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Hundeforum Der Hund
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Erfahrungen mit Laika

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Nachdem ich hier grad einiges gelesen hatte, kam ich ins nachdenken, über die gemeinsame zeit, die ich bisher mit Laika verbringen durfte. Nächste Woche wird sie 4, an meinem Geburtstag, dem Todestag meines alten Djangobären, und Ende Juli sind es zwei Jahre her, dass ich sie, bzw, sie uns ausgesucht hatte.

Ich bin unendlich dankbar und glücklich, dieses Wesen anvertraut bekommen zu haben. Sie ist die beste Lehrerin, die ich je hatte!!!!

Von allen meinen Tieren hab ich viel gelernt, aber noch von keinem sooo viel.

Beim Revuepassieren lassen der gemeinsamen Zeit, kam das Bedürfniss, das hier aufzuschreiben.

Mit Laika hatte ich einen Hund, der zwar nicht hibbelig, aber absolut uninteressiert daran war, was Spielen und Beschäftigen mit dem Menschen betraf.

Nase und Augen waren immer auf der Suche nach Lebendbeute.

Anfangs hab ich in einem großem eingezäunten Grundstück beide ohne Leine laufen lassen und mich dann nur mit SNoopy beschäftigt. Was hab ich da für Zirkus gemacht......und die Maus hockte lange Zeit nur am Zaun und beobachtete das Draußen.

Eins meiner Augen war aber immer bei Laika, so dass ich auch über die Distanz sah, wenn sie mal zu uns guckte. Da rief ich ihr dann ein "feiiin" zu. "Fein" hatte ich zu Hause mit Lecker konditioniert.

Irgendwann , nach vielen Tagen kam sie dann angelaufen, als ich mit Snoopy so schön am Aktion machen war, da hab ich sie im Kommen mit "zumiiir" gerufen und bei mir mit "feiiin" und Lecker bestätigt.

Interesse war geweckt. ABER: ich hab mich dann nicht weiter um sie gekümmert, sondern mich ganz auf Snoopy konzentriert. Sie hatte noch so viele Ängst, vor Fußtritten, schnellen Bewegungen usw., dass ich wollte,dass sie sich irgendwann innerlich überzeugt uns anschließen wird.

Damals war sie zb. im Garten noch so, dass sie auf Zuruf ihres Namens bestenfalls mit den Ohren zuckte. Um sie dazu zu bringen, ins Haus zu kommen, ging ich wortlos zu ihr, stupste sie an der Schulter an , drehte mich um und ging. Da folgte sie mir nach.

Sie war so raffiniert, dass sie anfing, wenn Snoopy brav rankam, dann versuchte ihn abzulenken und nicht zu mir zu lassen.

Ich hab ganz deutlich Snoopy mit viel Spiel und Bestätigung an mich binden können,so dass sie dann den kürzeren zog.

So wuchs ihr Interesse an den Sachen, die Snoopy und ich gemeinsam mit viel Spaß vorlebten.

Interesse an Gegenständen hatte sie nach wie vor noch lange nicht, aber es entwickelte sich so, dass sie anfing, wenn ich Snoopy etwas zum apportieren warf, mit ihm mitzulaufen und auch dann mit ihm ranzukommen. Dafür hab ich sie immer mit dem "zumir" gerufen, wenn sie ankam und mit bestätigt.

Sitz, Platz, Schau, hab ich im Tagesablauf bestätigt und das Komando hinzugefügt, und so wurde sie immer mehr interessiert an gemeinsamen Aktionen.

Was aber nach wie vor fehlte, war ein eigenes Bedürfnis von Laika an Beschäftigung.

Nach wie vor war sie total Temperamentlos, sparte ihre Kräfte für den Ernstfall, sei es das Jagen oder auch der Selbsterhaltungstrieb, dass sie sich vor anderen Hunden schützte.

Mitmachen hatte sie inzwischen gelernt, aber ohne Anreiz war sie immer noch in ihrer eigenen Welt, die furchterregend auf der einen Seite, und auf der Anderen Seite stand die Jagd nach Lebendbeute im Mittelpunkt .

