Jump to content

Schön, dass Du hier bist!

Erstelle in wenigen Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich noch einfacher mit Deinem Facebook oder Google account ein. Kostenlos alle Funktionen nutzen!

➡️  Konto erstellen | Login

Hundeforum Der Hund
Zickenkind

Epilepsie bei Hunden!

Empfohlene Beiträge

Hallo,

möchte dieses Thema mal anstoßen, weil uns so etwas in der Richtung am Wochenende passiert ist. Vorweg allen die dabei waren danke für Eure tolle Hilfe und Verständnis.

Unsere Ortsgruppe hatte das HTS-Team zu einem Seminar nach Cuxhaven eingeladen. Es ging um das Thema Ausbildung für Ausbilder - Umgang von Trainern mit Neukunden. Ein Kommunikations- Seminar speziell auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten.

Beim Praktischen Teil, Rollenspiele zwischen Neukunde und Trainer ist es dann im Anschluss passiert. Vorweg aber für Euch noch ein paar Infos

- ich verkörperte einen Trainer

- vom HTS-Team (Katrin) spielte den Neukunden

- Neukunde kam zur 1. Übungsstunde, Vorstellungsstunde war die Woche vorher

Da wir Rollenspiele nicht so oft machen stand ich natürlich unter Anspannung, so nach dem Motto was kommt jetzt. Mein Hund saß ein Feld weiter und konnte die ganze Aktion genau Verfolgen. Anuschka ist ein Sensibelchen, früher mehr als heute. Halt sehr anhänglich, am wohlsten fühlt sie sich wenn sie ganz dicht bei uns ist. Es ist aber so, dass der Platz ihr nicht fremd ist und so schon mal alleine auf dem Platz verbringen muss. Aber durch die ganze Situation am Samstag lag natürlich bei allen Teilnehmern eine große Anspannung in der Luft. Nach dem Ende des Spiels kam es dann zum Feedback durch die Spielenden, Zuschauern und natürlich dem Team. Wie mir eine Trainerin vom HTS-Team (Karen) später erzählt hat, war der Anfang wie folgt:

Anuschka saß im Sitz und fing an mit der Pfote sich an der Schnauze zu reiben. Aus diesem an der Schnauze reiben ist sie einfach auf die Seite gefallen und Krampfte am ganzen Körper. Sind sofort zu ihr hin und folgendes Bild bot sich uns:

- starren Blick

- nicht ansprechbar

- verkrampfen des Körpers

- leichtes Zittern

- weißes Zahnfleisch

- pappiges Zahnfleisch

- Puls von 83 / 85

Es dauerte ca. 2-3 Minuten bis sich der Hund wieder entkrampfte und auch wieder Ansprechbar war. Atmung war beim „Anfall“ recht normal und nicht stoßweise. Nach ca. 10 Minuten hatte sie auch wieder das Bedürfnis aufzustehen. Wir haben sie aber im Platz gelassen und weiterhin beruhigt. Der Tierarzt war schon benachrichtigt und wollte in 20 min vor Ort ankommen. Ab Zeitpunkt des „Anfalls“ waren wir bei ihr und haben leise und ruhig auf sie eingesprochen sowie leichte Streicheleinheiten vom Kopf zum Schwanz hin.

Besonderen DANK an dieser Stell noch mal Micha vom HTS-TEAM der sofort mit Rat und Tat zur Stelle war, den Puls genommne hat und auch die Aussage übers Zahnfleisch gemacht hat. Der auch mit dem Tierarzt kurz gesprochen hat. Sollte noch etwas was fehlen Michael dann ergänze es doch BITTE.

Als der Tierarzt zur Stelle war, war der Hund schon wieder „normal“ sprich so wie immer. Der Tierarzt hat den Hund abgehört und Reflexüberprüfung an den Pfoten gemacht. Alle Pfoten bis auf die links hinten hatten einen verminderten bis keinen Reflex. Auch das Gangbild des Hundes war völlig in Ordnung. Was es genau war konnte er auch nicht sagen, da er vor Ort hätte sein müssen. Was er ausschließt ist ein Kreislaufkollaps, bei solch einem Kollaps wäre der Hund nicht in so kurzer Zeit wieder „FITT“ gewesen. Einen Epileptischen Anfall kann er aber auch nicht bestätigen. Nun müssen wir die Sache mal beobachten und hoffen das es bei dem einen mal bleibt.

