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Hundeforum Der Hund
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Das sichere "Hier"

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Moin Antje,

kannst Du das mal näher erklären?

Irgentwie steh ich grad aufn Schlauch.

Wie würdest Du es machen?

Ute

Hallo Ute.

Ich fange mit wenig Ablenkung an, den Hund mit Rufkommando und Körperhilfe (Bewegung rückwärts und ausgestreckter Arm mit Leckerli) zu mir zu bekommen und bringe ihm so bei, was ich von ihm will.

Dann wiederhole ich das mit immer weiter steigender Ablenkung.

Bin ich nicht sicher, dass das Üben nu gefahrlos gehen kann oder in ich eben nicht sicher, ob die Ablenkung vielleicht doch zu groß sein könnte, sichere ich mit langer Leine ab.

Wird das Rufen nicht befolgt, warte ich ab. Der Hund wird irgendwann sich von dem abwenden, was er gerade im Kopp hat... prima.

Ich gehe dann im Ablenkungsgrad einen Schritt zurück und übe nochmal in einer leichteren Situation... und gehe dann wieder in die schwerere Situation zurück, bis es dort klappt.

Ich bemühe mich natürlich, nur zu rufen, wenn ich denke, der Hund *hört* mich auch..

Wähle ich die Übungssituation gut, hört er mich allerdings meist.

Etwas klarer?

Oder noch fragen?

Grüßli

Antje

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... wichtig wäre meiner Meinung nach, gerade in Bezug auf das 'ich peile erstmal die Umgebung bevor ich komme' nach erlernen des 'hier' Kommandos

1. zur variablen Bestärlung überzugehen

2. grundsätzlich nur sofortiges Kommen zu belohnen

Genauso, wie ich nicht mehr jedes 'Platz' belohne, aber ein schnell ausgeführtes trotz großer Ablenkung, ganz besonders mit Superleckerli z. B.

Gruß

Sandra

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Danke Sabine :)

Hast Du das Kommando "Hier" neu eingeführt mit dieser Vorgehensweise? Oder hieß es immer schon "hier", aber jetzt wird halt mit der Konsequenz und Wiederholung gearbeitet? (verstehst Du meine Frage, auweia ich drück mich grad umständlich aus :D)

Kann ich mir Dein Rufen so vorstellen wie beim Longieren, also sehr motivierend oder eher "neutral"?

(zwar etwas OT - aber hast Du auch so einen Superschlachtruf - Ulrich / Gröning lassen grüßen ;-), für Mogli hab ich einen, der wirklich genial funktioniert, nur den setze ich sehr selten ein, damit er spannend bleibt)

Mein Kommando war vorher schon im Gebrauch, wird nur jetzt mit absoluter Priorität gearbeitet und überwacht.

Der Ruf ist freudig, einladend, positiv.......also motivierend.

Auch nach einer Korrektur sollte der Tonfall so bleiben, was mir manchmal nicht wirklich gelingt.....noch nicht, ich lerne es.

Ja einen Schlachtruf kennen meine auch, das ist ein jubelndes UIUIUIUIIIIIIIIIII in höchsten Tönen.....da kommen alle 3 wie eine Rakete (z.B. auf der Hundewiese in Witten) weil sie wissen, dass ich ne supertolle Überraschung vor meinen Füßen gefunden habe......wer zuletzt kommt, hat leider Pech :(

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Hallo Antje,

Es ist einfach nicht so, dass der Hund ein Kommando mit dem Bewusstsein nicht befolgt, dass er es nicht befolgen will.. oder um den Menschen zu ärgern.

Er hat einfach was anderes zu tun...

Gerade darum geht es doch in Sabines Übung. Ein zuverlässiges Hier, egal was der Hund macht. Es gibt auch Situationen, wo ich den Hund erst in Ruhe zu Ende schnüffeln lassen kann, sondern er es sofort unterbrechen und zu mir kommen muss.

