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Hundeforum Der Hund
Karl

Die "Hundeformel" oder der "vorwärts denkende" Hund (lang und ausführlich) ;-)

Empfohlene Beiträge

Und das ist genau der Punkt, wo ich schlichtweg Prob´s mit der (und ähnlichen) Erziehungsmethode habe:

Grenzen setzen: ok

körperlich einzuschreiten dabei: ok

Aber: prophylaktisch - aus Übungszwecken - Grenzen zu setzen?

Da läuft man Gefahr, den Hund lahm zu legen.

Das funktioniert mit meiner Schäferin, beim Rüden würde ich schnell entweder in einen Berreich kommen, wo er mich nicht ernst nimmt und anfängt mit mir zu spielen, oder er verweigert sich schlicht, weil ich aus seiner Sicht ungerecht handele.

Dann hab ich flott ganz andere Probleme.

@Katja

Schwamm drüber so im Eifer des Gefechtes "brizzelt" es jeden mal :-)

Gruß Iris

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Hallo Trial,

bin mir nicht sicher ob ich das jetzt alles verstanden habe... Mein Gehirn arbeitet morgens auch nur seeehr langsam...

Aber das Seminar (von dem du sprichst) hat dich total geschlaucht (gestresst?) Durch die Bewegung konntest oder kannst du den Stress abbauen/ positive Energie tanken, oder nicht?

Ähnlich ist es bei Hunden auch.

Ich bin aber nicht immer so ganz gut im erklären (sagen meine Kinder ;) )

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Ha danke :kuss:

Ich hatte ja in der Email mein "Problemchen" beschrieben und Caro hat mir eigentlich nichts anderes gesagt als Du Anita. Nur das Du es auf Seite 1 nochmal richtig verständlich für mich geschrieben hast :kuss: Rest kommt gleich per Email ;)

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Hallo!

@BineK

Also Nala ist ja bei einer Grösseren Menschen Ansammlung auf -10 also total fürchterlich . Wie bekomme ich sie da dann auf den 0 Punkt ?

Zu den "rückwärts denkenden" Situationen und Verhaltensweisen schreibe ich noch ausführlich was, ok? Eine kurze Antwort, da bin ich sicher, bringt mehr Fragen als Antworten.

Bissi Geduld, ok?

@Mark: Ein paar haben es Dir ja schon beschrieben. Gemeint ist, das ich diese Form von Konsequenz: Einmal verboten, immer verboten! bei Führungshunden nicht beobachten konnte, im Gegenteil.

@Chubais:

Anblick nahes jagdbares Wild, anblick und Kontakt zur Hündin von Erzfeind.

Nachfrage: Der Anblick reicht für Level +10? Also: Sehen und sofort austicken?

Sollte das so sein, ist die Frage: Bist Du ausserhalb dieser Situation in der Lage die Bewegung Deines Hundes einzuschränken (ohne Hörzeichen, also kein Erlerntes Verhalten)?

Ein Hund, der so, wie von Dir beschrieben reagiert ist oft ein sehr gut „konditionierter“ Hund, bei den jedoch keine Kommunikation, wie in der beschriebenen Art stattgefunden hat.

Ich suche Dir den Link raus, wo ich den Unterschied beschrieben habe, wenn Du damit nix anfangen kannst.

@Shyla:

Siehst Du es als immer wuenschenswert, dass sich Hunde im Freilauf untereinander nicht ueber ein Level 3 hochschaukeln oder gemobbed und in die Flucht getrieben werden uber ein -3 hinaus?

Greifst Du da ein?

Die Frage müsste ich eigentlich ausführlich beantworten, ich mache erst mal die Kurzversion. Hunde beeinflussen einander. Ein Level 3 Hund wirkt beruhigend auf die Gruppe. Wenn das passiert, was Du beschreibst sind die Hunde in der Gruppe vorher schon „zu hoch“ eingestellt.

Beispiel: Wenn Du ein Rudel bestehend aus 6 „3er Level“ Hunden hast und es kommen 4 „zu hoch drehende“ Hunde dazu, kommt es weder zu Mobbing, noch zu anderen Regulationen, eben weil diese Ruhe von den Neuen schnell angenommen wird. Hunde sind untereinander viel besser im weitergeben der Levels als wird Menschen.. ;-)

@Trial:

Und das ist genau der Punkt, wo ich schlichtweg Prob´s mit der (und ähnlichen) Erziehungsmethode habe:

Grenzen setzen: ok

körperlich einzuschreiten dabei: ok

Aber: prophylaktisch - aus Übungszwecken - Grenzen zu setzen?

Da läuft man Gefahr, den Hund lahm zu legen.