Wer von euch hat einen Hund mit Epileptischen Anfällen oder so etwas in der Richtung erlebt. Wie sollte man sich in diese Situation auf dem Hundeplatz verhalten, wie in der freien Natur. Was ist mit anderen Hunden? Wer kann dazu etwas sagen? Wie verhaltet Ihr euch dabei?

2 Tage nach diesem „Anfall“ geht es Anuschka gut, es sind keine Zeichen einer Veränderung vorhanden, alles beim alten. Wir hoffen nun auf keine Wiederholung dieses Vorfalls.

73 an alle

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Puh, Micha, das war ja wohl Aufregung pur!!!! :(

Gott sei Dank gehts eurer Maus wieder besser!

Leider kann ich dir nichts über dieses Thema erzählen, aber es werden mit Sicherheit noch Tipps kommen.

Soweit ich mich erinnere, haben hier welche auch das Problem mit Epilepsie bei ihrem Hund.

Wir hatten diese Thema hier schon mal, menno, find es jetzt gerade nicht!

Ich drück euch die Daumen, dass ihr so schnell nicht nochmal in so eine Situation kommt!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Micha,

au Mann,ich kann mir vorstellen das diese Situation nicht schön war :(

Ich meine aber auch wie Renate,das hier im Forum irgendetwas über Epelepsie beim Hund existiert.....!!

Drück deine Anuschka von mir,hoffentlich war das ein einmaliger Anfall!!!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

So wie ich das verstanden hatte, muss es nicht unbedingt ein epileptischer Anfall gewesen sein. Den kann man wohl nur exakt in dem Augenblick bestimmen, wo er auftritt.

Es kann auch ein anderer Krampf gewesen sein... blöd ist immer, wenn man es nicht heraus finden kann. So eine Ungewissheit beschäftigt einen fast mehr, als wenn es konkret eine Diagnose gibt...

Ich war dabei und fand es schlimm, so hilflos zu sein, da Anuschka für mich fast wie ein eigener Hund ist, da wir sehr eng zusammen sind. Die Nerven lagen eh blank und so liefen mir auch mal wieder die Tränen runter.

Hoffe nun, daß es eine einmalige Angelegenheit war und das kleine Lies'chen weiterhin fit und gesund ist.

Liebe Grüße

Anja

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Hallo!

Zickenkind hat mich gebeten, aus Hundetrainersicht noch mal was zu dem Vorfall zu schreiben.

Als der veränderte Verhalten von Anuschka bemerkt wurde enstand natürlich unübersehbare Hektik.

Diese ist unbedingt zu vermeiden. Ich habe dann sehr energisch und unfreudlich alle aufgefordert sich SOFORT wieder auf ihre Stühle zu setzen.

Danach fragte ich in die Runde ob unter den Teilnehmer ein Tierarzt sei, das wurde verneint, also kümmerte sich HTS-Micha (quasi fertiger Tierarzt) um den Hund.

Es befand sich zu diesem Zeitpunkt noch eine Hündin bei Anuschka die wurde rausgerufen.

Ich fuhr bewusst noch einige Minuten mit meinem Unterricht fort und machte dann erst 5 Minuten Pause. Auch hier musste ich nochmals energisch darauf hinweisen, dass sich alle von dem Zaun fernhalten sollen.

Zusammenfassend würde ich in Notfallsituationen zu folgendem Vorgehen raten:

1. Augenblicklich sachlich für Ruhe sorgen

2. Feststellen ob ein Tierarzt vor Ort ist

3. Jemanden mit Namen ansprechen und sagen: DU rufst jetzt den Tierarzt (nie allgemein irgendetwas in die Gruppe rufen: Könnte mal einer.. sondern Aufgaben verteilen, z.B. Anja ruf den Tierarzt an, Angelika besorge Wasser, Nina besorge aus deinem Auto Verbandszeug, Rest: Hinsetzen)

4. In der Nähe befindliche Hunde wegschaffen, da es in diesen Situationen im schlimmsten Fall zur Tötung des Hundes durch andere Hunde kommen kann, da hier sehr oft ein Urinstinkt durchbricht, das verletzte Tier als Beute oder Störfaktor angesehen wird. (Ich glaube, Zickenkind, das war Dir wichtig, dass ich das noch mal schreibe, oder?)

