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Hundeforum Der Hund
Bärenkind

Brut- und Setzzeit 1. April bis 15. Juli - Leinenpflicht - wer hält sich dran?

Verhalten in der Brut- und Setzzeit  

5 Stimmen

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Wir wohnen im Schwarzwald.

Egal in welche Richtung wir laufen es gibt nur Wiesen und Wald.

Unsere Hütehunde, Berger des Pyrénées, jagen nicht.

Der eine ist 14 Jahre alt und kann kaum noch laufen.

Die beiden anderen 4 und 8 Monate wollen zur Zeit nur spielen.

Mit den Förstern, bzw. den Jägern haben wir keine Probleme. Man kennt sich halt. :D

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Momentan laufen ja ettliche Diskusionen in sämtlichen Hundeforen bzgl. "Nicht angeleinter Hunde", "Hunde hetzen Rehe", "Setzzeiten", ect. Auch bei uns sind dies Themen, die sehr viel Interesse wecken und noch mehr Diskusionsstoff bilden. Ich hatte letzte Jahr ein unschönes Erlebnis, bei dem ich sehr schnell gemerkt habe wie schnell der Jagdhund durchkommt... Ich habe diesen Bericht auch in anderen Foren gepostet, damit man merkt, wie schnell jedem von uns so etwas passieren kann.

Bitte lest durch, was mir fast genau vor einem Jahr auf dem Hundeplatz passiert ist, vielleicht weckt das einige uneinsichtige auf ...!

Wie jeden Mittwoch fuhr ich mit meinen Beiden Hunden auf den Trainingsplatz, wie jeden Mittwoch lief ich vor dem Training noch eine kleine Runde durch das Feld nahe unseres Hundeplatzes.

Das Gebiet um den Hundeplatz ist Naturschutzgebiet, daher leine ich meine Hunde generell an, damit kein schlechtes Bild auf den Verein fällt. Außerdem sind ja momentan Brut- und Setzzeiten...

Wir liefen einen Grasweg entlang, an dem direkt ein Getreidefeld angrenzte. Als ich um die Ecke bog, stand etwa 200 Meter vor mir ein Reh. Ich blieb mit den Hunden stehen und beobachtete das Reh. Es hatte uns noch nicht entdeckt.

Kurze Zeit später liefen wir weiter, ich führte Beide Hund mit der Rechten Hand. Die Leine hatte ich etwas kürzer genommen, um die Hunde ggf. besser halten zu können. beide liefen aber völlig locker an den Leinen.

Dann passierte etwas, daß ich so schnell nicht vergessen werde...!

Ich konzentrierte mich noch auf des Reh, das uns nun entdeckt hatte und davonsprang. Plötzlich machte Willi einen Satz nach rechts ins Kornfeld und ich hörte ein lautes fiepen. Er hatte ein Rehkitz im Fang. Das kleine schrie entsetzlich !

Dank eines schnellen Reflexes ruckte ich an der Leine. Da ich diese sehr kurz am Geschirr gehalten habe, kippte Willi auf den Rücken. Ich packte Ihn sofort am Fang und zog Ihm mit Beiden Händen das Maul auf. Diese Aktion dauerte keine 2 Sekunden.

Willi ließ von dem Kitz ab, es richtete sich sofort auf und rannte schreiend ins Kornfeld. Äußere Wunden sah ich nicht, Willi hatte scheinbar noch nicht fest zupacken können. Ich hoffe, es hat keine Inneren Verletzungen davongetragen oder den Schock nicht verkraftet. Gott sei dank waren meine Hunde angeleint !!! Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätten das Kitz gar keine Chance gehabt...!

Dadurch, daß Maggy wie versteinert stehen geblieben ist, habe ich mir lediglich den Daumen verrenkt, da ich ja Ihre Leine dort eingehängt hatte und habe von Willis Zähnen eine kleine Bißwunde davongetragen.

Ich habe sofort die Hunde ins Auto gebracht, daß nur etwa 2 Minuten entfernt stand und Freund angerufen, der Jäger ist. Auf Seinen Rat bin ich nicht ins Feld hineingelaufen um das Kitz zu suchen. Ich habe noch einige Minuten in sicherer Entfernung zum Feld gewartet, aber weder Ricke noch Kitz gesehen.

Das einzige, was ich sah, waren 2 Radfahrer, die mit Ihren Beiden freilaufenden Hunden auf dem Feldweg von der anderen Seite vorbeifuhren...

Ich schreibe dies hier rein, damit sich jeder bewußt ist, daß Euch kein Jäger schickanieren will, oder Euch den Spaß versauen möchte, wenn Er Euch gerade in dieser Zeit bittet, Eure Hunde anzuleinen und von Wald und Wiese entfernt zu bleiben.

An meinem Beispiel seht Ihr, wie schnell so etwas passieren kann und vor allem, daß es jedem von Euch passieren kann !!! Ich jedenfalls will so ein Schreien niemals mehr hören, es war entsetzlich !

Bitte nehmt Rücksicht, und achtet gerade jetzt ganz besonders darauf, daß Ihr nicht in Gebieten lauft, in denen Rehe und anderes Wild derzeit Schutz sucht.