Das stimmt 100%ig, was Du schreibst. Gib mir auch da noch ein wenig Zeit, damit ich den Teil schreiben kann, wo es um den Menschen geht.

Macht man das mit der Motivation, wie Du es beschreibst, also um des Üben willens, dann kann das schief gehen.

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Hallo Anita,

herzlichen Dank für Deine Mühe mit dem ausführlichen "Bericht" ganz vorne!!! =)

Ich fand es eigentlich auch recht leicht verständlich und für mich ist das Geschriebene größtenteils auch plausibel und nachvollziehbar (naja, ich GLAUBE jedenfalls das ich verstanden habe, was Du meinst ;) )

Allerdings freue ich mich trotzdem schon sehr hierauf:

Huhu!

Ja, habe ich schon drüber nach gedacht. Wenn ich bissi Zeit habe mache ich ein Video mit meinen Hunden, und erkläre es dann anhand dessen, was man sieht oder was ich tue.

Anschauungsmaterial zu haben trägt ja immer viel zum Verständnis und zur Vermeidung von Missverständissen bei. Insofern: Ich warte ganz gespannt darauf!!! :)

Nochmal DANKESCHÖN! :respekt:

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Moin,

ich versuche es jetzt nochmal zu verstehen - und direkt - ja - ich habe das Eingangsposting mehrfach gelesen.

Beharrlichkeit innerhalb einer Situation, jedoch Willkürlichkeit je nach Situation.
Das heisst nichts anderes, als das wenn Du Dich entschlossen hast, die Bewegung Deines Hundes einzuschränken, oder ihm klarzumachen, dass etwas Dir gehört oder Ruhe zu fordern, Du das Ding auch durchziehst.

Es bedeutet jedoch nicht, dass Du nun IMMER in der gleichen Situation genauso handeln sollst.

Heißt für mich, für den Hund unberechenbar sein zu müssen.

Also dem Hund, wenn man es auf ein Rudel bezieht, ihm die Position des Außenseiters zu zuweisen, der je nach Lust und Laune des Rudelführers durch Mobbing/Willkür eingeschränkt wird.

Und eben durch diese Willkür und Verunsicherung den Hund dazu zubringen, lieber nichts oder wenig zu tun, wie etwas falsches.

Wenn ich hier eine falsche Schlußfolgerung ziehe, dann versuche mir bitte meinen Denkfehler zu erklären.

gruß

sabine

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Wieso denn? Wenn ich möchte, das sie JETZT nicht al erster aus der Tür raus gehen, dann haben sie zu warten. Punkt. Wenn es mir morgen egal ist, dürfen sie als erstes raus gehen. Wieso verunsichert das meinen Hund?

Unter Hunden wird doch auch nicht immer gleich reagiert. Mal darf ein anderer Hund seinen knochen haben und mal nicht. Wenn nicht, dann setzt der Hund das auch durch.

So zumindest verstehe ich es :???

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Hallo Sabine!

Ok, ich versuche es.

Es geht keinesfalls darum, dem Hund die Rolle des Aussenseiters zuzuweisen. Diese "Omega"-Theorie ist uralt und in Hunderudeln von mir noch nie beobachtet worden.

Ein Rudel ist ein Team, jedes Mitglied ist wichtig für die Gemeinschaft.

Die beschriebene Willkür habe ich nur bei Hunden mit hohen Führungsqualitäten beobachtet. Im Gegensatz zu konsequentem Handeln.

Beispiel: In meinem Rudel ist das Hündin Leila. Bekommt sie einen Knochen, und der Schnössel-Mali (Schnössel ist nicht gleich Omega) kommt danach gucken gibts ein grün.. "Lass das bleiben". Hier wäre sie unnachgiebig, wenn es weitere Nachfragen gäbe (das ist Beharrlichkeit innerhalb einer Situation, hier machen Menschen zweifellos die meisten Fehler)

Zwei Stunden später kommt der Mali wieder und Leila (die nun satt ist und keinen Bock auf Kauen hat) steht auf, spuckt den Knochen aus und überlässt ihn dem Mali.

Das ist nur EIN Beispiel von sehr vielen.

Im Gegensatz dazu besteht der Mali IMMER darauf, dass alles "ihrs" ist.

Fakt ist, dass Leila von allen Rudelmitgliedern in ihren Entscheidungen respektiert wird, man könnte anstatt Willkür auch sagen: Sie ist oftmals "gnädig".

Respektiert wird sie jedoch nicht nur durch diese Form von "Gnade", sondern weil sie im Gegenzug jeden einzelne Mitglied des Rudels mit ihrem Leben schützen würde.

