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Hundeforum Der Hund
LaBruixa

Leishmaniose lautet die Diagnose!

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Sorry Pudlich, das kann ich so leider nicht stehen lassen. Ich habe eine mittlerweile 9 Jahre alte Leishmaniosehündin und korrigiere Dein Post mal direkt in Deinem Text

Ein paar Fakten dazu:

1. Die Hunde bedürfen dauernder Medikation, was nicht ganz billig ist.

Das stimmt so nicht: Ob ein infizierter Hund Medikation braucht hängt vom Titer ab. Ist der Titer hoch oder zeigen sich Symptome ist eine Medikation unumgänglich. Mit deren Hilfe ist es möglich die Erkrankung in den Griff zu bekommen und der Hund kann noch Jahre ohne Medikamente leben. Wichtig ist, den Titer von Zeit zu Zeit zu kontrollieren, vor allem natürlich wenn Symptome auftreten zu handeln. Das meistgegebene Medikament Allopurinol kostet im Monat zwischen 10 und 15 Euro.

2. Die meisten befallenen Hunde sterben früher

Wo hast Du das denn her? Auch hier muß man bitte unterscheiden: Ist es "nur" eine "äussere" Leishmaniose oder ist es eine innere, die die Organe in Mitleidenschaft zieht? Je nach Schwere der Erkrankung KANN eine Leishmaniose das Hundeleben verkürzen, MUSS aber nicht. Gut eingestellt kann auch ein solcher Hund steinalt werden

3. Stress ist Gift. Aber manchmal gehts nicht ohne, wenns um Erziehung geht.

Streß ist für alle Erkrankungen Gift. So pauschal kann man das nicht sagen. Das würde ja bedeuten, dass man keinen Leishmaniosehund dem Streß der Erziehung aussetzen dürfte, na das wäre aber ein Spaß!

Auch hier gilt wieder: Es ist vom Krankheitsstand des jeweiligen Hundes abhängig, wie arg Streß empfunden wird und wie arg die Auswirkungen sind. Sicher ist es richtig, dass in einem akuten Schub mit einem hohen Titer Streß negativ wirkt. Aber nur dann.

4. L. ist übertragbar. Durch den Klimawandel sind die ürsprünglich nur in Südeuropa vorkommenden Insekten bis zur Mainlinie nachgewiesen, Verbreitung steigernd.

Leishmaniose wird so gut wie ausschließlich über die Sandmücke übertragen, die durch das allgemein mildere Klima tatsächlich auf dem Vormarsch gen Norden ist.

Eine Ansteckungsgefahr für andere Lebewesen besteht nur, wenn der erkrankte Hund Hautläsionen hat, die mit offenen Wunden oder Schleimhautläsionen anderer Lebewesen in Kontakt kommen. Beispielsweise Wunden lecken durch andere Hunde. Es ist auch eine Ansteckung der Welpen im Mutterleib möglich. Aber selbst das muss nicht passieren, kann aber. Bei normalem Spiel, Umgang und Alltag ist eine Ansteckung von Hund zu Hund oder Hund zu Mensch so gut wie ausgeschlossen, selbst wenn Hund den Teller mit anderen teilt (übrigens sehr ähnlich wie bei HiV)

5. Der Dreh ist alt: Erst ist der Hund frei. Haben sich die neuen Halter soweit an ihn gewöhnt, daß eine Rückgabe unwahrscheinlich ist, ist er plötzlich doch befallen. Natürlich bleiben die zusätzlichen Kosten beim neuen Halter hängen, ist ja klar.

Das mag tatsächlich in vielen Vereinen so sein. Ein seriöser Verein, der Hunde aus betroffenen Ländern vermittelt spielt mit offenen Karten und jeder Interessent an so einem Hund sollte sich des Risikos einer Leishmanieninfektion oder anderer typischer Südländerkrankheiten vorher bewusst sein. Soooo neu ist das Thema ja nun nicht.

Da würde ich mal nachfragen: Wer zahlt die Leishmaniose-Therapie?

