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Hundeforum Der Hund
IW Angie

Erst blutiger Ernstkampf, dann wieder große Liebe?!?

Empfohlene Beiträge

Hallo!

Ich spreche hier sicher kein neues Thema an, und es überschneidet sich thematisch mit Dominanz/Aggressionsverhalten. Da ich hier erst ein paar Tage dabei bin, hab ich auch nicht alle Beiträge in beiden Bereichen gelesen.

Erstmal unsere etwas längere Geschichte. (Wie das Rudel zustande gekommen ist, hab ich unter "wir lernen uns kennen" (HAllo aus Neumünster) beschrieben.

Mein "Labradoggi" FREKI ist mit inzwischen knapp 7 Jahren der älteste der Bande und war eigentlich auch bei allen nachfolgenden Hunden unangefochtener Rudelführer (öhm, uns Menschen natürlich ausgenommen...). Als wir nach 1 1/2 Jahren super zusammengearbeitet haben, kam dann SWAFNYR ins Haus (da war Freki 3 1/2). Die beiden waren von Anfang an ein gutes Team, FREKI hat sich liebevoll um den Kleinen gekümmert, ihn sich geduldig und konsequent zurecht erzogen. :respekt: Kurz, ausser beim Training konnte man sich die beiden nicht mehr ohne einander vorstellen. :knuddel

Selbst als ich dann noch 1 Jahr später CASY bei mir aufnahm, gab es unter den Rüden keinerlei Reibereien, SWAFNYR hat niemals irgendwelche Führungsansprüche gestellt, er ist sogar ganz selbständig seiner Schwester während der Stehhitze aus dem Weg gegangen, während Freki in der Zeit nicht ansprechbar war. :Oo (ich habe nur das Verhalten an Zäunen und Türen beobachtet, selbstverständlich habe ich die Hunde sorgsam getrennt! SWAFNYR konnte in der Koppel neben CASY laufen!!!).

Wie ich schon in meiner Vorstellung erzählte (guckt es Euch bitte an, bevor ihr mich lüncht!), gab es dann leider doch einen Wurf von FREKI und CASY- da waren es dann (vorrübergehend) 9!

Es war neben des Ärgers über diesen ungewollten Zuwachs nicht nur sehr anstrengend, sondern auch superinteressant, die Welpen im Rudel aufwachsen zu sehen. Klare Arbeitsteilung:

Mama war Milchbar, hat ihren Job gemacht und war dann auch fertig damit ( war sicher auch der blanke Horror für sie mit den kleinen Riesen). Papa FREKI hat den Wächter für alle gemacht (wie ein Hütehund und seine Schafe) und SWAFNYR hat den Part des Lehrers/ Erziehers übernommen.

Nach wie vor keinerlei Reibereien, alle haben trotz mehrerer Alternativen auf einem großen Haufen geschlafen, sich gegenseitig geputzt, etc. :kuss:

Etwa eine Woche vor dem geplanten Abgabetermin für die Welpen (Land in Sicht!) gab es, wie schon häufig vorher, ein Lagerfeuer in unserem Garten und einige Gäste. :party: Nichts Wildes, nur abendlicher Sit- In mit den Welpenkäufern.

Die Hunde durften, wie sie es auch kannten, frei bei den Menschen im Garten herumlaufen.

Jeder Besucher bekommt bei mir grundsätzlich einige Grundregeln zum Umgang mit meinen Hunden, wozu als allererstes gehört, das keine Spiele oder irgendwelche Übungen mit den Tieren gemacht werden. Naja, Angie kuschelt ihre Kinder ins Bett, kommt zurück in den Garten und sieht jemanden einen Stock werfen "Hol, SWAFNYR!" Hund hört, 8 laufen mit, ich mecker, weil null Bock auf Beuteaggression in der Meute. Mensch entschuldigt sich, legt den Stock auf das Treibhausdach, damit wieder Ruhe einkehrt. SWAFNYR nervt ihn, will weiter spielen. Mensch sagt " Hol ihn doch!" - ohne zu wissen, dass FREKI inzwischen die begehrte Beute vom Dach geholt hat. (Er kommt an die Kante, wenn er springt). FREKI legt Stock ab, Mensch sagt nochmal "Hol, SWAFNYR" und Hund hört wieder.

Was in der nächsten Sekunde kam, war fürchterlich blutig, und nachdem wir im Schein des Feuers erstmal alle Welpen + Mutter ins Haus gebracht hatten, erkannte ich erst, das FREKI keinerlei Unterwerfungsgesten anerkannte. SWAFNYR wollte nur noch weg, wurde aber nicht losgelassen. Irgendwie konnte ich FREKI dann von dem anderen runterholen, beide getrennt, untersucht, TA,... Um 4 Uhr morgens war ich mit meinen Hunden aus der Tierklinik zurück.

