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Hundeforum Der Hund
wimette

Vermenschlichung

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Vermenschlicher

Über erschreckende Missverständnisse zwischen Mensch und Hund

Rettungshunde-Ausbilderin Luise Meyer zur hundsgemeinen Lage in der Provinz von Nordrhein-Westfalen, über fachverständige Gutachter, unqualifizierte Wichtigtuer und ahnungslose Halter:

„Ich habe gerade den Erfahrungsbericht von unserem Amtstierarzt vorliegen. Er hat seinen „Verhaltenstest" zum Glück von Düsseldorf abgesegnet bekommen. Unser Doc hat mehr erreicht als die selbsternannten Vereinigungen, die alle gar nicht wissen, was sie wollen, und die sich leider mit ihren Hunden ins Abseits drängen. Ich war jetzt mehrmals auf Veranstaltungen der Leute. Es herrschte derart viel Hunde-Unwissen, dass einem übel wurde.

Auf einer Demo: „Ach, Sie haben gar keinen Kampfhund?" Dass ich Hunde habe, zählt nicht. Dass ich Hunde mag, auch nicht. Unser Amtstierarzt schreibt, dass er von 392 Hunden 360 vom Maulkorb befreit hat, dass es ihn aber sehr geschockt hat, dass die meisten Hunde nicht erzogen waren, die meisten Besitzer mit anderem Verhalten ihrer Tiere gerechnet hatten, sie also ihr eigenes Tier nicht einschätzen konnten und unerzogenes Verhalten und Dominanzprobleme für normal halten. Und von Rangordnung kaum einer was gehört hatte.

Ich finde es ja auch nach wie vor soooo schwer, das zu vermitteln. Sie sagen mir ja auch: „jaja". Aber es ändert sich nichts in ihrem Verhalten. Sie lieben ihre Hunde, aber ich frage mich manchmal, ob das Liebe ist. Wenn man was liebt, müsste man es doch so annehmen, wie es ist. Aber sie wollen doch den Hund nicht als Hund sehen. Er hält doch für was her, was sie gerne wären.

Sie möchten anerkannt werden von Menschen und ihrem Hund. Aber was selbst anerkennen, akzeptieren, dem Gegenüber gerecht werden und es annehmen als das, was es ist? Das klappt nicht. Ich glaube nicht mal, dass sie es nicht könnten. Sie wollen es einfach nicht - nicht wahrhaben."

Begleithundeprüfung - Kommandos und Exerzieren

Beispiel aus dem Alltagsleben einer Vorbereitung zur „Begleithunde"-Prüfung. Die Besitzerin einer Malinois-Hündin mailte mir folgendes und sie spricht da sicherlich vielen aus dem Herzen. Der Name der Hündin ist abgekürzt, damit sie deswegen nicht durchfallen muss - auch solche Menschlichkeiten kommen vor: „Habe mir am Samstag eine mächtige Predigt eingefangen im Hundesportverein. Es ging mal wieder um mein mangelndes Vermögen, D. zu motivieren. Nicht dass ich das grundsätzlich in Frage stellen würde, aber ich kann nun mal nicht auf Kommando und unter Aufsicht den wilden Max spielen. Wenn ich besser aus mir herausgehen könnte, hätte D. vielleicht vieles schon schneller und leichter gelernt, so dauert es halt länger, aber was ist schlimm daran? Wenn ich mit ihr alleine bin oder wenn wir Turniersport machen, klappt das schon alles ganz gut. Nur den Scheiss für die BH-Prüfung.

