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Hundeforum Der Hund
gast

Was mache ich bei einer Beißerei?

Empfohlene Beiträge

Habe folgendes gefunden, da Lisa das Thema ansprach:

Beißerei zwischen Hunden - Wie verhält man sich richtig....

Erst einmal gilt es, Ruhe zu bewahren. Versuchen Sie, genau zu beobachten: Wie ernst erscheint Ihnen die Sache? Wenn es mit lautem Getöse und Gebelle und Herumgespringe zugeht, ist es meistens nicht besonders ernst, sondern ziemlich viel "Schau" dabei. Deshalb ist es hier am besten, wenn beide Besitzer ruhig und zügig weitergeghen – in die entgegengesetzte Richtung natürlich. Und erst wenn sie so um die 50 Meter weit von den beiden Kontrahenten entfernen sind, sollten sie stehenbleiben und auf ihr Tier warten. Oft reicht dies schon aus, um zumindest einen der beiden so zu verunsichern, daß er klein bei gibt. Außerdem verlieren die meisten Rüden schnell das Interesse an einer Rauferei, wenn keiner zusieht und die eigenen Menschen weder beschützt werden müssen noch ihren Hund zu beschützen bereit sind, also ganz offensichtlich nicht „mitmischen“ wollen. Leider ist jedoch auch genau das Gegenteil zu beobachten: Wenn auch die Menschen sich wild gebärden und aggressiv verhalten, sehen die Hunde darin eine Aufforderung, es ihnen gleich zu tun. So ist das nun einmal im Rudel....

Schwieriger wird es dagegen, wenn es leise und wirklich erbittert zugeht. Dann kann man natürlich nicht einfach weitergehen und so tun, als ob man nichts damit zu tun hätte. In solch einem Fall, der wirklich gefährlich für ein Tier werden und schlecht ausgehen kann, sollten Sie alles daran setzen, die beiden zu trennen. Und zwar gemeinsam und in direkter Absprache mit dem Besitzer des „gegnerischen“ Hundes. Allerdings ist dies natürlich zugegebenermaßen leichter gesagt, als getan. Handelt es sich um zwei ungleiche Kämpfer, ist der eine beispielsweise sehr viel kleiner, älter oder schwächer als der andere, sollten Sie ebenfalls versuchen, die Hunde zu trennen. - Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Bitte beachten Sie aber, daß jedes Eingreifen in eine Hundebeißerei ein nicht zu unterschätzendes Verletzungsrisiko für den Menschen bedeutet. Es kann auch durchaus passieren, daß der eigene Hund seinen eigenen Menschen im Eifer des Gefechts "erwischt".

Die einfachste, aber natürlich praktisch kaum durchführbare Möglichkeit ist es, einen Eimer Wasser über die beiden Hunde zu kippen. Oder einen Wasserschlauch einzusetzen. Leider hat man jedoch diese Utensilien auf der Hundewiese oder beim Waldspaziergang kaum zur Hand.

Zu Beginn der Auseinandersetzung kann man die Hunde mit etwas Glück oft noch mit einem dazwischengeworfenen Schlüsselbund oder Leine stoppen. Ist die Rauferei jedoch schon im vollen Gange, hilft das nicht mehr.

Keinesfalls sollten Sie mit der Leine o.ä. auf die Hunde einschlagen, denn das stachelt oft nur noch mehr an.

Das Schaffen von Schreckmomenten ist da schon sinnvoller, z. B. indem man einen aufgespannten Regenschirm oder eine Jacke (Decke wäre besser) auf die Hunde wirft. Diesen kurzen Schreckmoment muß man dann aber auch unbedingt ausnutzen, indem sich jeder (s)einen Hund schnappt. Die Möglichkeit, beide Hunde gleichzeitig an den Hinterbeinen zu packen und hochzuheben, klappt zwar recht gut, ist aber nur durchführbar, wenn beide Menschen gleichschnell und gut reagieren können. Und das ist im Getümmel des Kampfes wirklich nicht einfach!

Hat sich einer der Hunde festgebissen, kann man versuchen, das Maul mit Hilfe eines Stockes (Regenschirm) aufzuhebeln. Vorsicht, der andere Hund sollte im richtigen Moment dann auch festgehalten werden, damit er nicht nachsetzt, wenn er befreit ist. Dies gilt natürlich generell für alle Situationen. Es hat wenig Sinn, den einen Hund herauszuholen, damit der andere besser nachbeißen kann.

