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Hundeforum Der Hund
MagMag

Brutzeit - Mein unschönes Erlebnis vor einem Jahr ...

Empfohlene Beiträge

Hallo, Foris...

Momentan laufen ja wieder ettliche Diskusionen in sämtlichen Hundeforen bzgl. "Nicht angeleinter Hunde", "Hunde hetzen Rehe", "Setzzeiten", ect. Auch bei uns sind dies Themen, die sehr viel Interesse wecken und noch mehr Diskusionsstoff bilden.

Bitte lest durch, was mir letztes Jahr um diese Zeit vor dem Hundeplatz passiert ist, vielleicht weckt das einige uneinsichtige auf ...!

Wie jeden Mittwoch fuhr ich mit meinen Beiden Hunden auf den Trainingsplatz, wie jeden Mittwoch lief ich vor dem Training noch eine kleine Runde durch das Feld nahe unseres Hundeplatzes.

Das Gebiet um den Hundeplatz ist Naturschutzgebiet, daher leine ich meine Hunde generell an, damit kein schlechtes Bild auf den Verein fällt. Außerdem sind ja momentan Brut- und Setzzeiten...

Wir liefen einen Grasweg entlang, an dem direkt ein Getreidefeld angrenzte. Als ich um die Ecke bog, stand etwa 200 Meter vor mir ein Reh. Ich blieb mit den Hunden stehen und beobachtete das Reh. Es hatte uns noch nicht entdeckt.

Kurze Zeit später liefen wir weiter, ich führte Beide Hund mit der Rechten Hand. Die Leine hatte ich etwas kürzer genommen, um die Hunde ggf. besser halten zu können. beide liefen aber völlig locker an den Leinen.

Dann passierte etwas, daß ich so schnell nicht vergessen werde...!

Ich konzentrierte mich noch auf des Reh, das uns nun entdeckt hatte und davonsprang. Plötzlich machte Weimaraner Willi einen Satz nach rechts ins Kornfeld und ich hörte ein lautes fiepen. Er hatte ein Rehkitz im Fang. Das kleine schrie entsetzlich !

Dank eines schnellen Reflexes ruckte ich an der Leine. Da ich diese sehr kurz am Geschirr gehalten habe, kippte Willi auf den Rücken. Ich packte Ihn sofort am Fang und zog Ihm mit Beiden Händen das Maul auf. Diese Aktion dauerte keine 2 Sekunden.

Willi ließ von dem Kitz ab, es richtete sich sofort auf und rannte schreiend ins Kornfeld. Äußere Wunden sah ich nicht, Willi hatte scheinbar noch nicht fest zupacken können. Ich hoffe, es hat keine Inneren Verletzungen davongetragen oder den Schock nicht verkraftet. Gott sei dank waren meine Hunde angeleint !!! Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätten das Kitz gar keine Chance gehabt...!

Dadurch, daß Maggy wie versteinert stehen geblieben ist, habe ich mir lediglich den Daumen verrenkt, da ich ja Ihre Leine dort eingehängt hatte und habe von Willis Zähnen eine kleine Bißwunde davongetragen.

Ich habe sofort die Hunde ins Auto gebracht, daß nur etwa 2 Minuten entfernt stand und Freund angerufen, der Jäger ist. Auf Seinen Rat bin ich nicht ins Feld hineingelaufen um das Kitz zu suchen. Ich habe noch einige Minuten in sicherer Entfernung zum Feld gewartet, aber weder Ricke noch Kitz gesehen.

Das einzige, was ich sah, waren 2 Radfahrer, die mit Ihren Beiden freilaufenden Hunden auf dem Feldweg von der anderen Seite vorbeifuhren...

Ich schreibe dies hier rein, damit sich jeder bewußt ist, daß Euch kein Jäger schickanieren will, oder Euch den Spaß versauen möchte, wenn Er Euch gerade in dieser Zeit bittet, Eure Hunde anzuleinen und von Wald und Wiese entfernt zu bleiben.

An meinem Beispiel seht Ihr, wie schnell so etwas passieren kann und vor allem, daß es jedem von Euch passieren kann !!! Ich jedenfalls will so ein Schreien niemals mehr hören, es war entsetzlich !

Mein Appell an Euch alle: Bitte nehmt Rücksicht, und achtet gerade jetzt ganz besonders darauf, daß Ihr nicht in Gebieten lauft, in denen Rehe und anderes Wild derzeit Schutz sucht.

Auch auf die Gefahr hin, daß mich jetzt einige Leut hier in die Mangel nehmen, schreibe ich dieses schreckliche Erlebnis hier nieder, damit alle an meinem Beispiel sehen, daß keiner von und "Der perfekte Hundeführer" ist und wie schnell so was gehen kann... Die kann jedem passieren, nicht nur Halter von Jagdhunden !!!

Gruß

Sven

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Hallo Sven!

ich hab mir das nun durchgelesen, auf deinen Beitrag hin in meinem Thread über das Hasigucken.

Dazu kann ich nur sagen: Ich meide in dieser Zeit, so leid mir das für die Hunde auch tut, alle Gebiete, die ich nicht einsehen kann, damit eben soetwas nicht passiert.

Im Naturschutzgebiet, am Inn gehe ich auch an der Leine nicht nahe ans Unterholz, weil ich weiß, wie schnell Hunde auch an der Leine reagieren können.