Ich könnte gut damit leben, wenn sie einen Punktabzug für zu weit Vorgehen bekommt und für schiefes Sitzen. Hauptsache, sie besteht, und ich bin sicher: sie besteht. Jetzt kommen die mir aber mit solchen Sachen wie: die Ausbilder bestimmen, wer zur Prüfung zugelassen wird. das heisst, es kann mir passieren, dass sie mich nicht zulassen, weil D. schief sitzt. das ist doch Quatsch hoch 3. Na ja, das, was mich eigentlich so sauer gemacht hat, war die Tatsache, dass mir die Ausbilderin unterstellt, ich hätte ja gar keine Lust und wenn ich so weiter machen würde, ginge D. noch in 3 Jahren schlecht bei Fuss. Solche Leute muss ich nicht mehr haben. Tatsache ist, dass ich eine Scheiss-Prüfungsangst habe und das auch schon mein Leben lang. Beim mündlichen Abitur bin ich ohnmächtig geworden. Später wieder, als ich ein paar Prüfungen beim Landessportbund abgelegt habe. Wird schon werden, bisher habe ich noch jede Prüfung geschafft, wenn auch mit Nebenwirkungen ."

Warum haben sie den beiden Damen nicht gesagt, sie sollen es zu Hause so üben: Hund und Halter gehen eine Mauer, einen Zaun, ein Gebüsch entlang. Da hält der Halter und heisst den Hund absitzen. Der Halter geht aber sehr eng an den Gegenstand heran, so dass der Hund nicht mehr seitlich ausweichen kann. Üben. Fertig. Wenn der Hund sauber seitlich absitzt, dann wird er knapp mit Handstrich gelobt. Ende der Vorstellung.

Eine Rettungshundeausbilderin schrieb an einem anderen Tag: „Lach dich jetzt ruhig kaputt. Ich war gestern auf der BH (Begleithundeprüfung) auf diesem besagten Rottweilerplatz. D. ist die „Unterordnung" schön gelaufen, aber in der Ablage beim Schuss aufgestanden. Beunruhigend war, dass ein frischgebackener Richter nicht einen Hund hat bestehen lassen. Der Hund sitzt nicht gerade, Punktabzug, Doppelkommando - Punktabzug."

Und warum macht sie diese BH? „Weil das Rettungshundetraining mir und dem Hund Spass macht und weil leider vorher die BH sein muss."

Zu den verbotenen Sichtzeichen: „Wenn Du nur ein Minimum von Sichtzeichen anwendest, dann ist das schon Körperhilfe, das machste zweimal, und Ende! Ich kann gar nicht so todernst gehen, weil ich lieber ein bisschen Freude mit meinen Tieren habe. Einsatz der geringsten Körperhilfe ist mit der grösste Punktabzug, der Dir passieren kann. Und was glaubst Du, wie viele Frauen inzwischen Freude am Drill haben. Die beweisen da ihre falsch verstandene Emanzipation. Völlig daneben.

Körpersprache? Gestern machte so ein junger Mann mit einem Rotti Körperhilfe beim Hier. Er sagte freudig Hiiiiiier, und ging so ein bisschen in die Knie. Was glaubst Du, was diese Typen, Ausbilder und so, sich aufregen mussten? „Was machst Du denn für Verrenkungen. Und die Stimme! Peinlich, peinlich! So was gibt’s ja gar nicht."

Wie arbeiten eigentlich, nur eine Frage, Schäfer mit ihren Hunden? Oder Sprachbehinderte? Zuerst mit Gebrüll, dann darf er zum Sichtzeichen-Training in die zivilen Ausbildungs-Methoden ehrenhaft entlassen werden. Der dienstbeflissene Hund für verhinderte Militärs? Brüller!

Snackfetischisten und Dog Dancer

Und nun die anderen, die Vermenschlicher. Sie können nicht einmal richtig Loben. Sie fordern dabei gleich zum Spiel auf (Verknuddeln). Sie machen ihren Hund ständig zum Rudelführer. Wundern sich dann, wenn der Hund tut, was er will. Der Hund will aber gar nicht. Er will eine Ordnung. Dann ist er zufrieden. Nur eingeordnete Hunde sind (selbst)sichere.