Um 7 Uhr bin ich dann, vom Telefon aus dem Bett geklingelt, im Halbschlaf den falschen Weg durch die Wohnung gegangen und auf einmal standen sich die beiden Kampfhähne im Wohnzimmer gegenüber- :wall: da war ich wach!!! :o

dann traute ich meinen Augen nicht, als die beiden Schulter an Schulter zu ihrem Lieblingskissen gingen und sich gegenseitig die Wunden leckten!!!

Seitdem- immer kritisch beäugt- keinen weiteren Stress. Ausser einem waren dann alle Welpen weg- und immernoch alles roger. Die beiden klebten wieder zusammen wie eh und jeh.

Einige Monate später machte ich nacheinander meine abendlichen Gassi- Runden (jeder einzeln),

komme nach Hause wie immer, lasse SWAFNYR ins Wohnzimmer, wie immer. Da geht FREKI aus heiterem Himmel wieder auf den anderen los!!! Kein Spielzeug oder Futter in der Nähe, die restlichen Fellnasen haben ruhig gelegen. Für mich alleine keine Chance, die beiden zu trennen.

Wieder reine Abwehr bei SWAFNYR und gefallener Vorhang bei FREKI. Aber: Dieses Mal hat der Große von alleine aufgehört (nach etwa 1 Min.). :??? Wieder zum Tierarzt. Im Wartezimmer haben sich die beiden nicht mit dem A.... angeguckt.

Da sie sich seitdem nur noch angefaucht haben, leben die beiden jetzt voneinander getrennt, das hat sich auch prima eingespielt.

So, jetzt kommt ihr: 1. Ich hab echt schon einiges mit den unterschiedlichsten Hunden erlebt, konnte mit und ohne Hilfe viele große Probleme in den Griff bekommen und habe bereits zwei Jahre erfolgreich als Trainerin gearbeitet, aber diese Situation stellt mich vor ein größeres Rätsel als meine gesamte Ausbildung. Könnt Ihr mir sagen, was mit den beiden los ist?

Und 2. Ich habe mal gelernt, dass Ernstkämpfer nie wieder Freunde werden. Nach diesem Verlauf- :??? Gibt es vielleicht doch noch ne Chance? Bis zu dieser Situation habe ich grundsätzlich entschieden wer im Haus wo hin darf, und es wurmt mich, dass ich im Moment eher fremde Rüden ins Haus lassen kann, als die beiden zusammen zu lassen.

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Keine Chance, trennen.

Der Alte merkt, daß er langsam abbaut und wehrt den Anfängen. Der Junge wird ihn zunehmend obstinat antesten, bis er ihm den Platz abkämpft.

Ich hab ja strckenweise drei und mehr Zuchtrüden hier gehabt: die Zeit zwischen 8 und 10 Jahren war die härteste. Du kannst übigns davon ausgehen, daß der alte Rüde früher stirbt als eigntlich sein Zeit wäre. Die gbn sich auf.

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Das war ja auch mein erster Gedanke und auch das, was mein halbwegs gesunder Hundeverstand mir sagt.

Um so mehr hat mich diese überaus freundliche Begegnung nach dem ersten Kampf überrascht.

Und mit der anderen Sache sprichst Du einen sehr präsenten Gedanken an, zumal FREKI seit drei Jahren mit unbehandeltem Hautkrebs lebt, der sich jedoch, seit CASY im Haus ist, nicht weiter entwickelt hat. (hat alle Diagnosen deutlich überlebt) :klatsch:

Er lebt jetzt mit einer seiner Töchter zusammen bei meinem Mitbewohner (Hausgemeinschaft), da ist er nicht allzu viel alleine und darf der Kleinen gegenüber immernoch eine Führungsposition behalten. Die beiden sind echt ein kerniges Team, zumal sie sich sehr ähnlich sehen. ;)

Futter, Training, Spass und Sport sind immernoch unsere unbenommenen gemeinsamen Dinge, die wir beide nicht missen wollen. Ich versuche ihm - so gut es geht- eine ebenso treue Begleiterin zu sein, wie es umgekehrt der Fall ist, und hoffe das beste für seine Lebenserwartung. Er ist und bleibt meine Nummer 1, und bis jetzt hat er noch nie aufgegeben... ;)

Danke für Deine Einschätzung! Ausser unserem "Cheftrainer" in der Schule bist Du der erste, der überhaupt eine Aussage gewagt hat...

:winken: Angie und die Schwarzpelze :danke

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Hallo,

das brodelte aber wohl schon als die Sache mit dem Stöckchen passiert. Wäre der Cheffe wirklich unantastbar gewesen hätte der andere nicht versucht ihm das Stöckchen zu nehmen, egal was du sagst.

Das sie sich danach wieder einig waren ist so ungewöhnlich nicht, erst mal waren die Fronten anscheinend geklärt. Wäre es dabei geblieben, wäre alles gut. Das ist es aber anscheinend nicht, wenn das hier:"komme nach Hause wie immer, lasse SWAFNYR ins Wohnzimmer, wie immer." ausgereicht hat für den nächsten Anlass.

Das wird nichts mehr, der eine mag seinen Chefposten nicht aufgeben, der andere nimmt ihn nicht ernst genug, Von daher schliesse ich mich Pudlich an, getrennt halten.