Wenn man das nicht vorher mit dem Verein geregelt hat: Pech. Dann zahlt man selber. Es geht aber auch anders. Der Verein, über den ich damals Graciella bekam übernahm die Kosten des ersten Tests (noch auf Mallorca) und auch die Kosten des zweiten Tests (in Deutschland). Ich wußte, aufgrund des ersten Tests, was mich erwartet und war mit der Regelung einverstanden. Da der zweite Test grenzwertige Ergebnisse brachte wollte ich noch einen dritten Test machen lassen, auch auf andere Mittelmeerkrankheiten und auch diesen übernahm der Verein.

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5. Der Dreh ist alt: Erst ist der Hund frei. Haben sich die neuen Halter soweit an ihn gewöhnt, daß eine Rückgabe unwahrscheinlich ist, ist er plötzlich doch befallen. Natürlich bleiben die zusätzlichen Kosten beim neuen Halter hängen, ist ja klar.

Da würde ich mal nachfragen: Wer zahlt die Leishmaniose-Therapie?

Das wäre geklärt! Der Tierschutz übernimmt alle Behandlungskosten die anfallen in Bezug auf Leishmaniose!

Aber erst nachdem wir und Blancas ehemalige Pflegefamilie richtig Druck gemacht haben :motz: .

Mit der Vermittlungstaktik habt ihr natrülich recht...erst garnicht testen, dann kann man auch nichts falsches angeben.

Aber das wäre mir auch egal...ich möchte Blanca einfach ein schönes Leben ermöglichen und ich hoffe und denke ein Langes. Was ein Hund innerhalb einer Woche schon bei einem bewegt ist der Wahnsinn...das habe ich gestern gemerkt.

Ach ja Blanca Titer liegt bei 1:200 und somit deutlich erhöht.

Über die Ansteckungsmöglichkeiten grasieren soviele Gerüchte im Internet, dass es kaum zum aushalten ist, aber jeder der Ahnung hat und mit dem ich gesprochen habe sagt, dass eine Ansteckung ausschließlich über Blut oder offene Hautläsionen erfolgen kann und Übertragungen auf den Menschen sind so gut wie keine konkreten nachgewiesenen Fälle bekannt. Und durchs spielen von Hunden auch nicht, da muss schon eine herbe Beißerei von statten gehen, nur vom rumtollen passiert da nichts.

Aber solange Blanca total fit ist und keinerlei Anzeichen weder äußerlich noch Organtechnisch aufweist mach ich mir keine Sorgen!

Und vielen Dank für eure hilfreichen Posts :)

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Hey ihr alle,

wie ihr seht , wohne ich in Spanien und hier ist die Krankheit sehr verbreitet.

Habe einige Bekannte , deren Hunde Leismaniose haben, aber es ist wie schon von vielen geschrieben, gut in den Griff zu bekommen, wenn man die Medikation einhält.

Was, wie ja auch schon beschrieben, nicht ganz billig ist.

Aber, es gibt ein Halsband mit Namen Scalibor, das einzige übrigends, das diese Mücke abhält. Meine Hunde haben ständig eines um und bis jetzt , sind sie gesund, obwohl hier diese Mücke , besonders in den Morgen- und Abendstunden fliegt und meine Hunde hier fast das ganze Jahr im Garten sind, weil das Wetter ja auch mitmacht.

Also, wenn die Mücke auch schon in Deutschland nachgewiesen ist, würde ich an eurer Stelle so ein Halsband holen. Ist gleichzeitig auch gegen Läuse und Flöhe.

Hält ein halbes Jahr und ist beim Tierarzt oder auch über ebay, wo es dann billiger ist, zu bekommen.

