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Hundeforum Der Hund
Steffi & Danu

Gezielte "Mischlingszucht" - was haltet ihr davon?

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Hallo zusammen,

nun, gestern war ich auf einem Geburtstag und wie immer kommt es irgendwann zum Thema Hund.... :klatsch:

Da habe ich dann von einer Dame erfahren, die gezielt "Mischlingshundezucht" betreibt, sie kreuzt Rhodesian Ridgeback mit Dogge und verkauft sie dann als "eine ideale Kreuzung edler Rassen"...

Angeblich werden ihr die Welpen aus den Händen gerissen, die Nachfrage scheint groß (insgesammt hat sie 17 Hunde).

Nun, so begeistert wie meine Mitrednerin war ich nicht, sehe dass alles ein wenig skeptischer :(

Nicht das ich was gegen Mischlinge habe, nein, ganz im Gegenteil...aber gezielt "Zucht" zu betreiben - da habe ich irgendwie einen Kloß im Bauch.

Auf längere Sicht möchte sie eine "neue" Rasse schaffen...haben wir nicht genug Hunderassen?!

Wenn ich es richtig verstanden habe entstand die Idee folgendermaßen...Doggen sind tolle Hunde, aber doch sehr mit einigen Krankheiten behaftet und nicht sehr langlebig...warum gerade der RR dazu kam kann ich nicht sagen, ich wollte das Thema nicht noch mehr anheizen da ich merkte das meine Skepsis nicht gerade auf Verständiß gestossen ist (naja, meine Mitrednerin ist halt auch Angstellte bei dieser Züchterin).

Ich möchte nur gerne mal wissen, ob sie auch all ihre Zuchttiere auf die doch so typischen Krankheiten untersuchen läßt, ob die Nachkommen geröntgt werden und was man sonst noch so alles anstellt um eine Rasse gesund zu halten...

Bin ich zu skeptisch?! Sicher, fast alle Rassehunde sind ein Produkt aus anderen Rassen - aber bis sie Rassehunde waren mußten sicher einige Hürden überwunden werden - und nicht jede Kreuzung war oder ist so die beste Entscheidung gewesen...

Was meint ihr dazu...:ui

Grüsse Steffi

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Hallo Steffi,

ich weiss ja nicht wie die Dame es genau macht,aber auf diese Art sind fast alle Hunderassen entstanden,allerdings erscheinen mir zwei Rassen aus Ausgangsbasis etwas zu wenig.

Sie muss genau wissen was sie erreichen will,die Elterntiere sehr gezielt aussuchen,nicht einfach ihren Bestand verwenden.

Sie muss dann natürlich bei den Nachkommen wieder geeignete Tiere in die Zucht nehmen, diese nach ihren Kriterien aussuchen.

Wäre ein sehr langer und schwieriger Weg.Ohne Inzucht wohl nicht zu machen.

Sie sollte genaue Aufzeichnungen führen.

Um eine Rasse anerkannt zu bekommen,muss man so viel ich weiss, fünf Generrationen Reinzucht nachweisen.

Oftmals ist da ein Züchterleben zu kurz, da solltest Du Menschen haben die diesen Weg mit Dir gehen.

Gerade bei den Hovis, z.B.König hat ja leider keine Aufzeichnungen gemacht,wahr wohl alles sein Geheimnis,darum wird beim Hovi vieles nur vermutet .

LG Andrea

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Ich hab generell eine eigene Einstellung zum Züchten......

Ob Mischling oder "Reinrassig". Mir ist die Auswahl körperlich gesunder, im Kopf klarer Hunde wichtig, und eine sehr gute Sozialisierung vom ersten Tag an, bis zur Abgabe.

Wobei natürlich bei schon bestehenden Rassen die rassespezifischen Eigenschaften und Anfälligkeiten bekannt sind, und bei neuen Mischungen erstmal gezielt durch eine gewissenhafte Auswahl der Zuchttiere geformt werden müssen.

Ich hatte bisher immer nur schlecht , wenig oder gar nicht sozialisierte Mischlingshunde, wobei ich es von mir selber eigentlich verantwortungslos finde, eben solche verantwortungslose Züchter durch die Abnahme eines Hundes unterstützt zu haben.

Allerdings haben mir genau diese Hunde am meisten beigebracht.

Wenn ich allerdings einem angehenden Hundebesitzer bei der Auswahl helfen sollte, dann steht an erster Stelle ein verantwortungsbewußt gezüchteter , gut sozialisierter Rassehund . Jedoch, lieber einen verantwortungsvoll aufgezogenen, gesunden Mix, als einen Rassehund aus einem verantwortungslosen "Hundevermehrerbestand".

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Hallööchen !

Stellen sich für mich gleich ein paar Fragen:

Die Dame hat 17(!) Hunde, mit wievielen züchtet sie?

Gibt es ein ganau festgelegtes Zuchtziel?

Sind die Hunde genauestens gesundheitlich abgecheckt ?

Ein verantwortungsvoller Züchter hat das Ziel, seine Rasse zu verbessern

und wird selten dadurch Kohle machen, weil er viel investieren muß.

Nach Deiner Beschreibung würde ich auf Vermehrer tippen, mit dem Ziel Profit damit zu machen.

Bin wie Ihr da sehr kritisch und vorsichtig.

Eine ähnliche Geschichte läuft gerade mit den Elos.

Werden, als sich fast selbsterziehende Familienhunde angepriesen, so was

gibts nur nicht wirklich.

Gezielte Kreuzungen gibt es nicht, das ist nur ein Deckmäntelchen .

