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polar-chat.de  Der Hund
Karen

6 jährige Mali Hündin - Probleme sind vorprogrammiert

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Hallo,

geht es euch auch manchmal so - man sieht einen Hund mit seinem HF bei denen sooooooo vieles im Argen liegt das man es fast nicht aushält und man möchte helfen aber kann es nicht?

Jedenfalls geht es mir gerade so.

Es gibt in meiner Nachbarschaft ein älteres Ehepaar. Sie hatten einen 7 jährigen Belgier-Mix "Freddy". Dieser Hund war eine Seele von Hund, verträglich mit fast allen, sehr menschenbezogen und eher ruhig vom Temperament. Freddy trainierte bei uns Agility - er war nie der "Crack" aber sein Besitzer hatte auch keinerlei Turnierambitionen und so passte das schon! :)

Freddy musste ganz plötzlich seine Besitzer verlassen - er hatte einen Gehirntumor und musste von einem Tag zum anderen über die Regebogenbrücke gehen. Die Besitzer waren ganz plötzlich ohne Hund und war so schlimm für sie das sie schon 3 Tage später in's Tierheim gingen um nach einem neuen Hund zu suchen. Sie wollten einem älteren Hund ein schönes Zu Hause geben - finde ich persönlich ganz toll! :klatsch:

Und jetzt kommt's: sie suchten sich eine fast 7 jährige Malinois Hündin aus. Diese Hündin ist zwar zu Menschen sehr aufgeschlossen kläfft aber an einer Tour. Sie kläfft IMMER und ständig wenn sie vor die Tür gehen. Sie ist nicht abzustellen. Jedenfalls sehe ich das ihr Besitzer mit ihr total überfordert ist - der Hund ist nun seit 8 Wo. bei ihm, keinerlei Anzeichen von Bindung zu erkennen. Er erzählte mir das er seine "Mali" (so heißt sie jetzt) inzwischen clickert und das es recht gut klappen würde (in meinem Kopf 1000 :??? ) Dann clickte er einfach drauf los (der Hund war am kläffen und zog weg von ihm) immer wieder click und click und click. Dann sagte er "komisch....sonst klappt das ganz gut" (Boah ey.... :wall: )

Naja....ich fragte ihn ob er Lust hätte ein gutes Hundebuch zu lesen, vielleicht könnte er ja da einiges an Hilfe draus erfahren und gab ihm "die Welt in seinem Kopf" von Dorothee Schneider.

Er las es und war begeistert. Leider clickt er immer noch wild in der Gegend herum und seine Mali kläfft nach wie vor wie irre.

Ein einiziges Mal war er mit ihr im Agi Training - Der Hund biss sogar in den Sacktunnel (der ist aus Metall!) wie eine gestörte.

Mali ist meiner Einschätzung nach eine gaaaaanz selbstbewusste Hündin bei der eine konsequente Führung unerlässlich ist. Man weiß leider nichts von ihrem Vorleben - nur das sei aus Frankreich kommt. Anscheinend gehen sie 2 x in der Wo. zu einem Training im TH (gibt wohl dort eine Trainierin)

*puuuuuuh ich wollte das einfach mal niederschreiben - mir tut der Hund leid, die Menschen auch - alle sind überfordert und sehr unglüklich über die Situation. Zu Hause sei Mali eine ganz liebe und ruhige Hündin...draußen mutiert sie zur Chaotin! Zum Glück ist sie nicht agressiv....nur eben total durchgeknallt/überfordert mit allem.

Mit solchen Hunden braucht es Geduld aber meiner Ansicht nach auch Hundeerfahrung - an Zweitem mangelt es hier leider...... Ich frage mich wie das TH einen solchen Hund in diese Hände geben konnte? :(

LG,

Karen mit Bonny + Isa

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Hallo Karen,

da kann ich dich verstehen. Ich bin echt total entsetzt.

Malis sind zwar echt tolle Hunde (in der richtigen Hand) aber bei diesem Besitzer. Oje, ein Mali lernt sehr schnell, also auch das falsche Clickern, aber das weißt ja selber.

Das Tierheim hat, entschuldigung, einen Schuss.

Geht es hier wieder mal nur darum, einen Hund weniger zu haben?

:wall::wall::wall:

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Kann verstehen, das Du Dir Sorgen machst :Oo

Soviel mal wieder dazu, das Hund und Herrchen bzw. Frauchen

auch wirklich zusamenpassen müssen.

Schade um den Mali :(

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Hallo Karen,

gerade wenn es einen Mali betrifft, finde ich das sehr bedenklich ...... und kann Dich gut verstehen.

Da sie ja noch in TH zu der Trainerin gehen, habe ich so die leichte Hoffnung das es dort auch bemerkt wird und man evtl. über eine Rücknahme des Hundes nachdenkt .... :Oo:Oo:Oo

Hier bei uns gibt es auch so ein paar Teams, die mir die Haare zu Berge steigen lassen ....

Es gibt aber auch 2 "Chaotenteams" wo wirklich "nichts" so richtig scheint, aber Hund und Halter sind dabei sowas von entspannt und belästigen niemanden .... dass ich das immer mit einem Schmunzeln beobachte .... :)

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Ich kann Deine Besorgnis sehr gut verstehen, die Kombination an sich klingt schwierig. Aus eigener Erfahrung würde ich persönlich da aber längst noch nicht so schwarz sehen.

8 Wochen Eingewöhnungszeit für eine 7jährige Hündin ist überhaupt nicht viel. Elli hat Monate gebraucht um wirklich anzukommen. Draußen war sie kaum ansprechbar. Auch die Bindung kann man als Außenstehender nicht immer gut beurteilen. Es kann sein, dass die im Haus wirklich schon ganz gut ist, sie sich anschließt und schon recht wohl fühlt, das mit dem Klickern (wie gut oder schlecht gemacht auch immer) irgendwie funzt, sie aber draußen ein "ganz anderer Hund" ist an den man noch nicht so heran kommt.

Wie Du schon geschrieben hast, sind die beiden älteren Herrschaften (wie alt eigentlich? ) nicht ganz unerfahren. Klar waren sie mit ihrem ehemaligen Hund ein eingespieltes Team und jetzt ist alles neu.

Also bevor ich jetzt zu schwarz malen würde, würde ich Ihnen einfach mal Zeit geben, mit Rat und Tat zur Seite stehen (wenn sie das denn wollen) und ansonsten einfach mal wirklich einige Monate abwarten. Im Frühjahr kann das schon ganz anders aussehen. Ich wünsche es allen Beteiligten sehr.

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