Jump to content

Klasse, dass Du unsere große Hunde Community gefunden hast!

Erstelle in wenigen Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich noch einfacher mit Deinem Facebook oder Google account ein. 

➡️  Konto erstellen | Login

Hundeforum Der Hund
gast

Ritualisiertes Unterwerfen

Empfohlene Beiträge

Ich war gestern in dem verein, in dem ich früher mal war, weil auf deren Gelände eine "Hundespielgruppe" gestartet wurde.

In dem Verein wurde sehr viel von Lind übernommen.

Eine Bekannte mit ihrer Rottweilerhündin war auch dort und suchte das Gespräch mit dem Trainer, weil sie massive Probleme mit ihrer Hündin hat im Verhalten mit anderen Hunden und in manchen Situationen bellt sie Menschen an.

In erster Linie gingen die Ratschläge dahin, dass sie darauf hinarbeiten soll, dass sie der Hündin mit dem ritualisierten Unterwerfen ihre Grenzen aufzeigen soll.

Es wurde erklärt, dass nach der 8.Woche des Hundes, genau dieses die Wolfseltern ebenfalls machen, sehr streng durchgreifen, die Welpen am Genick nach unten drücken und dies so lange praktizieren, bis der Hund gelernt hat, sich zu unterwerfen.

Den Ablauf soll man im Spiel einüben , um das später in brisanten Situationen, wo der Hund "die Führung" übernimmt, anwenden zu können.

Mir hat diese Anwendung früher nicht gefallen und es war mit ein Grund, weshalb ich diesen Verein verlassen habe.

Es gab Situationen, zB mit einem kleinen Dackel, dessen Älteres Besitzerpaar sich um Hilfe an den Trainer gewandt hatten. Zuerst mußten sie während unseres Gruppentrainings mit dem Dackel etwas abseits gehen. Anfangs kläffte er noch wild rum, beruhigte sich aber bald, zog die Rute ein, zitterte viel und zeigte viele Angstreaktionen. Nach ner halben Stunde

las wir beendeten, mußten sich die Leute mit dem Dackel noch außerhalb neben das Tor stellen und einige von uns mußten immer wieder ganz nahe an ihm vorbeigehen. Da fing er wieder an zukläffen und schnappen.

daraufhin nahm der Trainer den Hund allein mit in den Platz, seine Leute mußten draußen warten. Erst versuchte er mit leckerlie und Locken den Hund dazu zu bringen, mitzumachen, sich anfassen zu lassen, aber er wehrte mit bellen und schnappen ab.

Dann kniete sich der Trainer auf den Boden und legte sich ein Leckerlie aufs Knie. Das sollte er sich holen. Dackelchen traute sich nicht ran, ging beschwichtigend rückwärts und der trainer zog ihn dann einfach ran. Dackelchen tickte aus und wand sich wie ein wilder und schnappte auch dabei um sich.

Danach wurde er so lange auf den Boden gedrückt, bis er aufgab. Der Hund schrie, so dass es mir durch Mark und Bein ging. Jedesmal, wenn der Trainer den Griff lockerte und der Hund wegwollte, wurde er wieder auf der Seite liegend zu Boden gedrückt und mit sehr strengen, lauten "neins" angebrüllt. Nach mehreren Minuten schrie der Dackel immer noch, ich ging dann. War das letzte Mal, dass ich da war.

Der Dackel war damals zum ersten Mal auf diesem Platz, hatte schon viele Vorbesitzer und war ein totaler Angstbeißer.

Er ging nicht von Haus aus nach vorne, sondern versuchte immer erst zu flüchten. Ich hätte es besser gefunden, ihn, nachdem er sich in der Gruppe beruhigt hatte, mit einem positiven Erlebniss zu entlassen und ihn langsam an die Situationen heran zu führen.

Der Trainer sagte, das ritualisierte Unterwerfen hilft immer, wenn man es ausdauernd und konsequent genug anwendet.

Da muß man den Hund auch mal 10 Minuten am Boden fixieren, bis er sich absolut entspannt hat. Er muß wirklich "aufgegeben" haben.

So lernt der Hund die "Führung" des Menschen an zu erkennen.

