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Hundeforum Der Hund
Maja1

Muss ich mich schämen einen Mischling zu haben?

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Ganz klares NEIN... wieso sollte man sich dafür schämen? Meiner MEinung nach kann jeder selber entscheiden,w as er sich ins Haus holen will. Außerdem gibt es immer die Vor - und Nachteile an ALLEM...

Ich hab selber nen ehemaligen Straßenhund, und hab den besten Hund der Welt (ja, ja das sagen alle über ihre HUnde heheh). Ich hatte nicht geplant nen Straßenhund zu holen, wolte aber schauen, was im Tierheim so ist, und den Hund vorher kennenlernen und schauen ob es passt. Mir ist nicht eine bestimmte Rasse wichtig. Wobei ich auch manche Rassen total faszinierend finde. Und auch mit dem Gedanken spielen würde prinzipiell. Aber die Tierheimhunde sind eben auch schon mal da, und auch sie verdienen, dass sie ein schönes Zuhause bekommen. Und Emma kann ja nichts dafür dass sie auf der Straße gelandet ist und im Ausland ne ziemliche scheisssituation ist für Hunde gelinde gesagt ;( Ich bin froh, dass meine Emma gerettet wurde, ich weiß auch, dass viele gegen Straßenhunde sind usw. Ich weiß aber auch, dass der Tierschutz vor Ort ganz gut funktioniert und viel Aufklärungsarbeit betrieben wird und die Hunde und Katzen vor Ort versorgt werden..

Man kann auch mit einem Rassehund nen Tiervermehrer oder Massenvermehrer erwischen.. Man siehe nur die ganzen bla bla in Not Seiten..Sei es retriever in Not usw. Hündinnen die total am A.. sind weil sie als Zuchthündinnen missbraucht wurden, die total fertig aussehen usw... Also es gibt immer eine Kehrseite an allem.

Ich verstehe wenn jemand einen Welpen will und ihn aufwachsen sehen will, ich verstehe, wenn jemand kein Überraschungsei will, aber ebenfalls weiß man nie was aus einem Welpen wirklich wird. Nur weil es ein Goldie ist, heißt es noch lange nicht, dass es zu negativen Vorfällen kommen kann..

Ich verstehe vor allem, wenn Hunde als gebrauchshunde eben funghieren. Wenn jemand nen Hütehund hat, damit er eben die Schafe hüten u treiben kann, oder aber nen Herdenschutzhund hat, um sein Nutzvieh vor wilden Tieren zu beschützenoder was auch immer.

Letzten Endes weiß jeder selber, warum er sich was für einen Hund geholt hat, und Hand aufs Herz: Meist weiß man sowieso in dem Moment, wo man dem "richtigen" Hund begegnet, dass ER das ist ;) Klingt nach Lovestory, ist es irgendwie auch -gg-

Also niemand hat das Recht den anderen zu verurteilen wegen irgendwas.

Ist meineMeinung

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Hmm, ich oute mich mal, denn ich bin ein Züchter ;-)

Grundsätzlich fnde ich, jeder soll sich das Tier holen, das ihm gefällt, egal ob reinrassig oder Mischling!

Allerdings reagiere ich allergisch auf alle Verpaarungen, die ohne alle erdenklichen Gesundheitlichen Untersuchungen der Elterntiere erfolgen. Entgegen vieler Züchtermeinungen ist es mir pesönlich schnurz, ob jemand meint, zwei eigentlich unpassende Rassen miteinander zu verpaaren, solange beide Tiere eben ordentlich untersucht wurden (dh von der Seite des Border Collies regelmäßige Augenuntersuchungen, HD Befund, gentests), und die Hündin nicht ausgebeutet wird und die Welpen ordnungsmäßig umsorgt. Was aber nicht heißt, dass ich meine Welpenkäufer nicht eigenhändig die Gurgel umdrehen würde, wenn sie dies tun würden.

Woher man seinen Welpen/erwachsenen Hund herholt, ist jedem seine eigene Sache. Wenn er meint, einen Border Collie vom Bauern "reicht", dann soll er halt. Aber sich auch nicht wundern, wenn der Hund tatsächlich nicht gesund ist oder ähnliches.

Verwerflich finde ich jegliche Unterstützung von Vermehrern, dh wo viele Würfe fallen und/oder mangelnde Versorgung der Welpen besteht. Mitleidskäufe finde ich grundsätzlich nicht gut, da dadurch das Weitemachen auf jeden Fall unterstützt wird. Besser ist es, meiner Meinung nach, ein Tierheim zu unterstützen durch die Adoption eines Hundes.

Problematisch wird es be den sogenannten "Upps" Würfen - es kann einer einem viel erzählen, dass der Wurf nicht Absicht war, glauben tue ich es in den seltesten Fällen, erst recht bei "reinrassigen" Unfallwürfe, wo dieWelpen 400 euro etc kosten, das ist mir seeehr suspekt, geauso wie "mehrpreis" bei besonderen Farben :Oo

Ich verurteile aber niemanden für seine Entscheidung, und schämen muss sich auch keiner. Wenn Interesseten anrufen, den Preis erfahren und dann meinen, aber dort und dort gibt es die Billiger, versuche ich aufzuklären und verweise an Tierheime oder aber an die Nothilfen. Wenn derjenige sich trotzdem beim "billigen" einen Hund holt, finde ich es zwar schade, aber verurteilen? Nein, das ist nicht meine Art. Hat derjenige Glück mit seinem Hund, freue ich mich, hat derjenige Probleme, versuche ich zu helfen und hat derjenige Pech - nun "jedem das, was er verdient." Ich weiß, bisschen hart, aber auch wahr.