Hat sich schon mal jemand gefragt, woher die Situation und Denkweise solcher Ersatzspiele für Hunde wie Clicker kommt: ein technisierter Fingerschnipp, mehr nicht, aber wichtig für Halter, die mit dem Hund nicht mehr körpersprachlich umgehen können, die in ihrer eigenen natürlichen Kommunikationstechnik hinter den Stand von Neanderthalern gefallen sind. Es sind ausschliesslich Bewohner in Industrienationen, und da die Städter, die sich hier Krücken bauen. Was machen die Leute denn, wenn sie den Luxus-Knackfrosch auf dem Toilettentisch vergessen haben?

Ausserdem ist gerade Clicker nichts anderes als ein Abrichten, Dressieren auf eine mitunter menschliche Gehorsamsübung: Mach mal den Kasper für mich!. Das sind alles gewaltfreie Mittel. Aber sie beschäftigen sich nicht ernsthaft mit dem natürlichen Verhalten von Hunden. Es geht billiger: Schnalzen mit der Zunge oder Fingerschnippen. Ist aber leider keine Weltneuheit.

Woher kommt die Spitze der geradezu lächerlichen Dekadenz in Form von Dog Dancing? Hier hat die Unnatürlichkeit zum Hund eine pathologische Schmerzgrenze erreicht: Mir bleibt nur Zynismus: Pet-Top und verkindlichte High Heels als Ausrüstungsvorschrift ist doch wohl das Mindeste! Wie die amerikanischen Zicken, die ihre eigenen Kinder als Mode-Modell-Puppen blossstellen. Oder hat frau den ebenfalls vermenschlichten Film „Der mit dem Wolf tanzt" so stark verinnerlicht, bloss um Kevin Costner zu Hause auf dem Sofa mit Snacks nahe zu sein? Im Übrigen floppte der Film in den USA.

Der neueste Trend wird von einem Hundeschullehrer verkauft: Mobbing. Verkauft sich in Seminaren gut, wer nicht nachdenkt. Mobbing unter Tieren ist einfach Futterabbetteln oder Rangstreitigkeit. Basta. Kommen solche Erfindungen etwa von Arbeitshundlern wie Schäfern oder Polizeihundeausbildern? Nein, sie wurden erdacht von Geschäftstüchtigen, die den hunde-entfremdeten Hundebesitzern alles buchstäblich Menschenmögliche verkaufen - und sich zahlen lassen. Das ist der einzige Grund für solche Erfindungen.

Wie wäre es mal mit natürlicher Hundeausbildung? Zu schwierig? Da müsste man ja aus sich herausgehen, sich so bewegen und artikulieren, dass es der Hunde einfach besser und zweifellos versteht! (Ich war auch so eine Statue, habe es selber mühsam gelernt, mich hundeverständlich zu benehmen.) Der Hund setzt schneller um, was schliesslich wir von ihm wollen - und nicht umgekehrt.

Dominanz - igitt!

Die oben genannte Rettungshundlerin mailte mir entsetzt: „Ich bin schon wieder verwirrt durch die Arten der Hundeausbildung. Gestern traf ich eine frühere Bekannte, die bildet ihren 4 Monate alten australischen Shepherd zum Servicedog aus. Sie meint natürlich, dass ich alles falsch mache mit meinen Leuten, bei Fuss und so. Ich mache es eigentlich so, wie Du es schreibst und habe es ja auch so gelernt. Sie selbst ist aber sehr frustriert mit der Ausbildung und hat jetzt vor lauter Frust eine Wiese gepachtet und macht dort erstmal Welpenspiele, damit ihr Hund einen Ausgleich hat.