Nach einer Auseinandersetzung sollten beide Hunde untersucht werden. Ist einer der Hunde auch nur leicht verletzt, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Unbedingt erforderlich ist dies bei ungleichen Größenverhältnissen, insbesondere, wenn einer der Hunde geschüttelt wurde.

Quelle: http://www.herrchen-gesucht.de

Petra Führmann, Hundeschule Aschaffenburg

Perdita Lübbe-Scheuermann, Hunde-Akademie Darmstadt

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Schadensersatzanspruch bei Eingriff in Hundebeißerei

Wenn ein Hundehalter zum Schutz seines von einem größeren Hund angegriffenen Hundes in eine Beißerei der Hunde eingreift und dabei Bißverletzungen erleidet, so haftet der Halter des angreifenden Hundes auch dann, wenn sich nicht ermitteltn läßt, welcher Hund den verletzten gebissen hat.

Für den Schadenersatzanspruch reichte es aus, daß das Verhalten des Hundes, des in Anspruch genommenen Halters, mit ursächlich für den eingetretenen Schaden war.

Durch den unberechenbaren Eingriff hatte sich auch die typische Tiergefahr des fremden Hundes verwirklicht. Der Verletzte mußte sich nicht die Tiergefahr seines Hundes anrechnen lassen. Die Tiergefahr, die von seinem Hund, der zu dem ungleichen Kampf nur ein leises Knurren beigetragen hatte, ausging, trat vollständig hinter der Tiefgefahr des wesentlich größeren und kräftigeren fremden Hundes zurück. Dies galt insbesondere, da der fremde Hund angegriffen hatte.

Den Verletzten traf auch kein Mitverschulden, obwohl er mit ungeschützten Händen in die Beißerei der Tiere eingriffen hatte. Zwar schließt grob vermeidbare Selbstgefährdung eine Haftung des Tierhalters aus. Eine solche lag jedoch nicht vor. Wenn der Verletzte nämlich zum Schutz seines Eigentums eingreift, um größere Schäden zu verhüten, so handelt er nicht leichtsinnig, sondern in berechtigter Sorge um sein Eigentum. Der Verletzte hatte allein in der Absicht gehandelt, größere Verletzungen seines unterlegenen Hundes zu verhindern.

Vermeidbar war die Selbstgefährdung nicht, da dem Verletzten ein anderes Mittel, als die Hunde mit bloßen Händen zu trennen, zur Rettung seines Tieres nicht zur Verfügung stand. Dies galt insbesondere deshalb, weil er mit einem Angriff des bis dahin gutmütigen fremden Hundes nicht rechnen mußte und dementsprechend keine Vorsichtsmaßnahmen treffen konnte.

So wurde dem Verletzten ein Schmerzensgeld von 4000.-DM zugestanden. Er hatte sich einer ambulanten Operation unterziehen müssen. Das Endglied eines Fingers war dabei um 1 cm verkürzt wurden. An der Fingekuppe verblieb eine Druck- und Stoßempfindlichkeit. Auch war die Sensibilität und Beweglichkeit der Fingerkuppe auf Dauer eingeschränkt.

Landgericht Flensburg im Urteil v. 01.02.1996 Az.:1 S 119/95

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Hallo,

ich war mal bei einem Seminar, da gab es eine Beißerei und einer der umstehenden hat die Arme ausgebreitet und ist laut schreiend voll auf die Hunde zugerannt, die beiden sind ziemlich erschrocken und haben vor schreck voneinander gelassen.

Anders bei Ben, der hatte auch eine Beißerei, allerding hatten die zwei sich gegenseitig am Kopf und brummten rum, wollten aber nicht loslassen. Wir haben sie auseinander bekommen, indem ich bei dem anderen Hund das Ohr gedreht und gleichzeitig gezogen habe und zwar ziemlich heftig. Da hat er vor schreck aufgemacht und wir konnten die Hunde auseinander ziehen.