Dann versuchte ich ihr mit dem Klicker Gegenstände interessant zu machen.

Anfangs hielt ich nur etwas in der Hand, und klickte schon den kurzen , unabsichtlichen Blick zum Gegenstand. Schnell lernte sie, die Dinge anzuschauen. Dann gings weiter, Nase an den Gegenstand stupsen wurde geklickt. Als das sicher klappte, legte ich die Gegenstände auf den Boden, wo ich das wiederholte. Irgendwann fing sie an, auch mal mit der Pfote ranzugehen und stärker mit der Nase zu stupsen, so dass sich die Gegenstände bewegten. Dann kamen erste Versuche, mit dem Maul ranzugehen. Und so, in gaaanz kleinen Teilschritten, hat sie begriffen, dass es Spaß macht, sich mit noch was anderem als Lebendbeute zu beschäftigen.

Sie fing an richtig Spielreude zu entwickeln, zerren, bringen machen ihr inzwischen einen Heidenspaß.

Mit dem Futterbeutel kann ich den Jagdtrieb umlenken und sie auslasten. Ihre Aufmerksamkeit, wenn wir unterwegs sind ist so groß, dass sie kaum mehr wahrnimmt, dass Hasen rumhoppeln.

Wenn direkt vor ihr etwas hochspringt oder fliegt, dann konnte ich sie auch einigemale schon unterbrechen.

Und, wie schon berichtet, als ich mich mit dem Beutel und Snoopy total interessant machte, als sie im Unterholz stöberte, da war dann der Reiz, der von uns ausging tatsächlich größer, als ihre eigene Alleinjagd im Unterholz.

Nun, seit ich mit ihr gezielt Konfliktsituationen mit anderen Hunden verlasse, bevor sie selbst übernimmt, achtet sie schon sofort auf mich, bevor sie sich mit Steifmachen reagiert, wenn sie einen anderen Hund sieht.

Auch die Schußangst löst keine Fluchtreaktion mehr aus, sondern sie sucht wieder meine Nähe.

Ebenso löst ein Scheppern von Schlüsselbund und Kette nur noch kurzen Schreck, aber keine Angst mehr aus.

Ich möcht allen Mut machen, auch mir selber, für Tage an denen es Mißerfolge gibt. und hab das Gefühl, die Maus gibt uns eine Botschaft.

Wenn es uns gelingt, das Wesen, das da uns gegenübersteht zu erfassen, zu begreifen, zu verstehen, DANN ist das so ein wunderbares Miteinander. Probleme empfinde ich auf dieser Basis als momentane Blockierung der Kommunikation, die aber zu lösen sind, wenn ich achtsam bin und annehme, was mir mitgeteilt wird. Dann kan auch ich meinem Gegenüber auch wieder verständlich machen, was ich ihm mitteilen will.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie ich meine Hunde liebe!!!!!

Snoopy ist ein ebensolcher Schatz, wieder auf eine ganz andere Art.

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Hallo Angie,

es war so schön deinen "Bericht" zu lesen ! Und ich bewundere dich für dein Durchhaltevermögen und deine Geduld. Du hast mit deiner Liebe was Wunderbares getan ! Denn, wenn man keine Angst haben muss, kann man das Leben genießen ! Freue mich für dich !

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Hallo Angie,

ich kann mich immer sehr gut in dich rein versetzten wenn du von Laika sprichst.

Ich habe mir ja auch so eine arme isolierte, geschlagene, nicht erzogene Maus aus dem Tierheim geholt.Dazu kommt ihre Eigenständigkeit bedingt durch den HSH dabei.

Sie nahm damals noch nicht mal Leckerchen was mittlerweile ganz gut klappt aber sie ist leider nicht verspielt und wird es auch nie werden was die ganze Sache des Umlenkens erschwert.

Manchmal wenn es dann an manchen Tagen zum verzweifeln ist helfen mir dann meine Hundekollegen und halten mir vor Augen was ich schon alles erreicht habe und dann geht es auch wieder.

Ich möchte meine Maus nicht mehr missen.

Lg Birgit

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