5. Alle Störfaktoren, Hektik, lautes Rufen, Zuschauer etc. klar in die Schranken weisen

Eines möchte ich sagen: Selten habe ich zwei Hundeführer, wie Michael und seine Frau erlebt, die ruhig, besonnen und ohne emotional zu werden mit einer Notfallsituation umgegangen sind.

Dies ist oft anders. Das sollte man auch bedenken. Gelegentlich mach es Sinn eine Person zu beauftragen, die den Hundeführer beruhigt.

Insgesamt kann ich allen einen Tipp geben: Bereitet Euch in Geiste auf alle erdenklichen Situationen (Anfälle, Unfälle etc.) vor und spielt durch, was, wie in welchem Fall zu tun wäre.

Passiert dann tatsächlich etwas, werdet ihr überrascht sein, dass Euer Unterbewusstsein auf dieses Muster zurückgreifen kann und ihr so Situationen meistern könnt.

Anuschka, Michael und Manu wünsche ich alles Gute und danke für das schöne WE!!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Manu und Micha!

Ich drücke Eurer Maus ganz feste die Daumen, dass es ein einmaliger Vorfall bleibt.

Ich bewundere Eure Besonnenheit und dass alle so schnell reagiert und geholfen haben.

Ich drück euch Drei und wünsche alles Liebe und Gute :holy::holy::holy:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Leider kann ich zu solchen Vorfällen nichts brauchbares schildern aber ich kann verstehen das erstmal die Angst groß ist.

Ich hoffe das ihr rausbekommt was ist es damit ihr nicht mit der Ungewissheit leben müßt.Natürlich hoffe ich auch das sich sowas nicht wiederholt.

Gute Besserung für euren Hund !!

Lg Birgit

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

In unserem Reitstall hat auch einer der Stallhunde (der liebe Labrador butch) Epilepsie. Wir wussten das eigentlich gar nicht. WIr waren also in der Halle am Reiten und auf einmal fängt Butch an zu jaulen und sich zu krümmen und so. Kerstin (die Besitzerin) hat dann sofort eine Decke genommen und auf ihn gelegt (also den Kopf frei gelassen) damit er sich nicht stößt und hat behutsam mit ihm gesprochen und ihn festgehalten und gestreichelt. Alle sind sofort Schritt gegangen. Nach 2 Minuten gings ihm wieder besser und er lag dann unter der Decke in einer Ecke. Kerstin hat uns erstmal erklärt, was da grade passiert ist, und das er das nicht so oft hat. Nach dem Reiten kam er uns aber wieder schwanzwedelnd entgegen. Ich habs bis jetzt auch erst einmal miterlebt. Naja, hab mich jedenfalls ganz schön erschreckt!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Hallo Micha,

unser Ringo hatte in seinem letzten Jahr oft epileptische Anfälle. Ich kann Dir berichten wie es bei ihm war, weiss aber nicht, ob solche Anfälle nicht auch unterschiedlich verlaufen können. Ich muss dazu sagen, Ringo war 13 J. als die Anfälle anfingen und hatte zusätzlich ein sogen. Altersherz. Alle Anfälle passierten in unserer Wohnung und ohne das andere Hunde oder Personen außer mir und/oder meiner Tochter anwesend waren.

