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Hundeforum Der Hund
Bärenkind

Trailen "en famille" hat VOLL eingeschlagen!

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Seit Monaten warte ich auf eine günstige Gelegenheit, um das Mantrailen meinem Mann näher zu bringen, weil ich irgendwie ahnte, dass DAS genau etwas sein könnte, womit ich ihn auch mal anstecken könnte. Sonst ist er überhaupt nicht so der Hundesportler. Er macht mal was mit Sherlock, aber alles was über Bällchen schmeißen, Bällchen suchen lassen, Radfahren und Wandern hinaus geht, ist nicht so seins. Er würde nie Agility, Unterordnung oder Treibball mit Sherlock machen. Aber er liebt den Wald und er liebt es, sich durchs Unterholz zu schlagen.

Somit packten wir vorhin unsere Trailsachen ein und fuhren los. JoJo entschied schnell, dass er der Verstecker sein will, weil ihm schon die Minimalerklärungen von mir zu viel waren, für die Dinge, die er als Hundeführer beachten sollte... Mir sollte es recht sein, da ich sowieso am liebsten hintendran hänge und für meine Freundin am Freitag ständig den Verstecker gemacht hatte, und der Bär dabei etwas kurz kam.

Und dann ging es los. Aber das ging ab wie Heidehonig. Dieser sonst so coole Bär beschallte schon hoch motiviert den ganzen Wald, bis er endlich los durfte. JoJo und ich hatten kleine Zeichen auf dem Waldboden vereinbart, damit ich eine Chance habe, den richtigen Weg zu bestätigen. Da wir etwas Schnee haben, war es teilweise aber auch ganz gut zu sehen, wo er hin gegangen war.

Wir merkten wirklich nicht, dass wir geschlagene 2 Stunden durch den Wald trailten. Immer kleine Einheiten mit großem Erfolg. Ich war schon nach 2 Trails klitschenassgeschwitzt.

1x kamen wir an einen Punkt, wo Sherlock die Spur total verloren hatte. Auch ich hatte keinen Plan, wo JoJo saß. Bär führte mich dann zurück auf den Weg und drehte sich im Kreis, allerdings mehr sichtsuchend als spursuchend. Da hatte ich etwas Angst, dass Sherlock in irgendein Frustschema fällt, und nicht mehr suchen mag. Ich brüllte dann durch den Wald, dass JoJo sich bitte mal bemerkbar macht, und so fand mein Bär ihn dann doch noch. :) Hoffe, dass das die richtige Reaktion darauf war.

Ein anderes Mal hat mein Mann eine Fehlspur gelegt, allerdings versehentlich. Er ging rein in den Wald und wieder raus, den Weg weiter und dann ein Stück weiter hinten wieder in dieselbe Richtung rein, weil er beim ersten Abbiegen kein Versteck gefunden hatte.

Bär ging die erste Spur rein, kam am Ende an, und bekam dann offensichtlich nach einem Moment der Verunsicherung die Spur von 20 m weiter hinten an die Nase und ZERRTE mich dermaßen entschlossen quer durchs Unterholz, dass ich gar nicht anders konnte, als hinterher zu fliegen. Und tatsächlich, da lag unser "Opfer". Hab dann nach der Analyse des tatsächlichen Weges etwas mit ihm geschimpft, weil ich fand, fürs dritte Mal trailen ist sowas zu heftig für den Bären, aber immerhin hat er es super gelöst und es gab keinen Frust.

Bei den anderen ca. 8 Trails war es frappierend, wie klar Sherlock die Abzweigungen ins Unterholz fand, und er hatte wirklich keine Chance, sichtig etwas erkennen zu können. Wir sind beide mächtig stolz auf unseren blonden Superrüssel ;) .

Dieser liegt nun völlig fertig auf seinem Bettchen, ich war klitschenass geschwitzt und mein Mann hat befunden, er sei der geborene Verstecker, also das perfekte Opfer, hatte mega viel Spaß, ich auch, und den Bären muss man eh nicht fragen.

Wir haben also den perfekten Familien-Winter-Hundesport für uns entdeckt und werden das jetzt sicher regelmäßig betreiben. JoJo meinte schon, im Sommer hätte er zu viel Angst vor Zecken und außerdem ist der Bär nicht so der Workoholic jenseits von 20 Grad. ;)

LG Anja

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Bei deinem Bericht habe ich euch praktisch *selber gesehen* ;) , hört und liest sich total klasse :klatsch:

Super das Jojo jetzt seine Berufung als Waldgeist gefunden hat :D , das der Bär auf Herrchens Spuren wild ist kann ich mir sehr gut vorstellen :)

Dann gönnt euch jetzt mal einen ruhigen Abend, freut mich sehr das es allen Beteiligten soviel Spaß und gute Laune gebracht hat :klatsch:

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:klatsch::klatsch::klatsch:

Und wieder welche, die *süchtig* geworden sind! :klatsch:

Hört sich ja megatoll an und vor allem ein volles Programm! :D

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Hi Anja,

na das ist doch klasse das ihr so ne tolle "Familienbeschäftigung" für den Sonntag gefunden habt :) Dann hat der "Bär" ja nun einen ruhigen Abend verdient (vielleicht sogar mit nem tollen Kong oder Kauknochen? ;) )

Wir haben heute auch getrailt.. 3 Trails in einer Stunde.. Julie (und wir auch :D ) war hinterher fix und fertig :) Ich glaube nach 10 Trails würden WIR SIE an der Leine hinterherschleppen müssen, anstatt umgekehrt *ggg*

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Wir haben heute auch getrailt.. 3 Trails in einer Stunde.. Julie (und wir auch :D ) war hinterher fix und fertig :) Ich glaube nach 10 Trails würden WIR SIE an der Leine hinterherschleppen müssen, anstatt umgekehrt *ggg*

Naja, vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass unsere Trails noch echt klein und Anfänger gerecht sind.

