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Hundeforum Der Hund
Mark

Welcher Hundetyp überlebt?

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Ich halte die Studie von Bloch fuer wenig ausagekraeftig,weil die Beobachtungsbedinungen nicht einem wirklichen Umfeld entsprechen;

In einem Wolfsrudel führt geschlechtsunabhängig das kluegste Tier.

Dieses Tier ist in der Lage Gefanren zu beobachten und einzuschaetzen und ist nicht immer gleichbedeutend mit dem staerksten Tier.

Diese Muster aendern sich wenn das Rudel von Menschen gefuettert wird und Jagdintelligenz nicht mehr benoetigt ist. In solchen Rudeln füehrt oft das staerkste Tier.

Beide Fuehrungspersoenlichkeiten haben eins gemeinsam,um ihre Fuehrung zu verteidigen findet die Unterordnung im sehr fruehen Alter des Nachwuchses statt und die Weichen welche Position der Nachwuchs im Rudel bekleidet sind dann gestellt.

Vertreibungsdruck findet fast nur bei Futterknappheit statt und Kaempfe mit toedlichem Ausgang sind selten.

Vertreibungskaempfe aber treffen zuerst die aengstlichen Tiere die bereits am Rande des Rudels leben und haben dann oft deren Tod zu folge da sei ohne ihr Rudel ihr Ueberleben nicht sichern koennen und der Zugang zu einem neuen Rudel ihnen aufgrund ihrer Aengstlichkeit versperrt ist.

Fuer solche Tier steht in der Regel am Ende der Hungertod.

Das Welpen Beispiel bei Bloch ist wenig aussagekraeftig da bei allen Tieren die mehr wie ein Junges bekommen es in freier wildbahn nur eine minimale Chance gibt das alle Ueberleben.

Das bei Bloch der aengstliche am Leben blieb ist reiner Zufall.

Da ein Wolfsrudel in Zeiten von Futterhnappheit sogar seine Welpen verhungern laesst haette in einer solchen Situation sicherlich der frechste und starkste die groesste Ueberlebnschance.

Ich denke das das bei allen Wildcaniden gleich ist da man auch bei dingos beobachtet hat das in Hungerzeiten die Rudel ihre Welpenfuetterung als erstes einstellen.

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Ich halte die Studie von Bloch fuer wenig ausagekraeftig,weil die Beobachtungsbedinungen nicht einem wirklichen Umfeld entsprechen;

In einem Wolfsrudel führt geschlechtsunabhängig das kluegste Tier.

Dieses Tier ist in der Lage Gefanren zu beobachten und einzuschaetzen und ist nicht immer gleichbedeutend mit dem staerksten Tier.

Das Welpen Beispiel bei Bloch ist wenig aussagekraeftig da bei allen Tieren die mehr wie ein Junges bekommen es in freier wildbahn nur eine minimale Chance gibt das alle Ueberleben.

Das bei Bloch der aengstliche am Leben blieb ist reiner Zufall.

Zu Abschnitt 1

???? Die Studie von Herrn Bloch ist überhaupt noch nicht veröffentlicht :??? Wie kannst Du sagen sie ist nicht aussagekräftig. Das ist mir ein Rätsel , bist Du Hellseherin?

Die Studie beinhaltet die Forschung an verwilderten Haushunden und nicht von Wölfen.

Zu Abschnitt 2

Genau, dass habe ich des öfteren schon betont und wurde von Herrn Bloch ganz bestimmt nicht behauptet.

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Ob Bloch seine Erkenntnisse inzwischen veroeffenticht hat weis ich nicht,aber das er in verschiedenen Seminaren darueber zumindest Teilveroeffentlichungen gemacht hat.

Die Toscana Hunde werden nach wie vor von Menschen gefuettert,eine echte Verwilderung wie beispielsweise beim Dingo findet nicht statt.

Von daher kann man die Beobachtung nur eingschraenkt akzeptieren und laesst keinen Rueckschluss auf die tatsaechlichen Faehigkeiten zum wilden Uberleben dieser Tiere zu

L.G.Wotan

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Ich halte die Studie von Bloch fuer wenig ausagekraeftig,weil die Beobachtungsbedinungen nicht einem wirklichen Umfeld entsprechen;

Ja, ich habe auch das Problem, dass ich nicht genau weiß, was Bloch eigentlich will:

Wo genau soll ein "frei gelassener" - ein "verwilderter" - Hund überleben?

In freier Wildbahn? In der Prärie, in der Steppe, in den Karpaten, in der Arktis wegen meiner?

Dann braucht er natürlich alle Eigenschaften der wilden Caniden, sprich Mißtrauen und Angst. Dann muss er schauen, dass er zwischen sich und den Menschen einen großen Abstand legt und am besten "unentdeckt" bleibt!

Soll er aber in unserem dicht besiedelten Deutschland überleben - dann nutzen ihm Angst un Mißtrauen wenig. Er würde dann behandelt wie ein "verwilderter Hund" und sofort abgeschossen.

Er bräuchte hier bei uns gute Sozialisation und unbefangenes, selbstsicheres Verhalten. Er müsste den Mut haben, Anschluss zu suchen, in einen offenen Garten hinein zu laufen, oder in einen Kofferraum zu springen ...

Verwilderte Rudel haben hier bei uns überhaupt keine Chance! Das ist in Australien völlig anders ...

In einem Wolfsrudel führt geschlechtsunabhängig das kluegste Tier.

Dieses Tier ist in der Lage Gefanren zu beobachten und einzuschaetzen und ist nicht immer gleichbedeutend mit dem staerksten Tier.

