz" ist das einfachste Kommando und für Hunde un Besitzer schnell zu lernen, der Rest ist einfach aufwendiger ;)

Mit "Platz" hats gedauert bei Benni, mag er auch nicht so gerne, "Bleib" auch, aber wir sind ja noch am Anfang.

Und Leckerlies gibts allerdings auch nur ,wenn er sitzt, weil auch die beiden Riesennachbarshunde oft dabei sind, und drei wie blöd nach Leckerlie schnappenden Hunde sind einfach nicht vernünftig zu füttern.

Aber das machen die drei bei mir schön brav, alle drei sitzen und der Rangfolge nach gibts was nettes.

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Ich habe keine Antwort, ich beobachte aber das gleiche Phänomen

auch hier in Spanien :(

Alles latscht auf den Hundeplatz, bei den Meisten frage ich mich

wozu :???

Wenn ich keine Energie und Konzentration aufbringen kann, sollten

Einige sich einen anderen Zeitvertreib suchen.

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Unwissenheit ist meiner Meinung nach der Knackpunkt. Woher soll ich wissen, was richtig ist, wenn alle behaupten das Richtige zu wissen. Ich bin als Unerfahrene auf andere angewiesen.

Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass ein bißchen Vertrauen in die eigene Fähigkeiten gar nicht so verkehrt ist :yes:

Viele Grüße

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Begriffe wie Körperspannung, Tempo aufnehmen, den Hund mal mitnehmen, ob er will oder nicht, sind TOTALE Fremdwörter und absolut nicht umsetzbar.

LG Anja

Haben wir in der hundeschule gelernt ,da bedarf es gar keiner vielen Worte .Der Hund folgt.

Aber man (ich),mußte das mit der körperspannung erst mal gezeigt bekommen .

Bei uns war auch das Problem, das unsere dauernd mackiert haben ,das unterbinde ich ,sie müßen nicht überal gegen pinkeln. Und sie akzeptieren das .Das können sie machen wenn sie Laufen dürfen.

Seid dem kommen wir auch von A nach B =) ,hat aber auch seine Zeit gedauert. :motz:

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ich arbeite hart an mir, ein Kommando nur EINMAL zu geben. Das ist echt schwierig.

EINMAL "hierher", respektive Pfiff. Warten. Nicht nochmal Pfeifen / Rufen, sondern dann ein lauter, kurzer, verbaler Klaps a la "aa!" und meist reicht das bei Leila dann. Wenn Hundi echt null hört, weil grad soviel Wind in den Ohren und das gefundene Fressen allzu köstlich ist, hole ich sie ab, bin kurz laut, häng´ sie an die Leine und geh´kommentarlos weiter. Komischerweise läuft Leila DANN perfekt bei Fuß.

Kennt ihr auch das Syndrom, dass wenn ihr mit anderen spazieren geht und Hundi ruft, ein Rufen-Helfen einsetzt? Alle rufen, pfeiffen und gestikulieren und das mehrmals. Das macht mich echt kirre aber das kriegt man den Leuten nicht beigebracht - sie helfen doch nur.

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Ich denke ALLE Ersthundebesitzer sind so, wie Du es hier beschrieben hast. Warum sie so sind...hm keine Ahnung. Ich schließ mich Angela an.

Außerdem hat man vielleicht Angst dem Hund weh zutun oder mal an ihm zu rucken. Denn das tut man ja nicht :Oo

Ich kann mir auch vorstellen und da sprech ich aus Erfahrung, das es am Anfang ziemlich viel auf einmal ist, was man zu Beachten hat. Wenn man dann auch noch den Trainer im Nacken hat, verstärkt sich das alles.

Man ist einfach unsicher und unerfahren im Umgang mit Hunden. Dabei möchte man doch alles richtig machen und vielleicht auch beim Trainer einen guten Eindruck hinterlassen.

Heute geh ich auch eher Schmunzelnd an einer Welpenunterrichtsstunde vorbei....aber, sind wir doch mal ehrlich....wir haben alle mal so angefangen ;)

e015.gif

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Ich denke auch, dass man unsicher ist und auf so viel auf einmal achten muss...

In unserer Hundeschule wurde mir aber auch beigebracht, den Hund nicht einfach durch die gegend zu rucken oder ihn mit plötzlichem richtungswechsel/stehenbleiben usw. zu überraschen, sondern ihm vorher "bescheid zu geben", also das er irgendwie die möglichkeit hat sich drauf einzustellen... widerspricht sich das jetzt? Ich bin mir auch nicht mehr so sicher... zu lange her... aber irgendwie so wars...

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