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Hundeforum Der Hund
Karl

Die "Hundeformel" oder der "vorwärts denkende" Hund (lang und ausführlich) ;-)

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Nachfrage: Der Anblick reicht für Level +10? Also: Sehen und sofort austicken?

Sollte das so sein, ist die Frage: Bist Du ausserhalb dieser Situation in der Lage die Bewegung Deines Hundes einzuschränken (ohne Hörzeichen, also kein Erlerntes Verhalten)?

Ein Hund, der so, wie von Dir beschrieben reagiert ist oft ein sehr gut „konditionierter“ Hund, bei den jedoch keine Kommunikation, wie in der beschriebenen Art stattgefunden hat.

Ich suche Dir den Link raus, wo ich den Unterschied beschrieben habe, wenn Du damit nix anfangen kannst.

Sorry das Posting war mit durch gegangen.

Ja sehen und sofort Austicken in 0,5 SEk. Ausserhalb dieser Situation muß ich ihn nicht einschränken, könnte es aber.

Also ohne Hörzeichen würde er mir sofort Platz machen, wenn ich dahin will wo er gerade ist. Wenn ich auf eine Bestimmte Weise laufe läuft er Automatisch hinter mir, er würde nie vor mir durch die Türe gehen. Er würde mich nie bedrängen, wenn ich Futter zubereite, er wartet im Flur und zwar solange bis ich ihn zum Futtern einlade. Das ist alles nie von mir geübt worden, er tut es einfach.

Gruß Iris

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Na also von Leckerchen ist bei Anita keine Rede.

Das ist das was mich bei deinem Posting stört, Trial.

Du kannst statt Leckerchen auch gerne "Soziales Bezugssystem" nehmen (wenn´s um Belohnung geht).

Ansonsten - um das Low-Level-Trainung zu üben - kannst du auch gerne die von Anita genannten Beispiele nehmen.

Das (Leckerchen ja / nein) ist aber nicht der Kernpunkt meiner Aussage.

Aber das Seminar (von dem du sprichst) hat dich total geschlaucht (gestresst?) Durch die Bewegung konntest oder kannst du den Stress abbauen/ positive Energie tanken, oder nicht?

Ähnlich ist es bei Hunden auch.

Nein, das meinte ich nicht. Ich meine, dass der Hund ein gewisses Bewegungspensum braucht, und wenn das nicht erfüllt wird, dann nutzt mir alle Glaubwürdigkeit nichts - der Hund ist überdreht.

Also nicht wie du schreibst: "Fehlt diese Bewegungsomponente oder kommt dauerhaft zu kurz, bin ich in den Augen des Hundes unglaubwürdig, davon bin ich überzeugt."

Gruß Trial

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Hallo,

als 1. Ich finds ganz super von dir, dir die Zeit genommen zu haben und so einen Text zu schreiben. Aus meiner Sicht auch sehr verständlich, auch wenn ich ihn 2* lesen musste...

Allerdings habe ich doch noch eine Frage.

2. Habe ich Schwierigkeiten mit meinem Hund und bin nun auch noch konsequent (bestehe also IMMER auf bestimmten Abläufen) wird das meinen Respekt bei Hund nicht erhöhen, im schlimmsten Fall hat er nun noch einen Grund mehr, mich nicht ernst zu nehmen. Zumindest dort nicht, wo es mir wichtig erscheint.

Ich verstehe nicht ganz, wieso mein Hund, wenn ich konsequent bin, mich schlimmstenfalls nicht ernst nimmt? Ich dachte immer, Konsequenz ist das Schlagwort schlechthin bei Hundeerziehung..

Wenn ich z.B. möchte, das mein Hund sich ablegt, wenn Jogger kommen, dann möchte ich das eigentlich immer. Zumindestens bis wir soweit sind, das es ihn nicht mehr interessiert.

Oder kann ich mir das so vorstellen, wie bei einem Kind, wenn ich nicht möchte, das es abends auf eine Party geht, weil ich es da nicht abholen kann, ziehe ich das konsequent den Abend durch. An einem anderen Abend, kann ich es aber abholen und es darf zur Party. Wenn ich nun aber konsequent durchziehen würde, dass das Kind nie auf eine Party dürfte, würde es sich andere Wege suchen und mich nicht mehr ernst nehmen. So in etwa?

Also geht es nicht um Sachen, die einfach Fakt sind, sondern in denen ich flexibel reagieren kann, wie z.B. Sofa...?

