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Hundeforum Der Hund
Mark

Hundezucht -> grundlegende Überlegungen eines Züchters

Empfohlene Beiträge

Liebe Hundezüchter,

mich interessieren folgende Fragen, die ihr mir vielleicht zu beantworten in der Lage seid:

  • Welche Rasse züchtet ihr?
  • Wie versucht ihr den Inzuchtkoeffizienten möglichst gering zu halten?
  • Welches genetische Grundlagenwissen besitzt ihr?
  • Was ist euer vorrangiges züchterisches Ziel?

Zudem der komplette Ablauf der Zucht, inkl. aller durchschnittlichen Kosten, Formalitäten - angefangen vom Zwingernamen bis zur Aufzucht.

Das wäre einerseits sehr aufschlussreich und andereseits hätte ich dann auch mal etwas "Handfestes" zur Empfehlung, sofern jemand unbedingt Rasse A oder B für sich als vierbeinigen Begleiter sucht.

Es wäre nett, wenn ausschließlich Züchter diese Fragen beantworten - auf der Grundlage sachlicher Informationen.

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(bearbeitet)

Hallo Mark,

ad 1: Hovawarte

ad 2: ich arbeite mit dem dogbase des TG Verlages

ad 3: ich habe Biologie studiert, habe eine Zuchtwarte- und Körmeisterausbildung und habe an verschiedenen Seminaren zur Hundezucht teilgenommen

ad 4: mein wchtigstes Ziel ist es wesensfeste,gesunde Hovawarte zu züchten, die dem Rassestandard möglichst entsprechen

was meinst du mit kompletter Ablauf der Zucht...., das würde hier den Rahmen sprengen... da haben viele Leute schon viele Bücher zu geschrieben. Oder habe ich dich falsch verstanden.

Kosten sind soweit ich mich erinnere bereits in einem anderen thread vor einigen Wochen behandelt worden; Formalitäten sind sicherlich von Rasse zu Rasse und von Verein zu Verein verschieden...

Bin gespannt, was die anderen Züchter meinen,

liebe Grüße

Helga

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(bearbeitet)

Das liest sich sehr vernünftig.

was meinst du mit kompletter Ablauf der Zucht....

Damit meine ich in Kurzform, welche Untersuchungen durchgeführt werden / + pauschal die Kosten und welche Kosten für Mitgliedschaften, Körungen, Ausstellungen etc entstehen.

Alles nur grob in einem groben Überblick, stichpunktartig.

Eine begleitende Frage habe ich dazu noch:

Ist der Durschnitts-Verbands-Hobby-Züchter in der Lage die genetischen Grundlagen zur Reduktion des Inzuchtkoeffizienten zu verstehen?

Soweit ich mich informiert habe, ist gerade (wie auch nicht anders zu erwarten) die Größe des Genpools und die mögliche Vermeidung naher Verwandschaftsbeziehungen der entscheidende Faktor für Langlebigkeit und darüber hinaus Aktivität älterer Hunde.

Und eine letzte Frage:

Inwiewiet ist eigentlich die Epigenetik ein Thema bei der Hundezucht?

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Welche Rasse züchtet ihr?

Australian Silky Terrier

Wie versucht ihr den Inzuchtkoeffizienten möglichst gering zu halten?

Da die Rasse recht selten in Deutschland ist, ist der Genpol dementsprechend gering. Ich bin also gezwungen mich im Ausland nach entsprechendem Genmaterial umzusehen.

Welches genetische Grundlagenwissen besitzt ihr?

Es gibt genug Schulungen vom Verband, VDH oder auch von Pedigree. Außerdem gibts auch noch sehr gute Bücher.

Was ist euer vorrangiges züchterisches Ziel?

Gesunde, wesensfeste, dem Standard entsprechende Hunde zu züchten.

Ist der Durschnitts-Verbands-Hobby-Züchter in der Lage die genetischen Grundlagen zur Reduktion des Inzuchtkoeffizienten zu verstehen?

Sollte er eigentlich sein.

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Huhu Mark,

werde mich heute Nachmittag hinsetzen und das detailliert aufschreiben!

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Hallo,

wurde hier schon mal erklärt!

Bringt es ziemlich genau auf den Punkt, wobei da noch die Umsatzsteuer von 19% fehlt! ;)

Von Verband zu Verband schwanken die Preise von 10%-25%.