Jegliches *Abstrafen* führt mindestens zu Verunsicherung aber nicht dazu, dass der Hund schneller kommt.

Es ging hier um einen leichten Leinenruck, keinen Ruck, wo der Hund drei Meter durch die Gegend fliegt. Sozusagen eine Erinnerung "Hallo hier bin ich" und danach ein freundliches Kommando mit einer super Motivation.

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Hallo Gaby.

Es ist einfach nicht so' dass der Hund ein Kommando mit dem Bewusstsein nicht befolgt, dass er es nicht befolgen will.. oder um den Menschen zu ärgern.

Er hat einfach was anderes zu tun...

Gerade darum geht es doch in Sabines Übung. Ein zuverlässiges Hier, egal was der Hund macht. Es gibt auch Situationen, wo ich den Hund erst in Ruhe zu Ende schnüffeln lassen kann, sondern er es sofort unterbrechen und zu mir kommen muss.

Das erreiche ich über einen sauberen Lernaufbau, nicht über Korrektur.

Jegliches *Abstrafen* führt mindestens zu Verunsicherung aber nicht dazu, dass der Hund schneller kommt.

Es ging hier um einen leichten Leinenruck, keinen Ruck, wo der Hund drei Meter durch die Gegend fliegt. Sozusagen eine Erinnerung "Hallo hier bin ich" und danach ein freundliches Kommando mit einer super Motivation.

Das ist mir durchaus bewusst, mir gehts allerdings ums Prinzip des Lernens.

Grüße

Antje

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Es ging hier um einen leichten Leinenruck, keinen Ruck, wo der Hund drei Meter durch die Gegend fliegt. Sozusagen eine Erinnerung "Hallo hier bin ich" und danach ein freundliches Kommando mit einer super Motivation.

Hallo Gabi,

ich denke, es ging nicht darum, diesen leichten Ruck an der Leine als zu heftige Strafe abzuurteilen, sondern darum, ob es beim Lernen wirklich hilft, oder ob der Hund nicht nur lernt, mit Leine kann ich Einfluß nehmen, und ohne kann mir eh keiner was. Mein persönliches Ziel ist es, meinen Hund möglichst oft auch ohne Leine laufen lassen zu können, deshalb benutze ich die SL nicht zur Korrektur, sondern nur zum Absichern, gegen Jagen, oder sonstiges selbstbelohnendes Verhalten.

LG

Sandra

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@ Antje:

Danke, habe alles verstanden und sehe es vom Aufbau her absolut genauso wie Du. Gar keine Frage! Nur bei Sabine geht es ja ein Stück weit um einen Neuaufbau, also schon eher um eine Korrektur, da die Hündin in der Vergangenheit schon durch Inkonsequenz gelernt hat, daß Hier eben nicht immer gleich Hier ist. Dadurch ist mir die Konsequenz durch Weglassen der Belohnung der Konsequenz zu wenig. In diesem Punkt weichen wir ab.

Es ist einfach nicht so, dass der Hund ein Kommando mit dem Bewusstsein nicht befolgt, dass er es nicht befolgen will.. oder um den Menschen zu ärgern.

Und hier habe ich auch eine andere Ansicht, wenn es nicht grad darum geht, daß da hinten ein Reh auf der Lichtung steht, denn dann hat sicher jeder vernünftige Jagdhund wirklich was besseres zu tun, sondern mit Blickkontakt zum Hundeführer noch hier geschnüffelt wird und da gepinkelt wird, bevor man sich alsgemach in Bewegung setzt. Damit wird demonstriert oder getestet, wie weit man gehen kann, oder nicht? Würdest Du DAS auch ignorieren?

LG Anja

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Und hier habe ich auch eine andere Ansicht, .... sondern mit Blickkontakt zum Hundeführer noch hier geschnüffelt wird und da gepinkelt wird, bevor man sich alsgemach in Bewegung setzt. Damit wird demonstriert oder getestet, wie weit man gehen kann, oder nicht? Würdest Du DAS auch ignorieren?