Sie fangen so an, dass der Welpe zu Hause mit einer Leine, die man sich zu Hause immer um den Bauch wickelt und der Hund hängt dran, das nennt sich Nabelschnur. Hört sich ja niedlich an, aber Nabelschnur ist für mich was biologisches und durch eine Leine nicht ersetzbar. Ich mag mich ja täuschen, aber mir ist es wichtig, dass ich eine innere Beziehung zu meinem Hund aufbauen und er zu mir, und das geht meines Erachtens in erster Linie über vernünftige Rudelführung. Jetzt ist ihr Hund also 4 Monate, nun will sie nicht mehr, dass er sie immer verfolgt, sie nennen es Vereinnahmen, also kommt er zu Hause in eine Transportbox, wenn er versucht, sie zu irgendwas aufzufordern. Diese Box hat auch irgendeinen bestimmten Namen, den ich wohl verdrängt habe.

Ich habe ihr gesagt, dass man das wohl auch anders regeln kann und mein Hund mich nicht nervt und ich ihm genauso sagen kann, dass er irgendwo bleiben soll, wenn ich nicht will, dass er mich verfolgt. Na ja, und bei Fuss üben die ganz komisch: Sie laufen immer Zickzack (verstehe ich ja noch: Richtungswechsel). Wenn er dann vernünftig geht, wird ein Futtersäckchen geworfen, das muss der Hund dann holen, dann wird ein Leckerchen auf den Futtersack gelegt, und der Hund darf es von dem Säckchen nehmen???? Ich finde, man belobt dann höchstens das Apportieren und nicht das bei Fuss gehen, warum soll der Hund denn für gutes Gehen noch zusätzlich apportieren?

Intelligenztest für Hundemenschen

Sie redet bei jedem Hund nur von Dominanz, Dominanz, Dominanz. Ich habe sie auch gefragt, was sie denn tut, wenn mal ein erwachsener schwieriger Hund auftaucht zum Unterricht? Ja dann kommt die zweite Leine und die zweite Person dazu, weil man sich ja schützen muss, da die Hunde ja sonst gefährlich werden können, wenn keine zweite Person im Spiel ist. Sie hat dann auch zu meiner neuen Welpenhündin gesagt: Nabelschnur dran! Ich habe es aber gleich korrigiert und zurückgefragt: Erst anketten und dann in die Box? Ich glaube, die glauben alle, dass Hunde blöde sind."

Die Rettungshundlerin hat dafür selber ein gutes Beispiel. Einen Kangal hatte der Besitzer gerade eine Woche aus dem Tierheim, da führte er ihn schon zum Wesenstest. Ein weiterer Kangalmix machte nach kurzer Zeit des Exerzierens nicht mehr mit. Er verweigerte. Typisch für Herdenschutzhunde: Was ihnen nicht einleuchtet, wird ignoriert. Kluger Hund. Der Ausbilder, der ja alle Hundetypen prüfen und daher kennen soll, ging diesem und anderen Herdenschutzhunden mit einem Hetzarm voraus!

Etwas derart wesensfremd Provozierendes ist nur bei einschlägigen Testern möglich, nicht bei Kennern der Rasse. Einige Besitzer bei diesem Test wussten nicht mal, dass ihre Hunde Herdenschutzhunde sind. Vermutlich glaubten sie der verbreiteten Mär, dass dies halt Hirten- oder Schäferhunde wie die anderen auch sind. Aber das Hetzärmel-Beisstrainieren, das muss gelernt werden. Bei welchen Ausbildern wohl? Auch noch einen Herdenschutzhund!

Ein ganz eindeutig derart abgerichteter Kangal (den anderen, nicht darauf dressierten war das beisswurst) machte schliesslich das, was der Wesenstester erfahren wollte. Bei Diensthunden kommt ja so was nie vor...

Wieder ein Beispiel dafür, dass der Mensch der zu Beurteilende ist und nie sein Subjekt.

Ein Bernhardiner-Besitzer sagte dieser Ausbilderin, sein Hund möge keine Russen. Und das solle sie mal eben ändern. Sie fragte ihn, wer denn hier das rassistische Gedankengut habe: der Hund oder er.

Kein Hund kann etwas für die Intelligenz seines Besitzers.