In Österreich macht das unter anderem die Frau Kirchberger mit Kleinhunderassen, mit dem Argument auf ihrer Hompage nach zu lesen:

Weil sich die Leute oft nicht entscheiden können zwischen Yorki , Malteser und Shih Tzu, macht sie gezielte Kreuzungen , weil die kleinen sind ja Alle soooooooo süß.

Da es leider genug Leute gibt, die , wie bei einem Auto , einen Hund haben wollen, den keiner hat, sind bei solchen "Züchtern" Kunde.

In dem Fall wird ein Tier zu einem Prestigeobjekt degradiert, ist traurig, aber

leider Realität.

Sind wieder beim Thema von Angebot und Nachfrage:

gibts keine Nachfrage, gibts bald kein Angebot mehr.........

lg

Regina

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Hallo

mich würd interessieren wie die Züchtung aussieht! Sucht sich die Hündin den Rüden aus, oder wird der Rüde gezwungen. Mir stehen bei solchen Sachen immer die Nackenhaare hoch. Hab auch so einen Mischling Mama DSH, Papa unbekannt :) . Aber den würd ich gegen nichts eintauschen. Das Menschen immer alles manipulieren müssen. Und die 2 Rassen sind meiner Meinung nach Qualzuchten.

LG Conny

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Also ich finde das auch echt schrecklich und kann dich gut verstehen!

Ich habe letztens bei einer großen Annoncen-Seite im Internet auch nen Aufruf gefunden: "Suche Husky-Rüden zum Decken von meiner.... irgendwas anderen Hündin! (weiß leider nicht mehr so genau, was es war :( ). Aber wenn ich sowas höre, stellen sich mir auch die Nackenhaare auf.

Es gibt doch schon genug Vermehrer!!! Und Hunde, die in Tierheimen leben. Ich bin beim Thema züchten sowieso ziemlich kritisch... Aber das ist ne andere Sache. ;)

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Es gibt genügend Hunde in Tierheimen

Es gibt genügend Vermehrer bzw. schwarze Schafe unter den Rassezüchtern

wieso dann noch gezielt Mischlinge vermehren, produzieren?

Ich halte nichts davon - es gibt ja sehr viele Hunderassen und da sollte für jeden etwas dabei sein. Ich denke es geht bei denen eher ums Aussehen und Geldmacherei.

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Hallo

Mir erscheint das auch sehr merkwürdig - vor allem mit 17 Hunden.

Grundsätzlich eine gute Sache die Doggen auf langlebigkeit und Gesundheit zu verbessern.

Aber bitte nicht die Elo Zucht auf die gleiche Stufe stellen.

Angefangen hat die Elo Zucht 1987 und alle Zuchttiere sind auf HD überprüft worden - ebenso auf gutes Wesen. Auch wird die gesamte Zucht mit einem PC-Zuchtprogramm überwacht um eine zu hohe Inzucht zu vermeiden. Immer wieder werden die angestrebten Zuchtziele mit dem jetzigen Stand verwechselt. Den 1000% tigen Hund gibt es einfach nicht, das wissen wir in der Elozucht auch.

Es ist nicht falsch die angestrebten Zuchtziele sehr hoch zu stecken um gute Hunde zu züchten. Mittlerweile werden alle Zuchtiere auf HD-PL und auch auf vererbare Augenerkrankungen untersucht, weiterhin werden sie auf Standart und auf Wesen überprüft - das sollten andere Zuchtverbände die schon viel länger bestehen erstmal nachmachen.

LG Angela

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sehe das ähnlich wie ihr. Ich finde man sollte das gezielte züchten den Leuten überlassen, die auch was davon verstehen und die "Rasse" weiterzuentwickeln, wie z.B. Rasse typische Krankheiten weitestgehen zu vermeiden wie HD oder ähnliche. Das sollte doch für die Mehrheit der Hundebesitzer Grund für einen Rassehund sein, anstatt eine bereits vorhandene Promenade z.B. aus dem TH zu holen. Ich will der guten Frau jetzt ja nix böses unterstellen, aber ich denke Hunde gezielt miteinander zu kreuzen um eine "neue Rasse" zu bewirken bedarf ein bisschen mehr als der bloßen Feststellung, dass diese Hunde auch so toll und süß sind.

Sorry, aber ich krieg jedesmal ne Kriese wenn ich so was höre!

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Hallo zusammen,

mir persönlich ist jeder Hund recht, sei es ein Mischling oder ein Rassehund.

Vor einigen Jahren hatte ich selbst einmal Alaskan Malamutes mit denen ich auch Sport betrieben habe. Diese Rasse wird auch die Lokomotive des Nordens genannt, sie ist die Größte und Kräftigste der Schlittenhunde. Dazu gehören noch die Grönländer, die Samojeden und die Sibirien Huskies. Alles einmalige und erhaltenswerte Rassen.

Sehr früh schon, begann gerade für die Huskies eine große Verwässerung ihrer Rasse. Man Züchtete den Alaskan Husky. Eine Mischung aus Huskies, Jagd- und Windhunden,

die Heute bei allen großen Rennen in Europa, Alaska und Kanada eingesetzt werden.

Wer schon einmal gesehen hat was für armselige Nervenbündel da an den Start gehen, zitternd mit eingeklemmtem Schwanz, die nur eins kennen laufen, laufen bis zum Umfallen.

Der weis was ich meine.

Es leben so zwischen 50-100 Hunde an kurzen ca. 2-3 Meterlangen Ketten vor einer kleinen Hüte, bekommen einmal am Tag Futter, das war’s. Wie viel Menschenkontakt da zustande kommt, kann sich jeder selbst ausrechnen. Arme Hunde!!!

Lg Hans Georg

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