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Hundeforum Der Hund
sally08

Aussiedoodle und Co

Empfohlene Beiträge

Ups sorry - das war nicht an dich gerichtet, Frittentüte.

War ne Antwort an Anja, weshalb Doodle mit Papieren doch dasselbe sind wie überspitzt nen Schäfertier mit ellenlanger Ahnentafel.

Wie gesagt, bin der selben meinung wie du.

Die Tiere können noch so gut aufwachsen, mit supertoller Sozialisation - es ist Käuferverarsche mit Papieren zu wedeln, die vielleicht 2-3 Generationen alt sind, und zu behaupten das rechtfertigt den 1200+ preis.

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Natürlich hatten wir unsere Gründe. Und ich akzeptiere andere Meinungen. Erwarte das aber auch von meiner.

Ich praktiziere seit gut 20 Jahren als Tierärztin und forsche/arbeite an der Universität. Ich kenne nun wirklich viele Arten. Dieser Hund fand Anklang und wo die Liebe hinfällt...

Mit den Designer (schlecht aus dem amerikanischen) Hunden habe ich keine Probleme, da sehe ich anderes jeden Tag.

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Originalbeitrag

Und deshalb braucht man auf nichts zu achten?

In NL ist die Mischlingszucht bei Arbeitshunden üblich, allerdings redet da keiner Von Doodles oder anderen nett klingenden Designerideen. Und die Hunde werden untersucht und es werden akribrisch die Ahnen festgehalten. DAS funktioniert auch rasseübergreifend, wenn man denn langfristig planen würde. Aber welche Doodle-Züchter/Vermehrer/Produzent? :??? tut das?

Ich glaube die wenigsten..Aber ich durfte mir bei meinen Mechelse schon anhören das ich doch zuviel Aufwand für zu wenig Geld betreibe,aber das ne andere Story...

Die Tiere können noch so gut aufwachsen, mit supertoller Sozialisation - es ist Käuferverarsche mit Papieren zu wedeln, die vielleicht 2-3 Generationen alt sind, und zu behaupten das rechtfertigt den 1200+ preis.

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Naja zum Verarschen gehören immer zwei einer ders tut und einer ders glaubt...so traurig wies ist.

Und der Markt dafür ist da :(

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@ Lupinchen: Ich bin jetzt von reinrassigen Elterntieren zweier verschiedener Rassen ausgegangen und von Zucht nur der F1 Generation. Nur in dem Fall gibt es doch die erwünschen Effekte wie Heterosis und vorhersehbarkeit in Aussehen und Wesen.

So ganz versteh ichs immer noch nicht warum das automatisch Verarsche sein muss...

Edit: Ich glaub ja gerne, dass grad in dem Bereich viel abgezockt wird, aber muss es denn zwangsläufig so sein? Ich hab mir das immer so erklärt, dass gerade die seriösen Züchter den Markt nach Desingerhunden nicht bedienen wollen, weils eben oft so einen negativen, unseriösen Beigeschmack hat. Den Grund dafür würd ich gern verstehen..

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Originalbeitrag

Wieviel preislichen Unterschied würden denn Papiere bzw. die Angehörigkeit zu einem seriösen Zuchtverein ausmachen? Bei ansonsten gleich aufwendigen Haltungs- und Aufzuchtbedingungen..

Kenn mich da ehrlich gesagt null aus, würde mich interessieren wenn mir das jemand sagen könnte :)

Die Anforderungen an einen zugelassenen Zwinger im VDH-Verein sind groß. Viele Vereinen verlangen für einen schäferhundgroßen Hund einen Wurfraum von mindestens 30qm Größe mit direktem Zugang in Freie und dort mindestens 100qm gesicherten Welpenauslauf. Wenn du deinen Wurf im Haus aufziehen möchtest, dann geht das ohne diese Vorgaben viel billiger. Die meisten angehenden Züchter bauen erstmal kräftig um, damit sie diesen Platzbedarf direkt an den Wohnbereich angeschlossen bieten können. Danach die offizielle Abnahme der Zuchtstätte durch den Zuchtwart (Gebühren) mit Sachkundenachweis.

Die Hündin braucht nicht nur Papiere, die muss auch die Zuchtzulassung schaffen. Schafft sie das nicht, benötigt der angehende Züchter gleich eine weitere Hündin.

Mindestens 2-3 mal ausstellen, Wesensprüfung, bei manchen Rassen vorgeschriebene Arbeitsprüfungen mit massig Zeitaufwand und Fahrtkosten. Dazu Hotel und Prüfungskosten.

Die Gesundheitsuntersuchungen macht nicht der Haustierarzt, der Gutachter wertet die Aufnahmen aus und möchte bezahlt werden.