Sie hat noch ein Beispiel für die Forderung nach einem Intelligenztest für Menschen, die mit Hunden umgehen. Wobei die Hunde die Tester sein sollten.

„Eine mit einem Staffrüden, ein freundlicher Kerl, aber völlig unerzogen, stand bei mir, ich fragte sie, warum sie sich so mitzerren lasse, dass man einem Hund doch was beibringen kann, ohne viel Druck und so. „Ach nö, wir haben ja zwei, und da haben ich keine Lust und Geduld. Ich hab es mal probiert, eine Woche lang, da fehlt mir die Geduld."

Da fehlt noch ganz was anderes.

Von einem weisen Schäfer den Ausbildern ins Stammbuch geschrieben

Grundsätzlicher und sinnvoller kann man es nicht formulieren, wie es der erfahrene, lange Jahre praktizierende Schäfer und Hütehunde-Fachmann, der emeritierte Prof. Dr. Karl Hermann Finger tat. Er schrieb in seinem nach wie vor beachtenswerten Buch „Hirten- und Hütehunde":

„Ausbilder kann mit Erfolg nur sein, wer zuvor schon als Erzieher gelernt hat, sich zu beherrschen und mit Übersicht, Geduld und Zielstrebigkeit weiss, die jeweilige Hundepersönlichkeit zu nehmen. Es kann nicht oft genug betont werden, dass Hunde ein gutes Gedächtnis haben für im hundlichen Sinne angenehme oder unangenehme Erfahrungen.

Deshalb muss der Ausbilder alles unternehmen, um sich beim Umgang mit seinem Hund als Beschützer, Vertrauter und zuverlässiger Futterzuteiler in Erfahrung zu bringen. Alles Angenehme steht mit seiner Person in Verbindung. Der Ruck mit der Leine, das Auftreffen von Erdklumpen, Steinchen oder Wurfkette wird als unangenehm empfunden. Wer damit nur Dampf ablassen will, suche sich besser irgend jemand anderen oder was Lebloses aus, aber niemals einen Hund!"

Dies ins Stammbuch aller Hunde-Halter und -Ausbilder.

Dieser Artikel wurde NICHT von mir verfasst!

Besser haette ich es auch nicht ausdeuecken koennen.

mit ganz liebenGeuessen Wimette

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Hab das eine oder andere Mal herzhaft gelacht oder genickt...

Der Kangalmix hätte auch ein Dackel sein können... die sehen auch oft den Sinn nicht bei den sog. alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten und gehen dann.

wir erleben jetzt das in der Hundeszene, was in der Pferdeszene so vor 10 Jahren seinen Hype hatte.

Geht auch wieder vorüber und beruhigt sich. Und dann kommen die Bücher wie: Was der Stallmeister noch wusste... nur die werden dann heissen: Was der Jagdaufseher noch wusste - oder Was der Schäfer noch wusste...

Aber - eines muss man dieser ganzen Bewegung doch lassen, zumindest fangen Menschen jetzt an, den Hund als Wesen und nicht als Mitläufer zu sehen...

vlg

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Hallo,

mich würde interessieren wer das geschrieben hat!

LG Petra

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Mir ist das irgendwie vom Unterton her zu krass und zu absolut.

Das ist genau der Ton, der das eine als richtig und das andere als verachtenswert hinstellt. Das mag ich nicht. Es gibt in unserem Bereich nicht das ausschließliche 2x2=4 und nur richtig und falsch. Es gibt viele Wege nach Rom und viele davon können gut sein!

Ich bemühe mich um Toleranz und Verständnis für andere Ansätze, dann wächst die Hundewelt vielleicht eines Tages etwas mehr zusammen... Das würde ich mir wünschen.

Liebe Grüße

Anja

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Mir ist das irgendwie vom Unterton her zu krass und zu absolut.

Das ist genau der Ton, der das eine als richtig und das andere als verachtenswert hinstellt. Das mag ich nicht. Es gibt in unserem Bereich nicht das ausschließliche 2x2=4 und nur richtig und falsch. Es gibt viele Wege nach Rom und viele davon können gut sein!