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Ich habe zur Leishmaniose beim Hund einen Beitrag ins Forum gestellt -

CANINE (KANINCHEN) LEISHMANIOSE BEIM HUND -

eine Blutanalyse und Eiweißelektrophoreszese klären sehr rasch in welchem Stadium der Erkrankung der Hund ist - die Höhe des Titers alleine genügt nicht. Allopurinol oder andere Medikamente die 'vor dem Ausbruch der Krankheit' schützen sollen schädigen massiv die Nieren und lähmen lediglich die Leishamnien können aber effectiv einen schleichenden Krankheitsverlauf und eine weitere Schädigung der Organe und des Immunsystems nicht verhindern - also der Hund bleibt - tödlich -krank. Das ist nicht notwendig. Miltefosine ist ein Wirkstoff der die Leishmanien eliminiert und die Krankheit damit heilt. Nierenschädigung und geschwächtes Immunsystem können mit Vitorgan biologischen Substanzen ebenfalls geheilt werden. Diese Therapie ist allerdings in der Regel jährlich zu wiederholen. Wünsche alles Gute!

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An meinem früheren Wohnort hatte ich eine TÄ die eine Hündin mit Leishmaniose zusammen mit ihrem gesunden Rüden hielt. Sie sagte auch das da keine Ansteckungsgefahr bestünde.

Zu dem entspricht die in Deutschland vorkommende Sandmücke nicht der Art wie sie in den Mittelmeerländern vorkommt.

Bei der in Deutschland vorkommenden Art ist eine Übertragung noch nicht nachgewiesen.

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Bela starb mit 4 Jahren an Leishmaniose. Wir bekamen in mit 6 Monaten aus Spanien, negativ getestet!

Aber nach 2 Monaten begann er zu humpeln, zeigte sonst keine Symptome. Ich bestand dann auf einen neuen Test und dieser war positiv!

Er bekam Allopurinol und regelmäßig wurde der Titer und die Elektrophorese gemacht.

Ich war bei einer TÄ die sich angeblich mit dieser Erkrankung auskannte und ließ Bela auf ihre Empfehlung hin, auch impfen.

Das war ein Fehler. Ein halbes Jahr später ist die Erkrankung dann richtig ausgebrochen!

Bela bekam Nasenbluten das nicht mehr zu stoppen war, es war Alptraum pur! Er starb in meinen Armen, er war und ist mein Seelenhund.....

In jedem Beipackzettel steht's, einen kranken Hund darf man nicht impfen! Jede Impfung schwächt erstmal das Immunsystem und der Körper kann sich dann nicht mehr gegen die Parasiten wehren.

Aber dieses Wissen kam zu spät, ich hatte wie fälschlicherweise so oft, auf das Wissen der TÄ vertraut.

Unterstützung durch den TS Verein, der mir Bela vermittelt hatte, erhielt ich nicht. Dieser Verein hatte weder damals noch heute, nicht mal das Wort "Leishmaniose" auf seiner HP, geschweige denn irgendwelche Informationen!

Ich bin erst durch dieses "negative" Testformular überhaupt auf diese Erkrankung aufmerksam geworden!

Hier mal noch ein Link für dich: www.parasitus.com

Wende dich mal an Dr. Torsten Naucke.

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@Boldizsar: Die TE war das letzte mal vor über einem Jahr hier im Forum, ich denke nicht, das ihr dein Beitrag noch viel nutzt.

Es macht meistens nicht viel Sinn, so alte Themen wieder aus zu graben.

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Fakt ist jeder Hund der aus Spanien oder woher auch immer kommt und auch einen negativen Leishaminose Test hat muss nachgetestet werden - so nach einem halbe Jahr bis Jahr spätestens um wirklich Gewissheit zu haben.

Es gibt übrigens für gesunde Hunde einen Impfstoff gegen Leishaminose - erst seit kurzer Zeit auch in Österreich zugelassen.

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Originalbeitrag

@Boldizsar: Die TE war das letzte mal vor über einem Jahr hier im Forum, ich denke nicht, das ihr dein Beitrag noch viel nutzt.

Es macht meistens nicht viel Sinn, so alte Themen wieder aus zu graben.

Boldidingens macht nur die schlechteste Werbung aller Zeiten für irgendwas, Andrea.

Aber mich amüsiert die Kaninchen-Überstzung immer noch :D :D

Canine (Kaninchen) Leishmaniose beim Hund

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Ja, diese Übersetzung zeigt DEUTLICH, wie sehr boldidingsda sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat :D

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