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Hundeforum Der Hund
Emile1982

"Personenübergreifende" Hundeerziehung

Empfohlene Beiträge

Hallo ihr,

mit Emil habe ich von Anfang an darauf geachtet, dass er sofort lernt, nicht an der Leine zu ziehen.

Das klappt bei mir auch ganz gut. So, wie man es für einen 11 Monate alten Hund halt erwarten kann. Das heißt, ich achte immer akribisch drauf, auch wenn er es immer wieder "probiert", denn er ist halt einfach ein junger stürmischer Hund, der sich gerne mal vergisst... Dennoch muss ich ihn immer und immer wieder an die Regeln erinnern. Es ist noch nicht so, dass er diese Regel wirklich verinnerlicht hat.

Emil ist regelmäßig bei meiner Mutter, die achtet eigentlich auch aufs nicht ziehen.

Aber bei ihr zieht er wie ein Henker! Bzw. er probiert es.

Anderes Beispiel: Emil verlässt hinter mir die Wohnung! Wenn jemand anderes mit ihm raus geht, drängt er sich so frech vor, als hätte er die Regeln dafür noch nie gehört.

Irgendwie ärgert mich das schon ein bisschen... Denn ich will da hin, dass Gehorsam halt Gehorsam ist, und nicht bei jeder Person ein neuer Aushandlungsprozess ist.

Wie bringe ich ihm bei, dass meine Regeln auch bei anderen Leuten gelten?

Deswegen frage ich mich: Muss Gehorsam beim Hund bei jeder Neuperson immer wieder ein neuer Aushandlungsprozess sein??

Wenn man beispielsweise eine Therapiehundeausbildung macht, ist es ja auch wichtig, dass der Hund sich nicht vergisst, nur weil statt Frauchen plötzlich ein Kind am anderen Ende der Leine läuft.

Emil ist noch jung. Da ist klar, dass er noch ausprobiert. Aber dennoch habe ich dieses Ziel vor Augen, seine Gehorsam kann ja nicht nur von mir abhängig sein.

Ich will irgendwann einen Hund, den ich theoretisch einer X- beliebigen Person in die Hand drücken kann und er ist da genauso artig und geht nicht davon aus, dass deswegen sofort die Anarchie ausgebrochen ist...

Gruß,

Sonja

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Hallo Sonja,

also kurz gesagt...DU kannst IHM das garnicht beibringen, dass müssen schon die machen, bei denen die Schwierigkeiten bestehen.

Was DU machen kannst ist höchstens, diesen Menschen dabei behilflich zu sein d.h. ihnen die nötigen Instruktionen zu erteilen.

Ich kenne das Spiel und ich habe aufgegeben meiner besseren Hälfte bestimmte Verhaltensregeln beizubringen...Danu tanzt ihm auf der Nase, PECH...wer nicht hören will muss damit leben ;)

Allerdings bin ich in einer Beziehung anders gestrickt...mein Hund wird niemanden X-beliebigen in die Hand gedrückt, egal wie gut er mit ihr zurecht kommt.

LG Steffi und Danu

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Hej

Mhm wirklich wissen oder helfen kann ich dir nicht, aber bei Lobis ist das auch ein Aushandlungsprozess bei neuen Personen. Sie ist auch noch sehr jung und probiert auch ab udn an mal ihre gelernten Regeln bei mir auszutesten z.b. Kommandos selbst auflösen, Kommandos nicht ausführen, nicht im Korb bleiben....Ich achte wie du auch darauf, dass ich immer durchsetzte, was ich gefordert habe. Natürlich überleg ich mir auch immer gut was ich fordere, damit ich es auch durchsetzten kann. WENN sie zum Beispiel schon auf einem total hohen Energielevel ist, dann lass ich sie z.B nur sitz machen und nicht platz, weil das schwieriger wäre durchzusetzten.

Mhm bei den Hunden die ich kenne, die testen auch bei neuen Personen auch wenn sie bei ihren Besitzern gut hören.