Kennt ihr diese Art???? Habt ihr Erfahrungen damit??

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

:???:???:???:???

Sorry, aber mir stehen tausend Fragezeichen im Gesicht!

Das grenzt ja schon an rohe Gewalt dem Hund gegenüber!

Ich bin der Meinung, man kann dem Hund auch auf andere Art und Weise klar machen, dass nicht er, sondern der Hundeführer das Sagen hat!

Ich habe auch einen Rüden, der meint, ab und zu den *Willi* bei Geschlechtsgenossen raus hängen zu müssen und die Situation in die Hand zu nehmen.

Ich mach ihm aber auf andere Art klar, dass ICh durchaus in der Lage bin, das zu klären, und er sich da nicht einmischen brauch.

Gehst du nun wieder auf diesen Platz oder hab ich das falsch verstanden?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

HIMMEL, neiiiiin.

Ich hab mir das gestern wegen der "Hundespieltruppe" angesehen. Aber auch das hat mir nicht gefallen.

Alle standen rum, die Hunde moppten meines Erachtens wie Sau und es hieß, ach lass die mal machen, die lernen sich das gegenseitig.

Ich geh da NICHT mehr hin!!!

Ich hatte mit dem Trainer und der Besitzerin der Rottihündin noch lange diskutiert, aber der Trainer dort hat eben immer recht, und dass ich zb. wieder Probleme hab, das liegt dran, weil ich ja nicht fähig war, bzw. zu stur, um das bei meinen Hunden richtig anzuwenden, meint er.

Ich hatte aber im Alleingang wirklich so viel erreicht, zwar nach den Vorfällen tauchten die Probleme nun wieder auf, jedoch behaupte ich ganz frech, das lag nicht an "meiner Methode" sondern am mangelnden Glauben an mich selbst, meiner Unsicherheit nach den Vorfällen, selbstsicher meinen Weg einfach weiter zu gehen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Neee so eine Erfahrung möcht ich auch gar nicht machen :[

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo angiem,

mir geht es ähnlich wie Renate.

Mir tut es regelrecht in der Seele weh, wenn ich sowas lese.

Ich würde einen Angsthasen - so deine Beschreibung - nie mit solchen Mitteln "anfassen" - da ist eher Ruhe und Geduld angesagt - Vertrauen aufbauen.

Deine Beschreibung hat was von "man muss den Willen brechen" - bei solchen Methoden kann ich nur brechen / kotz..

Ich mag diesen "Schulterwurf" als Erziehungsmethode eh' nicht,

möchte aber nicht ausschließen, dass ich das auch mal anwende, falls ich es mit einem sehr dominanten Hund zu tun habe.

Im Moment habe ich ja eher mit zarten, weichen, schüchternen Hunden zu tun.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Mir geht es wie Renate. Jede Menge Fragezeichen :???:???:???

Was soll denn das für eine Hundeerziehung sein. Das ist ja die blanke Unterdrückung! Es ist für mich immer wieder furchtbar zu hören was für Vereine es gibt. Und alle dürfen sich Hundeausbilder nennen.Da sträuben sich mir die Nackenhaare. Furchtbar. Ich kann mir ja nicht vorstellen, dass dem armen Dackel so geholfen wurde.

Lg Carmen & Nayeli

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Mir hat diese Anwendung früher nicht gefallen und es war mit ein Grund, weshalb ich diesen Verein verlassen habe.

Es gab Situationen, zB mit einem kleinen Dackel, dessen Älteres Besitzerpaar sich um Hilfe an den Trainer gewandt hatten. Zuerst mußten sie während unseres Gruppentrainings mit dem Dackel etwas abseits gehen. Anfangs kläffte er noch wild rum, beruhigte sich aber bald, zog die Rute ein, zitterte viel und zeigte viele Angstreaktionen. Nach ner halben Stunde

las wir beendeten, mußten sich die Leute mit dem Dackel noch außerhalb neben das Tor stellen und einige von uns mußten immer wieder ganz nahe an ihm vorbeigehen. Da fing er wieder an zukläffen und schnappen.

daraufhin nahm der Trainer den Hund allein mit in den Platz, seine Leute mußten draußen warten. Erst versuchte er mit leckerlie und Locken den Hund dazu zu bringen, mitzumachen, sich anfassen zu lassen, aber er wehrte mit bellen und schnappen ab.