Der Zuchtwart kommet den Wurf 2 mal besuchen, das kostet.

Die Papiere kosten.

Der Wurf muss länger bleiben, da die Endabnahme bei den meisten Vereinen nicht stattfindet, wenn die Impfung nicht einige Tage zurückliegt. Die ist aber erst mit 8 Wochen möglich, da geben andere direkt ab.

Ich kann es dir für Schnauzer sagen, wenn man die Kosten für die Hündin nicht einberechnet, weil man die eh hat.

Ohne Papiere komme ich bei einem Wurf von 6 Welpen ab ca. 200 Euro pro Welpe in die Gewinnzone.

Mit Papieren liegt ein gleichgroßer Wurf bei gleicher Fütterung und Versorgung bei über 600 Euro pro Welpe, wenn man nur von einem Wurf ausgeht. Die einmaligen Kosten verteilen sich bei mehr Würfen natürlich weiter. Aber die meisten machen doch nur 2 Würfe mit einer Hündin, das bringt wenig Einsparung.

Wie billig Hunde sich produzieren lassen, siehst du sehr gut hier bei mir in den Niederlanden. Meine Frittentüte und ihre Verwandten, aus papierlosen, aber geprüften und geröngten (ohne Gutachter) Eltern kosten 200-250 Euro.

Gewerbliche Züchter geben Mischlinge hier für etwa 350 Euro ab und machen ein gutes Geschäft.

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Erwünscht ist Heterosis (da Probleme so nur verdeckt, aber nicht bekämpft werden) nicht unbedingt und vorhersehbar sind Wesen und Aussehen bei F1-Verpaarungen weiß Gott nicht.

Wie viele Puggle sind jagdgeil und haben dazu noch die verengten Nasen von ihren Mopselternteil geerbt.

Wie viele Doodle haaren vom Feinsten undundundund..

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Naja, für die Population oder die Linie bringt Heterosis wohl nix, aus Sicht des Käufers, der ja einen gesunden Hund will wohl schon.

Naja, individuelle Abweichungen gibts auch innerhalb von Rassen, dass die Abweichungen bei Kreuzungen (F1) noch größer wusste ich so nicht, glaub ich Dir aber gern.

Ich selbst hab eine Mischlingshündin aus zwei Rassen (Hanoverscher Schweißhund/Deutsch Kurzhaar), deren Geschwister alle nahezu identisch aussehen und die die ich kenne, ihr auch im Wesen sehr gleichen, deshalb bin ich davon ausgegangen, dass das bei F1 immer so wäre.

Ich sehs halt immer aus der Sicht eines Tierschutzmischlingshalters, gegen die Promenadenmischungen die da so kursieren sind wohl die meisten Rassemixe doch recht vorhersehbar..

Mops und Beagle gehören für mich definitiv zu den Rassen, die man ohnehin besser nicht kreuzen sollte. Und dass der Labradoodle nicht haaren soll, hab ich eigentlich immer für ein Verkaufsargument unseriöser Vermehrer gehalten, aber vielleicht irre ich mich da..

Danke Frittentüte für die ausführliche Erläuterung :)

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Wenn die Eltern sehr eng und reingezüchtet sind, also je eine sehr gefestigte Rasse vertreten, dann tritt der Klassiker von Mendel ein, als Nachkommen sind gleichmäßig mischerbig und sehen sich extrem ähnlich.

Wie reinerbig eine Population ist, das ist von Rasse zu Rasse sehr verschieden, daher ist es auch sehr unterschiedlich, wie gleichmäßig oder auch nicht die Mischlinge werden.

Im Prinzip sind alle Rassehunde aus Mischungen entstanden. Je länger die Reinzucht, desto gleichmäßiger das genetische Bild. Andere Rassen haben weniger Generationen Reinzucht erlebt.

Schön sieht man das am Gentest für Mischlinge. Der gibt Prozente der verschiedenen Beteiligten an. Wobei das nicht stimmen muss. Es können auch andere Rassen mit den gleichen Wurzeln gewesen sein.

Nimmt eine Probe von einem Rassehund, kommen keine 100% Übereinstimmung raus. Bereits ab 75% geht man von Reinrassigkeit aus, manche Rassen erreichen aber deutlich höhere Werte.

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Macht Sinn Deine Erklärung, interessiert mich auch sehr das Thema, dankeschön! :)

Aber eigentlich bestätigt mich das in der Annahme, dass die Zucht von bestimmten Mixen, vorausgesetzt die Eltern sind sehr reinerbig und abzüglich der Kosten für Verbandszugehörigkeit (schade eigentlich dass diese Mixe nicht innerhalb des VDH gezüchtet werden dürfen) nicht zwangsläufig unseriös sein muss.

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