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Hundeforum Der Hund
Mark

Kaltgepresstes Hundefutter - Erkenntnisse?

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Das kann ich dir leider nicht sagen, Heidi :D

Ich kenn nur Hunde, die sich mit Jubelschrei auf kaltgepresstes Trockenfutter stürzen :Oo

Auch Jimmy, der zur Hälfte frisch bekommt, frisst sein Lupovet/Yomis-Gemisch liebend gern und findet es auch als Leckerchen super....

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@Winnie

Hier bei uns in der Gegend ist es umgekehrt. Die wenigsten Hunde fressen kaltgepresstes Futter.

Allerdings bin ich auch nicht böse darum, weil ich Fenrier sowieso für besser halte als Lupovet, Yomis, Canis Alpha etc..

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Allerdings bin ich auch nicht böse darum, weil ich Fenrier sowieso für besser halte als Lupovet, Yomis, Canis Alpha etc..

Begründet aufgrund welcher Erkenntnisse? Futterzusammensetzung? Oder eigene Beobachtungen? Wenn die Futterzusammensetzung ausschlaggebend sein sollte - was genau?

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@Mark

Aus meiner persönlichen Sicht. Zum einen lege ich wert auf Trockenfutter ohne Getreide (ich füttere auch frisch (den Ausdruck BARF vermeide ich mittlerweile) ohne Getreide - bis auf Hirse - wegen Arthrose), zum anderen bekommt es meinem Hund deutlich besser. Was bei den MEISTEN Trockenfuttersorten, die ich ausprobiert habe, nicht der Fall war. Hohe Kotmengen, stumpfes Fell, wenn er denn mal ein paar Brocken davon gefressen hat.

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Mich würde interessieren, warum Trockenfutter ohne Getreide und mit Banane?

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Die schonend getrockneten Ingredienzen werden aufwändig in der Mühle traditionell bei ca.

50° C kaltwassergepresst. Das heißt: Mit geringer Wärmebehandlung, ohne Dampfzufuhr - lediglich durch eine Matrize gedrückt und dadurch zu Pellets geformt. So ist gewährleistet,

dass die Nährwerte der sorgfältig ausgesuchten Zutaten weitgehend erhalten bleiben.

Über die Temperaturen, die auf die Rohwaren einwirken, schweigt man sich aus.

Man könnte auch boshaft sagen, es wird auf Umwegen damit Werbung gemacht, daß man Energie spart.

Für die Herstellung von Extruder-Futter ist m.M.nach nur technologisch ein höherer Getreideanteil nötig.

Mais und Reis läßt sich zwar auch extrudieren (Popcorn, Puffreis...) aber ich könnte mit vorstellen, daß die Bindung für die anderen Zusätze nicht ausreicht.

Kann mich aber auch total irren....

Nö, moorteufel. Du irrst dich nicht.

Ich versuch mal, das zu erklären:

Im Vergleich zum Extruder ist die Presse zur Herstellung von Pellets im Grunde genommen ein Kinderspiel. Bei der Herstellung von Pressfutter wird die Futtermischung nach kurzer Zugabe von etwas Dampf durch mit Hilfe eines Kollers durch eine Matrize gedrückt.

Hitze entsteht hier in erster Linie durch Reibung. Die Temperaturen bei der Pressung selbst liegen bei 70-80°C. Allerdings wurden die verwendeten Rohstoffe (Fleischmehle) bereits vorher auf mindestens 90 °C (in der Paxis wohle eher um die 100°C) erhitzt! Bei Erhitzung werden Keime abgetötet. Das ist bei kaltgepressten Futter aber nur teilweise der Fall. Daher sind sie niemals so hygienisch wie extrudierte Futter. Das spielt eine Rolle im Hinblick auf Futtermilben, aber auch auf riskante Keime. Aus diesem Grunde dürfen kaltgepresste Futter da, wo es auf Hygiene ankommt, nicht eingesetzt werden.