Der Mali wird (wenn Hunde das könnten) ausgelacht...

(By the way für alle die sich fragen, was wir den hier im Rudel treiben: Es ist nicht zum Nachmachen zu empfehlen, einen Hund mit solchen Führungsqualitäten einfach machen zu lassen, wir tun dies immer mal wieder zu Beobachtungszwecken)

Zusammengefasst:

1. Wenn ich denke, ich verunsichere meinen Hund mit diesem Verhalten, sollte ich es auf jeden Fall lassen. Warum "Ausstrahlung" wichtiger ist als jede Hundeformel berichte ich ein anderes Mal.

2. Habe ich Schwierigkeiten mit meinem Hund und bin nun auch noch konsequent (bestehe also IMMER auf bestimmten Abläufen) wird das meinen Respekt bei Hund nicht erhöhen, im schlimmsten Fall hat er nun noch einen Grund mehr, mich nicht ernst zu nehmen. Zumindest dort nicht, wo es mir wichtig erscheint.

3. Meine Beobachtung zwischen Mensch und Hund ist: Konsequente Menschen haben konsequent häufig gut konditionierte Hunde, die Respektlosigkeiten zeigen sich in Regel dort, wo der Hund zu seinem Menschen eine Alternative hat oder andere Hirnregionen angesprochen werden, und Abrufen von Erlernten keinen Rolle mehr spielt (Wild, Artgenossen etc.)

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Konsequenz ist gut und wichtig, um jungen Hunden näherzubringen, dass es Regeln gibt. Wenn das erst mal bekannt ist und die Mensch-Hund-Basis stimmt, können die Regeln auch mal willkürlich aufgeweicht bzw überschritten werden. Auch Hunde begreifen, dass es dann anlass-abhängig mal so und mal so gehen kann und werfen dadurch nicht gleich alles Regel-Bewusstsein über Bord.

Ich finde, dass eine gewisse Flexibilität bei den Grenzziehungen das geschmeidige Mitdenken des Hundes fördert. ;)

Beispiel: Im einen Gasthaus, wo es leger zugeht, darf er auf seiner Decke auf der Bank sitzen, im anderen, wo es pingeliger zugeht, muss er mit einem Platz unter dem Tisch vorliebnehmen.

Würde ich auf ewiglicher Konsequenz bestehen, müsste er demnach IMMER unter dem Tisch Platz machen und hätte sich nach einer Schnee-oder-Regenwanderung auf dem einen oder anderen zugigen Hütten-Boden schon veritabel den A... abgefroren, anstatt es oben in meinem Anorak (den ich nun mal nicht auf dreckige Hüttenböden schmeiße) schön kuschelig zu haben. Und ich hätte ein schlechtes Gewissen, denn einen frierenden Hund auf einem nassen matschigen Boden liegen zu lassen versalzt mir die wärmende Suppe.

Inkonsequenz macht somit das Leben leicht - aber eben nur dann, wenn der Hund nachher im 3-Häubchen-Lokal nicht ebenfalls auf einem Platz mit Tisch-Aussicht beharrt. ;)

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1. Wenn ich denke, ich verunsichere meinen Hund mit diesem Verhalten, sollte ich es auf jeden Fall lassen. Warum "Ausstrahlung" wichtiger ist als jede Hundeformel berichte ich ein anderes Mal.

2. Habe ich Schwierigkeiten mit meinem Hund und bin nun auch noch konsequent (bestehe also IMMER auf bestimmten Abläufen) wird das meinen Respekt bei Hund nicht erhöhen, im schlimmsten Fall hat er nun noch einen Grund mehr, mich nicht ernst zu nehmen. Zumindest dort nicht, wo es mir wichtig erscheint.

3. Meine Beobachtung zwischen Mensch und Hund ist: Konsequente Menschen haben konsequent häufig gut konditionierte Hunde, die Respektlosigkeiten zeigen sich in Regel dort, wo der Hund zu seinem Menschen eine Alternative hat oder andere Hirnregionen angesprochen werden, und Abrufen von Erlernten keinen Rolle mehr spielt (Wild, Artgenossen etc.)

Da warte ich gespannt drauf und wenn du es sogar so formulieren könntest das man nicht völlig quer denken muß und erst mal das ganze drumherum heraus sortieren muß um zum Kern deiner Aussage zu kommen wäre ich persönlich dir sehr dankbar.

Für mich und meinen Hund habe ich inzwischen heraus gefunden, es liegt an meiner Ausstrahlung an nichts anderem.

Denn das ist die einzige Möglichkeit bei hm das unerwünschte verhalten zu beeinflussen. Vollkommen nonverbal.

Gruß Iris

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