Ich bemühe mich um Toleranz und Verständnis für andere Ansätze, dann wächst die Hundewelt vielleicht eines Tages etwas mehr zusammen... Das würde ich mir wünschen.

Liebe Grüße

Anja

Ich denke, die Verfasserin des Beitrages denkt da ähnlich, aber sie hat sich den aufgestauten Frust von der Seele geschrieben.

Was ich recht gut verstehen kann, auch wenn es manchmal recht heftig rüberkommt.

Gerade Menschen, die über lange Jahre Arbeitshunde ausbilden, kräuseln sich sicher mal die Zehennägel, wenn die eine oder andere Ausbildungsmethode (oder eher noch der eine oder andere sogenannte Ausbilder) ihnen unterkommt, gerade WEIL sie wissen, wozu sowas führen kann.

Beim Reiten hat man früher gesagt: die Sporen muss man sich verdienen... wollte heissen, dass man ohne Sporen erstmal gut arbeiten können musste, bevor man die "Meinungsverstärker" überhaupt nutzen durfte (und dann waren das winzige Stummel)...

In der heutigenZeit ist es leider in vielen Bereichen so, dass mit Stufe 10 angefangen wird, weil Stufe 1-8 nie richtig gelernt wurde.

Oder Stufe 10 wird gleich verdammt, weil nicht begriffen wurde, warum es sie gibt.

Und auch wenn ich einiges in diesem Bericht krass finde, ich muss mir auch manchmal auf die Zunge (oder die Finger) beissen und ne Nacht drüber schlafen, wenn ich so einige Sachen höre, sehe, lese...

Und so sehe ich diesen Bericht als frustrierten Aufschrei über die derzeitigen Auswüchse des Hundetrainings - den ich nachvollziehen kann.

vlg

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@Wienerkinger, geht mir auch so.

Was mich eigentlich wuschi macht, ist die Frage: fuer wie dumm halten die meissten Menschen die Hunde eigentlich!

Und ich halte es auch fuer ein grosses Defizit der Menschen, das sie ihre Hunde nicht ernst nehmen! Keinem Hund muss ich ,,sitt" oder,,down" lernen, auch,,fussen"kann jeder Hund schon wenn er die ersten eigenen Schritte macht, ich muss es doch nur uebernehmen!

Das einzige was ich dem Hund lernen muss, ist,,zu lernen", er lernt, zu verknuepfen, dabei muss der Mensch ihm helfen!

Und das Wichtigste was der Mensch dabei begreifen muss, ist:

das fuer Hunde eine,,sichere Ordnung"lebensnotwendig ist.

Wenn Hundehalter sich an diese Regeln halten,dann erziehen sie sich keine Problemhunde(die dann mit den dubiosesten Ausreden entsorgt werden) und Tierheime(in solch abartigen Ausmassen wie derzeit)waeren nicht noetig!

Warum sind denn die Tierheime alle so extrem voll?Doch nicht weil es so viele boese,schlechte und,,nicht erziebare"Hunde giebt! Oder? Wimette

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Manchen Menschen halten ihre Hunde für dumm, weil sie nicht wissen, daß ihre Hunde sie nicht verstehen, obwohl sie ihnen doch alles schon so oft gesagt haben... Viele Menschen verstehen nicht, warum sie mit einem Hund anders kommunizieren sollen, als mit einem Menschen, weil sie einfach noch nie darüber nachgerdacht haben.

Ansonsten sehe ich das so, daß die Hunde ein Spiegel unserer Gesellschaft sind. Wir drücken den Knopf der TV-Fernbedienung und bekommen sofort ein besseres oder anderes Programm. Wir haben ein Problem und bekommen eine rosa Pille dagegen verschrieben, und schon ist alles wieder wunderbar! Viele verstehen nicht, daß man Hunde nicht mit Knopfdrucklösungen erziehen kann.