Zitat:

Und 2. Ich habe mal gelernt, dass Ernstkämpfer nie wieder Freunde werden.

Es kommt erst gar nicht zum Ernstkampf, wenn die Hunde in der Lage sind sich zu einigen.

Von daher ja, wer ernst macht, der meint das auch so.

Gruß Iris

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Ein Bekannter von mir hat auch mehrere Hunde im Haus. U.a. 2 Rüden, einen Schäfermix und einen Tervueren.

Der Schäfermix ist der Rudelboß. Auch zwischen diesen beiden gibt es manchmal heftige Kämpfe, die, wenn sie nicht getrennt würden, für einen von beiden wahrscheinl. tödl. ausgehen würden.

Diese Kämpfe entstehen aber immer nur, wenn es entweder um Resourcen/Futter oder um eins der Mädels geht.

Ansonsten ignorieren sich die beiden vollständig.

Bei dem Schäfermix (auch schon älter, weiß nicht genau wie alt), merkt man aber, daß er den anderen Hunden immer mehr Freiheiten läßt.

Mein Bekannter hat mir dann erklärt, daß je älter der Rudelboß wird, umso weniger Kämpfe er riskiert. Dies macht er aus dem Grund, weil er weiß, daß er körperlich nicht mehr so kann. Und Gesundheit geht auch bei Hunden vor.

Als Bsp.: Früher durfte der Tervueren nicht auf die Couch, heute schon, aber nur wenn Schäfermix nicht drauf ist.

Mein Bekannter hat natürlich den Vorteil, daß er weiß, welche Schlüsselreize für einen Kampf notwendig sind.

Und um ev. Nachfragen zu vermeiden. Mein Bekannter ist nicht nur sehr Hundeerfahren, er bildet auch Hunde aus.

Wenn er selbst außer Haus ist, trennt er die Rüden, ansonsten sind alle Hunde zusammen.

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Huhu Angie,

trennen!

Einzige Möglichkeit!

Der Kampf um die Macht, kann auch tödlich enden!

Und da hat Mensch dann keine Chance mehr! Leider! :(

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Also tödlich...?

Glaub ich nicht, weiß ich nicht. Erlebt hab ichs noch nicht und davon gehört auch nicht.

Rüdenkämpfe sehen und vor allem hörn sich meist viel spektakulärer an als sie sind.

Was aber am Ergebnis nichts ändert, trennen ist schon richtig.

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qbob,

von Rüden auch nicht, aber von zwei Weibern! :motz:

So sind sie halt die "Büchsen"! :D

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DAnke erstmal!

Übrigens: der Stock war abgelegt, SWAFNYR wäre sonst nicht einmal in die Nähe gegangen.

FREKI hat aber in den Wochen vorher immer häufiger seine Position bestätigen lassen, es war ihm scheinbar auch ein Bedürfnis, um seiner Rolle sicher zu sein (was mich wieder auf den Kommentar von Pudlich zum alt werden bringt).

Aber letztendlich bestätigt ihr mir alle, was ich bisher auch für das Richtige gehalten habe.

auch wenn er die Kämpfe eindeutig nicht für sich entschieden hat, ist SWAFNYR durch seine Nervenstärkeauch bei den anderen sofort anerkannt worden.

zu Wintermärchen:

da ich zwei Kinder zu Hause habe, fallt diese Variante für mich aus. Meine ursprüngliche Frage drehte sich aber genau darum, ob das in meiner Anwesenheit noch hinzukriegen wäre.

Ich kenne da nämlich zum Beispiel eine Husky-Truppe, bei der sich zwei der Rüden auch angehen, sobald sie nach dem Ausspannen die Möglichkeit haben, aber bei der Arbeit tadellos "funktionieren".

:think:

Da FREKI selber über jede Unterwürfigkeit hinaus geprügelt wurde, hat er bereits in seinen ersten beiden Jahren den Grundstein für eine gestörte Kommunikation gelegt bekommen, die Baustelle ist mir sehr wohl bekannt... :(

Also kann ich mir über das mögliche Ausmaß einer Auseinandersetzung schon so einiges zusammen reimen.

:boxing

:danke für Eure Einschätzungen! Liebe Grüße angie und Schwarzpelze

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(bearbeitet)
Übrigens: der Stock war abgelegt, SWAFNYR wäre sonst nicht einmal in die Nähe gegangen.

Dann hat es dein alter vermutlich drauf angelegt. Ich kann bei meinen Hunden beobachten, wenn die sich uneins sind, das tatsächlich gewissen Schätze einfach liegen gelassen werden oder in Besitz genommen werden und der Hund dem es gehört, der geht ein Stück weg und wartet dort. Tut noch so, als gucke er nicht hin. Aber wehe es kommt ein anderer und wagt auch nur in die Nähe zu gehen, dann gibt es saueres.

Mein Rüde kann das ganz gut, wenn er meint die Damen wären zu großkotzig geworden ;-)

Gruß Iris

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