Dann kniete sich der Trainer auf den Boden und legte sich ein Leckerlie aufs Knie. Das sollte er sich holen. Dackelchen traute sich nicht ran, ging beschwichtigend rückwärts und der trainer zog ihn dann einfach ran. Dackelchen tickte aus und wand sich wie ein wilder und schnappte auch dabei um sich.

Danach wurde er so lange auf den Boden gedrückt, bis er aufgab. Der Hund schrie, so dass es mir durch Mark und Bein ging. Jedesmal, wenn der Trainer den Griff lockerte und der Hund wegwollte, wurde er wieder auf der Seite liegend zu Boden gedrückt und mit sehr strengen, lauten "neins" angebrüllt. Nach mehreren Minuten schrie der Dackel immer noch, ich ging dann. War das letzte Mal, dass ich da war.

Der Dackel war damals zum ersten Mal auf diesem Platz, hatte schon viele Vorbesitzer und war ein totaler Angstbeißer.

Er ging nicht von Haus aus nach vorne, sondern versuchte immer erst zu flüchten. Ich hätte es besser gefunden, ihn, nachdem er sich in der Gruppe beruhigt hatte, mit einem positiven Erlebniss zu entlassen und ihn langsam an die Situationen heran zu führen.Zitat:angie

Dafuer giebt es eine Bezeichnung:Tierquaelerei !

Dieser Hund wurde gleich merfach misshandelt:physisch und phsyschich.

Zeigt das es sch um eine sehr emphatichen und kompetenten Trainer handelt,pfui!

Ich persoenlich lehne die Erziehung der Hunde nach E.Lind ab.

Diese,,Methode" erzieht den Hund zu Distanzloigkeit, das kann und darf kein Erziehungsziel sein....weil es Probleme programmiert! Das ist nicht sozial und auch nicht hundisch!

Eher empfinde ich diese Eriehung als Diskrimination des Hundes, weil er hier zu einem intelligenzlosen Spielball des Menschen herabgewuerdigt wird! Wimette

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo,

du tust gut daran den Verein zu meiden !!

Ich finde solche Methoden zum kotzen und gerade bei ängstlichen Hunden das denbar schlechteste und die Leute werden damit nicht viel freude haben.

Ich habe Kyra einmal aufs Kreuz geschmiessen weil sie mich als sie an ihrem Knochen nagte angeknurrt hat, ich wußte mir nicht anders zu helfen.

Lg Birgit

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Oha, wenn ich das hier lese, stellen sich meine Nackenhaare hoch!!! :[:[:[

Was hat der angstaggressive Hund gelernt, wenn er vom Platz geht? Jawohl, ich hatte Recht, Menschen bedeuten eine Gefahr für mich! Ich habe allen Grund, sie zu fürchten! (nicht zu respektieren)

Diesen Trainer würde ich gerne mal in ein echtes (frei lebendes) Wolfsrudel stecken und dann dürfte er das mal wiederholen!

Solche Trainer glauben immer noch, dass wir Wölfe an der Leine führen und dass uns die Hunde als Rudelmitglieder sehen. Hoch lebe die Dominanztheorie! :[ Meine Ablehnung habe ich hier schon in einem anderen Thread deutlich geschrieben.

Der bekäme meinen Hund nie in die Finger!!!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)
Der bekäme meinen Hund nie in die Finger!!!

Meinen auch nicht !!! Oh je - garnicht auszudenken.

Ich bekäme ein völlig verschrecktes ängstliches Häufchen Elend zurück. Sie wär bestimmt völlig fertig und ich hätte jede Menge zu tun sie wieder aufzubauen - bloß nicht - nie

Darum habe ich mich hier ja auch erst umgeguckt und umgehört, bevor ich mich für den Hundetreff beim Tierschutzverein entschieden hatte, es dort als erstes zu versuchen, und bin immer noch da :) - Da lautet das Motto "Üben ohne Drill" und so ist's auch.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.