Grüße

Cadica

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das is toll das du das hier nochmal detaliert beschreibst...

jetzt gehts mir besser...

blöd nur das die wenigsten hh sich informieren um dann in den verschiedenen situationen gewappnet zu sein... :(

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Als ich "fertig" war, ist schließlich auch der Besitzer des kleinen Hundes angekommen. Natürlich hat er seinen Hund aber wieder nicht festgehalten oder sonst etwas getan um die Situation zu entschärfen, während der kleine schon wieder um mich rumgelaufen ist und von der anderen Seite an meinen Hund ranwollte. In Rage, wie ich eben verständlicherweise war, ging die Brüllerei von Besitzer zu Besitzer wieder los. (Dazu muss man sagen, dass von meiner Seite aus außer "scheiß kleine Drecks-Töle" keine weiteren Beleidigungen gefallen sind.) Auch auf dem Weg zum Ausgang der Hundewiese, haben wir weiter gestritten. Der Besitzer ist dabei wieder einfach stehen geblieben, während mein Hund mir brav gefolgt ist. Der andere Hund kam uns allerdings auch hinterher, und war dabei schon wieder am provozieren. Auf meine abermalige Aufforderung hin, den Hund doch endlich festzuhalten, ist sein Besitzer natürlich nicht eingegangen. Am Ausgang angekommen, ist der kleine Hund meinem Hund bedrohlich nahe gekommen, sodass ich ihn mit meinen Füßen weggedrängt habe - ich gebe zu, ich war dabei nicht zimperlich. Ende der Geschichte: Der Mann kommt, packt meinen Hund am Nackenfell und zieht ihn hoch, droht mir, und schubst/wirft meinen Hund gegen den Zaun. Dabei ist er fast noch gegen mich handgreiflich geworden. Hätte ich gewusst, wie ich zuschlagen soll, hätte ich es getan. Ohne Skrupel. Stattdessen habe ich ihn nocheinmal angefaucht und schließlich die Wiese verlassen. (Was mich SEHR viel Überwindung gekostet hat.) Bin halt doch nur ne Frau... Nun meine Fragen: 1. Hab ich was falsch gemacht, außer zu viel zu brüllen? Wenn ja, was? 2. Sollte ich bei Beißereien anstatt laut AUS zu rufen, eher leise etwas sagen, um die Situation nicht noch zu verschärfen? 3. Wie kann ich eine Beißerei mit mehr als zwei Hunden möglichst einfach auseinanderbringen, wenn ich gerade keinen Eimer Wasser zur Hilfe habe und womöglich der einzige bin, der überhaupt etwas tut? 4. Um solchen Situationen vorzubeugen nehme ich meinen Hund normalerweise aus "heißen Situationen" immer etwas heraus. Will meinen: ich ziehe ihn vom Hundespiel ab, wenn die Lage sich verschärft und gehe mit ihm ein Stück weg und beschäftige mich auf andere Weise mit ihm (z.B. kurze Gehorsamsübungen oder kleine Spiele). Schließlich weiß ich ja, dass er erstens in der Pubertät und zweitens nicht kastriert ist, und es daher eher zu Rüden-Gehabe kommen könnte. Wenn alles wieder okay ist, darf er dann wieder hin und weiter mitspielen. Das funktioniert normalerweise immer super, vor allem, da er auch gut hört und mit mir mitkommt, wenn ich ihn rufe. Das ist doch richtig, oder? Oder gibt es eine bessere Methode, ihm beizubringen, dass er aus solchen Sachen die Nase raushalten soll? 5. 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      in Aggressionsverhalten

    • Beißerei provoziert?