Beim ersten Anfall bin ich nachts von einem Hämmern an meinem Bett aufgewacht. Total erschrocken habe ich festgestellt, dass Ringo mit weit aufgerissenen Augen vor dem Bett lag und so heftig krampfte, dass er ständig mit dem Kopf ans Bett schlug. Ich hab dann nur schnell meine Decke runtergerissen und sie dazwischen gehalten. Nach einer ewig dauernden Minute war alles vorbei. Ringo blieb total erschöpft und noch völlig verrengt fast eine halbe Stunde dort liegen, stand dann auf und starrte vor sich hin. Er reagierte absolut nicht auf Ansprache. Das dauerte fast nochmal eine halbe Stunde, in der ich fast verrückt geworden bin. Dann löst sich diese Starre und er ist in meinem Arm zusammengesackt und hat dort den Rest der Nacht geschlafen, ohne sich auch nur noch einen Meter zu bewegen.

Am nächsten Morgen war er dann wieder der Alte.

Die nächsten Anfälle kamen meistens abends oder morgens früh und waren unterschiedlich heftig. Manchmal war er schnell wieder auf den Beinen und auch ansprechbar. Manchmal blieb er aber auch bis zu einer Stunde total verrengt liegen und war mehrere Stunden völlig aphatisch (schreibt man das so..?).

Hinzu kam es, dass sich wärend der meisten Anfälle die Blase entleerte.

Vom Tierarzt habe ich damals einige Hinweise bekommen, wie ich mich verhalten sollte:

1. Während des Krampfes auf keinen Fall den Hund festhalten, da es sonst zu ernsthaften Muskel- und Gelenkverletzungen bei dem Tier kommen kann.

2. Alle Gegenstände im Umfeld des Hundes entfernen, woran sich er sich verletzen könnte.

3. Vorsicht in der Nähe des Kopfes des Hundes, da er unkontrolliert zubeissen könnte (Unbewußt, das kann der Hund in dem Moment nicht steuern).

4. Den Hund von anderen Tieren und Menschen abschirmen, für Ruhe sorgen!

5. Versuchen selbst ruhig zu bleiben und leise mit dem Tier sprechen.

6. Den Hund selbst bestimmen lassen, wann er soweit ist wieder aufzustehen und ihm nicht dabei helfen.

7. Auch nach dem Anfall noch eine Weile für eine ruhige Atmophäre sorgen.

Nach diesen Anfällen habe ich immer erstmal alte Handtücher um Ringo rum gelegt, damit sein Urin ein wenig aufgesaugt wurde und er nicht die ganze Zeit darin liegen musste und habe ihn dann zugedeckt. Dann habe ich mich zu ihm auf den Boden gelegt u. bin solange bei ihm geblieben, bis er von selbst aufgestanden ist.

Als die Anfälle in immer dichteren Abständen kamen, habe ich vom Tierarzt Tabletten bekommen. Weiss aber leider nicht mehr, wie die hiessen. Dadurch blieben die Anfälle dann fast komplett aus. Allerdings hatten die Tabletten zusammen mit seiner Herzerkrankung den Nebeneffekt, dass er total schlapp wurde und sich manchmal kaum auf den Beinen halten konnte. Aber ohne die Tabletten hätte sein Herz die Anfälle nicht mehr lange mitgemacht, zudem sollen diese Anfälle sehr schmerzhaft sein.

Laut der Auskunft meines Tierarztes lässt sich Epilepsie heute sehr gut mit Medikamenten einstellen. In vielen Fällen können die Anfälle sogar ganz verhindert werden. Also die meisten Hund können sehr gut damit leben.

Jetzt hab ich hier nen halben Roman geschrieben, aber vielleicht helfen dir meine Erfahrungen mit Ringos Epilepsie ja ein wenig.

Vielleicht bleibts ja auch wirklich bei diesem einen Anfall. Das wünsche ich Dir und deinem Hund auf jeden Fall von ganzem Herzen. :)

Liebe Grüsse

Karin

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo,

danke für die lieben Wünsche. Bis heute ist alles gut gegangen, toi toi toi. Die Maus ist fitt wie eh und jeh. Hoffen nun das es auch so bleibt.

ANITA: Danke für Deine Erklärungen und Vorgehensweise, ja so hatte ich es gemeint.

Karin: Danke auch für Deinen " ROMAN", wir lesen doch alle hier gerne.

Hoffe der ein oder andere hat durch diese Geschichte was für sich mit nach Hause genommen, oder auf den Hundeplatz.

73 an alle........ besonders vom Zickenkind.....

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.