Unsere psychiatrischen/psycholigischen Praxen für Menschen sind genauso voll wie unsere Tierheime. Warum? Weil die Menschen nicht nur ihren Hunden keine Ordnung geben können, sie schaffen es sehr häufig einfach selbst gar nicht, ihr Leben zu ordnen und damit klar zu kommen.

Menschen, die sich selbst, ihrem Partner, ihrem Kind keine Grenzen setzen können, können das auch nicht bei einem Hund!

Menschen, die Konsequenz noch nicht einmal fehlerfrei schreiben können, werden sie auch nicht leben!

Trotz allem verstehe ich nicht, warum man so hart mit bestimmten Ideen ins Gericht gehen muß. Wenn manche mit dem Clicker glücklich sind, ihre Hunde so ausgelasten und sich mit ihnen beschäftigen können, wo ist dann das Problem?

Ich kann auch geschminkt und mit langen, rot lackierten Fingernägeln mit oder ohne Clicker mit meinem Hund Beschäftigungen nachgehen, die MIR Spaß machen und augenscheinlich meinem Hund, und wenn sie dann jemand Dog-Dancing nennt, so what? Nicht jeder hat Lust, mit einem Hund Jagdtraining zu machen, in der Natur rum zu rennen, Bäume zu umarmen, oder Fährten zu legen. Darf so jemand dann keinen Hund haben?

Wohl gemerkt, ich arbeite weder mit Clicker noch mache ich Dog-Dancing, nur wünsche ich mir bei allem bedauerlichen Frust, etwas mehr Toleranz gegenüber selbst nicht praktizierten oder gemochten Ansätzen.

Die Tierheime sind sicher nicht voll, WEIL es Clicker oder Dogdancing gibt. Sie sind voll, weil sehr viele Menschen noch nicht mal wissen, was ein Hund wirklich ist.

:o Anja

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Hallo Wimette,

von der einen Seite kann ich dich verstehen,

anderer seitens sind mir einige Teile des Berichts viel zu einseitig.

?!?

Liebe Grüße Petra

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(bearbeitet)

@Anja,das darfst Du nicht so eng sehen(das mit dem Sport).

Auch ich benutze den Clicker(zB wenn der Hund seinen Namen nicht mehr hoert,man kann darueber augezeichnet neu,,verlinken"),aber man erzieht einen Hund nicht mit solch einem Hilfsmittel.........

Auch ich habe schon mit dem Reitzhalsband arbeiten muessen, das war ein extremer Notfall, dem Hund hat es das Leben gerettet!

Die Disc musste ich auch schon zum Einsatz bringen,um den Teufelskreis von selbststimuliertem Fehlverhalten(wildern) zu durchbrechen!

Auch ich musste einen hochagressieven Hund hungern und dursten lassen, einfach um ihm zu zeigen, das es Menschen giebt, denen Hund vertrauen kann, ich hatte nur sehr wenig Zeit, die Polizei wollte ihn eigentlich sofort erschiessen!

Mit keiner der sogenannten Hundesportarten habe ich ein Problem..........wenn mit einem erzogenem Hund gesportet wird!

Leider habe ich bei solchen Wettstreiten und Uebungsstunden meist nur,,von Hunden erzogene Menschen gesehen".

Wer sagt,das Jagdtraining im Busch stattfinden muss, denkst Du der Hund weiss was Agilitygeraete sind?

Ich bin gluecklich ueber jeden Hund der arbeiten darf,aber Hundgerecht bitte, und nicht um des Menschen Gelueste nach (automatisiertem)Sieg zu erfuellen!

Wenn ich mit Hunden arbeite,will ich auch Spass und Freude haben, aber ich will dabei ebenfalls seine Beduerfnisse erfuellen, und nicht mit einer heisser gebruellten Stimme und einem gnadenlos gestresstem Hund nach hause kommen.

Wimette

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