Mein früherer Schäferhovimix hat an der Leine, neben dem Radweg, an dessen Rand Pflanzen wucherten, in sekundenschnelle ein Häschen erwischt. Wer schon mal einen Hasen schreien gehört hat, weiß, dass einem das durch Mark und Bein geht.

Django ließ auf mein sofortiges "Aus" sofort los, "Platz" und er lag und ich sammelte das Häschen ein, das leider durch den einen Griff beim Packen hinten gelähmt war. Es blieb mir nix anderes übrig, als den Hasen sofort zu erlösen, in dem ich ihn mit voller Wucht auf die Strasse knallte.

Bei uns hier, hat noch keiner was von Brut und Setzzeit gehört, nicht mal der Trainer im Hundeverein meinte, dass es hier soetwas gibt. Alle, die ich drauf anspreche, weil sie die Hunde unkontrolliert jageln lassen, meinen, ich soll mich um meinen Sch... kümmern.

Mach ich auch, indem ich sehr vorausschauend handle und eben nur die Leine abmache, wenn ich vorher eigenäugig geprüft habe, dass in unserem Aktionsradius nichts jagdbares ist.

Wie du sagst, in gefährdeten Gebieten verzichte ich zur Zeit auch auf die Schleppe, da bleibt die Leine dran.

Aber unsere Übungssituation heute kannst du mit einem Üben auf einer Wiese oder zwischen Feldern auf nem Feldweg nicht vergleichen.

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Das ich meinen Hund generell in diesen Zeiten anleine hatte ich schon einmal geschrieben.

Ich finde es unverantwortlich dann noch die Hunde abzuleinen, in solchen Gebieten, da kann man mir erzählen wie toll manche ihre Hunde erzogen haben, aber irgendwann hört auch dieser Hund nicht.

Danke Dir für dieses Beispiel

Viele Grüße

Nadine

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Leider wird das Kitz wohl trotzdem jämmerlich gestorben sein, denn normalerweise nimmt laut Jägern hier keine Mutter ihr Kind merh an, wenn es nach Hund riecht... :heul:

Ich hoffe, es ist gut gegangen!

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Wie beschäftigt ihr in den Monaten der Leinenpflicht eure Hunde, so dass sie ausgelastet sind?

Gibts bei euch spezielle Hundeauslaufgebiete? Verirren sich dahin keine Wildtiere?

Macht sich die lange Zeit des nur angeleint seins bei euren Hunden irgendwie bemerkbar?

Wie lastet ihr gezielt eure Hunde in dieser Zeit aus?

Fehlen ihnen denn dann nicht auch die freien sozialen Kontakte mit anderen Hunden? Nicht jeder hat auch Garten für die Hunde.

Es würde mich sehr interessieren, wie ihr euren Hunden ein Hundegerechtes Leben gestalten könnt, wenn sie Monatelang nicht von der Leine kommen.

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Naja, ich denke mal, nicht ÜBERALL gilt die Leinenpflicht. D.h. es gibt sicher andere Möglichkeiten, als ausgerechnet in so ein Gebiet zu gehen!

Bei uns ist das relativ einfach. Wir gehen sowieso fast immer nur an den Strand. Da gibts kein Wild. Die meiste Aktion gibts bei uns am Strand...

Ansonsten gibt es hier genügend Wiesen bei uns, wo wir Shelly auch longieren können.

Wenn ich mich mal, wie letzte Woche, in den Wald "verirre", dann hat Shelly mit der Leine auch kein Problem. Alles was toll ist dreht sich sowieso um mich... (außer vielleicht ein Bach :Oo ) Körpernahes spielen, Leckerli suchen, klettern etc.

Und andere Hunde treffen wir auch so genügend.

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Hallo Angie,

eine Möglichkeit ist zum Beispiel, den Revierpächter in Deiner Nähe auf Wildberuhigte Gebiete anzusprechen (Adresse und Tel. Nr. des Pächters kriegst Du bei der Gemeinde oder beim Forstamt, im einfachsten Fall von einem Jäger, der den Pächter kennt). Die Jäger (zmindest bei uns...) helfen da sehr gerne. Natürlich ist es nie auszuschließen, daß man trotzdem Wildkontakt hat. Aber es gibt überall Bereiche, da ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering...

Ich habe das Glück, einen privaten Trainingsplatz jederzeit zur verfügung zu haben. So kann ich jederzeit etwas UO, Agility, o.ä. machen. Mit meinem Bandscheibengeschädigten Rüden muß ich da jetzt auch umdenken.

Außerdem mache ich Fährtenarbeit, das lastet den Kopf der Hunde etwas aus. Aber das auch nicht täglich, sondern 1-2 mal im Monat.

Unsere anderen beiden Hunde gehen zur Jagd, sind also "in Ihrem Beruf :D "

Aber wir müssen mit unseren Hunden GsD nicht jeden Tag etwas Arbeiten, die überleben auch mal ein Wochenende im Garten oder auf der Couch.

Eine weitere Möglichkeit ist natürlich mit den Hunden an einen See zu fahren und dort z.B. mit Dummys zu arbeiten. Wenn ich das mache, sehe ich abends keinen mehr von der Bande.

Gruß

Sven

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