So 70m geradeaus, links den Weg lang, nach 30m rechts in die Wicken und dann ist er dort auch schon bald zu finden. Also von Start bis Ziel vielleicht 5 Minuten. Dazwischen durfte Bär immer ne Runde schnuppern, Schnee fressen und pieseln, während wir einfach weiter gegangen sind, um dann wieder an einer neuen Stelle neu anzusetzen.

Fand das so süß von ihm, wenn wir ihn dann wieder zu uns riefen, um ihn anzuleinen und weiter zu arbeiten, kam er in vollem Gallopp angeflitzt, während er sonst eher so der gemütliche Traber ist, wenn man ihn abruft ;) . Er WOLLTE also weiter machen. Würde wohl erkennen, wenn mein Bär nicht mehr mag und seine Motivation nicht über Gebühr strapazieren wollen.

LG Anja

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Wie schön daß ihr nun eine Familien-(Hunde)Sportart entdeckt habt, eine die euch allen Spaß macht. :)

Beim nächsten Mal gibt es dann aber Bilder, Bilder vom geschirrtragendem Sherlock, von einem in den Büschen hockendem/liegendem JoJo und von einer hinter dem Bär herfliegenden Anja. :)

LG Elke ;)

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Huhu Anja :winken:

hoffentlich hattest Du mich nicht falsch verstanden. Das sollte keine Kritik an Euch sein! Ich traue Dir/Euch schon zu, das Ihr Euren Hund gut einschätzen könnt und ihn nicht überfordert!!! Wollte damit nur ausdrücken wie unterschiedlich Hunde (und Trails *g*) sein können :)

Ich find's jedenfalls toll, das ihr alle gemeinsam soviel Spass miteinander hattet. Schöner kann man einen Sonntag doch gar nicht verbringen! :) :) :)

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hoffentlich hattest Du mich nicht falsch verstanden. Das sollte keine Kritik an Euch sein! Ich traue Dir/Euch schon zu, das Ihr Euren Hund gut einschätzen könnt und ihn nicht überfordert!!!

Oh nein, das ist absolut okay, und Kritik finde ich auch wichtig und positiv. Man sieht beim eigenen Hund oft nicht so gut wie bei anderen, weil man grad begeistert oder selbst zu hoch motiviert ist.

Außerdem lesen das ja auch andere hier mit, die vielleicht dann selbst anfangen und beim dritten Mal gleich 2 Stunden durchziehen wollen.

Sherlock ist ein sehr gut trainierter Sucher, allerdings auf Gegenstände, nicht auf Personen. Von daher denke ich, dass er die gute Kondition beim Suchen hat. Also für mich ist suchen ein Stück weit suchen, von der Arbeit her gesehen. Klar ist Trailen was anderes, als eine Freiverlorensuche, aber der Rüssel muss arbeiten und der Hund auch.

Bist übrigens nicht die einzige, die die Zeit heftig fand. Hab noch andere "Anschisse" kassiert ;) .

Passt schon. Ich bin defintiv absolut neu in diesem Bereich und für jeden Hinweis dankbar.

LG Anja

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Hallo Anja,

toll das Dein Mann auch Spass an einer "Hundesportart" gefunden hat.

So könnt Ihr den Sonntag prima miteinander verbingen und alle sind

zufrieden. So wie Ihr das macht, quasi mit einem Spaziergang kombiniert,

finde ich das richtig klasse.

Ich werde weiterhin mitlesen und kann so vielleicht etwas über das Trailen lernen.

Denn so wie Du schreibst, seid Ihr ja auch noch mehr oder weniger Anfänger.

Alle anderen hier im Forum sind doch eher Profis und da ist mir der "Einstieg"

etwas zu hoch ;):D

Viel Spass weiterhin beim Trailen :party:

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Aber er liebt den Wald und er liebt es, sich durchs Unterholz zu schlagen.

Hallo Anja,

das war auch das Einzige, wozu ich meinen Männe motivieren konnte und wir hatten einen Riesenspaß dabei, jeder einen Dackel und dann abwechselnd gesucht.

Aus vielen verschiedenen Gründen haben wir es in den letzten Monaten nicht mehr gemacht.

Wir hatten uns vorher durch das tiefste Unterholz geschlagen, als ich aber an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, Rehwild hochgetrieben habe, unwissentlich aber natürlich absehbar, bin ich ins Grübeln gekommen. Wohin soll sich das Wild noch zurück ziehen, wenn man ihm nun auch noch ins dichte Unterholz folgt (natürlich nicht bewusst, aber zwangsläufig) und gerade jetzt in der Winterzeit, wo es seine Energien dringend einteilen muss. Mein Fazit war, Trailen ja, aber nicht mehr durchs Unterholz.

Ich weiß natürlich nicht, ob Du mit Unterholz das Gleiche meinst, wie ich, also ich spreche von so richtig Querfeldein laufen, abseits der Wege.

LG Sabine

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