Der Vorteil der "Kaltpressung" (Ich würde Wasser mit einer Temparatur von 70-80°C sicher nicht mehr als kalt empfinden) liegen in erster Stelle beim Hersteller, bzw. den Produktionskosten. Da bei der Herstellung der Wasseranteil nicht nennenswert erhöht wird, entfällt die kostenintensive Trocknung. Die Herstellungskosten beim Pressen liegen bei nur ca. 30 % derer vom Extrudieren. Beim Pressen werden Kohlenhydrate natürlich nicht aufgeschlossen, weswegen gepresste Futter eine deutlich geringere Verdaulichkeit aufweisen. Frisst der Hund kaltgepresste Futter, ist sein "Output" entsprechend erhöht, weil eben die Verdaulichkeit der Futter deutlich geringer ist, als bei den extrudierten Varianten. Um das Phänomen nicht zu krass ausfallen zu lassen, werden oft vorextrudierte Kohlenhydraten eingesetzt.

Eine typische alte Rezeptur bei Pelletfutter hat 30% Eiweiß und 5% Fett. Das ist aus heutiger Sicht vollkommen unausgewogen. Die Möglichkeit, Futter für die verschiedenen Ansprüche und Lebensphasen zu gestalten, hat man nur durchs Extrudieren.

Früher hat man "Welpenfutter" gemacht, in dem man den Eiweißgehalt hochgeschraubt hat. 6% Fett bei 28-30% Eiweiß. Das ist aus heutiger Sicht vollkommen unausgewogen. Aber damals ging es anders nicht. Auf diesem Wissenstand sind aber leider auch heute noch viele Tierärzte und auch manche Züchter und andere Hundeleute. Und genau diesem Umstand haben wir auch die Argumentationstechnik zu verdanken, dass heranwachsende Hunde nicht zu viel Eiweiß bekommen sollten. Das bezieht sich nämlich auf die unausgewogenen Rezepturen von damals, wird aber gerne auf moderne Welpen- und Juniorfutter umgemünzt.

Fazit:

Dem Verbraucher wird eine erheblich preisgünstige Herstellungsmethode teuer verkauft.

Es wird geschickt mit dem positiv besetzten Begriff aus der Ölherstellung gearbeitet. Da die Rohstoffe allerdings bereits vor der Verarbeitung erhitzt werden, ist eine Werbung mit geringerer Erhitzung kaum gerechtfertigt (Warum sollte man ein kaltgepresstes Olivenöl kaufen, wenn die Oliven bereits vor der Pressung gekocht wurden?)

Ein geringeres Risiko der Magendrehung bei Fütterung von Pelletfutter ist nicht nachgewiesen. Auch wenn das gerne behauptet wird.

Die Vorteile der Extrusion für Heimtiernahrung sind seit Jahrzehnten unbestritten und haben die gezielte Fütterung nach Leistung und Lebensstadium erst ermöglicht.

Beste Grüße

Professor-Pepel

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Ich füttere nicht das Trockenfutter Fenrier plus Banane, sondern das ohne!!!!! Banane bekommt er ab und an unter den Quark-Obstbrei gematscht.

Ohne Getreide, weil er zum einen eine Mais und Weizenallergie hat, zwar nicht mehr ganz so ausgeprägt, aber noch vorhanden. Ausser Hirse füttere ich kein Getreide.

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Mich würde interessieren, warum Trockenfutter ohne Getreide und mit Banane?

Das macht nur aus einem einzigen Grund Sinn.

Grundsätzlich hat die Bananenstärke keinen Vorteil gegenüber Stärke aus Getreide. Es sei denn, man hat es mit einem Hund zu tun, der gegen sämtliche Getreidearten allergisch ist. Das dürfte aber in der Praxis so gut wie nie vorkommen.

Ich find das Banane...

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Grundsätzlich hat die Bananenstärke keinen Vorteil gegenüber Stärke aus Getreide. Es sei denn, man hat es mit einem Hund zu tun, der gegen sämtliche Getreidearten allergisch ist. Das dürfte aber in der Praxis so gut wie nie vorkommen.

Richtig und zudem:

Die Verdaulichkeit der Stärke in Bananen ist i.d.R. geringer als entsprechende Verdaulichkeit von Getreiden. http://www.polar-chat.de/blog/einzelne-lebensmittel-und-die-verdaulichkeit-sowie-kotabsatz/

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@Mark

Ich glaube, einmal im Monat Banane bringt ihn nicht um.

Ihm bekommt die (ganze selten) gegebene Banane deutlich besser als Getreide.

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