Auch auf die Gefahr hin, daß mich jetzt einige Leut hier in die Mangel nehmen, sschreibe ich dieses schreckliche Erlebnis hier nieder, damit alle an meinem Beispiel sehen, wie schnell so was gehen kann...

Traurige Grüße

Sven

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Zitat:

Dank eines schnellen Reflexes ruckte ich an der Leine. Da ich diese sehr kurz am Geschirr gehalten habe, kippte Willi auf den Rücken. Ich packte Ihn sofort am Fang und zog Ihm mit Beiden Händen das Maul auf. Diese Aktion dauerte keine 2 Sekunden.

Willi ließ von dem Kitz ab, es richtete sich sofort auf und rannte schreiend ins Kornfeld. Äußere Wunden sah ich nicht, Willi hatte scheinbar noch nicht fest zupacken können. Ich hoffe, es hat keine Inneren Verletzungen davongetragen oder den Schock nicht verkraftet. Gott sei dank waren meine Hunde angeleint !!! Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätten das Kitz gar keine Chance gehabt...!

Dann nimmt es die Ricke nicht mehr an. Es hat einen anderen Geruch.

Bei uns wird darauf hingewiesen die Hunde an der Leine zu lassen. Wir lassen unseren Hund nur am Wegrand laufen, gerade weil Rehe ihre Kitze nur im Feld (oder meistens) ablegen. Das gilt für junge Hasen und die Bodenbrüter ebenfalls.

Leider denken nicht viele so und die Hundehalter kommen mal wieder in Misskredit.

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Nun ja, ich lief ebenfalls genau am Wegrand und die Hunde waren Beide angeleint!

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ist das passiert. Die Kitze liegen auf der Wiese im Gras, was auch vielen bei den Mäharbeiten zum verhängnis wird.

Bei uns werden sehr häufig vorm Mähen die Wiesen von den Jägern mit Vorstehhunden abgesucht.

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Wenn ich hier im Dorf bin, dann leine ich Max nicht an er hört ja gut und freut sich mehr über sein Leckerchen wir haben hier ein riesen großes Feld und da kann er jeden Tag toben.Wenn ich natürlich in den Wald oder in die Stadt gehe muß er an die 10 m Leine.

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Wir wohnen auf dem Land , wo es viele hohe Wiesen gibt , und von April bis Ende August (2. Heumaht) haben die Hunde da nichts verloren ....sie dürfen zwar ohne Leine laufen , aber nur auf den Wegen ...wenn es sie doch mal überkommt , z.B. weil Rebhühner vor uns auf dem Weg rennen, müssen sie an die Leine ..mir ist das zu gefährlich , es gibt nicht nur den Jäger , sondern auch einen Jagdschutzwart , und ich möchte da noch viele Jahre wohnen und spazieren gehen ohne unliebsame Zwischenfälle .. :D

Im Übrigen sind sich selbst belohnende Vergnügungen wie jagen gehen immer schlecht für den Grundgehorsam .

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Hallo zusammen,

Dieses Gesetz geistert schon seit Jahrzehnten durch die Hundehalterköpfe. Eine Bundeseinheitliche Regel kenne ich nicht. Es wird in den einzelnen Bundesländern und auch Kommunen, sehr unterschiedlich gehandhabt. Um Überraschungen vor zubeugen, sollte sich jeder schlau mach wie es die Forstbehörde bei ihm regelt. Wir haben zum Beispiel einen Stadtwald, da gilt dass ganze Jahr Anleinpflicht. Soweit das Gesetz.

Gibt es aber nicht auch eine moralische Pflicht den Mitgeschöpfen (Wild) gegenüber, Rücksicht zunehmen?!

Lg Hans Georg

quod licet jovi non licet bovi

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Hallo zusammen,

auch ich halte mich zum größten Teil an die Leinenpflicht in der Brut und Setzzeit. Ich finde darauf sollte jeder ein wenig Rücksicht nehmen.

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Hallo MagMag,

das ist ja mal eine toll Nachricht von den Jägern.!!!! :respekt:

Lg Hans Georg

quod licet jovi non licet bovi

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Hallo zusammen,

Gibt es aber nicht auch eine moralische Pflicht den Mitgeschöpfen (Wild) gegenüber, Rücksicht zunehmen?!

Ich sehe das auch so, Hans Georg. Und diese Pflicht gilt für mich nicht nur, so lange Ricken trächtig sind, sondern ganzjährig.

Das bedeutet aber, daß ich meinen Hund so erziehe, daß er generell auf den Wegen bleibt und nur auf gemähten Flächen spielen und toben erlaubt ist. Trotzdem habe ich nicht das Gefühl, daß ihm was fehlt, wenn er nicht durchs Unterholz brezeln darf.

Die Lebensräume der Wildtiere sind hier in Deutschland aufgrund der dichten Besiedelung so eingeschränkt, da muß ich sie nicht durch einen stöbernden Hund noch kleiner machen.

Das gemeine ist nur: Hast Du einen Hund, der die Regeln befolgt, wirst Du mit den Gesetzen dafür bestraft, daß andere sie nicht befolgen. Es ist einfach nicht fair und daher halte ich mich auch nur bedingt an die Gesetze mit der Anleinpflicht, sehr wohl aber an die "moralischen Gesetze", nur darin kommt bei mir die Leine nicht vor...

LG Anja

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