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Hundeforum Der Hund
Bärenkind

Trailen "en famille" hat VOLL eingeschlagen!

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Hallo Anja,

schön, dass Deinem Göttergatten das Trailen gut gefällt. Du hast ihn scheinbar super motiviert.

Mein und Dein Mann sind da vermutlich aus einem Holz geschnitzt, denn bei uns sieht es ähnlich aus.

Mein Mann käme nie auf die Idee, mit den Hunden Dogdance oder gar Gehorsamstraining zu machen, doch das Mantrailen ist auch sein Ding.

Ist eine wirklich tolle Beschäftigung.

Wir hatten am Sonntag etwas Pech, denn es war soooo stürmisch, dass die Hunde die Läppchen nicht richtig gefunden haben. Sie waren weggeweht und eingeschneit.

Spaß hatten wir trotzdem.

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Ich weiß natürlich nicht, ob Du mit Unterholz das Gleiche meinst, wie ich, also ich spreche von so richtig Querfeldein laufen, abseits der Wege.

Hallo Sabine,

ich kann Deine Gedanken nachvollziehen und würden wir dabei Rehe aufscheuchen, wären wir sicher auch sehr betroffen, weil auch wir der Ansicht sind, dass das Wild ohnehin schon zu wenig Lebensraum hat.

Mit Unterholz meinen wir nicht das Gleiche. Wir sind jeweils vielleicht 20m vom Wege abgegangen, der Wald dort ist sehr licht, in diesem Bereich so nah an den Wegen wird sich dort kein Wild aufhalten, da es ein ehemaliger Truppenübungsplatz ist, der sehr stark von Spaziergängern frequentiert wird. Wenn es irgend ging nutzten wir auch kleinere Holzabfuhrwege und bewusst keine Wildwechsel, die im Schnee gut zu sehen waren.

Also die Verstecke waren abseits der Wege, aber nicht tief. Und das würden wir auch gerne so beibehalten.

Wir hatten am Sonntag etwas Pech, denn es war soooo stürmisch, dass die Hunde die Läppchen nicht richtig gefunden haben.

Ähm... mal ganz blöd gefragt... welche Läppchen??? Wir trailen irgendwie ohne Läppchen...

LG Anja

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Hallo Anja,

wir stecken ja noch in den Kinderschuhen beim Mantrailing und die Trainerin hat es so aufgebaut, dass die zu suchenden Person Läppchen von einem getragenen T-Shirt auslegt, sodass der Hund weiß, was er suchen soll.

Der Hund riecht vorher an der Tüte mit den Läppchen, um den Geruch der Person zu haben.

Später, denke ich, wird ohne Lappen gearbeitet.

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Ah. Ok. Uns wurde es so gezeigt, dass der Geruchsartikel, den die zu suchende Person am Körper getragen hatte, dem Hund am Beginn des Trails vor die Füße gepfeffert wird, der Hund vor dem Startsignal daran zu schnüffeln hat, und dann aber den Rest des Weges quasi nur mit den für uns unsichtbaren Geruchspartikeln auskommen muss.

Einen Geruchsartikel am Anfang des Trails wird es wohl immer geben müssen, da ja sonst der Hund nicht weiß, nach wem er sucht.

Wir sind ja auch noch die totalen Anfänger auf diesem Gebiet.

LG Anja

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Ich denke, dass es jeder Trainer anders macht.

Ist ja auch wurscht, Hauptsache der Erfolg ist da und der Hund hat Spaß an der Sache :D

Ihr legt also gar nichts aus und geht ganz normal, oder macht Ihr Fußabdrücke indem Ihr eine Art Spur legt?

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Hey, das klingt sehr interessant - das müssen wir demnächst mal ausprobieren! :winken:

Wir haben bisher gerne Versteckspiele auf einer sehr großen Wiese (ca 200 x 300 m) mit hüfthohem Gras gemacht - das spiele ICH so gerne, weil es wirklich witzig ist, wenn der Mr.T. in hohen Gazellensprüngen angeflitzt kommt und dabei den Kopf herumdreht um auch auf Sicht zu suchen um dann vor Freude zu platzen, wenn er einen gefunden hat. :klatsch: Das ist allerdings sehr anstrengend für ihn, nach ein paar Mal suchen im Gazellenmodus über die ganze Wiese ist er platt. :D

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Ich denke, dass es jeder Trainer anders macht.

Ist ja auch wurscht, Hauptsache der Erfolg ist da und der Hund hat Spaß an der Sache :D

Ihr legt also gar nichts aus und geht ganz normal, oder macht Ihr Fußabdrücke indem Ihr eine Art Spur legt?