Diese Muster aendern sich wenn das Rudel von Menschen gefuettert wird und Jagdintelligenz nicht mehr benoetigt ist. In solchen Rudeln füehrt oft das staerkste Tier.

"Stark" und durchsetzungsfähig gegenüber den Rudelmitgliedern. Anpassungsbereit gegenüber dem Menschen, aus dessen Hand er das Futter bekommt.

Vertreibungskaempfe aber treffen zuerst die aengstlichen Tiere die bereits am Rande des Rudels leben und haben dann oft deren Tod zu folge da sei ohne ihr Rudel ihr Ueberleben nicht sichern koennen und der Zugang zu einem neuen Rudel ihnen aufgrund ihrer Aengstlichkeit versperrt ist.

Fuer solche Tier steht in der Regel am Ende der Hungertod.

Ja!

Das Welpen Beispiel bei Bloch ist wenig aussagekraeftig da bei allen Tieren die mehr wie ein Junges bekommen es in freier wildbahn nur eine minimale Chance gibt das alle Ueberleben.
Da ein Wolfsrudel in Zeiten von Futterhnappheit sogar seine Welpen verhungern laesst haette in einer solchen Situation sicherlich der frechste und starkste die groesste Ueberlebnschance.

Geht es Bloch um Welpen oder um erwachsene ausgesetzte Tiere?

Es ist schon so, dass in freier Wildbahn das am wenigsten durchsetzungsfähige Tier die geringste Überlebenschance hat. Der Kampf um die Futter-Resourcen beginnt schon an den Zitzen, und wer da am heftigsten weggeknufft wird, der wird sowohl körperlich als auch psychisch "klein gehalten" - und je nach Verhältnis "Größe des Rudels" zu "Futterangebot" als Erster verhungern.

Das bei Bloch der aengstliche am Leben blieb ist reiner Zufall.

Wenn ich es richtig verstanden habe, zielt das Experiment Blochs darauf ab, welches adulte Tier aus einer sich selbst überlassenen Haushunde-Population die größten Überlebenschancen hat.

Und da ist die Antwort leicht, wenn die Lebensbedingungen denen der Wild-Caniden entsprechen.

Aber wenn wir vom Überleben unter Kulturbedingungen sprechen, braucht so ein sich selbst überlassener Hund wohl andere Eigenschaften als die "Wolfsangst", um überleben zu können.

Anpassungsfähigkeit an die Kultuirbedingungen scheint mir ein nicht unerheblicher Faktor zu sein!

Grüße

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Hallo Leona,

Wo soll man anfangen bei dieser Datenmenge, schwierig.

Ich habe im TV einige Film über Wölfe gesehen.

Während der Abwesenheit der Beiden Alphawölfe haben sich zwei rangniedere Wölfe gepaart (Gelegenheit macht Liebe). Die beiden hingen noch, da kamen die Alphawölfe zurück, der A-Rüde hat überhaupt nichts unternommen, anders die A-Wölfin sie stürzte sich auf die Wölfin und hat sie fürchterlich verprügelt. Nach entsprechender Tragzeit brachten beide Wölfinnen Junge zur Welt, dieses Ereignis hatte also eindeutig nichts mit dem Nahrungsangebot zu tun gehabt.

Arktische Wölfe die von einem 13 Jährigen Alpharüden geführt wurden, hat man dabei gefilmt als ein jüngerer Rüde ganz unvermittelt die Jagd eröffnet hatte und der Alphawolf hat sich dann beteiligt.

Ich glaube zwar auch, dass die Wölfe mit die anpassungsfähigsten Tiere sind, aber gleiches gilt für Bären, Leoparden und besonders für Ratten.

@Wotan

Wie will man dass Klügste messen? Nach Blochs Aussagen sind Wölfe oft in Familien-Rudeln organisiert und dort haben die Elterntiere (die Erfahrensten) die Führung.

Auch vom Menschen geführten Haushunderudel haben nicht immer den stärksten an der Spitze, ein Beispiel habe ich zur Zeit selbst Zuhause, es lässt sich auch manchmal gar nicht sagen wer nun Chef oder Chefin ist, so war es bei meinen Malamuten, es gab keinen Anlass das eine die Führung hätte übernehmen müssen.

Da es bei Wildtieren immer um die Erhaltung der Art geht, ist es ganz normal wenn Elterntiere sich kaum selbst versorgen können, dass deren Junge verhungern müssen. Das gilt auch für, die Rudelmitglieder die sich im Kampf um die Nahrung nicht durch setzen können.

Das alles sagt aber noch nichts über die auf sich selbst gestellten Hunde und ihre Jungen aus.

Lg Hans Georg

Verstehen stellt besondere Anforderungen, Missverstehen hingegen nicht. (G.Roth)

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"Um von diesen Tieren wirklich was zu erfahren,darf er nicht eingreifen."

Liebe Leute, glaubt doch nicht alles!

Im "Tuscany Dog Project" von Günther Bloch wurde sehr wohl eingegriffen, die Hündin "Lilly" sogar mindestens einmal zur Behandlung in eine Tierklinik gebracht. Während "Bello" laut Bloch (Die Pizzahunde, S. 95) "aufgrund seiner schweren Kopf- und Halsverletzungen... verstarb."

Darüber, nach welchen Kriterien hier eingegriffen oder eben nicht eingegriffen wurde, kann man nur spekulieren, jedenfalls wurden weibliche Welpen bejubelt ("...Hoffnungen der Superlative für die Zukunft des Hundebestandes", S. 109), ein männlicher Welpe dagegen als "Flop" bezeichnet, der "besser'n Mädchen" geworden wäre.

"Moral nach Gutdünken"...

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