Zum Thema Therapiehund da hast du recht, aber die genießen eine sehr lange und intensive Grundausbildung und sind sehr sorgsam ausgewählt, also jeder Hund ist gar nicht dafür geeignet. Ich habe letzlich im TV eine Reportage gesehen für einen Blindenhund und der Hund hat am Anfang nicht gehört, weil die neue Besitzerin nie Hunde hatte und der Hund ohne es auch nur im geringsten Böse zu meinen wirklich nicht wusste was sie wollte. Ich übringes auch nicht :???

Gemeinsam mit dem Trainer des Hundes wurde dann alles zusammen erarbeitet bis es klappte. Selbst da musste also der Hundetraienr über eine gewisse Zeit mithelfen und der Hund sich erst anpassen.

Liebe Grüße

Sabrina

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Nun mußt du mir mal erklären, warum dein Hund auf jeden Greti und Pleti hören sollte?

Ausserdem ist dein Denkansatz völlig verkehrt. Das Beispiel mit dem Kind und T Hund, ein wildfremdes Kind wird diesen wohl kaum mal eben zu einer Prüfung führen, da geht es doch gar nicht um Gehorsam in der Therapie. Ausserdem T Hunde sind sorgfältig ausgewählt und ganz bestimmt keine jungen stürmischen Hunde.

Abgesehen davon muß du nicht deinem Hund klar machen auf wen er alles zu hören hat, sondern du mußt den Menschen auf die er hören soll die Regeln und den richtigen Umgang mit deinem Hund beibringen. Dann klappt auch.

Stell dir mal vor in einem Hunderudel blässt der Chef zur Jagd, Nummer 2 zum schlafen, Nummer 3 zum Spiel usw. Logisch das das nicht hin hauen kann oder ?

Also wird getan was Cheffe sagt und erst wenn der nicht da ist hat Nummer 2 das sagen. Aber auch nur soweit sie sich durchsetzen kann.

Wenn dein Hund etwas begriffen hat, heißt das noch lange nicht das er das auch bei jeden tut. Da wird sich deine Mutter/ Vater wer auch immer selber hinter Knien müssen.

Gruß Iris

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Selbst bei Therapiehunden müssen die neuen Führer lernen, die Kommandos entsprechend zu geben...die werden denen auch nicht einfach so in die Hände gedrückt ;)

Ich wette, wenn ich Danu einem erfahrenen Führer in die Hand gebe, das es funktioniert...und wahrscheinlich noch besser als mit mir...aber hier liegt der Schwerpunkt auf ERFAHREN.

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Tja, das wirst Du wohl kaum erleben.

Die Hunde in meiner näheren Umgebung stehen allesamt sehr gut im Gehorsam und arbeiten bei jemand Neuem erstmal gut mit, wenn derjenige sich nicht komplett inkompetent verhält, aber spätestens nach 10-15 Min wird getestet. Das heißt nicht, dass sie garnicht mehr hören, aber sie hören halt langsamer oder führen KOmmandos ungenauer aus, würde man dann Nichts dagegen tun, hingen sie mit Sicherheit irgendwann in der leine und wären kaum noch abrufbar. Zumindest was diese Person angeht. Oft zu beobachten ist auch, dass sie erstmal Blickkontakt zum eigentlichen Hundeführer aufsuchen um zu sehen ob das Ausführen der Kommandos vom Hundeführer sozusagen abgesegtnet ist.

Ich denke das ist ein völlig normales Verhalten, die Hunde die mir begegnet sind, die bei jedem ohne Nachfragen sofort hörten, waren arme gebrochene Kreaturen. Nicht zu verwechseln mit Hunden die aus Nettigkeit hören, so gesehen bei meiner eigenen Hündin, die eigentlich nur wirklich gut bei meiner Mutter und bei Mir hörte, auf den Freund meiner Mutter hörte sie, genauso wie auf Kinder, nur weil sie einfach ein netter Hund war, dass tat sie aber auch nur dann, wenn ihr gerade NIchts Wichtigeres in den Sinn kam, sobald es ums Essen ging oder ums Jagen, war der Gehorsam dann vorbei, bei meiner Mutter und mir nicht.