Komisches Beispiel, aber mir ist grad nix besseres eingefallen ;)

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Hallo Peppels!

Ich dachte immer, Konsequenz ist das Schlagwort schlechthin bei Hundeerziehung..

Da genau liegt das Problem.

Im Grunde hast Du alles richtig verstanden. Wenn Du Deinen Hund bei Joggern immer ablegen WILLST, dann ist das völlig ok.

Was man sich sparen kann ist den Hund immer abzulegen, weil man glaubt konsequent sein zu MÜSSEN.

Versteht Du was ich meine? Dein Kind/Party Beispiel trifft das gut.

Beobachtet man das Verhalten von Hunden, die in einem Rudel etwas "zu sagen" haben, dann findet man eben genau diese "konsequente Inkonsequenz" als ein markantes Führungsmerkmal.

Und "Prinzipienreiter" (also konsequente Hunde) gibt es im Rudel auch. Diese findet man jedoch nie in einer Führungsrolle.

Mal ganz davon abgesehen, dass es einen schönen Spruch über Menschen gibt: "Konsequent sind nur Idioten".. ;)

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Hallo Chubais!

Ich habe mich umständlich ausgedrückt. Es geht nicht darum, ob erlerntes Verhalten wie "Platz" abgerufen oder eingefordert werden kann (egal ob mit Hörzeichen, mit Körpersprache, Sichtzeichen etc.), um so die Bewegung des Hundes einzuschränken, sondern darum, ob Dein Hund das, was ich als "Rückwärtsgang" und "Grün,gelb, rot" beschreibe in irgendeinem Bereich kennengelernt hat.

Wie sieht es zum Beispiel aus, wenn Du die Kofferraumklappe Deines Autos öffnest, nicht "Sitz/Bleib" sagst und es läuft eine Katze vorbei?

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Ah ok, ich glaube ich habe es verstanden.

Noch mal ein Beispiel: Angenommen ich hätte ein Kind und es gäbe das leidige Thema Zimmer aufräumen. An einigen Tagen will ich das (ohne Erbarmen, bin also konsequent) an anderen Tagen, wenn ich nicht gestresst bin z.B. ist es mir nicht so wichtig und ich bestehe nicht (sofort) dadrauf. Es ist also von mir und meiner Tagesstimmung abhängig so nach dem Motto: Mal fünfe gerade sein lassen, aber zu anderen Zeiten, will ich, das die DInge wieder funktionieren?

Also ich glaube ich habe es schon verstanden, wenn ich auch nicht gut im Beispiel formulieren bin ;)

Vielen Dank nochmal, sehr interessant. Und ich freue mich auch schon auf die noch kommenden Berichte und Videos :klatsch:

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Wie sieht es zum Beispiel aus, wenn Du die Kofferraumklappe Deines Autos öffnest, nicht "Sitz/Bleib" sagst und es läuft eine Katze vorbei?

Katze ist schlecht, gehört nicht ins Beuteschema. Da passiert gar nichts. Ich nehm mal den Hasen ;-)

Und dann kann ich dir das nicht beantworten, weil ich das nie tun würde. Also den Hund ohne Leine raus lassen, wenn da ein Hase sitzt, das könnte seinen tot bedeuten.

Normal ist es aber so, er kommt nicht von selber aus dem Auto, da sage ich eh nie etwas. Er kommt entweder auf Aufforderung oder, wenn die Leine dran ist. Was aber auch wieder erlernt ist.

Anderes Beispiel vllt?

Gruß Iris

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Iris, was macht dein Hund wenn du einfach die Kofferraumklappe aufmachst?

Kommt dein Hund dann auf dich zu?

Oder geht er erst mal weit zurück in den Kofferraum, ohne das du etwas sagst?

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Er bleibt auf dem Rücksitz stehen oder sitzen, er fährt Rücksitz und springt über den selbigen aus dem Kofferraum. Er springt aber eben erst auf Aufforderung rüber.

Gruß Iris

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Huhu!

Also, das ist einfach. Erlernt ist alles bis zu dem Zeitpunkt Leine dran, richtig?

Das heisst, er kennt das Spiel so: Ruhig im Auto bleiben bis die Leine dran kommt, danach auf Aufforderung aussteigen.

Dann ist die Frage, was tut er, wenn nach dem Anleinen nicht die Aufforderung zum Rausspringen kommt.

Wenn er Dich in einer nicht erlernten Situation annimmt (mit einer devoten Reaktion) , dann würde ich definitiv mit Dir genau dort mit dem Hasen arbeiten.

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