Leider ist das in den seltensten Fällen *testen* sondern in den allermeisten Fällen Beschwichtigung.

Nicht im Sinne von demütigem Pissen aus Angst.. sondern bei selbstbewussten Hunden eher *GemachGemach.. ich bin höflich, sei du auch höflich*... wie man das auch immer übersetzen will.

Ich bleibe dabei, Korrektur IST kontraproduktiv.

Klar mag das bei Sabine ein anderer Aufbau sein.. aber Neuaufbau eines Signals ist Neuaufbau eines Signals, egal, ob das schonmal versaut ist oder nicht... für mich ist da kein Unterschied ;).

Und JA, ich würde das ignorieren.. vielmehr *abwarten*.

Liebe Grüße

Antje

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Hallo @ All

Also ich glaube hier hat gerade jeder ein anderes Bild im Kopf - oder?

Ist das Kommando xy sicher aufgebaut und der Hund ist einfach nur noch langsam in der Ausführung ist das eine ganz andere Situation fuer mich. Dann belohne ich genau das was ich erreichen möchte langsame Ausfuehrung ignoriere ich. So arbeite ich z.B. um schnelles Platz aufzubauen.

Ein Kommando, dass mein Hund wirklich kann und das von ihm ignoriert wird, hat Konsequenzen und wird von mir nicht ignoriert.

Eine Korrektur ist bei mir so viel wie nötig und so wenig wie moeglich. Dem Hund entsprechend angepasst. Sofort, ohne Emotionen und ohne nachtragend zu sein.

Wenn ich z.B. meinen Hund beobachte, korrigiert er Fehlverhalten bei anderen Hunden genauso. Wenn eine Hundemutter ihre Welpen erzieht ist das kurz, deutlich und in dem Moment in dem das "Verhalten" gezeigt wird. Wenn ich etwas will oder nicht will, dann setze ich es auch durch.

Ansonsten ueberlasse ich dem Hund die Entscheidung was fuer ihn gerade wichtiger ist (z.B. Jagen gehen oder Wienerle abholen?) - und das kann toedlich sein.

Ich habe einen sensibelen Hund. Meine Korrekturen passe ich meinem Hund an und da reicht ein "Eh" oder ein kleiner Knuff.

Wenn mein Hund aus Angst oder Unsicherheit etwas nicht macht korrigiere ich nicht. Ich nehme ihn aus der Situation raus und lockere ihn erst wieder.

Ich denke jeder hat eine andere Situation im Kopf und geht von anderen Voraussetzungen aus. Deshalb finde ich die Diskussion auch so wichtig, weil so die verschiedenen Aspekte beruecksichtigt werden.

Liebe Gruesse,

Karen & Socke

www.hundeteamschule.de

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Zitat von Bärenkind:

Und hier habe ich auch eine andere Ansicht, .... sondern mit Blickkontakt zum Hundeführer noch hier geschnüffelt wird und da gepinkelt wird, bevor man sich alsgemach in Bewegung setzt. Damit wird demonstriert oder getestet, wie weit man gehen kann, oder nicht? Würdest Du DAS auch ignorieren?

Leider ist das in den seltensten Fällen *testen* sondern in den allermeisten Fällen Beschwichtigung.

Nicht im Sinne von demütigem Pissen aus Angst.. sondern bei selbstbewussten Hunden eher *GemachGemach.. ich bin höflich, sei du auch höflich*... wie man das auch immer übersetzen will.

Ich bleibe dabei, Korrektur IST kontraproduktiv.

Klar mag das bei Sabine ein anderer Aufbau sein.. aber Neuaufbau eines Signals ist Neuaufbau eines Signals, egal, ob das schonmal versaut ist oder nicht... für mich ist da kein Unterschied ;).

Und JA, ich würde das ignorieren.. vielmehr *abwarten*.

Liebe Grüße

Antje

Du wuerdest Dich wirklich anpissen lassen? Wimette

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