      Vorneweg - es ist nichts Schlimmes passiert und der erste Schreck hat sich auch gelegt. Aber ich habe heute Nachmittag eine Situation erlebt, die mich echt irritiert hat. Kurz zur Vorgeschichte - hier bei uns im Park treffe ich eigentlich immer dieselben Hunde und man kennt sich. Leni hat ein paar gute Bekannte, die anderen ignoriert sie. Bei Hundebegegnungen bleibt sie auch ohne Leine dicht bei mir, wenn ich das möchte. Besonders wenn der andere Hund not amused ist, fällt ihr das sehr leicht. Nun treffen wir schon seit Jahren einen Hundehalter mit einer Leinen aggressiven Hündin. Leni übt sich in Ignoranz, aber auf ganz schmalem Weg leine ich sie lieber an. Der Mann ist offensichtlich ziemlich genervt vom Verhalten seines Hundes, er war auch lange Zeit mit Wasserflasche unterwegs. Aber - und jetzt kommt der entscheidende Punkt - irgendwie scheint ihn auch Leni's Ignoranz zu nerven. Dass die Leute irgendwie noch ärgerlicher werden auf ihren Hund, wenn meiner ruhig bleibt, ist mir schon häufiger passiert. Nun spielte sich also Folgendes ab: Ich bin mit drei Kindern, Kinderwagen und der freilaufenden Leni unterwegs. Von rechts, noch ca. 100 m entfernt, kommt besagter Hundehalter. Wir gehen geradeaus weiter. Und wir sind definitiv nicht zu übersehen, auch nicht dass die pink gekleidete Leni ohne Leine läuft. Wir gehen also weiter, als eins der Kinder was trinken will. Wir bleiben stehen, ich krame in meiner Tasche, Leni schnuppert so 1,5m neben mir im Vorgarten, die Kindern lungern um mich herum. Plötzlich bellt es direkt hinter mir, Leni springt nach hinten und es kommt zu einer kurzen, zum Glück harmlosen Keilerei (die andere Hündin ist schon ziemlich klapprig und Leni tut nur so als ob). Leni hat sich echt erschrocken und ist nur deshalb drauf angesprungen. Der Mann meckerte dann rum, dass Leni ja nicht angeleint sei und ist weiter gegangen. Und ganz ehrlich? Ich hatte das Gefühl, der hat sich gefreut, dass Leni "gezickt" hat!  So als ob er der Musterschülerin mal eins auswischen wollte. Weil ganz ehrlich, der muss uns gesehen haben. Und der Weg ist an der Stelle höchsten 1,5m breit, selbst wenn Leni angeleint gewesen wäre hätten die sich gezofft, weil er unerwartet von hinten ankam. Normalerweise wartet er oder geht einen Umweg. War wirklich prima, so zwischen den Kindern. Naja, ist ja alles gut gegangen, aber ich hatte echt das Gefühl, der will mich vorführen.... Habt ihr so eine Situation auch schon mal erlebt? Wo sich jemand durch euren gut erzogenen/ ignoranten/ freundlichen Hund provoziert gefühlt hat? Oder bin ich da hypersensibel? Mmh

      in Kummerkasten

    • Beste Reaktion bei einer Beißerei?

      Guten Abend bzw ist ja schon eher Nacht. Herrje, dieser Tag...   Meine Freundin und ich trafen uns heute zum Gassi gehen. Erstmal nichts besonders, sowas passiert häufiger. Wir sind da am Wasser gewesen und schon bald kam eine weitere (bekannte) Hundehalterin dazu. Halt sich wohl dazu eingeladen gefühlt?
      Keine Ahnung. Auf jeden Fall hat sie einen hübschen Border Collie Rüden dabei. Dann kam aber ein Hundehalter zum Wasser, den wir vom sehen her auch kennen. Sein Hund (Labrador) rannte dann auf uns zu und der Border Collie fand das wohl nicht so klasse. Ich habe gar nicht genau auf die Hunde geachtet, weil meine Augen bei meinen Hunden waren. Deswegen habe ich leider nicht gesehen, was genau passiert ist. Aber die Hunde haben sich dann dort ordentlich gefetzt!   Ich war so schockiert, dass ich gar nicht wusste wie ich mich zu verhalten hatte und habe einfach nur panisch meine Hunde + zwei Pflegehunde festgehalten, weil sie da (aus Neugier vielleicht) ebenfalls hingerannt sind. Ich konnte denen nicht helfen, wusste gar nicht was ich machen sollte. Ich hoffe, das haben die auch nicht erwartet. Die Hundehalter haben dann aber versucht, die beiden Hunde von einander zu trennen. Dabei wurde der Mann leicht an der Hand verletzt. Aber darum geht es mir gar nicht.   Nun hab ich bedenken, was passiert wenn das mal uns passiert. Ich frage mich: Wie reagiert man da am besten?
      Ich möchte meine Hunde doch schützen?
      Allerdings habe ich auch gehört, dass viele der Stress nur erhöht wird und die Situation eskaliert, wenn sich die Menschen da einmischen. Ja, was denn nun?
      Wie macht ihr das? Was findet ihr am besten? Wie soll man in so einer Situation reagieren?
        (Falls es interessiert: Keiner der Rüden hatte ernsthafte Verletzungen. Nur ein kleines Loch und ein paar Kratzer.)


       

      in Aggressionsverhalten


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