Ja sicher, viele Wege führen nach Rom, deshalb finde ich es ja auch interessant, andere Varianten zu lesen,

Nein, wir legen nichts aus und machen auch keine Fußabdrücke. Sabine hat uns das so erklärt, dass jeder Mensch beim Gehen automatisch eine Geruchsspur legt, die durch Mikroorganismen auf Hautschuppen quasi hinter uns zu Boden gehen und somit eine für den Hund wahrnehmbare Spur bilden.

Ich könnte mir vorstellen, dass Hunde mit zusätzlichen sichtbaren Spuren diese mit der riechbaren Spur verknüpfen und das Sichtbare dann auch als zusätzliches Signal brauchen. Deshalb möchte ich gerne möglichst ohne Hinweise trailen.

Wenn man aber zu zweit ist, so wie ich jetzt Sonntag mit meinem Mann, dann kann es hilfreich sein, bei Abzweigungen in den Waldboden eine Scharte zu machen, damit der Hundeführer eine Chance hat, sich zu orientieren. Andererseits kann man auch den Hund unnötig beeinflussen, wenn man selbst weiß, wohin man gehen muss.

Hat wie alles seine Fürs und Widers.

Super finde ich, wenn man eine Hilfsperson hat, die den Trail kennt, wenn der Hundeführer und der Hund gar nichts wissen und dass man dann eben wirklich unbeeinflusst trailen kann.

Mich hat es Sonntag immer total fasziniert, wenn Sherlock ohne jegliche Markierung urplötzlich total zielsicher vom Weg abgebogen ist und ich dann hinterher sah, dass er 1,5 Meter vor der für Sherlock unsichtbaren Markierung und der Spur meines Mannes abgebogen war, weil der Wind die Spur "verlegt" hatte.

Es macht wirklich super viel Spaß. Und bei den Regeln finde ich auch, dass erlaubt das ist, was Spaß macht und zum Ziel führt. Jeder soll da seinen eigenen Anspruch entwickeln und ausleben.

LG Anja

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Also, ganz ehrlich: ich glaube, dass diese Übung für jeden "normalbenasten" Hund überhaupt kein Kunststück ist, das haben die mit ihrem Nasenwunderwerk im kleinen Zeh - schwierig ist bloß, dem Hund zu verklickern, wer oder was gesucht wird und dass JETZT gesucht wird (und nicht etwa noch spazierengegangen und nach anderen interessanten Spuren gesucht wird.

Tiny war noch ein recht unbedarfter Junghund von vielleicht 9 Monaten, als es mir mal passierte, dass ich meine Tochter und deren freundin mitnahm. Die Mädels rannten voraus, Tiny blieb bei mir. Ich war etwas sauer, denn da kam bald eine kleine Lichtung, von der aus 6 (!!) kleine und große Pfade abzweigen. Ich hatte keine Ahnung, wo meine Mädels nun hingerannt waren - aber Tiiny verfiel plötzlich in gestreckten Galopp und nahm, ohne auh nur eine Sekunde zu zögern, genau den einen Pfad, den ich mit ihm nie gegangen war. Genau von dort kam er 5 Minuten später mit den kids zurück. Kann natürlich auch sein, dass er die Mädels gehört hatte - aber in der Richtung liegen 2 weitere Pfade und dann wäre es wieder ein akustisches Ortungswunder gewesen.

Wenn ich MICH im Wald verstecke und ihn mit meinem Mann zusammen suchen lasse wird er wahrscheinlich sehr flott den gewünschten Job tun - aber die Schwierigkeiten würden schon beginnen, wenn ich möchte, dass er meinen Mann sucht (beim Wiesenversteckspiel sucht er ihn höchstens einmal und dann muss ich ihn schon heftig animieren). Einen Fremden würde er gar nicht suchen - da finge dann wohl erst das richtige Arbeiten an. Können ja - wollen - NAja ;)

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Ja, Romana. Es ist genau, wie Du beschreibst. Die Fähigkeiten liegen quasi zur Nutzung bereit, es ist eben die Kunst, ihnen diesen Job so zu verkaufen, dass sie jeden suchen, weil sie genau wissen, beim Opfer wird es richtig toll.

Aus diesem Grund bekommt mein Bär von seinen gefundenen Opfern eine Tupperschüssel mit Nassfutter vor den Rüssel gehalten, aus welcher er sich dann richtig bedienen darf. Nassfutter gibt es sonst nur in homöopathischen Dosen übers Trockenfutter, somit ist das etwas megatolles.

Zudem fängt man eben mit Minitrails an, bei denen der Hund auch noch sichtig suchen kann, um ihm eben zu verkaufen: Machst Du Deinen Job, dann lohnt sich das für Dich.

Wie bei allem, was man Hunden beibringen möchte, je kleiner die Schritte, desto größer die Aussicht auf Erfolg, desto konfliktfreier das Lernen.

LG Anja

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Leuchtet völlig ein! :winken: Werde es erst mal mit mir auf eine größere Strecke und dann im Kleinen mit Mann und Freudnin probieren. Und Käse. :D

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