Ich rede wirr, kann das sein? Egal, ich hoffe, man versteht was ich meine.

Und noch was in eigener Sache: auch ausserhalb des VDH gibt es streng kontrollierte Zucht, und auch innerhalb des VDH gibt es genug Möglichkeiten, Kontrollen zu umgehen. Es gibt weder gut, noch böse Vereine - es liegt IMMER einzig und allein am jeweilgen Züchter selbst.

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Nichts gegen Mischlinge.! Bin auch voll deiner Meinung, die Tierheimhunde sind nun mal schon da. Und es gibt da auch oft "Rassehunde". Und überhaubt gibt es sämtliche "Rassen in Not", wo man auch schauen kann. Habe selber 2 Mischlinge aus dem Tierheim einer, und der andere aus der Ung. Tötung. Ja, ein Auslandhund, was ja teilw. auch verpönt ist. Mir egal, auch Tierschutz sollte keine Grenzen haben. Meine Meinung! Sorry an alle Züchter, bei denen es nicht nur ums Geld geht.

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Tja, ich sitze grad hier und schäme mich in Grund und Boden *lach*

Mein erster Hund war ein reinrassiger Cocker-Spaniel mit allem Drum und Dran, also Papieren, Siegereltern, Siegergroßeltern, Siegerurgroßeltern....jaja.

Ich habe ich heiß und innig geliebt, ob er ein "von und zu" war, war mir schnuppe. Die Züchterin war verantwortungsbewusst, hat die Hunde vorbildlich gehalten, es war eine Freude, zu sehen, wie liebevoll sie ihre Zucht betrieb.

Leider musste mein Hund nach nur 9 Lebensjahren eingeschläfert werden, Tumore im ganzen Körper...es war ein echtes Drama.

Einige Jahre später konnte ich es ohne Hund nicht mehr aushalten. Wie der Zufall es so wollte, hatten Studenten der Tiermedizin in meinem Heimatdorf einen Wurf Welpen, die sie vermitteln wollten.

Und nun kommt der Grund für meine abgrundtiefe Scham: Der Herr Papa war ein Schäferhund/Collie-Mix, die Frau Mama ein Deutsch-Drahthaar/Gordon-Setter Mix. Aus dieser Verbindung entsprangen eben jene Welpen. Ich verknallte mich in Bautz. Sofort. Und natürlich konnte ich nicht widerstehen.

Bautz wurde mein Kumpel. Ein Super-Sonder-Mix. Schäme ich mich wirklich? Natürlich nicht, warum auch? Bautz hatte tausend gute Eigenschaften, war ein Bild von Hund und kerngesund, vertrug sich mit allen Lebewesen und hatte wie alle anderen Hunde, egal ob Rasse oder nicht, Ecken und Kanten.

Nun ist Tom bei uns eingezogen. Schäferhund/Border-Collie- Mix aus dem Tierheim. Mit nicht so toller Vorgeschichte, mit Haken und Ösen, aber auch mit unwiderstehlichem Charme, Herz, Verstand, Pfiffigkeit, Menschenliebe bis zum Anschlag, Vertrauen....einfach toll.

Er hat sich uns ausgesucht, er hat entschieden, dass wir die Leute sind, die er haben will, denen er vertrauen möchte, zu denen er passen möchte. Wir waren zum Glück so hellsichtig, dass wir das verstanden haben. Wir passen zusammen, wir A.... auf Eimer. Basta.

Dass er ein von anderen so bösartig beschriebener "Köter" oder "Bastard" ist, womöglich seine Existenz den fehlgeleiteten Hirnen von geldgeilen Menschen verdankt, war in diesem Moment absolut uninteressant. Was kann er mit seinen geschätzten 6 Jahren denn schon dafür? Muss ich ihn deshalb aufgrund politischer Korrektheit im Tierheim belassen und mich von anderen Menschen blöde von der Seite ansprechen lassen?

Nö.

Wir hatten den unschätzbaren Vorteil, einen "fertigen" Hund zu finden, der zu uns passt. Das kann bei einem Welpen schon mal schwer in die Hose gehen, ob Mischling oder Rassehund ist dabei wurscht.

Es ist genau dann richtig, wenn es sich so anfühlt. Und ob es sich dabei um Rasse- oder Straßenadel handelt ist doch zweit- bis drittrangig. Ein bisschen Abenteuerlust muss schon dabei sein, wenn man sich auf einen Mischling einlässt, bei dem man sich ja nur ungefähr an den elterlichen Rassemerkmalen (falls bekannt!!!) orientieren kann.

Und jede der "Gruppen" (Rasse- oder Mischlingsverfechter mit den entsprechenden Meckereien über die jeweils andere Gruppe) möge schön den Ball flach halten, um sich nicht selbst zu disqualifizieren als Hundeliebhaber.

Die politische Diskussion um Vermehrer usw. sollte auf ganz anderen Ebenen geführt werden und nicht beim Gassigehen.

Und was die Ästhetik betrifft: Jau, Tom sollte sich echt was schämen und ich erst recht....

Liebe Güte, was für ein Roman...sorry.... :redface

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Berta ist halb Hund, halb Esel - so was gibt es auch. :D

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