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Hi,

eigentlich finde ich das ganz gut, dass Sammy nicht auf jeden hört und sich jeder Fremde seinen Respekt erst erarbeiten muss. Sonst könnte ja jeder meinem Hund einen Befehl geben und er macht es. Sprich ich leine ihn draußen vor dem Geschäft an, gib ihm das Kommando bleib und irgend jemand sagt ihm komm mit, und er soll dann mitgehen? Nein danke.

Er hat genau 2 Personen auf die er hören muss, jeder andere ist in keinster Weise "weisungsbefugt". Wir achten darauf, dass er keinem Fremden zur Last wird. Sprich wir halten ihn von fremden Kindern fern, wir halten ihn aus den Füßen von Besuch. Wir machen! Wir sagen dem Hund wo es lang geht oder nicht! Aber bitte keiner, der nur mal zu Besuch hier im Haushalt ist. Und schon mal gar keiner, dem wir auf dem Spaziergang begegnen. Da krieg ich regelmäßig das große Kotzen, wenn jemand denkt, meinem Hund einen Befehl geben zu dürfen.

lg Tanja

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Also ich finde es auch total ok wenn Yoris nur meine Befehle befolgt.

Natürlich hört er auch auf meinen Freund, aber bei dem darf er an der Leine ziehen, was bei er bei mir nicht darf und auch nur selten tut.

Ich bin davon überzeugt, dass Hunde ganz genaus wissen bei wem was geht.

Bei uns gibt es beispielsweise nix vom Tisch, bei meiner Familie und bei Freunden, wo wir ja oft mit Yoris sind, wegen seiner Menschenscheu, bekommt er allerdings von den *Fremden* auch mal was vom Tisch, trozdem bettelt er zuhause nicht.

Wenn also derjenige der auf mein Tier aufpasst einen folgsamen Hund will, dann muss er sich das schon erarbeiten ... (Gott sei Dank bin ich aber nicht in der Situation, jemand anderem als meinem Lebensgefährten Yoris anvertrauen zu müssen)

liebe Grüße

Manu

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Meine Freundin "durfte" mal mit dem Hund der Trainerin arbeiten und sie dachte, sie hätte leichtes Spiel, weil der Hund suuuper hört, tja nur nicht bei ihr :zunge::zunge:

Die Trainerin hat gelacht und meinte, der Hund testet aus, wieweit er gehen kann. :Oo

Also nix da ein Hund ist erzogen und hört auf jeden!

LG Anke

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Hallo ihr,

danke für eure Antworten.

@Cubais und Danu:

Ich habe mich da vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt: Natürlich soll mein Hund nicht auf Hinz und Kunz hören müssen! In einem anderem Post (Plauderecke, der mit der Eifersucht) habe ich selbst auch geschrieben, dass ich der Meinung bin, an meinem Hund habe keiner rum zu machen.

Aber so, wie ich das sehe, ist eben auch mein Hund: Er hört auf MICH, weil NUR ich mit ihm arbeite. Und ich frage mich halt, ob das so gut ist, bzw. wie ich verhindere, dass er deswegen bei anderen den Hoidoi macht.

Das mit dem Therapiehund war nur ein Beispiel, weil ich eben SChulhunde kenne, die sich auch bei den Jugendlichen, wenn die mit ihnen laufen dürfen oder den Hund mal kurz halten, benehmen.

Bei Emil ist das halt (noch) extrem: Sofort, wenn jemand anderes mit ihm interagiert, hat er selbst die Grundlagen vergessen, von denen ich schon will, dass sie generell sitzen. Z.B. drängeln an der Tür.

So wie das Blubbl im ersten Absatz schreibt, ist das sehr schön beschrieben! Genau da will ich hin!

Denn natürlich soll der Hund auch testen dürfen, das ist ja normal. Aber er soll sich halt nicht komplett vergessen...

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