Zitat: Elmhexe

Zukünftige Zuchthündin Euro

Welpe (zukünftige Zuchthündin) 1 000,- (einmalig)

Mitgliedschaft Zuchtverband 40,- (jährlich)

Eintrag Züchtertafel 67,- (jährlich) + 19,00 Internet

Zulassung Zuchtstätte 200,- (einmalig)

Futter, Tierarzt, Pflegemittel, Versicherung, Hundeschule (bis zur Zuchttauglichkeit) 2 000,-

Ausstellungen (bis zur Zuchttauglichkeit)und ZZl , min 300,-

Hauptröntgen inkl. Gebühren 300,- (einmalig)

Vorkosten Wurf Euro

Gesundheitscheck Hündin 70,-

Tupferprobe 100,-

Evtl. Medikamente falls Befund 100,-

Progesterontest 160,-

Herpes Canis Schutzimpfung (muß vor

jedem Wurf neu geimpft werden) 110,-

Ultraschalluntersuchung 35,-

Deckakt inkl. Reise 1 000,-

Futterzusätze während der Trächtigkeit 60,-

Spezialnahrung Hündin 100,-

Gesamtvorkosten/Wurf 1.735,-

Kosten Wurf (Beispiel 9 Welpen) Euro

Spezialnahrung Hündin 160,-

Wäsche und Desinfektionsmittel 500,-

Welpennahrung 750,-

Tierarzt inkl. Impfung/Chip 1 400,-

Wurfabnahme + Ahnentafeln 700,-

Zitat: Ende

das entspricht in etwa den Kosten!

Zur begleitenden Frage:

----------------------------

Meine ehrliche Meinung: Nein

Nur wenn man sich für dieses Thema immer, und immer wieder interessiert und auch Bücher liest!

Die normalen Züchterseminare bringen da wenig, werden nur die Grundlagen gelegt, weiterbilden muss (und sollte) sich jeder selbst!

Letzte Frage:

---------------

Noch gar nicht Leider!

Bin immer noch auf der Suche da ein Seminar zu finden.

Ich persönlich würde das für enorm wichtig halten!

Und nun:

zu 1; Berner Sennenhunde

zu 2; habe immer darauf geachtet das keinerlei Verwandschaftsverhältnisse bestehen, wichtigstes Ziel

zu 3; Ich habe nicht studiert, kann aber behaupten das ich genug Wissen besitze und mir anerlesen habe.

Wobei ein Biologiestudium die ganze Lernerei vereinfachen würde! :D

zu 4; den Genpool gross genug zu halten, das langlebige und positive Merkmale erhalten bleiben!

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:winken:

na, dann will ich auch mal...

1. Irish Terrier

2 + 3: ICo: für mich nicht so einfach "in einem Satz" zu beantworten.

Der Genpol der IT ist nicht so groß. Dennoch besteht natürlich die Möglichkeit der Outcross Verpaarungen.

Im IT "steckt" eine genetische Krankheit (Hyperkeratose), die es gilt zu vermeiden. Einen Gen-Test dafür gibt es nicht und es werden nicht alle Fälle publik gemacht. Es gibt Linien (Hunde), die bekannt sind, die gilt es zu meiden.

Zusätzlich gibt es einige Hunde die zu Cystinurie neigen (können). Hier kann ich, bisher noch mit einem Test(MedVet), meine Zuchthunde untersuchen lassen. Sehr komplexen Thema, kurz dargestellt.

Mein Glück ist, daß ich in einer "Züchergemeinschaft" bin, die ein sehr großen Wissen um die Linien hat und einen "Mentor" der mir bei der Deckrüdenwahl behilflich ist.

Somit ist es möglich auch eine gesunde Linienzucht zu betreiben, wobei immer darauf geachtet wird, das die Verpaarungen natürlich nicht zu eng sind. Es existieren z.B.Austauschprogamme für Deckrüden in England und Schweden.

Wir können so auf Erkenntnisse von über 30 Jahren Zucht zurückblicken.

Gesunde, Wesensfeste, bis ins hohe Alter vitale (und zeugungsfähige Rüden) und natürlich Hunde die dem Standart besonders nahekommen sind sind das Ziel.

Das genetische Wissen wird ständig erweitert durch Schulungen, Seminare und eben viiieeel Lesen...

Hundezucht heißt lernen. Ständig auf dem Laufenden zu sein und auch seine eigenen Hunde stets kritisch zu betrachten und auchmal auf einen Zuchteinsatz zu verzichten.

Eine Nachzuchtkontrolle ist wichtig, um zu sehen wo man steht.

Kosten hatten wir ja schon.

Hundezucht ist kein Hobby, sondern Berufung!

LG

Tanja

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