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Hundeforum Der Hund
Nicole1980

Trainingsfrust

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Hallo miteinander,

haben heute mal wieder kräftig mit den zwei Fellnasen trainiert. Und ich muss sagen, in vieler Hinsicht bin ich total stolz auf Momo und Tapsi.

Aber geht es manchem von Euch auch so, dass ihr wenn ihr eine neue Übung hineinbringt, Euch irgendwann total gefrustet fühlt, weil nichts zu klappen scheint?

Wir trainieren im Moment laufen an der Bundesstraße und laufen an Menschengruppen vorbei, heisst, damit haben wir letzte Woche begonnen.

Wenn nur wenige Autos hier und da mal kommen, auf Straßen ohne Bürgersteig, dann klappt alles super. Auto kommt, Hunde gehen auf die Seite hinter mich, Auto passiert uns, wir gehen weiter.

Vorgestern bin ich dann bin mit beiden Fellnasen an der kurzen Leine an der B 236 lang gelaufen, die ja mitten durch unseren Ort führt. Anfangs ziemlich unsicher sind sie dann nach einem Stück brav auf der Innenseite des Bürgersteiges neben mir gelaufen, trotz regem Verkehrs. Dann passierten wir den Schleckermarkt, in dessen Eingang eine alte Frau stand. Die stand da wirklich einfach nur. Bums - Panik bei den Wuffels. Die beiden wollten einfach nur weg. Möglichst auf die Straße. Bis ich beide Hunde sortiert und am Markt vorbei geführt hatte...uff. Danach konnte man weiteres Üben eigentlich vergessen, hab es zwar probiert, beide in Ruhe weiter zu führen, aber während Momo sich fix vom Schreck erholt hatte, zerrte Tapsi einfach nur richtung Wald. Schwanz eingeklemmt, Ohren angelegt, Blick starr geradeaus, Leckerli (gekochte Pute) interessierte Null. Ich bin danach zwei Stunden mit ihnen durch den Wald, nach gut einer dreiviertel Stunde war Tapsi wieder ansprechbar und ließ sich von mir mit kleineren Übungen beschäftigen.

Heute gingen wir beim Spaziergang an einer Hundetrainingsgruppe vorüber. Zehn Menschen mit ihren Hunden. Was die letzten Male hier gut geklappt hat, wir gingen zwischen unseren Hunden und den anderen einfach vorüber, ging heute gar nicht. Tapsi machte sich steif und wollte aus dem Geschirr raus. Zu den Kommentaren des dortigen Hundetrainers sag ich mal gar nichts. Ist halt noch Hundeschule nach ganz alter Schule... Taps brauchte wieder eine ganze Weile, um sich zu beruhigen. Im Freilauf danach war er dann aber wieder wie ausgewechselt. Super abrufbar, ließ sich auf kleine Übungen ein und war total aufmerksam.

Ja, ich wusste, dass Angsthunde arbeit machen.

Ja, ich will auch mit ihnen weiterüben. Zu deutlich seh ich die Erfolge, die wir seit September erzielten.

Hergeben würden wir die beiden eh um keinen Preis der Welt mehr.

Aber manchmal zweifel ich einfach irgendwie innerlich an mir selbst. Frag mich, was ich falsch mach, wenn eine Situation, die wir mehrmals problemlos "überwunden" hatten, kommt, und Tapsi wieder komplett abschaltet.

Geht es jemandem ähnlich???? Gibt es noch irgendwelche Tips, so etwas zu überwinden??? Danke im Voraus!

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Huhu!

Trainierst Du denn immer mit beiden Hunden gemeinsam?

Vielleicht wäre es einfacher mit jedem Hund einzeln zu üben und erst später, wenn Du das Gefühl hast dass ihr soweit seid, auch gemeinschaftliche Trainingsrunden einzulegen...

Liebe Grüße

* Anne und Timmi :)

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Ne, müssen schon beide nehmen, dass ist ja einer der schwierigen Punkte. Tapsi ohne Momo - geht noch so gut wie gar nicht - er orientiert sich extrem an seiner Mutter, was in vielen Fällen auch sehr gut ist, da sie um einiges selbstbewusster ist als er.

Allerdings wird meistens so trainiert, dass mein Mann dabei ist. Wir besuchen ja auch gemeinsam die Hundeschule - bzw. halt das Einzeltraining. In der Gruppe ist im Moment noch kein Platz frei.

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Hallo Nicole,

ich kann dich seeeehhhr gut verstehen.

Unseren Frechdachs haben wir auch seit Ende September. Er ist sehr unsicher (ist im erste Jahr seines Lebens mit scheinbar nichts in Berührung gekommen und kennt kaum etwas) und macht dies lautstark der Umwelt bekannt.

Wir haben schon viel bei ihm erreicht, aber der Kontakt mit fremden Hunden ist nach wie vor eine Tortour. Immer wieder Rückschläge (bzw. Leinenpöbelei und Gebelle) wo man dann anfängt an sich zu zweifeln ob man alles richtig macht.

Wir sind auch in einer Hundeschule und die Trainerin da muss mich immer wieder vom Boden aufsammeln und daran erinnern was wir schon alles geschafft haben in der doch recht kurzen Zeit.

Das Glas ist eben halbvoll und nicht halbleer. das hab ich auch im Bezug auf die Hundeerziehung lernen müssen. Immer im Auge behalten was schon alles gut klappt.

LG

Kerstin

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Hey Kerstin,

unsere Trainerin führt uns auch immer wieder mal vor Augen, was wir alles schon in der kurzen Zeit geschafft haben. Es sind immerhin erst fünf Monate. Vor sechs Monaten haben die beiden gerade mal gelernt, was Leine und Geschirr - Halsband heisst.

Und nun - wenn nicht gerade völlig unerwartete oder ganz neue, erschreckende Situationen kommen, laufen sie astrein an der Leine. Beide gemeinsam zu führen ist dann gar kein Problem mehr.

Ich weiss, dass ich nichts erwarten darf, habe gelernt, mich über kleinste Fortschritte zu freuen. Aber es ist halt ein Sch...gefühl, wenn man gerade meint: Jou, jetzt klappts! Und dann kommt scheinbar aus dem nichts der Rückfall ins alte Verhalten.

Ich weiss, neue Situationen, wieder und wieder wiederholen und noch einmal und noch einmal. Der erste Schnee, Tapsi war plötzlich wie damals als wir ihn bekamen, kaum heraus zu bekommen - nach drei Tagen war er ein Schneekönig. Heute freut er sich über jede Flocke.

Vielleicht bin ich auch einfach nur dämlich, vielleicht ist das alles das Normalste von Welt.... Ach menno...*seufz

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Hallo Nicole, :winken:

kann mir schon vorstellen daß man dann frustriert ist, wenn man Situationen gemeinsam mit den Wuffels sehr gut meistert, und auf einmal scheint es nicht mehr zu klappen.

Denke wenn die beiden sich nach und nach immer mehr an dir orientieren, deine Führung annehmen, werden diese Probleme auch sicher immer weniger.

Du schaffst das, bin mir gaaanz sicher! :yes:

LG Elke ;)

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